Newbie hat eine Frage zur Wasserdichtigkeit

Diskutiere Newbie hat eine Frage zur Wasserdichtigkeit im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Gemeinde :-) Trotz bemühen der SuFu habe ich keine Antwort auf meine Fragen zur Wasserdichtigkeit von einem bestimmten Uhrenmodell...

Gotthilfchen

Themenstarter
Dabei seit
29.02.2016
Beiträge
14
Liebe Gemeinde :-)

Trotz bemühen der SuFu habe ich keine Antwort auf meine Fragen zur Wasserdichtigkeit von einem bestimmten Uhrenmodell gefunden. Sollte es einen entsprechenden Thread geben(gibt es doch sicher), bitte ich um Nachsehen und Hinweis wo ich diesen finde.

Meine Frage (insbesondere an die erfahrenen Damasko-Besitzer) : die von mir favoritisierten Modelle DC 66 und DK 10 aus dem Hause Damasko weisen eine Wasserdichtigkeit von 10ATM auf.
Ich bin mir unschlüssig, ob diese Wasserdichtgkeit für mich alltagstauglich genug ist. Tauchen oder schwimmen gehe ich nicht aber hier und da muß meine Uhr schon mal einen heftigen Regenschauer auch über längere Zeit aushalten können. Die Dusche sollte ihr ebenfalls nichts anhaben können, ansonsten müßte ich sie nach dem Training in der Umkleide liegen lassen, was mir kein gutes Gefühl macht.

Habt vielen Dank für's lesen und Eure Meinungen :-)
 

Constellation

Dabei seit
05.11.2011
Beiträge
10.994
Ja, diese SuFu - ist schon ein Kreuz mit ihr: benutzt man sie, findet man nichts. Benutzt man sie nicht, findet man nichts.

10ATM sind 10ATM sind 10ATM. Herstellerunabhängig.
Wenn sie einen heftigen Regenschauer abkönnen muss, was hast Du dann kleidungsmäßig an?
Anderes Fitnessstudio suchen, bei dem es auch abschließbare Spinde gibt.
 

Irata

Dabei seit
07.05.2014
Beiträge
382
Ort
near Bonn
Meine DC66si ist bisher trocken geblieben beim Duschen, Schwimmen im Flachwasser ;), Spülen, Autowäsche, Quellsteinbrunnen reinigen, im Regen tanzen und einigen anderen nassen Spielchen.
 

Spitfire73

Dabei seit
04.08.2009
Beiträge
20.034
Ort
Bayern
Den stundenlangen Regenguß, der eine 10bar Uhr mit intakten Dichtungen zur Kapitulation bringt, möchte ich sehen. Da würde ich mir dann eher Sorgen um den Träger machen. Ansonsten sind schon Uhren mit 3bar bei heftigen Regenschauern dicht geblieben und 20bar Diver abgesoffen; nach mitteleuropäischen Maßstäben sollte allerdings eine 10bar Uhr jede hier denkbare Wettersituation problemlos meistern. Völlig egal, ob es nun fünf Minuten oder fünf Stunden aus Eimern gießt.

Gruß
Helmut
 

Leopan

Dabei seit
27.02.2012
Beiträge
4.247
Ort
Deutschland
Piero-Masztalerz-wasserdichte-uhr.jpg



wasserdichtigkeit.jpg



https://watch-wiki.org/index.php?title=Wasserdicht
 

ralph-89

Dabei seit
13.07.2009
Beiträge
393
Ort
Altbayern
Hallo,

um das -hoffentlich- ein für allemal zu beantworten (folgende Aussagen gelten ausschließlich für neue Uhren):

1) Uhren mit verschraubter Krone, eingepresstem (bombiertem) Glas, Vollgewindeboden sind defakto unbeschränkt wasserdicht.
Die mögliche Tauchtiefe (Druckfestigkeit) ergibt sich aus der Gehäusekonstruktion (wie Glasstärke, Glaswölbung, Bodenstärke, Gehäuseform und Wandstärke).

-zu diesen Uhren zählt auch die hier besprochene Omega Seamaster.
Der dort angegebene Einsatzbereich (300m) ist unbeschränkt nutzbar.

2) Uhren mit unverschraubter Krone sind grundsätzlich beschränkt wasserdicht- auch wenn es früher sogar professionelle Taucheruhren ohne verschraubte Krone gab- und von manchen Herstellern noch immer angeboten werden.

Durch die relativ geringen Dichtungsdrücke (Anpressdruck) bei einer unverschraubten Krone können sehr leicht Schmutz- und andere Partikel zwischen Dichtung und Tubus gelangen, wodurch defakto blitzartig die Dichtfähigkeit verloren geht oder zumindest beeinträchtigt wird.

Die Angabe der "Tauchtiefe" mit diesen Uhren ist grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen- und bedingt eine praktisch vollkommen neuwertige Dichtung, die bereits nach der ersten Bedienung (Aufziehen der Uhr) nicht mehr gegeben ist.
Ungeachtet dessen kann man solche Uhren- mit entsprechender Risikobereitschaft- auch zum Schwimmen/Tauchen verwenden.

3) Einschränkungen der Dichtheit entstehen
a)
durch die Konstruktion (kein Vollgewindeboden, keine Schraubkrone, geklebtes Glas, manuelles Heliumventil, Chronographendrücker, Sichtglasboden...usw).
Also alles, was das Gehäuse instabiler macht, oder ein zusätzliches Loch bedingt.

b)
durch Verschleiss (zu hohes Anzugsmoment einer verschraubten Krone, verschlissene Dichtungen, Schmutzeinlagerungen.....usw.)

c) ungeeignete Materialien (Plexiglas, Korkdichtungen, Flachdichtung-statt O-Ringen....usw..).

d) Montagefehler/Unachtsamkeit (erhöhte Luftfeuchtigkeit bei der Montage, schiefe Dichtungen, überzogene Gewinde, geklemmte Dichtungen, fehlendes Dichtungsfett....)


4) Verwendung von Uhren bei extremen Temperaturschwankungen


Hier kommt es unweigerlich zu hohen Belastungen für das Dichtungsmaterial, da sich Dichtungsmatierial und Gehäusematerial UNTERSCHIEDLICH SCHNELL ausdehnen, selbst wenn sie den gleichen Ausdehnungskoeffizienten haben (sich also um den gleichen Faktor bei gleicher Temperatur ausdehnen).
Dadurch kommt es zu einer Reibung unter starkem Druck- folglich hohem Verschleiss. Gerade bei mehrere Jahre alten Dichtungen kann es hier zu miskroskopisch kleinen Rissen kommen, die sich mit der Zeit immer weiter ausdehnen. Bei neuwertigen Dichtungen ist die Beanspruchung auf Grund eines schützenden Silikonfettmantels nicht so gravierend.

Abgesehen davon können Temperaturen über 100 Grad zu einem Abreissen des Schmierfilms im Uhrwerk führen. Sehr wenige Uhrenmodelle sind für diese Temperaturen überhaupt geeignet (manche Modelle von Sinn, manche Omega Speedmaster).
Bei jeder Uhr stehen in den technischen Daten die entsprechenden Höchstwerte, die im Regelfall bei rund 60Grad Celsius liegen.


Zudem kann bei einer rapiden Abkühlung die in der Uhr eingeschlossene Luftfeuchtigkeit kondensieren- das Glas beschlägt.
Defakto kommt das auch bei absolut neuen Uhren vor, die nicht in einer Gasatmosphäre montiert wurden, oder mit Edelgas gefüllt sind, oder schon länger gelagert wurden.

5) wie dicht ist dicht??


Nahezu alle heute verwendeten Dichtungsmaterialien bieten keinen 100%igen Feuchtigkeitsschutz. Vorwiegend wird Nitril als Dichtungsmaterial verwendet. Dieses Material ist ebenso wie Plexiglas oder auch Viton für Wasserdampf (beispielsweise Sauna, Länder mit hoher Luftfeuchtigkeit.....) durchlässig.

Es kann daher sein, dass eine Uhr im Drucktest VOLLKOMMEN DICHT IST, jedoch bei einem Temperaturschock TROTZDEM BESCHLÄGT.

Das kann- wie schon erwähnt- auf zu hohe Luftfeuchtigkeit bei der Montage zurückzuführen sein, oder auch durch eindiffundierte Feuchtigkeit (was auch schon bei der Lagerung beim Konzi passiert).

Die Silikagel-Päckchen in der Verpackung schützen lediglich für einen begrenzten Zeitraum und sind zudem für dieses Luftvolumen (Verpackung) unzureichend dimensioniert.

6) Fazit:

Ein Uhr, die die Kriterien von Punkt 1) erfüllt kann bedenkenlos zu jeder Form von Wassersport verwendet werden, solange die Dichtungen neuwertig sind.

Uhren, egal welcher Machart, sind für den Saunabesucht oder das Dampfbad NICHT GEEIGNET. Hierzu müsste die Uhr gasdicht sein- was praktisch keine am Markt befindliche Uhr ist, und über Spezialöl verfügen.

P.S.:

Drucktests über 10ATM kann eigentlich nur der Hersteller oder manche Servicestellen durchführen, da dazu normalerweise Drucktanks notwendig sind.

Drucktests über 10 AtM sind allerdings nur für die Gehäusekonstruktion relevant- nicht für das Überprüfen der Dichtigkeit- und werden deshalb normalerweise auch nur bei Spezialuhren durchgeführt.

Ist die Uhr bei 10 AtM dicht, ist sie das auch bei 30 ATM- ausser das Glas bricht, der Deckel gibt nach....usw.

Meiner Meinung nach einer der besten Beiträge hier im Uhrforum. Der sollte ja schon fast fix angepint werden.

Mit einer 20 AtM Fortis mit einer unverschraubten Krone hätte ich im Freibad etwas mehr Magenschmerzen als mit einer 10 AtM Uhr, welche die Kriterien von Punkt 1 erfüllt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gotthilfchen

Themenstarter
Dabei seit
29.02.2016
Beiträge
14
Vielen Dank für die konstuktiven Kommis bzw Antworten! Ich denke, daß meine Bedenken unbegründet waren. Werde mich nun also wieder ausschließlich mit der Frage quälen: Damasko DC 66 Si oder Damasko DK 10 ? ;-)
Bei sow as kann aber einem wirklich keiner helfen :lol:
 

nobody2002

Dabei seit
21.12.2014
Beiträge
1.427
Ort
Karl-Marx-Stadt
Ganz einfach.
10Bar reichen vollkommen für deine Anforderungen. Wenn die Uhr trotzdem undicht wäre, dann liegt das daran das ein Defekt vorliegt, nicht daran, dass die 10Bar zu wenig sind. :)
Bei Neuuhren sollte das überhaupt kein Thema sein. Alles gut. ;)
 
Thema:

Newbie hat eine Frage zur Wasserdichtigkeit

Newbie hat eine Frage zur Wasserdichtigkeit - Ähnliche Themen

Kaufberatung Alltagsuhr aus dem Hause Rolex: Hallo liebe Uhrforum-Community, nach längere Abstinenz melde ich mich mal wieder und würde gerne eure Meinungen einholen. Ich bin aktuell auf der...
Seiko SNZH55K1 im 24/7 Dauertest - Lohnt sich ein Kauf ??: Hallo zusammen. Da die Seiko "Glossy" hier ja ein echter Forumsliebling ist, es aber dennoch potentiell unschlüssige Käufer gibt die sich nicht zu...
Kaufberatung Die wasserdichte Uhr- oder: "Wie dicht ist dicht?"- eine Beratung: Aus aktuellem Anlass (Sommerloch:D) und den vielen Anfragen in diesem und anderen Foren zum Thema "wasserdichte Uhr" habe ich auf meiner Seite...
Oben