Normal oder nicht Normal - Rotorlagerbruch Rolex GMT 2006

Diskutiere Normal oder nicht Normal - Rotorlagerbruch Rolex GMT 2006 im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Abend zusammen, mein erster Beitrag, bisher nur Mitleser, ich hoffe, ich mache alles richtig... Uhr Rolex GMT Kauf 2006, Revision 2012...

Speeddoc2

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Guten Abend zusammen,
mein erster Beitrag, bisher nur Mitleser, ich hoffe, ich mache alles richtig...

Uhr Rolex GMT Kauf 2006, Revision 2012, laut Quittung "Werks-Revision + Zugfeder ersetzt", beides beim gleichen deutschen Konzi.

Jetzt auf Tonnenbeweger stehen geblieben. Komisches Geräusch beim Tragen. Befund: Rotorlager gebrochen, Werk darunter beschädigt.

Ich: Arzt, keine schweren Tätigkeiten mit der Uhr, keine Schlagsportarten. Uhr nicht gefallen. Wird im Wechsel mit Mido Commander und Sinn 142 getragen, also nicht Safe, aber auch nicht täglich. Äußerer Zustand m. E. 2+.

Frage an Euch: darf das sein? Nie, bei keiner anderen Uhr erlebt. Hätte ich auch irgendwie bei DER Firma nicht erwartet. Oder doch "normaler Verschleiß", wie der Konzi behauptet? Er sagt, bei jeder 2. Revision würde das Rotorlager getauscht.

Danke für Einschätzungen,
Christian
 

Spitfire73

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Die Uhr ist 12 Jahre alt und wurde vor 6 Jahren revidiert. Sein "dürfen" sollte das freilich nicht aber wenns trotzdem passiert ist es natürlich ärgerlich. Ein unvorhergesehener Boxenstopp kann Dir mit jeder hochwertigen Uhr eines beliebigen Herstellers passieren.

Gruß
Helmut
 
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Chronix

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Sollte nicht sein. m.E. eine Fehlkonstruktion bei diesem Werk, da das Lager nicht Stand hält. Bleibt also nur Reparieren lassen und um eine Auskunft bitten wie das Passieren kann. Uhr verkaufen und sich was kaufen das einen nicht im Stich lässt und die Zeit raubt.
 

Speeddoc2

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OK, Merci. Was bleibt auch anderes übrig, so bring sie nix, weder Zeit noch Geld. Aber genervt bin ich. Das Geld für die Uhr, die ich schon als Kind wollte (Lufthansa-Einfluss...) fiel beim Hauskauf in 2006 ab. Das Haus war die vermutlich bessere Investition...
@chronix: deine Qualitätsfavoritenfirma?
 

Chronix

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Naja, Ärzte machen auch Fehler.
Kommt halt darauf an wie Wichtig einem das Image ist und was einen anspricht. Wenn das Image wichtig ist, Omega. Aber auch eine Swatch geht.
 

403max

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Im Westen der EU...
NEIN, das darf nicht sein bei Rolex! Die Uhr ist gerade 12 Jahre alt... Bei einer billig Hommage oder Klone , ja aber die kosten 1/20 bis 1/10el des RLX Preises. RLX muesste das aus Kulanz kostenlos beseitigen.
(Z.B wenn dieses bei PKW Spitzenmarken wie RR oder Bentley geschehen wuerde bekommt bei aehnlichen "Mist" keine Rechnung und werden alle Probleme ohne Aufwand beseitigt.)
 

hermannH

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Hallo

Schön zu lesen die ganzen Expertisen der "Experten". :-)
Hier die Fakten, bei einem Schlag oder Sturz kann es passieren, das bei diesem Werk eines oder beide Rotorlager beschädigt werden. Das muss vom Besitzer nicht einmal bemerkt sein. Es reicht, wenn man beim Vorbeigehen an einen Türrahmen stoßt. Den Vergleich versteht man als Arzt sicher, wenn 100 Menschen stürzen, brechen sich 5 dabei irgendeinen Knochen. Manche überstehen Stürze aus mehreren Metern, andere brechen sich etwas wenn sie vom Stuhl fallen. (dies dient nur zur Anschauung und entspricht keiner relevanten Statistik).
Die Lager besteht aus synthetischem Rubin. Dadurch sind sie so gut wie abnutzungsresistent, können aber kaputt gehen.
In der Praxis ist es dennoch ein seltener Fehler. Ich habe im Monat im Schnitt so um die fünf Uhren dieser Marke am Tisch, so das ich das sagen kann.
Den Verschleiß den der Konzi angesprochen hat, bezieht sich auf die Rotorachse. Tatsächlich wird diese bei jedem 2. Service (alle 15-20 Jahre im Schnitt) getauscht.
Es ist also definitiv ein Einfluss von Außen der zur Beschädigung des Steinlagers geführt hat.
So ein Lager ist schnell getauscht und solle nicht viel kosten.

Ich habe mal in einem anderen Forum einen Service Bericht zu einem GMT Werk gemacht. Ich hoffe, man muss sich nicht anmelden um den Bericht sehen zu können. Weiter unten sieht man den Rotorblock, den Rotor und die Lager. Und den Tausch der verschlissenen Rotorachse.

https://www.watchtime.ch/forum/viewtopic.php?f=17&t=20637

Gruß hermann

PS: @speeddoc2

Als Uhrmachermeister mit jahrzehntelanger Erfahrung kann ich die sagen, das die Rolex ein hervorragendes Werk besitzt und keineswegs Fehlkonstruktionen aufweist - im Gegenteil. Die ausgereifte Technik macht diese Uhr unter den Sammlern zu einer der Marken mit der stabilsten Wertsteigerung.
 
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ketap

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Hermann, du bringst es fachlich und sehr genau auf den Punkt. :super: tolle Doku im link übrigens.

Die "Expertisen der Experten" sind aber lustiger zu lesen ;-)
403, Bentley hattes du noch nie länger gefahren, oder? ;-) zumindest stimmt deine Aussage nicht.
 
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Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
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NEIN, das darf nicht sein bei Rolex! Die Uhr ist gerade 12 Jahre alt... Bei einer billig Hommage oder Klone , ja aber die kosten 1/20 bis 1/10el des RLX Preises. RLX muesste das aus Kulanz kostenlos beseitigen.
(Z.B wenn dieses bei PKW Spitzenmarken wie RR oder Bentley geschehen wuerde bekommt bei aehnlichen "Mist" keine Rechnung und werden alle Probleme ohne Aufwand beseitigt.)

Es sind millionen dieser Uhren im Umlauf, die klaglos ihren Dienst versehen. Da von einer "Schwachstelle" zu reden, ist nicht richtig. Eine Rotorachse bricht nicht von selber, wie Hermann schon geschrieben hat.
 

llew

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Ich habe gerade spaßeshalber mal „Rotorlagerbruch Rolex“ gegoogelt. 0 Ergebnisse. „Rotorbruch Rolex“ immerhin 4 Results aber nur 1 bezieht sich wirklich auf einen Schaden bei einer Rolex. Soviel zum Thema wie oft das vorkommt.
 

pulsa83

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Ist mit Tonnenbeweger ein Uhrenbeweger gemeint?

Ich habe schlechte Erfahrungen mit Uhrenbewegern (es war nur einer ;-) ) gemacht.
Vor Jahren ging eine Steinhart Triton kaputt welche sehr lange Zeit mit einem Uhrenbeweger bewegt wurde. Ich war mir damals nicht sicher ob die Fehlfunktion mit dem Uhrenbeweger zusammen hing.

Die Uhr wurde auf Garantie kostenlos repariert und läuft seit dem perfekt.
Dann vor Ca. 3 Jahren ging eine Rolex DJ auf dem selben Uhrenbeweger kaputt.
Sie blieb einfach ab und zu stehen. Auch der Schaden wurde im Rahmen eines Garantiefalles behoben.
Den Uhrenbeweger habe ich entsorgt obwohl ich nicht zu hundert Prozent sagen kann ob die Schäden in der geschilderten Weise auftreten können.
Was genau kaputt ging weiß ich nicht; es sei was gebrochen.
Ich benutze keinen Uhrenbeweger mehr und habe seit dem keine Probleme mehr.

LG Grüße aus Berlin Peter
 

Speeddoc2

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@hermann: Danke. Ich kann ausschließen, daß mir die Uhr herunterfiel. Ein Andocken am Türrahmen kann natürlich sein. In der Medizin "Bagatelltrauma" genannt, Aber auch solche können natürlich Schäden hinterlassen. Dennoch nervt es mich. Der Konzi Heute sagt: letzte Revision war 2012 im Dezember. Amplitude mittelprächtig, nicht katastrophal. Ergo bietet er eine Revision mit Teileersatz zum Festpreis an. Haben möchte er 500,-€ inkl. MWSt.
Ich möchte Fotos anhängen, bin aber zu blöd dazu...

--- Nachträglich hinzugefügt ---

@pulsa: Dies ist der Beweger
20180421_144511.jpg

--- Nachträglich hinzugefügt ---

GMT-20180421 (2).jpgGMT-20180421 (2).jpgGMT-20180421 (1).jpg
 

omega511

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PjK>MUC>W>OL>?
Wieder mal deutliche negative Erfahrungen mit Uhrenbewegern, die, egal wie toll sie aussehen, häufig die Uhren nur in einer bestimmten Position zur Erdachse drehen, das teilweise jahrelang mit einer sehr punktuellen Belastung und den entsprechenden Ergebnissen......
 

Speeddoc2

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Wenns das denn wäre. Ich habe mir nach Chinaware mit den Drehtellern, die kaputt gingen (da waren aber die Uhren heil) dieses Gerät gekauft, weil viele Uhrmacher es benutzen. Allerdings hängen die Uhren da ja nur kurz drauf, bevor sie nach der Prüfung wieder zum Kunden gehen. Glaubt man wirklich, daß die Beweger verantwortlich sein könnten?
 

hermannH

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Wenns das denn wäre. Ich habe mir nach Chinaware mit den Drehtellern, die kaputt gingen (da waren aber die Uhren heil) dieses Gerät gekauft, weil viele Uhrmacher es benutzen. Allerdings hängen die Uhren da ja nur kurz drauf, bevor sie nach der Prüfung wieder zum Kunden gehen. Glaubt man wirklich, daß die Beweger verantwortlich sein könnten?

Ich verwende den Uhrenbeweger max 1 Woche für Kundenuhren, minimal 3 Tage.
In der Regel hat der sehr aufzugfreudige Rotor bei diesem Rolexwerk die Feder nach 4-6h normalen Tragen auf Vollaufzug. Rein theoretisch könnte man die Uhr jetzt weglegen, sie würde dann ca 45h laufen. Durch den Beweger kommt jetzt zusätzliche Arbeit auf den Rotor zu, die zu einer schnelleren Abnutzung führen kann als normalerweise. Besonders wenn der Beweger den ganzen Tag läuft.
Ein Vergleich, das wäre ungefähr so, wie wenn man sein Auto mit laufenden Motor in der Garage stehen lassen würde, bis man es irgendwann wieder fährt.

Ich habe sicher schon über hundert Werke vom 3185er restauriert. So ein Schadensbild habe ich selten gesehen.
Mein Rat, die Rolex nicht mehr auf den Beweger. Der Rotor ist recht schwer, was Vorteile beim Aufzug und der Ganggenauigkeit bringt. Die Lagerung in zwei Rubinlagern, vermindert die Geräuschentwicklung beim Aufziehen und ist Wartungsfreundlich. Aber nicht so geeignet für einen Beweger, wie kugelgelagerte Rotoren - meine Meinung.

Der aufgerufene Preis erschreckt mich nicht. Andere Premiumhersteller die gerne da wären wo Rolex ist, haben sehr viel höhere Preise. ;-)
In meiner Werkstatt wäre das nur unwesentlich günstiger. Wenn du den Beweger aus dem Spiel nimmst, kann ich dir Wartungsintervalle von 8-10 Jahren bei normalen Tragen prognostizieren, besonders da du ja mehrere Uhren hast und sicher immer wieder wechselst.

Gruß hermann
 
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Speeddoc2

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@Hermann: ich danke SEHR für die Erläuterung. So habe ich das nie gesehen. Früher hat mich das händische Aufziehen und Datumsstellen so gestört, daß ich auf die Bewegerlösung kam. Aber in der Tat, er ist Tag und Nacht an. Ich finde den Rubinstaub auf dem Werk krass. Aber so wird es eine Lösung dahingehend geben, dass der Beweger in den Ruhestand versetzt wird... Insbesondere der Vergleich für Petrolheads wie mich mit dem Fahrzeug ist überzeugend. Handaufzugsomega, die ich von meinem Vater erbte und die ich jeden Morgen aufziehe ist eine angenehme Lösung. Aber deshalb jetzt auf eine Rolex mit Handaufzug zu wechseln (hatte ich tatsächlich schon überlegt, aus meinem Geburtsjahr...) macht dann doch wenig Sinn.
 
P

Pommes

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Für mich sieht das nach falschem, oder zu wenig Schmiermittel aus.
Geringe Drehzahl, hohe Drücke, hohe Viskosität.
Dem "Passungsrost" nach zu urteilen, lief das Lager trocken.
 

hermannH

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@Speeddoc2

Du könntest den Uhrenbeweger auch mit einer Zeitschaltuhr verbinden. So mache ich das in der Werkstatt. Die Rolex sollte nicht mehr als eine Stunde Bewegung brauchen, einfach ausprobieren.
Der Grundsatz, eine Maschine die nicht bewegt wird nutzt auch nicht ab, gilt aber trotzdem. ;-)

Gruß hermann
 

403max

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Im Westen der EU...
@Ketap und HermannH: Ich hab nirgendwo gelesen dass ein "Experte" sich darueber ausspricht... wo ihr das lest?
Und meine Aussage ueber Bentley und RR stimmt durchaus Ketap, aber das kannst du nicht wissen, wenn diese Marken das nicht mehr so machen ist das eine Devaluation dieser Marken.
@Rainer: ich schreibe nicht dass das eine Schwachstelle ist, nur dass was passiert ist es ein Missgeschick ist.

Ich bin der Meinung dass so was auch bei einen Spizenmarke nicht geschehen duerfte und wenn schon bei einer so jungen Uhr das kostenlos repariert werden muesste.
Das alles beiseite ... hoffe das es fuer den TS akzeptabel beseitigt wird.
 
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