"Nicht der Wert, der Preis ist gestiegen"

Diskutiere "Nicht der Wert, der Preis ist gestiegen" im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; Bin nicht sicher ob das Thema ins Cafe gehört, aber mir als Österreicher ist das Cafe für (fast) alles der richtige Platz :-D Markus Böhm...
#1
rosa L.

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Bin nicht sicher ob das Thema ins Cafe gehört, aber mir als Österreicher ist das Cafe für (fast) alles der richtige Platz :-D

Markus Böhm beschäftigt sich in einem Artikel im DerStandard mit den Preissteigerungen im gehobenen Uhrensegment.

Warum Schweizer Uhren immer teurer werden

lgaW
 
#2
Kaliber 66

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Na ja, damit wird dem gern zahlenden Kunden die Illusion erhalten, sein gekauftes Gut ist eine Wertanlage und "the only way is up." Bissel wie mit englischen Hauspreisen. Wer es zahlen mag - gern.
Wie im richtigen Leben gilt auch hier: Es besteht kein Kaufzwang.
 
#3
Zeit-Weise

Zeit-Weise

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Solange der aufgerufene Preis bezahlt wird, ist dieser doch marktgerecht.
Es muss doch niemand eine Uhr, gar eine Schweizer kaufen.

Auch eine neue Uhr aus dem Laden muss es nicht sein, das mache ich schon lange nicht mehr. Der Erstbesitzer darf gerne den Wertverlust tragen. Kaufe ich eine schöne Uhr gebraucht, die Freude ist die Gleiche. Und diese verfliegt zumeist genauso schnell wieder wie bei einem Neukauf. Der Verlust, wenn überhaupt einer zu verbuchen ist, ist jedoch deutlich geringer.

Unter dem Strich habe ich in 2014 XX Uhren gekauft und davon XY weiter veräußert.

Verluste? Keine.
Freude? Sehr viel.
Gewinn? Auch.
 
#5
hkrauss

hkrauss

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Der Artikel vergleicht den Preis einer Uhr 2004 und heute.
2004 lag der Franken bei ca. 1.55, heute bei 1.2

Das heißt, dass von den 63 Prozent Preissteigerung des Modells schon mal knapp 30% durch den heute stärkeren Franken bedingt ist.
 
#6
ludicree

ludicree

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Der Artikel vergisst völlig die Geldentwertung seit 2004.

Die Uhrenbranche ist eine der ganz wenigen Branchen, deren Preise ganz konsequent angepasst wurden.

Diesen Luxus kann sich so gut wie niemand sonst herausnehmen.

Fast alle anderen bauen ihre Armeen an Transferleistungsempfängern aus.
Oder der Verzicht durch keine nennenswerte Lohnanpassung ist schlicht normal geworden.

Dabei zahlen die Schweizer Uhrenfirmen auch noch ordentlich ihre Steuern.
Keine asozialen Vermeider wie die ganzen US Konzerne, die allesamt bei armen Kleinunternehmern rangieren durch Tricks.
 
#7
rosa L.

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Der Artikel vergleicht den Preis einer Uhr 2004 und heute.
2004 lag der Franken bei ca. 1.55, heute bei 1.2

Das heißt, dass von den 63 Prozent Preissteigerung des Modells schon mal knapp 30% durch den heute stärkeren Franken bedingt ist.
Die Verteuerung des Franken ist im betreffenden Zeitraum (aus €-sicht) in der Tat beachtlich. Bin gespannt wie sich die Preise jetzt entwickeln wo der Wechselkurs praktisch "eingefroren" wurde.
Die Inflation ist IHMO nicht relevant wenn ich die Preissteigerung in Relation zur Gehaltssteigerung setze.
Und die ist beileibe nicht annähernd bei 60%.

P.S.
Bei teurer Uhren mache ich es wie Zeit-Weise. Es gibt immer wieder schöne, getragene mit Box und Papieren um faires Geld.
 
#8
olderich

olderich

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Hallo,

naja, die Zielgruppe der Luxus-Uhrenkäufer gehört eher zu den Besserverdienern (man hat immer Geld übrig), und denen geht es ja auch nicht schlechter als vor 10 Jahren. In diesen Gehaltsbereichen verliert man normalerweise kein Geld, sondern bekommt adäquate Erhöhungen des Gehalts über die Jahre.
Solange die Kunden die Preise bezahlen, werden sie gefordert.
Es ist eh mehr als fraglich, ob bei allen Uhren der geforderte Preis dem Wert entspricht. Die Firmen positionieren sich mit einem bestimmten Preisgefüge, und wenn die Kunden das bezahlen, ist ja alles ok.
ciao olderich
 
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#9
deteringgase

deteringgase

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Hmm, eine Luxusuhr definiert sich über den "Luxus"-Preis und nicht über die montierte Technik.
Der Kurdirektor einer deutschen Insel erzählte mir mal zu einer Veranstaltung, die ihn keinen müden Euro kostete:
" Ne, ne, einen ordentlichen Eintritt müssen wir nehmen, sonst denken die Gäste, daß das nichts taugt".
Eine Rolex für 1499 Euro oder so etwas würde kein Verkaufsschlager, und wenn doch, würde der Verkauf des restlichen Sortiments zusammenbrechen.
So ticken wir nun mal.
Munterbleiben, deteringgase!
 
#10
Spitfire73

Spitfire73

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Der Artikel vergisst völlig die Geldentwertung seit 2004.
Das ist richtig. Von daher ist der Artikel m.E. kaum aussagekräftig.

Dabei zahlen die Schweizer Uhrenfirmen auch noch ordentlich ihre Steuern.
Keine asozialen Vermeider wie die ganzen US Konzerne, die allesamt bei armen Kleinunternehmern rangieren durch Tricks.
Woher weißt Du das? Je nach Kanton läßt sich in der Schweiz die Steuerbelastung (kantonale und Gemeindekörperschaftsteuer) de fakto frei verhandeln... Und auch für exportwesentliche Großunternehmen werden großzügige Verständigungen über die tatsächliche Höhe des Gewinns getroffen, der letztlich dem (fixen) Schweizer Bundeskörperschaftsteuersatz von 8,5% unterworfen wird.;-)

Gruß
Helmut
 
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#11
sub-xero

sub-xero

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Der Wert ist nicht gestiegen. (Vielleicht mit Ausnahme von seltenen Sammlerstücken.)
Der Preis ist nicht gestiegen.
Sondern das Geld ist weniger Wert geworden.

Allein darin ist die Preissteigerung zu begründen. Dies gilt insbesondere für Luxus- und Wertgegenstände aller Art. Die offizielle Inflationsrate ist ja (in Deutschland) recht niedrig. Das liegt jedoch daran, dass mit massiven Preissenkungen unter Zuhilfenahme von Offshoring-Maßnahmen und Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer der reellen Inflation gegengesteuert werden kann. Dazu muss man sich nur einmal die Preisentwicklung hochwertiger in Mitteleuropa gefertigter Produkte ansehen (das gilt natürlich auch für Nahrungsmittel). Dann sieht die Sache nämlich schon ganz anders aus.

Eine Luxusuhr eignet sich demnach nicht als Spekulationsobjekt. Sondern bestenfalls als Wertspeicher für Leute, die viel Geld übrig haben. Auch dies mit der Einschränkung, dass man die Uhr ja normalerweise trägt, sie dadurch verschleißt und sie warten lassen muss, was die Sache letztendlich finanziell zum Draufzahlgeschäft macht. Da wäre das Geld in ein paar Goldmünzen wahrscheinlich besser angelegt.
 
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#12
noosa

noosa

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Ach Leute,

jetzt mal ehrlich: Die Preise steigen, weil die immer höheren Preise auch bezahlt werden. Schaut doch nur mal hier in die Uhrenvorstellungen: "Mein Weg zur Submariner...", "Meine neue Omega Sonstwie...", "Tudor...", "Breitling...", "Rolex GMT..."...

...z.T. gibt es sogar Wartezeiten, um tausende von Euronen für ein eidgenössisches Zeitmessgerät bezahlen zu dürfen.

Mein Fazit: Die entsprechenden Hersteller machen alles richtig!

Gruß

Lutz
 
#14
B

BCM65

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... Auch dies mit der Einschränkung, dass man die Uhr ja normalerweise trägt, sie dadurch verschleißt und sie warten lassen muss, was die Sache letztendlich finanziell zum Draufzahlgeschäft macht. Da wäre das Geld in ein paar Goldmünzen wahrscheinlich besser angelegt.
Wenn man eine Uhr als Anlageobjekt betrachtet gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder man trägt die Uhr nicht. Dann hat man maximal einmal Revikostenkosten. Und zwar direkt vor dem Verkaufen.

Oder man trägt die Uhr. Dann muß sie natürlich regelmäßig zum Service. Allerdings kann man diese Kosten meiner Meinung nach nicht dazuzählen, sie entstehen ja dadurch, daß ich durch das Tragen der Uhr Spaß hatte, quasi einen Mehrwert zur reinen Aufbewahrung lukriert habe.

Ob eine Uhr ein Geschäft war, also als Anlage was getaugt hat, ergibt sich für mich aus der einfachen Rechnung Verkaufspreis (entweder ungetragen oder neuwertig instandgesetzt) minus Kaufpreis, das ganze inflationsbereinigt, oder zumindestens einer normalen, konservativen Veranlagung des damaligen Kaufpreises gegenübergestellt.

Bin ich im Plus, war es ein Geschäft. Wenn nicht, dann nicht.

lG
Bernhard
 
#15
nem300

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Mir hat neulich ein Verkäufer in der Rolex Boutique versichert, dass es eine sehr gute Idee, ja fast ein Schnäppchen, ist, jetzt sofort die Submariner Two-Tone in Blau/Gold zu kaufen, da der aktuelle Listenpreis von 10.850 Euro ja noch günstig ist, verglichen zu den Preissteigerungen, welche in den nächsten Jahren folgen werden (laut seine Aussage wird dieses Modell in wenigen Jahren über 20.000 Euro kosten).
Auf meinen Einwand hin, dass ich bei Omega die selbe Qualität für deutlich weniger als die Hälfte des Preises bekomme, wurde ich darüber aufgeklärt, dass man bei Rolex 6 (!) Jahre üben muss um ein Band polieren zu dürfen und dadurch der Mehrpreis natürlich gerechtfertigt ist. :lol:

Ich bin dann einfach gegangen. :D
 
#16
shjack

shjack

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Ja, Uhrenverkäufer haben zum Teil sehr viel Fantasie.
Kürzlich erzählte mir ein Vintage-Händer, dass in den nächsten Jahren
die neureichen Chinesen die Vintage-Uhren so richtig entdecken werden
und deshalb die Preise noch immens steigen werden. Ja, nee iss klar...
 
#18
Imago

Imago

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Der eine machts vor und der Markt muss mitziehen, denn diese Luxusgüter definieren sich auch über den Preis.

Wir haben hier doch ein schon lange funktionierenden Faden:

Neue Box bei der Moonwatch - Preiserhöhung durch Mehrwert

Das ist die nette Variante:face:

Das der Preis nicht dem Wert aller Teile entspricht muss hier keinem erzählt werden und das die Unternehmen, unabhängig ob sie wachsen, den Reingewinn maximieren wollen ist doch auch kein Geheimnis und den Verlauf kennen wir doch auch alle. Irgendwann knallts halt und bevor das passiert, versucht man so viel Geld wie möglich einzuspielen.

Der Verkäufer versucht den Markt aggressiv zu beeinflussen, der durch den Käufer bestimmt wird.

Irgendwann gibt es einen Break sobald sich einer zu weit aus dem Fenster lehnt, denn ein führender Hersteller wie bspw. Rolex der ein ganz bestimmten und wichtigen aber vor allem gut funktionieren Markt bedient, beeinflusst mit Preiserhöhungen viele Hersteller ähnlicher Zielgruppe und Preisklasse.

Mit Popcorn zurücklehnen, so wird der Wiederverkaufswert stabil gehalten ;)

Sonne im Herzen
 
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#19
Seelanne

Seelanne

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@mem300 und Zum "Gezocke" auf Wertsteigerung:

Mir hat auch ein Konzi jüngst zum Kauf einer schwarzen Milgauss geraten, weil die wegen der nun neuen Blauen eingestellt wird bzw. schon wurde (was stimmt). Aber die Annahme, dass die Schwarze, die ja offensichtlich deshalb eingestellt wurde, weil sie sich kaum verkaufte, jetzt auf einmal ausschließlich wegen ihres Seltenheitswert nach oben steigen wird, halte ich für zweifelhaft, wie alles, was diese vermeintlichen Wertsteigerungen angeht:
Nur weil ein paar Sammler für einige Modelle derartiges Geld ausgeben bzw, ausgegeben haben, heißt es ja nicht, das nun alle Modelle ab sofort ebenfalls diesen Wert erzielen. Diese ganze Gezocke auf etwaige Sammler-Wertsteigerungen halt ich sodenn auch für insgesamt ledigliche Freizeitbeschäftigung für Sammler-Freaks mit dem nötigen Kleingeld. Wer will, soll es machen, mein Ding ist es nicht.
 
#20
A. Lange

A. Lange

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Mir hat neulich ein Verkäufer in der Rolex Boutique versichert, dass es eine sehr gute Idee, ja fast ein Schnäppchen, ist, jetzt sofort die Submariner Two-Tone in Blau/Gold zu kaufen...
Mir hat auch ein Konzi jüngst zum Kauf einer schwarzen Milgauss geraten...
Mir hat noch nie ein Juwelier zum Kauf irgendeiner Uhr geraten...

Ich kaufe mir das was mir gefällt.
Und wenn sich der Wertverlust in Grenzen hält, oder eine Uhr nach einigen Jahren sogar etwas
an Wert gewinnt - auch gut!
Uhren sind nicht mein Beruf, sondern mein Hobby ;-)

Gruß
Andreas
 
Thema:

"Nicht der Wert, der Preis ist gestiegen"

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