Uhrenbestimmung Omega Damenuhr

Diskutiere Omega Damenuhr im Damenuhren Forum im Bereich Sonstige Uhren; Hallo an die Omega-Experten. Kann mir jemand etwas zu diesem Dachbodenfund sagen? :confused: Mich würde vor allem die Bezeichnung, Alter und...
Neo2k

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Hallo an die Omega-Experten.

Kann mir jemand etwas zu diesem Dachbodenfund sagen? :confused:
Mich würde vor allem die Bezeichnung, Alter und ungefährer Marktwert interessieren.

Sieht schon sehr prollo aus, das gute Stück. Mich würde auch interessieren, ob das echte Diamanten sind auf der Lünette.

Anbei 2 Bilder:
 

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Thomas_G.

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Kurz: Zeitgenössische Fälschung aus den 70er Jahren. Stiftankerwerk, kein Gold, wurde damals an Autobahnen an Touristen verkauft. Vorzugsweise in Italien und Spanien.
Bodenprägung, Satz der Steine (Glassteine), Zifferblattdruck sind klare Hinweise. Boden öffnen dürfte die ganze billige Wahrheit eröffnen.

Wert: keiner, denn Verkauf nicht erlaubt. Auf den Prollo-Look sind damals viele Leute reingefallen.
 
Neo2k

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Danke Thomas!

70er Jahre? Dann ist die Uhr ja deutlich älter als ich!

Hmm, dann werd ich mal versuchen, den Boden zu öffnen.
Dachte wirklich, ich hätte ein kleines Schätzchen entdeckt. :-(

P.S: Was bedeuten die Prägungen auf dem Boden links und rechts neben dem "18k 750"?
Oder gibts das bei Omega dann auch nicht?

Nachträglich hinzugefügt: So sieht das Uhrwerk aus. Das bestätigt vermutlich deine Einschätzung, oder?

Was ist ein Stiftankerwerk?
 

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guntharis

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Hallo!
Omega hat meines Wissens sowieso nie Antimagnetic auf das Ziffernblatt geschrieben - bei hochkarätigen Uhren wird das eigentlich immer vorausgesetzt. Außerdem sollte der Stempel innen im Deckel und nicht außen sitzen. Zusammen weisen die beiden Sachen eigentlich schon eindeutig auf eine Fälschung hin. Wer dann noch nicht sicher ist, dem sollte spätestens dieses Werk zu denken geben :(
Viele Grüße
Guntharis
 
uhrenbastler

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Das Werk ist übrigens ein Stiftankerwerk von EB (Ebauches Bettlach) in der allereinfachsten, steinlosen, Ausführung...

Ciao
Christoph
 
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Jorge22

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Wo wurden denn in den 70er Uhren gefälscht? Türkei?
So streng kommunistisch wie China damals war, kann ich mir das kaum vorstellen...
 
Neo2k

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Nachträglich hinzugefügt:
Das Werk ist übrigens ein Stiftankerwerk von EB (Ebauches Bettlach) in der allereinfachsten, steinlosen, Ausführung...

Ciao Christoph
Was ist ein Stiftankerwerk? Wie genau ist so ein Ding?
 
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Thomas_G.

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Bei einem Uhrwerk mit Stiftankergang gibt es keinen Anker mit Rubinpaletten, der in das Ankerrad greift und zusammen mit der Unruh die Hemmung darstellt. Statt dessen gibt es Stahl- oder Messingstifte, die am Anker befestigt sind und in das Rad eingreifen. Meist, bis auf wenige Ausnahmen (wie Oris), waren das billige Uhrwerke wie ein UMF-Ruhla oder eben die EB-Werke. Die Genauigkeit ist meist im Rahmen von 40 Sekunden bis zwei oder drei Minuten, je nachdem, ob noch an anderers Stelle gespart wurde. In Deinem Fall ist das Werk die absolute Basis und dürfte nur erträglich laufen, wenn das Teil noch nicht sehr verschlissen ist. Der Optik gemäß wurde die Uhr geschont.

70er Jahre passt ganz gut, tatsächlich wurden die Uhren in Italien auch zu Teilen gefertigt. Auch schon in Asien.

Es ist in dem Fall fast schon ein Stück Zeitgeschichte, aber eben trotzdem eine Fälschung.

Die Prägungen imitieren Punzen, die dem Kunden Vertrauen geben sollten. Hat ja sogar heute noch geklappt :-) Welche Originalpunzen da Pate standen, kann ich bei den kleineren nur raten...
 
Neo2k

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Danke Thomas für die ausführliche Erklärung.

Ja ich vermute auch, dass ich der erste bin, der seit Jahren in der Kiste was gesucht hat. :-) Vermutlich liegt die schon Jahrzehnte da drin.

Schade nur, dass es keine echte mit gewissem Sammlerwert ist.
Aber bein genauerem Betrachten erkennt man nun schon einige Dinge, die Omega wohl selbst in den 70er so nicht verkauft hätte.
Ziffernblattdruck, Armband direkt an das Gehäuse geklebt, geschweißt oder was auch immer.
Punzierung auf der Außen- statt Innenseite.

Hmm, da war im ersten Moment wohl die Freude über den vermeintlich tollen Fund einfach größer. :-)

Danke allen, die zur Aufklärung beigetragen haben!
 
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Thomas_G.

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Hast mit Deinen Beobachtungen auch recht, bis auf eines: Auch Hersteller wie Omega haben zu allen Zeiten, vor allem Milanaisebänder, direkt an das Gehäuse gelötet. Zumindest bei Edelmetallen. Sieht man also oft, ist kein Zeichen für eine Fälschung. Der Rest Deiner Beobachtungen aber schon :-)

Behalte Sie als Stück Zeitgeschichte, ist ja auch nicht schlecht.
 
Neo2k

Neo2k

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Interessant. Aber bei Omega sehen die Lötstellen dann wahrscheinlich nicht aus, als ob sie ein Schlosserlehrling im 1. Lehrjahr drangelötet hat.:klatsch:
 
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