Neue Uhrwerke im uhrwerksarchiv.de

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#1
uhrenbastler

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Das Uhrwerksarchiv (ehemals uhrenbastler.de) beginnt das neue Jahr mit einem Neuzugang aus Indien, dem HMT 6906, das in Zusammenarbeit mit Citizen gebaut wurde und daher dem Citizen 6501 bis auf wenige Details entspricht:

hmt_6906-mini.jpg

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Christoph
 
#2
uhrenbastler

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Heute wurde ein relativ altes Werk ins Archiv aufgenommen: Das Zylinderwerk AS 740:

as_740-mini.jpg

Eigentlich wäre das Werk gar nicht so besonders, wären da nicht zwei Punzen, die man so nicht unbedingt erwartet hätte... Mehr dazu im verlinkten Artikel.

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Christoph
 
#3
uhrenbastler

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Das Uhrwerksarchiv bildet zwar primär die Werksvielfalt mechanischer Armbanduhren-Werke zwischen 1930 und 1980 ab, aber hin und wieder soll es auch einen Blick über den Tellerrand geben.

Zur Abwechslung wurde heute mal ein Quarzwerk aufgenommen. Aber keine Sorge, nicht irgendein ordinäres 10ct-Quarzwerk, sondern ein Timex-Quarzwerk der zweiten Generation. Also jenes, das Ende der 70er Jahre die Generation der vorherigen Unruhschwinger-Quarzwerke (Kaliber M64 & Co.) ablösen und gleichzeitig die ersten robusten und konkurrenzlos billigen Quarzuhren unter 100DM ermöglichen sollte.

Für dieses Unterfangen mußte Timex tief in die Trickkiste greifen und ein Werk aus dem Hut zaubern, das so kein anderer Hersteller im Programm hatte und aufgrund seiner Beschaffenheit wohl auch niemals aufgenommen hätte. Und so überrascht es auch nicht, daß dieses Werk schon nach wenigen Jahren wieder aus dem Programm genommen wurde, weil die "normalen" Quarzwerke, so wie wir sie heute kennen, dann preiswert und in großen Stückzahlen zur Verfügung standen.

Lange Rede, kurzer Sinn, das heutige Werk ist ein Timex M43, das nur zwischen 1978 und 1980 (plusminus ein Jahr) produziert wurde, ein Werk mit Klappanker statt mit Schrittschaltmotor, das nur einmal pro Minute schaltet, dies aber dafür umso lauter:

timex_m43-mini.jpg

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Christoph
 
#4
uhrenbastler

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Heute gibt's ein ganz klassisches Handaufzugswerk: Das Uwersi 57/10, hier in der alten Version, war eines der besten Werke, das Uwersi in den 50ern auf den Markt brachte:

uwersi_57_10_alt-mini.jpg

Ciao
Christoph
 
#5
ChocoElvis

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HI,

ein dem Timex M43 ähnliches Werk (M 56) hatte ich in einer Timex Quarz. Ist mir leider verreckt...
Wenn man die seltsamen Laufeigenschaften dieses Zweizeigerwerkes nicht kennt, denkt man nach Einsetzen der Batterie zuerst, es wäre tot, weil es sich wirklich absolut garnicht muckst ... und ist umso überraschter, wenn nach einer Minute (sofern man diese Minute des Wartens durchhält) der Minutenzeiger mit einem "KRT" eine Minute weiterhüpft ... :D
 
#6
uhrenbastler

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Nach dem wirklich ungewöhnlichen Timex-Quarz-Werk wird's jetzt wieder rein mechanisch, allerdings ist das heute ins Archiv aufgenomme Werk kein originäres Armbanduhrenwerk, sondern ein Taschenuhrenwerk, das es aber, ebenso wie sein berühmter Vorfahr, das Cortebert 616, durchaus auch in der einen oder anderen größeren Armbanduhr zu finden war.

Wenn ich jetzt noch sage, daß dieses Werk bis vor wenigen Jahren noch hergestellt und in Taschenuhren der unteren Preisklasse verbaut wurde, ist klar, daß es sich nur um das Molnija 3602 handeln kann:

molnija_3602-mini.jpg

Ciao
Christoph
 
#7
uhrenbastler

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Der heutige Neuzugang ins Uhrwerksarchiv ist ein sehr altes ETA-Werk, eines der vergleichsweise seltenen Zylinderwerke, ein ETA 415 in Ellipsenform:

eta_415-mini.jpg

Ciao
Christoph
 
#8
uhrenbastler

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Schonmal was von Desa gehört? Nein? Ich bis dato auch nicht, aber man lernt ja dazu.

Das Werk, das heute ins Archiv aufgenommen wurde, ist ein Desa 322, ein ganz typisches Stiftankerwerk in Roskopf-Bauweise, wie es in den 60er Jahren in Massen und von diversen Herstellern produziert wurde:

desa_322-mini.jpg

Ciao
Christoph
 
#9
andi2

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Hallo Christoph,
auf den ersten Blick könnte man das Desa 322 mit einem Baumgartner 866 verwechseln, vor allem wegen des ähnlichen, sehr altmodischen Gesperrs, das man fast so auch schon in alten Roskopf-Taschenuhren findet. Aber bei näherem Vergleich sieht man dann doch Unterschiede. Interessant finde ich, dass bei dem Desa-Werk nicht nur der Anker in dem aufgeschraubten Kloben gelagert ist, sondern auch das Ankerrad. Das habe ich so noch nirgends gesehen.

Hochinteressant war neulich auch dein Bericht über das Timex M 43, ein Quarzwerk mit nur einem Schritt pro Minute. Die Idee ist total abgefahren, aber man bezahlte einen hohen Preis: Wer will (oder wollte damals) schon gern eine Zweizeigeruhr ohne Sekunde. Für Herrenuhren war das wohl nicht der grosse Schlager. Aber man konnte ja immerhin ein Datum mit einbauen (M 44).

Gruss Andi
 
#10
uhrenbastler

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Heute gibt es ein relativ seltenes UMF-Werk: Das UMF 23-32 markiert den Übergang von den alten Thiel-Kalibern hin zum modernen UMF 24 und wurde ganze zwei Jahre lang gebaut. Das Besondere an der Ausführung -32 ist die Art und Weise, wie die indirekte Zentralsekunde umgesetzt wurde, eine recht hemdsärmlige Lösung, bei der viel Kraft im Spiel war:

umf_23-32-mini.jpg

Ciao
Christoph

P.S.:
Die Timex-Quarz-Version mit Datum, die mir vorliegt (leider in sehr schlechtem Zustand) besitzt ein M56, möglicherweise liegt das daran, daß das M56 eine größere Batteriekammer besitzt. Mal sehen, wann ich sie vorstelle...

Und beim Desa 322 täuscht übrigens das Bild, das Ankerrad ist ganz normal unter der Räderwerksplatine gelagert, der aufgeschraubte Kloben ist nur für das Anker-Lager zuständig und besitzt eine durchgehende Bohrung in Höhe des Ankerradlagers, um dieses von außen ölen zu können.
 
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#11
Rata

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Hallo, Christoph,

vielen Dank für die toll dokumentierten Uhrwerke aus deiner Sammlung:klatsch:! Und ich finde es toll, dass du dein Archiv noch immer erweiterst.

Viele Grüße, Otto
 
#12
fuchsgiro

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Zitat:"... tatsächlich gab es aber nur vier Ausführungen, die sich lediglich in der Zahl der Lagersteine und in der Sekundenanzeige (Zentralsekunde oder kleine Sekunde) unterschieden. ..."

Christoph, das stimmt nicht ganz.
Bei der 4-steinigen Variante ist ein anderer Anker inkl. Ankerkloben verbaut worden.

Ohne Steine
590 016.jpg

Mit Steine
971 (2).jpg
 
#13
andi2

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Die ungewöhnliche Bauart der indirekten Zentralsekunde, das Treibrad der Zentralsekunde auf der Grossbodenradwelle unter der Platine zu verbauen, wobei die verkürzte, hohle Minutenradwelle hinten auf einer herabgebogenen Lasche der Dreiviertelplatine gelagert ist, gibt es in fast identischer Form bei dem viel grösseren Taschenuhrwerk des Ingersoll (USA) Sweepster, einem ähnlich aufgebauten steinlosen Stiftankerwerk.
In diesem gerade abgelaufenen Ebay-Angebot gibt es ein Foto des Werks:
Ingersoll reloj de Bolsillo | eBay

Gruss Andi

PS: Mal eine blöde Frage: Was ist der Unterschied zwischen Grossbodenrad und Kleinbodenrad?
 
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#14
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Vielen Dank für das Feedback, den Hinweis mit dem 4-steinigen Werk und der anderen Ausführung des Ankers habe ich eingearbeitet.

Die Ingersoll-Lösung ist vergleichbar mit der der UMF, Ingersoll produzierte ja auch am preislich unteren Ende.

Was das Großbodenrad betrifft, das ist natürlich ein Fehler, es hätte Kleinbodenrad heißen sollen. Das Großbodenrad ist dasjenige Rad, das in der Regel eine Umdrehung pro Stunde macht, also in der Regel das Minutenrad.

Ciao
Christoph

P.S.: Bis zur Sommerpause habe ich noch einige interessante Kaliber in der Pipeline :)
 
#15
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Heute hat es ein chinesisches Werk in das Archiv geschafft, auch wenn es sich mit Händen und Füßen gewehrt hat:

Das R16-1 ist eines der zahlreichen Werke, die in den 90ern bei uns in "Hommagen" auftauchten und durch zahlreiche, meist sinnlose Zusatzanzeigen, mehr versprach, als es letztendlich hielt, wobei auch die schlechte Verarbeitung mit zum schlechten Image solcher Werke beitrug:

china_r16-1-mini.jpg
 
#16
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Nach dem doch etwas minderwertigen China-Werk letzte Woche wurde heute in sehr hochwertiges, aber sehr einfach ausgestattets Handaufzugswerk ins Archiv aufgenommen, ein recht seltenes Villeret 423:

villeret_423-mini.jpg

Ciao
Christoph
 
#17
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Wir bleiben hochwertig - diese Woche steht ein Omega R13.5 zur Vorstellung an.

Es handelt sich hierbei um ein recht kleines Formwerk für Damenuhren, wie es in den 40er und 50er Jahren gerne verwendet wurde:

omega_r13.5-mini.jpg
 
#18
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Nach dem kleinen, feinen Omega-Werk letztes Mal gibt es heute den Gegenpol in Form eines großen Stiftankerwerks: Das Kienzle 058b12 ist mit 12 Linien Durchmesser schon am oberen Ende der Armbanduhrenwerke zu finden, hat aber eine technische Besondernheit, nämlich eine indirekte geführte Zeitanzeige:

kienzle_058b12-mini.jpg
 
#19
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Nachdem jetzt alle Werke aus dem metatechnischen Kabinett in das Uhrwerksarchiv umgezogen sind, und auch im Hintergrund der Webseite ein paar Verbesserungen gemacht wurden, ist es mal wieder Zeit für ein neues altes Werk. Diesmal wird ein elektromechanisches Werk der zweiten Generation "elektrischer" Timex-Werke präsentiert, das Kaliber M41. Und da da hier vorgestellte Werk zu den frühen Werken dieser Serie gehört (aus dem Jahr 1970), wurde es sogar noch in Deutschland produziert:

timex_m41-mini.jpg

Viele Grüße
Christoph
 
#20
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Das nächste Werk ist im Archiv, ein recht seltenes Werk von Cattin, also nicht das übliche Kaliber 66, sondern das Kaliber 54 in der Ausführung mit Ellipse. In der Literatur ist leider nicht viel darüber zu finden, und durch seine Konstruktion ist es auch nicht sonderlich wartungsfreundlich:

cattin_54-mini.jpg

Viele Grüße
Christoph
 
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