Öffnen einer frühen Taucheruhr Caribbean 100

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Uhrenfreak

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Meine Taucheruhr aus den frühen 60er Jahren lässt sich nicht öffnen, so dass ich nicht an das Zifferblatt herankomme. Dieses ist schlecht abzulesen und ich wollte mal schauen, ob man da etwas verbessern kann. Die Lünette lässt sich abheben, aber danach komme ich nicht weiter. Da ich dachte, dass das Glas mit einem Gehäuseöffner herauszudrehen ist, habe ich das versucht, aber nach einer Linksdrehung lässt sich leider der Schraubverschluss (wenn es einer ist) nicht weiter bewegen.
Die Uhr scheint sehr selten zu sein, aber vielleicht kennt sich trotzdem jemand damit aus.

DSC07160.jpg

DSC06836.jpg

DSC06838.jpg

DSC06841.jpg

DSC06842.jpg

Auf der Rückseite ist zu lesen: Incabloc, Full Steel, Super waterproof, 100 Meters, Nr. 6027, Brev. DEM 1588/63, 102

Gruß Willy
 
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Rata

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Hallo Eckhardt,

ohne es genau zu wissen: Ist der Ring vielleicht ein Bajonettverschluss? Leider bringt die Suche nach dem Schweizer Patent nichts Erhellendes, zwar einige Uhren mit der Stempelung, doch auch da keine Erklärung.

Vielleicht können dir Besitzer einer Jenny helfen, die Uhren waren IMHO ähnlich aufgebaut.

Viele Grüße, Otto
 

Uhrenfreak

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Hallo Otto,

vielen Dank für deine Antwort. Wie muss man sich hier einen Bajonettverschluss vorstellen? Reicht da ein Dosenöffner?:-P

Gruß Willy
 

Oelfinger

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Linksdrehung? Ich denke, daß es sich um eine Ringmutter (oder Ringschraube, je nach Betrachtungweise) mit normalem Rechtsgewinde (Feingewinde) handelt. Mit einem Ôffnerzirkel in beide Aussparungen sollte man den Ring gedreht bekommen. Mit am Glas drehen läßt sich nix erreichen.
 
R

rheinlander

Gast
Ich hatte mal eine sehr ähnliche. Den Ring mit den beiden Aussparungen konnte ich mit dem Gehäuseöffner nach links etwa eine Umdrehung drehen, und dann konnte ich das festgegammelte Glas mit doppelseitigem Klebeband abziehen.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Linksdrehung? Ich denke, daß es sich um eine Ringmutter (oder Ringschraube, je nach Betrachtungweise) mit normalem Rechtsgewinde (Feingewinde) handelt.

Ja links, denn bei einem Rechtsgewinde dreht man doch links um zu öffnen...Wir sind ja nicht in England.
 

Uhrenfreak

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Vielen Dank für eure Antworten. Ja, das habe ich versucht. Nach etwa einer halben Umdrehung geht nichts mehr, weder vor noch zurück. Wollte dann das Glas mit einem Sauger (Wandbefestigung aus dem Bad) abheben. Wahrscheinlich hängt da zu viel Schmutz drin, so dass man da einen speziellen Glasabheber benötigt.

Ja, das doppelseitige Klebeband könnte auch funktionieren.

Gruß Willy
 

Rata

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Hallo Otto,

vielen Dank für deine Antwort. Wie muss man sich hier einen Bajonettverschluss vorstellen? Reicht da ein Dosenöffner?:-P

Gruß Willy

Grüße dich zurück:-).

Nein, ein Dosenöffner wäre nicht vonnöten;-), der Bajonettverschluss wäre so wie bei einem Objektiv einer Spiegelreflexkamera. Aber die Erklärungen der anderen Poster hören sich plausibler an als mein Gedankengang. Gut möglich, dass alles so miteinander verbacken ist, dass nur noch halbrohe Gewalt hilft.

Viele Grüße, Otto
 

Uhrenfreak

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Bei WatchTime hat meine Frau eine Antwort gefunden:

"Zum Öffnen von Einschalengehäusen gibt es verschiedene Möglichkeit. Bei Kunststoffgläser hilft entweder der Glasabheber oder (wenn das Glas armiert ist) Druckluft. Ist nicht weiter schlimm, da so ein Glas nach einmaligem Gebrauch eh sein Leben verwirkt hat. Die Aufzugwelle ist i.d.R. geteilt, d.h. man kann sie mit einem beherzten Ruck rausziehen.

Das Glas wird von einem Gewindering gehalten, Damit der Ring die Glaskansten nicht beschädigt, wird ein Teflonring zwischengelegt.
Unter dem Glas sitzt eine Dichtung und das abnehmbare Rehaut. Unter diesen sitzt am Zifferblattrand ein kleiner Hebel den man drücken muss, um die Krone herausnehmen zu können."

Das riecht nach Uhrmacher! Bei meiner Uhr handelt es sich um ein Kunststoffglas.

Hier habe ich noch einen Link zu Jenny Caribbean gefunden: http://www.vintagewatchcollective.com/valorus--jenny-caribbean--diver.html


Gruß Willy
 
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mini

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Viele Caribbeans haben einen Schraubring, der das speziell geformte Glas fixiert und eine Reisskrone. Ist in der Regel ohne Uhrmacher zu bewältigen.

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Hier wird es vielleicht deutlich.

Gruss
Mathias
 

Uhrenfreak

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Danke Mathias,

ja so sieht es bei meiner Uhr auch aus. Mit einem besseren Werkzeug konnte ich den Schraubring wieder bewegen, aber nach einer halben Zifferblattumdrehung geht es nicht mehr weiter. Müsste der Schraubring jetzt schon zu lösen sein, oder muss ich noch weiter nach links drehen, bis der Schraubring sich ganz herausgedreht hat? Von den sichtbaren Schraubringen bei deinem Beispiel aus zu schließen sind wohl mehrere Umdrehungen nötig?

Gruß Willy
 

mini

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Ich habe die Jenny nicht mehr, aber ich meine, es wären so zwei bis drei Umdrehungen nötig.
Wie wäre es denn mal mit (ganz wenig) Kriechöl in das Gewinde und über Nacht einwirken lassen?

Gruss
Mathias
 

Uhrenfreak

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Danke Mathias,

an etwas Öl habe ich auch schon gedacht. Das werde ich probieren.

Gruß Willy
 

hiltibrant

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Ich habe bei festgegammelten Gewinden des öfteren WD 40 mit dem Wattestäbchen oder Zahnstocher zwischen Deckel und Gehäuse getupft und dabei Erfolg gehabt. Warum also nicht auch hier?
 

Oelfinger

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Am Besten 24h einwirken lassen und dann losspielen. Also immer ein wenig nach rechts und links, und dann immer weiter aufschrauben.
 

Harpye

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Da Kriechöl nicht unbedingt nur Öl ist und Lösungsmittel wie Aceton oder ähnliches der TOD für PMMA sind .. siehe Versprödung... würde ich hier nix überhasten...
 
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