Neue Uhrwerke im uhrwerksarchiv.de

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Wenn man den Namen FHF hört, dann denkt jeder gleich an gut verarbeitete Handaufzugsware, die, wie das FHF 69 bei Damenuhren und das FHF 96 bei Herrenuhren in millionenfacher Auflage gefertigt wurden. Womit man FHF aber selten verbindet, das sind Automaticwerke. Am bekanntesten dürfte noch das "Fontomatic"-Kaliber mit dem Zahnkranz-Rotor sein, aber das war es dann auch schon.

Das heute ins Archiv aufgenommene FHF 909, das erst Anfang der 1970er Jahre auf den Markt kam, gehörte zur letzten Serie von Automatic-Werken der FHF und war seinerzeit wohl kein Erfolg, die konzerneigene Konkurrenz der ETA- und AS-Automaten war einfach zu groß. Und bis auf eine recht ungewöhnliche Datums-Schnellverstellung ist das FHF 909 auch ein völlig unspektakuläres Werk (und leider auch etwas fotoscheu):

 
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Automatisch geht's weiter:
Das Seiko 2101, das in den früher 1960er Jahren auf den Markt kam, war wohl nicht nur das erste Seiko-Automaticwerk für Damenuhren, sondern besitzt auch eine ungewöhliche Form, es ist tonneauförmig ausgeführt und nicht, wie die meisten anderen Automaticwerke, rund:

 
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Der heutige Archiv-Neuzugang ist ein reichlich skurriles Werk, ein schweizer Werk, das sich reichlich von Timex hat inspirieren lassen:

Das eher seltene Ronda 7115 ist schon von seiner Konstruktion her als Einweg-Werk zu betrachten, zudem wurde hier mit Deck- und vollkommen funktionslosen Steinen aus dem Vollen geschöpft, um mit eindrucksvollen "21 Jewels" werben zu können. Gebracht hat es erwartungsgemäß nicht viel...

 
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Der heutige Neuzugang im Archiv läßt wieder ein paar Fragen offen. Abgesehen von der nicht wirklich hundertprozentig gesicherten Identifikation ist das Freco 9 3/4 (möglicherweise auch Freco B) erstaunlich, denn je nach Betrachtungsweise macht es einen einigermaßen modernen Eindruck, oder aber es wirkt wie ein, noch von Taschenuhrwerken inspirertes typisches Ankerwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert:

 
Barney Green

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Der heutige Neuzugang im Archiv läßt wieder ein paar Fragen offen. Abgesehen von der nicht wirklich hundertprozentig gesicherten Identifikation ist das Freco 9 3/4 (möglicherweise auch Freco B) erstaunlich, denn je nach Betrachtungsweise macht es einen einigermaßen modernen Eindruck, oder aber es wirkt wie ein, noch von Taschenuhrwerken inspirertes typisches Ankerwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert:

Freco 9 3/4 ist auf jeden Fall richtig, da es meines Wissens nur das eine 9 3/4 Linien Werk gab. Ob es noch den Beinamen B oder 90 (auch diese Bezeichnung habe ich schon gesehen) hatte, ist eigentlich irrelevant. Wie beim 10.5 Linien Werk gab es auch hier beide Winkelhebelfedern, veilleicht kam es darauf an, ob es die Lepine- oder Savonetten-Variante war? Es gab jedenfalls beide, wie die folgenden Anzeigen aus 1920 und 1922 zeigen:

1920: 1612714498402.png1922:1612714376023.jpeg

Veilleicht wird auch erstere "A" und zweitere "B" genannt, Deine ist auf jeden Fall die zweite Variante aus der 1922er Anzeige.

Barney
 
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Vielen Dank 👍
Dann lag ich auch mit der Einschätzung, dass das Werk aus den 1920ern stammt, richtig :-)
 
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Der heutige Neuzugang im Archiv ließ mich ratlos zurück, auf jeden Fall fällt er in die Rubrik "was mag man sich dabei wohl gedacht haben?".

Es handelt sich um ein Buser 140, das eine der seltsamsten Räderwerkskonstruktionen besitzt, die ich je gesehen habe. Statt der üblichen vier Räder (Minutenrad, Kleinbodenrad, Sekundenrad und Ankerrad) wurden hier sage und schreibe sieben Räder verbaut:

 
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Felsa-Automaticwerke dürften ziemlich geläufig sein, die meisten Werke wurden in hohen Stückzahlen produziert. Das heute neu ins Archiv aufgenommene Felsa 790 stellt hier eine kleine Besonderheit dar, da es (zumindest gefühlt) deutlich seltener zu finden ist, als die gängigen Kaliber 690 oder 1560, wobei letzteres sogar zur gleichen Zeit herstestellt wurde. Leider fehlt beim Archiv-Exemplar der Rotor, aber der Rest kann sich auch sehen lassen:

 
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Heute wurde mal wieder ein Werk in das Archiv aufgenommen, dass sich (bislang?) erfolgreich allen Versuchen widersetzt hat, es zu identifizieren.

Es ist ein Werk aus China, vermutlich um 2000 herum gebaut, mit einer Menge an mehr oder weniger gut ausgeführten Kalender-Funktionen, und einer, sagen wir mal "verbesserungswürdigen" Umsetzung sowohl der Funktionen, als auch der Gesamt-Ausführung. Sinn und Zweck dieses Werks war es, dem Käufer möglichst viele Zeiger auf dem Zifferblatt zu präsentieren und damit eine Wertigkeit vorzugaukeln.

Auf dem Rotor stand übrigens auch noch der falsch geschriebene Name einer bekannten Luxusmarke, dieses aufgeklebte Plättchen wurde aus naheliegenden Gründen entfernt :-)

 
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Ein ganz besonders schönes und gleichzeitig auch besonders kleines Exemplar wurde heute ins Archiv aufgenommen:

Das FEF 6640 hat eine Größe von gerademal 4 x 6 Linien (10,4 x 14,3mm) und ist, zumindest in der vorliegenden Ausführung, eine Augenweide, goldfarbig und mit jeder Menge Schliffen und Perlierungen versehen. Da solche Werke wohl meist in teuren, und für heutige Verhältnisse unzeitgemäß kleinen Gold- oder Platin-Uhren verbaut wurden, ist zu befürchten, dass viele den Gang zum Edelmetall-Ankäufer nicht überlebt haben:

 
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Heute mal was anderes:

Das Werk, das heute ins Archiv aufgenommen wurde, stammt aus der Schweiz (erkennbar am Schriftzug "Swiss Made"), besitzt einen Durchmesser von 9 3/4 Linien, konnte sich aber erfolgreich all meinen Identifkationsversuchen widersetzen. Ich vermute, dass es daher nicht aus einer der Ebauches SA-Fabriken stammt, und dass es vermutlich in den 1920er Jahren produziert wurde. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, um welches Werk es sich handelt:

 
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Vielen Dank, dann kann ich das Werk demnächst korrekt einsortieren 👍
 
JackDaniels83

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Vielen Dank, dann kann ich das Werk demnächst korrekt einsortieren 👍
Hab gesehen, dass du noch ein weiteres als "unbekannt" markiert in deiner Datenbank hast, bei dem der 1946er Swartchild helfen kann. Dort ist dein Werk:

Das Uhrwerksarchiv: Welta

Als Welta Kaliber 645 verzeichnet. Eine Abbildung der ZB Seite ist vorhanden, diese passt zu deinem Werk.
 
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