Neue Uhr: Grand Seiko SBGN009

Diskutiere Neue Uhr: Grand Seiko SBGN009 im Uhren News Forum im Bereich Uhren News; Der Unterschied von GS Quarzuhren zu Funk- oder GPS-Uhren besteht darin, dass die hohe Ganggenauigkeit ohne jede Abhängigkeit von äußeren Sendern...
#61
shinobi

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Der Unterschied von GS Quarzuhren zu Funk- oder GPS-Uhren besteht darin, dass die hohe Ganggenauigkeit ohne jede Abhängigkeit von äußeren Sendern erzielt wird. Wenn die Zeit einmal richtig eingestellt wurde, können mir sämtliche Funksender und Satelliten dieser Welt egal sein. Ich muss lediglich noch jeden zweiten Monat das Datum korrigieren.
Und in 592 Jahren wird es gar keine Armbanduhren mehr geben; die technischen Unterschiede haben sich dann auch erledigt.
 
#62
Bauhausfan

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Schauen wir doch einfach mal, woher Bauhausfan in ein paar Jahrzehnten die Siliziumteile der heutigen Manufakturkaliber oder die exotischen Materialkombinationen mancher Nobelgehäuse beschafft. Da mache ich mir um meine GS vergleichsweise wenig Sorgen.
Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen, da ich mechanische Uhren bevorzuge, die lediglich das an Bauteilen besitzen, was unbedingt notwendig ist. Die Form folgt der Funktion. Wenn diese Bauteile handwerklich sauber und akkurat ausgeführt sind und ihre spezifischen Funktionen allzeit zuverlässig ausüben, bin ich zufrieden. Wenn "Standard" problemlos funktioniert, brauche ich keinen "Luxus", also auch keine Siliziumbauteile oder irgendwelche exotischen Materialkombinationen und erst recht keine Nobelgehäuse. Armbanduhren sind für mich Gebrauchsgegenstände und ihre Aufgabe ist die tägliche, zuverlässige Zeitmessung, die wahlweise um die eine oder andere Funktion wie z. B. eine Stopfunktion oder eine Taucherlunette erweitert werden kann. Ganz pragmatisch eben. Qualität per se definiere ich nach Bauhausart als das eingearbeitete Potential, dem alltäglichen Gebrauch, selbst unter widrigen Umständen, ohne Ausfallerscheinungen dauerhaft und zuverlässig standzuhalten. Dies bedingt eine handwerkliche und ästhetische Perfektion, die jedoch niemals in überflüssigen Luxus abgleitet. Sobald man an einem Produkt nichts mehr wegnehmen kann, ohne die zugedachte Funktion zu beeinträchtigen, ist es perfekt! Die Kunst besteht darin, nichts Überflüssiges hinzuzufügen! Selbst in vielen Jahrzehnten sind derart minimalistische Produkte leichter zu pflegen und zu erhalten, als technisch aufwendige Superlative, wozu halt auch hochgezüchtete Quartzwerke gehören! :idea: Mich begeistert solch eine ausgereifte Technik sehr, dennoch betrachte ich persönlich sie unter dem Aspekt des Gebrauchswertes, da ich Uhren nicht anbeten, sondern benutzen und dabei den Aufwand gering halten möchte. Sicher gibt es bei Bedarf Austauschquartzwerke, aber eben auch nicht ewig. Einfach gegen ein neues Werk zu tauschen ist in unserer Wegwerfgesellschaft billig und bequem, aber gleichermaßen ökologischer Schwachsinn. Mechanische "Brot und Butter"-Uhren sind hier zweifelsfrei umweltschonender weil einfach zu reparieren und unabhängig von Batterien, die der Umwelt absolut nicht zuträglich sind, Lithium hin oder her! Lieber bezahle ich alle 4 bis 5 Jahre eine Komplettrevision für 250 bis 350 Euro, als einmal in 10 Jahren ein Quartzwerk tauschen zu lassen und damit die Umwelt zu belasten! Und wer braucht im normalen Alltag schon eine supergenaue Quartzuhr? Warum nicht eine normale, sekundengenaue Quartzuhr? Wer hat es schon jemals geschafft, alles in seinem Leben sekundengenau zu erledigen? Da würde eine Quartzuhr mit Stunde und Minute doch bei weitem ausreichen, vielleicht noch mit Kalender für die Vergeßlichen. So bleibt es bei meiner schlichten Bewunderung solcher elektronischen Meisterwerke, wie sie u. a. Seiko hervor bringt; kaufen jedoch würde ich sie niemals. So hat jeder seine Sicht der Dinge! ;)
 
#65
shinobi

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Woher willst Du das wissen? Worauf stützt Du Deine Hypothese? :???:
Antwort: "Wir sind die Borg. Sie werden jetzt assimiliert. Widerstand ist zwecklos."

Das Implantat in Nanotechnik im Schädel, das dich zum Mitglied des Kollektivs macht, macht eine Armbanduhr überflüssig. UTC und ggf. Lokalzeit werden über das Datennetzwerk mit übertragen. Also nix mehr mit Grand Seiko - weder mechanisch noch elektronisch.

Abgesehen davon haben SÄMTLICHE heute noch existierenden technischen Systeme im Uhrenbereich ihre Berechtigung, da es unterschiedliche Einsatzgebiete gibt. Eine Schmuckuhr für die Hochzeit muss andere Voraussetzungen erfüllen als der Fliegerchronograph eines Flugkapitäns. Und ein Kommandosoldat wird auf seine G-Shock schwören, da eine mechanische Uhr für ihn zu empfindlich ist und bei sechs Monaten hinter den feindlichen Linien im Irak nicht genau genug geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
#66
eloysonic

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Ich besitze die es SBGV007 (Quarz) und die SBGA387 (Spring Drive). Beide haben das 44GS Gehäuse. Sie sind von der Qualität des Gehäuses, Armbandes (ist das gleiche) und Zifferblattes mit Zeigern und Indizes absolut gleich. Die Qualität ist höher als bei preislich wesentlich teureren schweizer Uhren.
Grand Seiko Quarz Uhren sind beispielsweise detailverliebter als Rolex’ und das schreibe ich als Rolex-Fanboy.
Daher behaupte ich, wenn man eine qualitativ hochwertige Uhr, unabhängig von der Art des Uhrwerkes möchte, sind Grand Seiko Quartz Uhren der absolute Preis/Leistung-Sieger!
 
#72
Bauhausfan

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Ich habe generell nichts gegen Quartzuhren, ich sehe das alles einfach nur pragmatisch. Das betrifft auch die Bepreisung. :)

Seiko liefert bei den Modellen in dieser Preisklasse höchste Qualität ab, die vielen Schweizer Nobelmarken mehr als ebenbürtig ist, das sehe ich genauso und bin von Seikos Technologie begeistert. :-D Aber auch ein günstigerer Quartzer mit z. B. einem einfachen Miyota oder ETA Quartzkaliber erfüllt seine Aufgabe im praktischen Alltag mehr als ausreichend. ;)

Ich bevorzuge als Purist einfache, aber sehr langlebige Modelle, egal, ob Quartz oder Mechanik. Und wenn die einfache Variante schon mehr als ausreichend ist, zieht es mich in der Praxis nicht mehr zu der High-Tech-Variante: Wenn ich mit einem Fiat 500 gemütlich über den Brennerpass in den Urlaub fahren kann, läßt mich der Porsche 911 kalt, obwohl ich dieses Modelldesign und die Leistungswerte ansonsten äußerst faszinierend finde. Strange? :hmm: Vielleicht, aber ich muß nicht alles kaufen, was mich fasziniert. :)
 
#73
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Ladit

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Das ist kein "Glaubenskrieg", sondern es geht, schlicht und ergreifend, um technische sowie wirtschaftliche Fakten und deren individuelle Bewertung. :idea:
Sorry, ich habe eine 41 Jahre alte Quartzuhr mit Junghanswerk. Batterien - kein Problem, Ersatzteile - kein Problem. Alles an den Haaren herbeigezogen. Du wirst auch für mechanische Armbanduhren nicht mehr sämtliche Ersatzteile bekommen, wenn es Spezialteile, insbesondere Kronenwelle, Tubus oder Manufakturwerkteile sind.
 
#74
Der Motor

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Und wenn die einfache Variante schon mehr als ausreichend ist, zieht es mich in der Praxis nicht mehr zu der High-Tech-Variante: Wenn ich mit einem Fiat 500 gemütlich über den Brennerpass in den Urlaub fahren kann, läßt mich der Porsche 911 kalt, obwohl ich dieses Modelldesign und die Leistungswerte ansonsten äußerst faszinierend finde.
Als Purist kannst Du aber auch mit der Bahn fahren und die Uhrzeit vom Handy ablesen, bzw. gleich daheim auf dem Balkon Urlaub machen und Dein Leben nach dem Stand der Sonne ausrichten. :D
 
#76
R. D. LeBay

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Der Unterschied von GS Quarzuhren zu Funk- oder GPS-Uhren besteht darin, dass die hohe Ganggenauigkeit ohne jede Abhängigkeit von äußeren Sendern erzielt wird. Wenn die Zeit einmal richtig eingestellt wurde, können mir sämtliche Funksender und Satelliten dieser Welt egal sein. Ich muss lediglich noch jeden zweiten Monat das Datum korrigieren.
Ohne mich weiter in die Diskussion einmischen oder Kritik am Forum-Heiligtum (Grand) Seiko üben zu wollen: Eine vergleichbare Ganggenauigkeit (± 5 sec/y | ± 0,0137 sec/d) bekommt Longines mit der Conquest V.H.P. / Conquest V.H.P. GMT auch hin, das aber zu einem Bruchteil des Grand Seiko Preises.
 
#77
shinobi

shinobi

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Da dürften die relativ neuen Precidrive-Uhrwerke von ETA am Start sein. Natürlich holen die Schweizer technisch auf. Das ist bei mechanischen Uhrwerken aber auch so. Konkurrenz belebt das Geschäft und den technischen Fortschritt.
 
#78
Clouseau

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Das Werk der Precidrive ist in der Tat ebenso genau und auch The Citizen kann so eine Genauigkeit für weniger abliefern.

Beim Finish und der Detailfreude liegen aber zwischen den Longines VHP und Grand Seiko deutliche Unterschiede. Und ich mag Longines prinzipiell. Zu The Citizen kann ich nichts sagen, die hatte ich noch nicht in der Hand.
 
#79
shinobi

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The Citizen ist meines Wissens in Deutschland nicht zu kaufen und auch nicht billiger als Grand Seiko. Allerdings haben einige dieser Quarzmodelle einen ewigen Kalender, dessen Einstellung aber relativ kompliziert zu sein scheint.
 
#80
theAzzi

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Ohne mich weiter in die Diskussion einmischen oder Kritik am Forum-Heiligtum (Grand) Seiko üben zu wollen: Eine vergleichbare Ganggenauigkeit (± 5 sec/y | ± 0,0137 sec/d) bekommt Longines mit der Conquest V.H.P. / Conquest V.H.P. GMT auch hin, das aber zu einem Bruchteil des Grand Seiko Preises.
Ein nicht unerheblicher Teil (bzw. der absolute Bärenanteil) des Preises dürfte von der Verarbeitung verursacht werden, weniger vom Werk. Siehe Makro Aufnahmen im Post oben.

Wie sich Precidrive gegen GS schlägt, vermag ich nicht zu sagen. Auch ob Spielereien wie doppelter Puls betrieben werden oder man dünnere Zeiger nehmen muss oder ein extra Motor dafür sorgt, dass die Indizes zu 100% getroffen werden usw..

Aber wie gesagt, der große Abstand wird eher vom Finishing verursacht werden.
 
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