Uhrenbestimmung Omega 800 Silber

Diskutiere Omega 800 Silber im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo zusammen, Habe meine Omega wieder vom Uhrmacher zurück. Muss mal testen wie genau sie mit neuer Unruhwelle, neuer Aufzugsfeder und einer...
Kater Mohrle

Kater Mohrle

Themenstarter
Dabei seit
02.03.2010
Beiträge
430
Ort
Westerwald
Hallo zusammen,

Habe meine Omega wieder vom Uhrmacher zurück.
Muss mal testen wie genau sie mit neuer Unruhwelle, neuer Aufzugsfeder und einer Reinigung jetzt läuft.

Insgesamt hat mich die Uhr jetzt ca. 150 Euro gekostet (für 45 Euro defekt ersteigert).

Könnt Ihr was zu Baujahr und Werkskaliber sagen????
Könnte es sich um ein Kaliber 19 LOB 15 P handeln?
PocketWatch - Technik Taschenuhren-Kaliber Omega

Grüße Frank
 

Anhänge

Spindel

Spindel

Dabei seit
14.12.2008
Beiträge
2.741
Ort
Leipzig
Hallo Frank ,
erst mal sieht ganz gut aus.Aber warum steht der Rückerzeiger nicht auf 0 nach einer solchen Reparatur.Und sind das Haare im Werk die ich da sehe oder auf der Linse.
Gruß Roland
 
Uhrmichel

Uhrmichel

Dabei seit
14.10.2009
Beiträge
848
Ort
Rhein-Main
Naja, für 90€ Reparaturkosten für Unruhwelle,Zugfeder und Überholung blieb wohl keine Zeit mehr die Unruhe über die Schrauben zu regulieren, wirklich ein super Preis für die Arbeit, wenn man alleine die Ersatzteilkosten rechnet.
Und das Gehäuse sieht auch wieder ordentlich aus.
Glückwunsch zur gelungenen Reparatur.

Grüße vom Hunsrück
 
Kater Mohrle

Kater Mohrle

Themenstarter
Dabei seit
02.03.2010
Beiträge
430
Ort
Westerwald
Hallo Frank ,
erst mal sieht ganz gut aus.Aber warum steht der Rückerzeiger nicht auf 0 nach einer solchen Reparatur.Und sind das Haare im Werk die ich da sehe oder auf der Linse.
Gruß Roland
Hallo Roland,

das Foto vom Uhrwerk habe ich vor der Reparatur gemacht.
Da der Werkdeckel sehr stramm sitzt, habe ich ihn später nicht mehr geöffnet,
(geht nur mit dünnem Messer) um nichts zu zerkratzen.

Grüße
Frank
 
Kater Mohrle

Kater Mohrle

Themenstarter
Dabei seit
02.03.2010
Beiträge
430
Ort
Westerwald
Naja, für 90€ Reparaturkosten für Unruhwelle,Zugfeder und Überholung blieb wohl keine Zeit mehr die Unruhe über die Schrauben zu regulieren, wirklich ein super Preis für die Arbeit, wenn man alleine die Ersatzteilkosten rechnet.
Und das Gehäuse sieht auch wieder ordentlich aus.
Glückwunsch zur gelungenen Reparatur.

Grüße vom Hunsrück
Hallo zusammen,

die Uhr läuft ohne Mucken durch. Nur geht sie ca. 4 bis 5 Min. pro Tag vor.
Es blieb wohl tatsächlich keine Zeit mehr die Unruhe über die Schrauben zu regulieren.
Ich ziehe die Uhr 6 Wochen lang mal jeden Tag auf und beobachte, ob sich das Gangverhalten ändert.

Dann kann immer noch reguliert werden, oder was meint ihr??

Grüße
Frank
 
T

tschasovschik

Dabei seit
15.10.2008
Beiträge
644
Ort
Linker Niederrhein
Hallo Frank,
Es gibt mehrere Möglichkeiten warum eine Uhr einen solch starken Vorgang zeigt. Eventuell ist die ersetzte Zugfeder ein bißchen zu stark, dann prellt die Uhr bevorzugt nach Vollaufzug und in den beiden horizontalen Lagen. Das Prellen (Schwingungsweite der Unruh so groß daß die Ellipse an den Rückseiten der Ankergabelhörner anschlägt) kann wenige Minuten andauern, aber durchaus auch zwei Stunden. In diesem Zustand ist der Uhr keine genaue Zeitmessung möglich.
Die andere Möglichkeit: Im hundertjährigen Leben dieser Uhr ist beim Auswuchten der Unruh soviel Material an den Schrauben abgetragen worden sodaß das Trägheitsmoment des Unruhreifs mittlerweile zu klein ist und nicht mehr durch rücken am Rückerzeiger ausgeglichen werden kann. Nach Unruhwellenersatz ist eben Auswuchten der Unruh erforderlich, wobei bei fachgerechter Arbeit eher wenig an den Schrauben zu korrigieren ist. Und ein gewissenhafter Uhrmacher wird eher Scheiben unterlegen als bedenkenlos an den Schrauben zu feilen. Was natürlich schneller geht.
Ich glaube jedenfalls nicht daß ein Vorgang in dieser Größenordnung sich am Rücker korrigieren läßt. Hat der Reparateur die Uhr denn nicht mehrere Tage kontrolliert?
Grüße
Werner
 
del-olmo

del-olmo

Dabei seit
28.03.2008
Beiträge
833
Ort
NRW
Das die Uhr vorgeht hat seinen Grund: Das Werk wird so reguliert, dass es in der Tasche genau geht. Die Uhr geht vor, wenn sie in der Vitrine liegt. Der Vorgang im kalten Zustand kompensiert die Temperaturunterschiede zwischen Vitrine und Tasche. Die Spiralfeder dehnt sich bei Temperatur aus, was dazu führt, das die Uhr langsamer läuft, um das auszugleichen wird sie vom Uhrmacher so reguliert, dass sie in ungetragenem Zustand etwas vorgeht. Trag die Uhr eine Zeit und Du wirst sehen.

Je nach Rückerzeigerstellung läßt sich das natürlich korrigieren, aber das ist in diesem Fall meiner Meinung nach gar nicht notwendig, da die Gangwerte völlig in Ordnung sind.

Lass blos die Finger von den Schrauben, die sind zum Wuchten des Unruhreifes und nicht zum Regulieren.

Die Maße der Zugfeder ergeben sich aus dem Ausmessen der defekten Feder und falls die nicht vorhanden sein sollte, wird das Federhaus ausgemessen. Da kann nicht viel schiefgehen.

Teste die Uhr und wenn irgendwas merkwürdig ist frag den Uhrmacher, der sie repariert hat.

Grüße Bernhard
 
Kater Mohrle

Kater Mohrle

Themenstarter
Dabei seit
02.03.2010
Beiträge
430
Ort
Westerwald
Hallo Werner und Bernhard,

weis nicht, ob der Uhrmacher die Uhr einige Tage auf die Gangwerte kontrolliert hat.
Vielleicht bin ich auch schuld, das ich Ihn angerufen habe und nach der Uhr gefragt habe. Die Uhr war ca. 7 Wochen bei Ihm. Er sagte, die Beschaffung der Unruhwelle habe gedauert, was ich auch verstehen kann.
Das er ein Fachmann ist glaube ich bestimmt, schließlich ist er ja Uhrmachermeister und restauriert alte Uhren und verkauft sie.

Werde mal am Wochenende die Uhr tragen, wie Bernhard gemeint hat und beobachten.
Aber 5 min pro Tag ist schon heftig, wie ich meine.
Das läuft meine Alpina Savonnette ungereinigt wesentlich genauer. Da sinds in der Vitrine nur 1 bis 2 min.

Danke für Eure Mühe!!!

Grüße
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
T

tschasovschik

Dabei seit
15.10.2008
Beiträge
644
Ort
Linker Niederrhein
Hallo zusammen,
Hast recht, bevor die Diskussion hier hitzig wird bitte erstmal den Gang der Uhr unter den verschiedenen Bedingungen kontrollieren. Aber ein Temperaturfehler von 4 Minuten pro Tag???
Diese Uhr hat eine Stahl- Messing Kompensationsunruh, der Temperaturfehler sollte deutlich unter 30 sec liegen. Wenn es denn überhaupt der von del-olmo vermutete Temperaturfehler ist. Im übrigen wird das Nachgehen in Wärme durch die Verringerung des Elastizitätsmomentes der Stahlspirale verursacht, nicht durch deren Verlängerung/Vergrößerung. Um dieses auszugleichen hat man eben Kompensationsunruhen eingesetzt.
Gruß
Werner
 
del-olmo

del-olmo

Dabei seit
28.03.2008
Beiträge
833
Ort
NRW
Elastizitätsmoment???

Die Probleme verursacht die Längenausdehnung der verwendeten Materialien bei Temperaturveränderungen, der Ausdehnungskoeffizient.

"Temperaturschwankungen wirken sich negativ auf den Gang einer mechanischen Uhr aus, weil sie das Elastizitätsmodul von stählernen Unruhspiralen verändern. Steigende Temperaturen verursachen ein Nach-, sinkende ein Vorgehen. Vor mehr als 200 Jahren erfand der englische Uhrmacher John Arnold den bimetallischen, aufgeschnittenen Kompensationsunruhreif, der den nicht unerheblichen Temperaturfehler der Stahl-Spiralfeder (weitgehend) auszugleichen vermochte. Wie der Name bereits sagt, besteht ein bimetallischer Unruhreif aus zwei miteinander verbundenen Metallen (z.B. innen Stahl und außen Messing). Messing besitzt einen höheren Ausdehnungskoeffizienten als Stahl. Bei steigenden Temperaturen dehnt sich Messing stärker aus, die freien Enden verlagern sich in Richtung Unruhwelle. Dies bewirkt ein Vorgehen, das die Längenausdehnung der Stahlspirale kompensiert. Bei sinkenden Temperaturen wirkt die Unruh entgegengesetzt. Wegen der hohen Kosten und der aufwändigen Handhabung wurden Kompensationsunruhn jedoch nur in besseren Uhren verwendet, während bei billigeren Werken die Temperaturfehler in Kauf genommen werden mussten." Quelle: Wempe Uhrenlexikon

Aber er soll die Uhr erstmal testen und ggf. vom Uhrmacher nachregulieren lassen.

Grüße Bernhard
 
M

moskau

Dabei seit
01.10.2008
Beiträge
228
Elastizitätsmoment???
Nun ja, wenn wir hier Erbsenzählen könnte man sagen der korrekte Begriff lautet Elastizitätsmodul oder meinetwegen Elastizitätskoeffizient...
Aber ganz falsch liegt tschasovschik ganz und gar nicht...Das von Dir verwendete Zitat bestätigt in Teilen seine Äusserung im Übrigen:
Temperaturschwankungen wirken sich negativ auf den Gang einer mechanischen Uhr aus, weil sie das Elastizitätsmodul von stählernen Unruhspiralen verändern.
Und dieses hat mit der Längenausdehnung des Materials per se gar nichts zu tun.
Somit -
Die Probleme verursacht die Längenausdehnung der verwendeten Materialien bei Temperaturveränderungen, der Ausdehnungskoeffizient.
- schon, Bernhard, auch - aber keineswegs ausschliesslich.
Selbstverständlich ändert sich durch die Temperatur auch die Elasitzität von vielen Metallen in einem für Unruhspiralen durchaus relevanten Maß:

ich zitiere mal:
Insgesamt werden [durch die Temeratur. Anm.)] drei Grössen beeinflusst :

*
die Länge der Spiralfeder und damit auch ihre Federeigenschaften
*
der Durchmesser der Unruh und damit ihr Massenträgheitsmoment
*
das Elastizitätsmodul der Spiralfeder

Alle drei Punkte bewirken ein Nachgehen der Uhr bei Erwärmung. Zum letzten Punkt ist zu sagen, dass es eine Eigenschaft der meisten Materialien ist, bei Erwärmung nachgiebiger zu werden. Dieser Einfluss ist so gering, dass er in der gewöhnlichen Technik bei Temperaturen um die Raumtemperatur vernachlässigt werden kann. Bei den Genauigkeiten, die von einer Uhr gefordert werden, ist dieser Einfluss sehr wesentlich. Der durch die Temperaturabhängigkeit des Elastizitätsmoduls verursachte Fehler liegt bei 30sec/Tag bei einem Grad Temperaturänderung.
Zur Beseitigung bzw. Verringerung des Temperaturfehlers gibt es drei Methoden:

*
Beeinflussung der Spiralfederlänge
*
Beeinflussung des Massenträgheitsmomentes der Unruh
*
Veränderung der Materialeigenschaften der Spiralfeder
Der Einsatz von Materialien mit relativ temperaturstabilen Elastizitätsmoduln wie ELINVAR (Elasticité invariable) und ähnlichen bei Unruhspiralen wäre sonst nciht ganz so sinnvoll. Und wir wollen doch nicht die Bemühungen von Guillaume, Ditisheim und anderen die sich u.a. mit dieser Problematik intensiv befassten, in die Tonne treten - nicht wahr?

Harald
 
Zuletzt bearbeitet:
del-olmo

del-olmo

Dabei seit
28.03.2008
Beiträge
833
Ort
NRW
Der Einsatz von Materialien mit relativ temperaturstabilen Elastizitätsmoduln wie ELINVAR (Elasticité invariable) und ähnlichen bei Unruhspiralen wäre sonst nciht ganz so sinnvoll. Und wir wollen doch nicht die Bemühungen von Guillaume, Ditisheim und anderen die sich u.a. mit dieser Problematik intensiv befassten, in die Tonne treten - nicht wahr?

Harald
Hallo Harald,

selbstverständlich nicht!

Invar, also Eisen-Nickellegierungen die teilweise auch Chromanteile haben, haben die Eigenschaft, einen äußerst geringen Ausdehnuhgskoeffizienten zu haben, der sich im Bereich von 20°-90°C nicht verändert. Das führt dazu, dass das E-Modul ebenfalls konstant bleibt, d.h. sich die elastischen Eigenschaften nicht verändern.

"Fe65Ni35-Invar enthält 65% Eisen und 35% Nickel. Bis zu 1% Magnesium, Silicium und Kohlenstoff werden legiert, um die mechanischen Eigenschaften zu verändern. Durch Legieren von 5% Cobalt kann der thermische Ausdehnungskoeffizient weiter reduziert werden. Eine Bezeichnung für die Legierung ist Inovco, Fe-33Ni-4.5Co, α (20–100 °C) von 0,55 ppm/°C."

Bei unlegierten Stählen, also auch herkömmlichen Federstählen führt die Erwärmung, auch eine geringfügige, zu einer Veränderung der Dichte und damit zu einer Ausdehnung nach dem Massenerhaltungssatz, die natürlich auch Einfluß auf die elastischen Eigenschaften hat, das ist unbestritten.

Diesem wirkt der von Guillaume beschriebene Invareffekt entgegen:

"Der Invar-Effekt beruht auf einer negativen Volumenmagnetostriktion des Kristallgitters. Das bedeutet, dass durch eine Abstoßung der magnetischen Momente der einzelnen Atome der Legierung das Gitter "aufgebläht" wird, sich die Atomabstände also vergrößern. Dieser Effekt nimmt jedoch mit steigender Temperatur ab (da die magnetischen Momente abnehmen) und lässt das Kristallgitter dadurch schrumpfen. Die Abnahme der negativen Volumenmagnetostriktion bei steigender Temperatur verhält sich damit gegenläufig zur Wärmeausdehnung, die die Atomabstände vergrößert. Diese physikalischen Phänomene können sich in bestimmten Temperaturbereichen so kompensieren, dass sich die Atomabstände effektiv nicht ändern und der Festkörper dadurch keine Längenänderung (bzw. Volumenänderung) erfährt. Der Invar-Effekt verschwindet zusammen mit den magnetischen Momenten der Atome ab der jeweiligen magnetischen Ordnungstemperatur des Materials, also der Curie-Temperatur bzw. der Néel-Temperatur."

Der Invareffekt kompensiert also die termische Veränderung des Kristallgitters und verhindert damit die Ausdehnung und damit die Verändung der stofflichen Eigenschaften, selbstverständlich auch eine Änderung des E-Moduls.

Grüße Bernhard
 
M

moskau

Dabei seit
01.10.2008
Beiträge
228
War ich missverständlich?


Was der eigentliche Grund meines Posts war Deine entschlossene Kritk an dem thermoelastischen Argument von Werner.

Du meintest, die Ausdehnung sei das einzige zu beachtende Fehlermoment, das durch wechselnde Umgebungstemperatur entsteht.

Nochmals. Das ist einfach so nicht alleine richtig (natürlich ist seine Behauptung - der veränderte E-Modul sei ausschliesslich verantwortlich und nicht auch deren wärmebedingte Ausdehnung - ebenso unvollständig):

Der Elasitizitätsmodul ist eine vom Ausdehnungskoeffizienten unabhängig zu betrachtende Eigenschaft, sie ändert sich temperaturabhängig und das ist ebenso relevant für den Gang einer Uhr wie die temperaturbedingte Änderung der Ausdehnung der Feder (und des Unruhreifs) - so schwer kann das doch nicht zu akzeptieren sein...

Ich versuche das mal an einem Beispiel zu illustrieren:
Wir nehmen zwei Spiralfedern aus dem selben, thermoelastisch sensibeln Material.
Dann setzen wir eine der beiden Federn hoher Temperatur aus und kürzen sie (weil sie sich ja auch ausgedehnt hat) auf genau die selbe Länge wie unsere Vergleichsfeder.
Sie wird dann - trotz gleicher Länge - (in der selbstverständlich noch immer höheren Umgebungstemperatur) eine andere Elastizität aufweisen. (Dass der Grund dafür in der temperaturbedingten molekularen Veränderung liegt, dürfte mittlerweile ein Gemeinplatz sein).


Das sich die Länge einer Spirale unter Temperatureinfluß verändert ist eine Sache - dass deren Elastizität (unabhängig von jedweder Geometrie) sich ebenfalls temperaturabhängig ändert eine völlig andere...

Gruß, Harald

(Ich sprach im übrigen nicht von INVAR sondern von ELINVAR - und das ist keineswegs Jacke wie Hose.)

Und um wenigstens noch ein bisschen was zum eigentlichen Thema zu sagen:
Bei einem täglich 4-5 minütigem Vorgang und dieser Rückerzeigerposition würde ich von der Vermutung der absichtlichen Regulierung, die ein Uhrmacher vorgenommen hätte, Abstand nehmen...das sind Werte die so manche meiner Spindeln schafft (wenigstens beinahe).
Für eine Ankeruhr dieser Technologie und Ausstattung hier von einem leichten Vorgang zu sprechen, halte ich für einen ernsten Euphemismus...
 
Zuletzt bearbeitet:
H

holger 57

Gesperrt
Dabei seit
15.01.2010
Beiträge
1.286
Ort
Harz
Hallo,
kann Euch nun die Ursache für den Vorgang nennen.
Irgendwann ist die Spirale abgebrochen. Der Uhrmacher hat die U-Welle ersetzt, hatte aber sicher keine neue Spirale - daher der Vorgang von 5 min.
Inzwischen differiert das Werk ca. 1 min in 24 h.
Ich habe dabei weder an der Spirale noch am Unruhreif Veränderungen vorgenommen.
Wie habe ich dafür gesorgt, daß die Unruh langsamer schwingt?
Gruß Holger
 
T

tschasovschik

Dabei seit
15.10.2008
Beiträge
644
Ort
Linker Niederrhein
Rückerstifte aufgebogen????
Die Götter des Isochronismus werden ihren Unmut darüber äußern ;-)
Gruß
Werner
 
H

holger 57

Gesperrt
Dabei seit
15.01.2010
Beiträge
1.286
Ort
Harz
Hallo Werner,
was hättest Du gemacht?
Gruß Holger
 
Labrador

Labrador

Dabei seit
08.07.2009
Beiträge
1.535
Ort
Kreis Bielefeld
Ich denke die Musterlösung ist nur mit einem aussagkräftigen Gangprotokoll an der Zeiwaage möglich. Vorgang lässt sich am besten mit Regulierscheiben beheben. Die werden unter die Schrauben (gegenüberliegend) gesetzt. Ist die Unruh erst einmal durch unsachgemäße Eingriffe "versaut", braucht es viel Feingefühl und sorgfältiges Arbeiten, um das zu korregieren.

Ich wünsche viel Erfolg,

Labrador
 
T

tschasovschik

Dabei seit
15.10.2008
Beiträge
644
Ort
Linker Niederrhein
Hallo zusammen,
@Holger: Hatte meine Bemerkung über den Isochronismus mit einem Augenzwinkern gemacht und hatte nicht beabsichtigt, Spott und Häme darüber auszuschütten.
Ob man Rückerstifte auseinanderbiegt oder den Unruhreif mit zusätzlichen Regulierscheiben versieht hängt meines Erachtens ausschließlich davon ab ob der Auftraggeber bereit ist den hohen Zeitaufwand mit dem Unterlegen von Regulierscheiben zu bezahlen. Der Isochronismusfehler wird bei einer Vitrinenuhr auch keine große Rolle spielen.
Es kam die Rede darüber auf, die Spirale zu ersetzen. Frage jetzt mal so in die Runde: Wieviele Uhrmacher in Deutschland gibt es wohl noch welche in der Lage sind eine Breguetspirale fachgerecht zu ersetzen? Die Betonung liegt auf FACHGERECHT! Und nicht irgendwie saumäßig hingefrickelt, Hauptsache Uhr läuft. Bin im übrigen nicht jemand, welcher sich um solche Arbeiten reisst.
Schönen Sonntag noch
Werner
 
H

holger 57

Gesperrt
Dabei seit
15.01.2010
Beiträge
1.286
Ort
Harz
Hallo,
ich sehe das Problem von einer anderen Seite.
Fakt ist, daß Frank für die Uhr incl. Reparatur fast 200,- € ausgegeben hat.
Für mich ist es kein Problem mit Regulierscheiben zu arbeiten oder eine Original-Spirale einzusetzen. Der Aufwand im Verhältnis zum Wert ist aber m.E. nicht vertretbar. Daher habe ich eine kostengünstige Lösung gesucht und gefunden.
Gruß Holger
 
Thema:

Omega 800 Silber

Omega 800 Silber - Ähnliche Themen

  • [Verkauf-Tausch] Omega Geneve Dynamic Handaufzug Cal. 601 aus 1969 inkl. Garantie+Rechnung

    [Verkauf-Tausch] Omega Geneve Dynamic Handaufzug Cal. 601 aus 1969 inkl. Garantie+Rechnung: Liebe Mitforianer, zum Verkauf steht meine: Omega Dynamic aus den späten 1960ern. Ich habe die Uhr selbst hier im Marktplatz gekauft...
  • [Verkauf-Tausch] Omega Seamaster 300 m Chronometer - 2531.80.00 aus 1998

    [Verkauf-Tausch] Omega Seamaster 300 m Chronometer - 2531.80.00 aus 1998: Liebes Uhrforum, hoffentlich entspricht mein Angebot nun den Marktplatzregeln ;) Zum Verkauf steht meine kürzlich erworbene Omega Seamaster. Als...
  • [Suche] OMEGA Speedmaster DAY-DATE Mark 40 Ref. 3520.5000 im FULL-SET

    [Suche] OMEGA Speedmaster DAY-DATE Mark 40 Ref. 3520.5000 im FULL-SET: Angebote gerne an mich Danke
  • [Verkauf] Omega Constellation f300Hz Electronic - blaues ZB

    [Verkauf] Omega Constellation f300Hz Electronic - blaues ZB: Zum Verkauf kommt Eine Omega Constellation mit F300Hz Stimmgabelwerk Dies ist ein Privatverkauf unter Ausschluss der Gewährleistung bzw...
  • [Verkauf] Omega Automatic Seamaster Cosmic DayDate

    [Verkauf] Omega Automatic Seamaster Cosmic DayDate: Hallo zusammen Ich bin daran meine Sammlung zu ordnen. Dabei müssen mich einige Uhren leider verlassen. Hier trifft es eine Omega Automatic...
  • Ähnliche Themen

    Oben