Navigations-Uhr: Casio G-Shock Rangeman (GPR-B1000-1ER)

Diskutiere Navigations-Uhr: Casio G-Shock Rangeman (GPR-B1000-1ER) im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Heute stelle ich euch eine im Moment einzigartige Uhr vor, die wohl wie keine andere polarisiert. Entweder man lehnt sie ab oder man liebt sie...

T-Freak

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Heute stelle ich euch eine im Moment einzigartige Uhr vor, die wohl wie keine andere polarisiert. Entweder man lehnt sie ab oder man liebt sie, viel Spielraum dazwischen gibt es nicht. Doch selbst, wenn man die Uhr im Moment noch als untragbar oder viel zu teuer abtut, warne ich davor, sich zu sehr mit ihr zu beschäftigen oder sich auf sie einzulassen, denn es gibt Leute – mich eingeschlossen – die die Uhr nach anfänglicher Ablehnung letztlich doch ins Herz geschlossen haben und nie wieder hergeben wollen. Doch bevor ich die große RANGEMAN ausführlich vorstelle, möchte ich den Uneingeweihten einen kleinen Einblick ins G-Shock Universum geben.

G-Shock Story:
Der Japaner Kikuo Ibe gilt als „Erfinder“ der G-Shock. Der Legende nach basiert das Projekt einer nahezu unzerstörbaren Uhr auf einem Missgeschick, welches dem Schöpfer wiederfahren ist. Ihm fiel eine vererbte Uhr zu Boden und natürlich war das gute Stück defekt. 1983 war es schließlich so weit und die erste G-Shock kam auf den Markt. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

G-Shock Universum 2019:
Den Markennamen G-Shock dürfte nahezu jeder kennen. Doch die meisten Leute assoziieren eine G-Shock mit einer robusten, aber preiswerten Digitaluhr. Tatsächlich beginnt der Einstieg in die G-Shock Welt bei 89 Euro.
  • Die sogenannte Origin Serie (89 – 550 Euro) ist designtechnisch an das Original von 1983 angelehnt und findet nicht nur bei eingefleischten G-Shock Fans, sondern auch Liebhabern eines Retro-Styles seine Käuferschaft. Von der günstigen Plastikuhr bis hin zur HighEnd-Version mit Solar- und Funktechnik im Edelstahlkleid ist eine entsprechende Artenvielfalt geboten.
  • Abgerundet wird das massentaugliche Portfolio durch die Classic- Trending- und G-Squad Serie (89 – 150 Euro). Freunde eines klassischeren Designs und einer angenehmeren Haptik werden bei der G-Steel Serie fündig (280 – 680 Euro).
  • Richtig spannend wird es mit der mit umfangreicher Sensorik ausgestatteten Professional Serie Master of G (300 – 1.000 Euro), die sich wiederum aufteilt in die Linien
    • Gravitymaster (Pilotenuhren),
    • Mudmaster (Uhren für Einsatzkräfte),
    • Gulfmaster (Marineuhren)
    • Rangeman (Expeditions- und Outdooruhren)
    • Frogman (Taucheruhren)
  • Wer Wert auf Stil, hochwertige Materialien und exzellente Haptik legt, wird bei der MT-G Serie fündig, die bei 800 Euro beginnt.
  • Seit 2013 wildert Casio mit den G-Shock MR-G Modellen auch erfolgreich im Luxusuhren-Segment. Die Preise bewegen sich derzeit zwischen 2.800 – 7.400 Euro. Wer nun voller Vorurteile die Augen verdreht, sollte sich eine MR-G mal live anschauen. Die in Handarbeit in der Manufaktur Yamagata gefertigten Uhren sind eigenständig, fantastisch verarbeitet und verfügen über einzigartige Eigenschaften.
CASIO G-SHOCK RANGEMAN (GPR-B1000-1ER)

Screenshot007.jpg

Mein Weg zu dieser Uhr
Wer mich hier etwas kennt weiß, dass ich eine sehr umfangreiche Sammlung mechanischer Uhren habe. Aber ich besitze auch einige HighEnd Quarzer und auch G-Shock Uhren befinden sich seit vielen Jahren in meinem Portfolio. Allerdings waren das primär Modelle der MT-G und MR-G Serie. Seit einiger Zeit habe ich auch meine Leidenschaft für Uhren der Master of G Serie für mich entdeckt. Die erste G-Shock mit GPS-Navigation wurde Anfang 2018 mit einigem Tamtam vorgestellt und ich hatte seinerzeit mehr oder weniger nur am Rande etwas davon mitbekommen. Damals waren meine Gedanken dazu „Brauche ich nicht.“ und „Viel zu teuer.“ sowie „Absurd groß und nicht tragbar.“

Nachdem es aber immer wieder zu regelrechten Schwärmereien hier im Forum kam und mich die zahlreichen Bilderpostings zugegeben etwas angefixt hatten, fuhr ich zu meinem Stammkonzi nach München um mir die Uhr einmal live anzuschauen. Ich hatte sie kaum in den Händen, war ich ihr auch schon verfallen. Kurz angelegt und als akzeptabel empfunden habe ich sie ohne zu zögern mitgenommen. Zu Hause angekommen, habe ich sie den ganzen weiteren Tag am nackten Arm getragen, aber keinem Familienmitglied ist sie an mir aufgefallen. Das war die Feuertaufe, denn damit war der Beweis erbracht, dass ich diese Uhr problemlos tragen kann ohne mich lächerlich zu machen. Nach einigen Tagen trat eine gewisse Ernüchterung ein. Die Uhr ist beileibe nicht zu jedem Anlass zu tragen und ganz und gar nicht kompatibel zu Hemden- oder Jackenärmeln. Ich dachte ernsthaft darüber nach, die Rangeman wieder zu verkaufen. Doch irgendwie wurde mir in den Tagen des Nachdenkens bewusst, dass ich die Uhr extrem vermissen und den Verkauf bereuen würde. Und witzigerweise habe ich hier im Forum schon ganz viele Besitzer kennengelernt, die ihre erste Rangeman verkauft und wenig später erneut angeschafft haben. Ich denke, das zeigt, dass es sich hier tatsächlich um eine außergewöhnliche Uhr mit hohem Suchtfaktor handelt.

Verpackung
Eine G-Shock kommt üblicherweise in einer Blechdose daher. Doch die große RANGEMAN zählt mit ihrem Preis von 800 Euro bereits zu den Premium G-Shocks und wird in einer recht ansprechenden Box ausgeliefert.

Rangeman01.jpg

Äußerlichkeiten
Der Auftritt der großen RANGEMAN ist brachial. Motto "Nicht kleckern sondern klotzen!". Die Uhr verlangt ihrem Träger schon einmal ein Mindestmaß an körperlicher Kompatibilität ab. Ich bin knapp 1,90 m groß und 95 kg schwer. Mein Handgelenk hat einen Umfang von 18 cm, ist aber eher breit als hoch. Insofern habe ich das Glück, dieser Uhr anatomisch gewachsen zu sein. Die Maßangaben des Herstellers sind immer ein wenig verwirrend und nur schwer zu begreifen. Deshalb ein paar praxistauglichere Maße von mir. Der Lünettendurchmesser beträgt 50 mm, das Maß Horn zu Horn (Bandschrauben) liegt bei 64 mm. Die Uhr ist satte 20 mm hoch. Das Gewicht liegt bei 145 g. Die große RANGEMAN trotzt Schlamm, Sand, Wasser und Temperaturen bis - 20°C.

Rangeman02.jpg

Interessant ist der verwendete Materialmix. Display und Solarpanel werden von einem riesigen und dicken Saphirglas geschützt, umrandet wird das Ganze von einem massiven Edelstahlring, der gleichzeitig die Lünette darstellt und die GPS-Antennen beherbergt. Krone und Drücker sind ebenfalls aus Edelstahl, das Gehäuse selbst ist aus Resin. Das Armband ist aus karbonverstärktem Resin und der Boden aus Keramik. Der Tragekomfort ist überraschend komfortabel - nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit bei einer Uhr dieser Größe.

Rangeman03.jpg

Bei aller Robustheit und trotz des martialischen Designs gibt es jede Menge liebevoller Details. So z.B. die roten Zwischenringe, die sich an verschiedenen Stellen des Gehäuses oder der Bandschrauben befinden. Sie stehen in einem schönen Kontrast zum Schwarz und geben der Uhr einen sportlichen Touch. Ebenfalls erwähnenswert ist der breite Ring um das Display. Dieser stellt das Solarpanel dar und er erscheint je nach Lichtsituation und Umgebung mal hell- oder dunkelgrau, leicht rötlich oder magentafarben. Die Drücker lassen sich sehr gut bedienen und haben einen angenehmen Druckpunkt. Formal sind auch diese sehr martialisch und im Detail liebevoll ausgeführt. Ob man diese Uhr nun schön findet oder nicht ist Geschmackssache. An der Verarbeitung gibt es jedenfalls nichts auszusetzen.

Technik
Die große RANGEMAN strotzt nur so vor Technik und HighTech-Features. Sie verfügt u.a. über einen Triple-Sensor, welcher für die Messung von Höhe, Temperatur, Luftdruck und Himmelsrichtung zuständig ist. Der GPS Empänger dient nicht nur der präzisen Zeiteinstellung am jeweiligen Standort, sondern auch der Outdoor-Navigation und viele Funktionen der Uhr profitieren davon. So wird der luftdruckabhängige Höhenmesser nach Empfang der GPS-Koordinaten automatisch geeicht oder die Anzeigen für Sonnenauf- und Untergang an die jeweilige Region angepasst. Über Bluetooth lässt sich die Uhr mit dem Smartphone verbinden um die Uhr zu konfigurieren oder Navigationsdaten auszutauschen. Es können Routen auf die Uhr gesendet oder aufgezeichnete Strecken mit allen Details von der Uhr aufs Handy geladen werden. Selbstverständlich lässt sich die Uhr auch komplett ohne Smartphone nutzen und bedienen, was zudem bei tagelangen Outdooreinsätzen unerlässlich ist. Die Energieversorgung erfolgt über Solar, zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Schnelladung mittels einem mitgelieferten induktiven Ladesystems.

Features
  • Bluetooth® Smart
  • Genaue Uhrzeit per GPS oder Smartphone
  • Super-Full-Auto LED Light
  • Stoßfest / Kälteresistent (-20 °C) / Schmutzresistent
  • Solarbetrieb und USB-Aufladefunktion
  • Barometer (260 / 1.100 hPa)
  • Thermometer (-10°C / +60°C)
  • Digital-Kompass
  • Sonnenauf- und Untergang / Mondphasenanzeige
  • Ebbe-Flut-Indikator
  • Höhenmesser 10.000 m
  • GPS Navigation System
  • Weltzeitfunktion
  • Stoppfunktion - 999 Std.
  • Timer - 24 Std.
  • 4 Tagesalarme
  • Saphirglas
  • Resingehäuse mit Edelstahl-Lünette
  • Karbon-Resin Armband mit Dornschließe
  • Ladekontrollanzeige
Hier zeigt das Display die Uhrzeit im Basismodus an. Das dürfte auch für alterssichtige Personen groß genug sein:
Rangeman04.jpg

Display
Ein absolutes Highlight ist das flexible und hochaufgelöste Low-Temp-LCD Negativ-Display. Dieses schaut nicht nur sehr gut aus, es ist auch exzellent ablesbar! Es gibt keine Blickwinkelabhängigkeit und es spielt auch keine Rolle, ob extreme Sonneneinstrahlung herrscht oder nur noch etwas Restlicht vorhanden ist, die Ablesbarkeit ist stets ohne Probleme gegeben. Bei völliger Dunkelheit existiert eine vollflächige Hintergrundbeleuchtung. Es gibt eine Menge verschieden konfigurierbarer Display-Modi, sodass sich hier für jeden Bedarf oder Geschmack etwas finden lassen sollte.

Rangeman05.jpg

Bedienung
Ich persönlich empfinde die Uhr als selbsterklärend. Die Menüs sind gut und logisch strukturiert. Manche Funktion lässt sich leider nur über mehrere Bedienschritte in Untermenüs auswählen. Einige Dinge würde man sich per Direktfunktion wünschen. Als tragisch empfinde ich das aber nicht. Kritikwürdig ist eher die Smart-Krone. Diese ist nicht präzise genug. Teilweise dreht man sich den Wolf, bevor man an einen gewünschten Menüpunkt kommt, teilweise verstellt sich dieser beim Drücken der Krone, sodass man die falsche Funktion auswählt. Mit ein wenig Übung lässt sich eine Fehlbedienung jedoch meist vermeiden.

Rangeman06.jpg

Automatische Zeiteinstellung
Die Uhr bezieht die Zeitinformationen bis zu vier mal täglich von einem per Bluetooth gekoppelten Smartphone oder einmal täglich per GPS Signal. Anfangs hatte ich das fehlende Funkmodul kritisch gesehen, aber ich muss sagen, dass es per GPS schnell und zuverlässig funktioniert. Die Uhr erkennt über einen Helligkeitssensor, dass sie sich im Freien befindet und geht sofort zur nächst folgenden Minute in den GPS Empfangsmodus, was innerhalb weniger Sekunden problemlos funktioniert. Der automatische Wechsel der Sommer- oder Winterzeit funktioniert auch offline, da diese Informationen in der Uhr gespeichert sind.

Rangeman07.jpg

Kritikpunkte
Es gibt ein paar weniger schöne Eigenarten, die eigentlich sehr unverständlich sind. Jede digitale Casio Uhr verfügt über ein Stundensignal. Ich liebe dieses Feature sehr, aber bei der RANGEMAN glänzt es (entgegen der Bewerbung auf der Herstellerhomepage) mit Abwesenheit. Des weiteren kennt man bei digitalen Casio Uhren die Möglichkeit, Zehntel oder auch Hundertstel Sekunden messen zu können. Nicht so bei der RANGEMAN. Die Stoppfunktion kann nur ganze Sekunden messen, dafür aber 999 Stunden lang...

Die teureren Squares von Casio können den Wochentag in Deutsch anzeigen und das Datum in der bei uns gebräuchlichen Reihenfolge. Die viel teurere Rangeman kann das seltsamerweise nicht. Das alles wäre kein Problem, denn per Firmwareupdate könnte man das nachträglich implementieren. Doch im Netz finden sich unzählige Aussagen von Leuten, die den Casio Support kontaktiert und von diesem erfahren haben, dass es keinerlei Firmwareupdates für die RANGEMAN geben wird.

Bugs
Es gibt ein paar wenige Fehler, die ich festgestellt habe. Da ist zum einen die G-Shock Connected App, die manchmal ein etwas merkwürdiges Verhalten zeigt. So kann es passieren, dass ohne eigenes Zutun von einer 24h Anzeige auf AM oder PM umgestellt wird. Nicht schlimm, aber ich wollte es erwähnt haben. Einen weiteren Bug gibt es in der Uhr selbst. Aktiviert man in der RANGEMAN den Flugmodus und deaktiviert diesen später wieder, ist keine Zeiteinstellung mehr per GPS Signal möglich, weder automatisch noch manuell. Ich erwähne das nur, falls mal jemand über dieses Problem stolpert und meint, seine Uhr sei defekt. Zudem zehren die endlosen aber vergeblichen Empfangsversuche nur unnötig am Akku. Abhilfe schafft das (einmalige) Verbinden mit dem Smartphone. Im Anschluss funktionieren sowohl der automatische als auch der manuelle Zeitsignalempfang per GPS wieder problemlos.

Hidden Features
Auch die große RANGEMAN hat ein verstecktes Diagnose Menü. Man erreicht es durch gleichzeitiges Drücken der Knöpfe für Adjust, Mode und Receiving. Weiterführende Infos findet ihr im untenstehenden Link.

Dieses Foto zeigt das kombinierte Uhrzeit-Navigations-Display:
Rangeman08.jpg

Hier erkennt man den Navigationsmodus mit Pfeildarstellung:
Rangeman09.jpg

Sonnenauf- und Untergangszeiten mit Blätterfunktion:
Rangeman10.jpg

Kombinierte Zeitanzeige mit Sonnenauf- und Untergangsdaten:
Rangeman11.jpg

Rangeman12.jpg

Dornschließe mit Edelstahl-Keeper. Letzterer hält nicht besonders gut:
Rangeman13.jpg

Der Keramikboden mit Gravuren:
Rangeman14.jpg

Hier mit angeschlossenem induktiven Schnell-Ladegerät:
Rangeman15.jpg

Der obligatorische Wristshot (HGU 18 cm), hier mit Luftdruckdiagramm:
Rangeman17.jpg

Nightshot mit aktivierter Hintergrundbeleuchtung:
Rangeman18.jpg

GPS Navigation in der Praxis
Zugegeben, die wenigsten Käufer dieser Uhr werden die GPS Navigation großartig nutzen. Jedes echte Navi oder ein Smartphone können das viel besser. Für ambitionierte Wanderer oder während einer Expedition abseits eines Straßennetzes hat die RANGEMAN jedoch einiges zu bieten. Zudem ist es die einzige mir bekannte Uhr, die GPS-Navigation mit einer solargestützten Energieversorgung verbindet. Doch nun zu meinen Erfahrungen.

Die Initialisierung (Fix) dauert für heutige Verhältnisse ziemlich lange. Es können schon mal bis zu zwei Minuten vergehen, bis die Position erkannt ist. Dann allerdings hält die Verbindung, ich hatte bislang keinerlei Verbindungsabbrüche festgestellt. Folgendes ist im Navigationsmodus möglich:
  • Das vorherige Aufspielen einer definierten Route per Smartphone in die Uhr
  • Das Aufzeichnen einer Wegstrecke (und spätere Übertragung auf das Smartphone)
  • Das Zurücknavigieren zum Startpunkt
Dabei wird der Streckenverlauf mittels einer dynamischen Linienführung angezeigt. Leider sind die auswählbaren Maßstäbe viel zu groß. Einen für kleinere Wanderungen sinnvoll wählbaren Maßstab gibt es schlichtweg nicht. Zusätzlich wird die Entfernung zum Ziel oder zum Startpunkt angezeigt. Allerdings nur per Luftlinie. Bei einer Übertragung einer aufgezeichneten Route auf das Smartphone werden die tatsächlich zurückgelegten Kilometer und auch die bewältigten Höhenmeter angezeigt:

Rangeman19.jpg

Die komplette Route wird in 3D als Animation abgespielt. Ein sehr cooles Feature, finde ich:
Rangeman20.jpg

Zur Orientierung bei der Navigation selbst empfehle ich den Pfeilmodus. Dieser zeigt einem die Richtung und das ist bei einer Outdoor-Navigation eigentlich ausreichend. Mit Energie geht die Uhr dabei recht sparsam um. Wer die Uhr für gelegentliche Wanderungen nutzt, wird das mitgelieferte Induktionsladegerät nie benötigen. Letzteres wäre nur vonnöten, wenn man die Navigationsfunktion über eine extrem lange Zeit benutzt. Dann reicht der per Solarenergie generierte Strom nicht aus, da der Verbrauch größer ist als die nachgeladenen Energiemenge. Wer die Uhr nie oder kaum als Navi nutzt, kann von einer extremen Laufzeit ausgehen, wie man das von anderen Solaruhren kennt.

Fazit:
Meine bewusst neutral und objektiv gehaltene Vorstellung kann nur in geringem Maße einen Eindruck dieser Uhr vermitteln, man muss sie live erleben. Die große RANGEMAN ist trotz einiger Kritikpunkte eine faszinierende und einzigartige Uhr. Mit einer Rangeman am Arm kommt automatisch Abenteuer-Feeling auf, auch wenn man sie nur im tristen Büroalltag trägt.
Ein Männerspielzeug und gleichzeitig ein (digitaler) Ablesetraum. Eine wirklich sehr lässige und coole Uhr. Eigentlich fast schon eine Art Waffe, denn im Handgemenge möchte ich die Rangeman nicht an Kinn, Nase oder Stirn zu spüren bekommen. Gleichzeitig ist es eine der am umfassendsten ausgestatteten G-Shock Uhren überhaupt. Viel mehr geht wirklich nicht. Für Expeditionsteilnehmer, die eine satellitengestützte Navigation mit autarker Energieversorung benötigen ist die Uhr derzeit alternativlos. Dass es sich hier um eine Uhr mit enormen Abmessungen handelt, disqualifiziert die Uhr leider für Menschen mit sehr schmalen Handgelenken. Aber ich bin mir sicher, dass ein späteres Nachfolgemodell sicher deutlich schlanker daherkommen wird.

Weiterführende Links:

YouTube Video mit verstecktem Diagnosemenü:

Hersteller-Informationen:
G-SHOCK MASTER OF G Modelle | CASIO G-SHOCK Uhren

Pressemitteilung:
News | CASIO
 
Zuletzt bearbeitet:

revenger

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19.08.2015
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Na dann mal herzlichen Glückwunsch zur Uhr.
Mein erster Gedanke war, OK, wenn es Dir gefällt viel Freude damit.

Mir ist jetzt klar, die Japaner können i.d.T. etwas designen, dass noch häßlicher ist als ein Toyota C-HR. Der kostet auch nur 3 der Luxus Casios zu je ca. 7000€ :shock:. So lange könnte ich in keinem Sack gesessen haben.

So long und allzeit eine volle Batterie ;-),
LG Henry
 

TicTocChoc

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08.11.2014
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225
Ich habe mich ja schon durch gelegentlich "Gefällt mirs" im G-Shock-Thread als jemand geoutet, der dieser Rangeman durchaus was abgewinnen kann, auch optisch.

Man muß halt dieses technoide Design mögen, aber von den vielen G-Shocks, die ich schon gesehen habe, finde ich, daß es eine der interessanten ist.

Tragen würde ich sie wahrscheinlich nicht, aber nur, weil ich lieber Metallbänder trage. Ich mag die wulstigen Schließen und den "Überstand" der Kunststoff- (und anderer solcher) Bänder nicht. Allerdings, wenn ich die Gelegenheit zum Anprobieren hätte, wäre ich schon neugierig, wie ich sie an mir fände.

Der Preis wäre mir für ein reines, nicht nötiges "Spielzeug" allerdings auch zu hoch. Da würde ich das Geld dann doch lieber für was "Schöneres" ausgeben, wie eine Oceanus OCW-S100-1AJF, oder eine GMWB5000D-1.

Jedenfalls: danke für die Vorstellung. Die Bemerkungen zur Navigation und zum Stromverbrauch fand ich interessant.
 

Seiko-Landy

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06.06.2014
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Sehr gelungene Vorstellung einer beeindruckenden Uhr!

Vielen Dank dafür.

Ich bin ihr selbst verfallen, wobei es bei mir "Liebe auf den zweiten Blick" war.

Meine erste GPR-B1000 habe ich nach kurzer Zeit verkauft, um dann recht schnell wieder eine zu kaufen.

Qualitativ überzeugend und mit vielen Features ist sie ein herrliches Männerspielzeug.

Aber sie ist groß, sehr groß. Das sollte man wissen.

Gruß, Stephan
 

steve68

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21.01.2014
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Danke für diese sehr umfassende Vorstellung - und die tollen Bilder dazu.
Er bringt mich wieder ein Stück näher an diese G-Shock!

Ich bin angefixt!

Gruß
Steve
 

T-Freak

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Mir ist jetzt klar, die Japaner können i.d.T. etwas designen, dass noch häßlicher ist als ein Toyota C-HR.

Guter Vergleich! :super: Ich finde Toyotas auch meist häßlich, im besten Falle noch "nur langweilig". Der C-HR ist einer der wenigen Toyotas, die ich optisch nicht uninteressant finde. Erfrischend anders in meinen Augen und nicht bieder. Die Rangeman empfinde ich auch schön, wenn auch nicht im klassischen Sinne. Das technisch-martialische Design hat eine ganz eigene Ästhetik. Liegt aber alles im Auge des Betrachters und das ist auch gut so.
 

mecaline

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Wenn T-Freak eine Multifunktionsuhr vorstellt, bin ich immer dabei. Seit langer Zeit eine Uhrenvorstellung, die ich (Vorspann mal abgesehen) komplett durchgelesen und hochinteressant gefunden habe :super: Besonders so Dinge wie unpräzises Einstellen und diese blöden Dornkeeper, die immer abrutschen, ne.

Im Geiste habe ich meine ProTrek Prw 1500 Titan immer mitlaufen lassen. Weiterhin eine Suunto, die ich mal als eventl. Nachfolger überlegt hatte.

Mein Fazit: Das Display der Range hätte ich gerne in meiner 1500er, den Rest nicht. Ich bleibe bei der 1500.
 

xkonx

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Ich finde es interessant, was bei @T-Freak in der G-Shock-App angezeigt wird. Bei mir funktioniert in der App weder die 3D-Darstellung noch der Höhenverlauf :|
 

steinhummer

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Selten eine so fundierte, detailreiche Vorstellung gelesen, ein echtes Fakten-Brett! Dazu die professionellen Fotos, Chapeau!

Pitt.
 

Astron

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Wie immer sind die Uhrenvorstellungen von dir allererste Sahne geschätzter T-Freak! Da kann man nur staunen und ein "die muss ich auch haben!" nur schwer unterdrücken :D :super: :klatsch: Im Falle der Rangeman fällt es mir aber ausnahmsweise leicht. Aber nicht, weil ich sie hässlich finde, sondern weil sie mir schlichtweg zu groß ist. Viel zu groß! :shock: Da muss ich mir selbst eingestehen dass so ein Monster an meinem Arm völlig deplatziert ist. Dafür habe ich mit der neuen GravityMaster ein schmuckes Stück für meinen Arm gefunden das seinerseits aber auch wieder nicht allen gefällt. Zum Glück hat Casio so unglaublich viele Modelle im Sortiment, da findet jeder etwas was ihm gefällt. Lediglich wenn Quarz ein Ausschlusskriterium ist, bleibt keine Auswahl mehr. Aber für aufgschlossene und echte Uhrenfans, kann das kein Ausschlusskriterium sein. Von daher, sehen wir uns alle irgendwann mal im G-Shock Zeigethread! ;-) :prost:

Herzlichen Dank für die Mühe dieser wieder großartigen Vorstellung T-Freak und viel und lange Freude mit dem Monster! :-D :super: :prost:

EDIT: Gibt Casio eigentlich die Auflösung des Displays irgendwo an? Wäre auch noch interessant wie groß und mit wieviel Bildpunkten das Display aufgelöst ist.
 

T-Freak

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Gibt Casio eigentlich die Auflösung des Displays irgendwo an? Wäre auch noch interessant wie groß und mit wieviel Bildpunkten das Display aufgelöst ist.

Erst einmal vielen Dank fürs Feedback! Casio macht leider keinerlei Angaben zur Auflösung des Displays. Hier ein Foto in deutlicher Vergrößerung, mehr kann ich leider nicht bieten:
DSC04614.jpg

In Originalgröße sind die Bildpunkte kaum auszumachen.
 
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Astron

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1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, ..... ich gebe Bescheid wenn ich mit zählen der Bildpunkte durch bin! :D :D Danke für das Bild :super: :klatsch: Die Auflösung des Displays ist jedenfalls hoch genug :super:
 

MisterEd

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Heute stelle ich euch eine im Moment einzigartige Uhr vor, die wohl wie keine andere polarisiert. Entweder man lehnt sie ab oder man liebt sie, viel Spielraum dazwischen gibt es nicht. Doch selbst, wenn man die Uhr im Moment noch als untragbar oder viel zu teuer abtut, warne ich davor, sich zu sehr mit ihr zu beschäftigen oder sich auf sie einzulassen, denn es gibt Leute – mich eingeschlossen – die die Uhr nach anfänglicher Ablehnung letztlich doch ins Herz geschlossen haben und nie wieder hergeben wollen. Doch bevor ich die große RANGEMAN ausführlich vorstelle, möchte ich den Uneingeweihten einen kleinen Einblick ins G-Shock Universum geben.

G-Shock Story:
Der Japaner Kikuo Ibe gilt als „Erfinder“ der G-Shock. Der Legende nach basiert das Projekt einer nahezu unzerstörbaren Uhr auf einem Missgeschick, welches dem Schöpfer wiederfahren ist. Ihm fiel eine vererbte Uhr zu Boden und natürlich war das gute Stück defekt. 1983 war es schließlich so weit und die erste G-Shock kam auf den Markt. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

G-Shock Universum 2019:
Den Markennamen G-Shock dürfte nahezu jeder kennen. Doch die meisten Leute assoziieren eine G-Shock mit einer robusten, aber preiswerten Digitaluhr. Tatsächlich beginnt der Einstieg in die G-Shock Welt bei 89 Euro.
  • Die sogenannte Origin Serie (89 – 550 Euro) ist designtechnisch an das Original von 1983 angelehnt und findet nicht nur bei eingefleischten G-Shock Fans, sondern auch Liebhabern eines Retro-Styles seine Käuferschaft. Von der günstigen Plastikuhr bis hin zur HighEnd-Version mit Solar- und Funktechnik im Edelstahlkleid ist eine entsprechende Artenvielfalt geboten.
  • Abgerundet wird das massentaugliche Portfolio durch die Classic- Trending- und G-Squad Serie (89 – 150 Euro). Freunde eines klassischeren Designs und einer angenehmeren Haptik werden bei der G-Steel Serie fündig (280 – 680 Euro).
  • Richtig spannend wird es mit der mit umfangreicher Sensorik ausgestatteten Professional Serie Master of G (300 – 1.000 Euro), die sich wiederum aufteilt in die Linien
    • Gravitymaster (Pilotenuhren),
    • Mudmaster (Uhren für Einsatzkräfte),
    • Gulfmaster (Marineuhren)
    • Rangeman (Expeditions- und Outdooruhren)
    • Frogman (Taucheruhren)
  • Wer Wert auf Stil, hochwertige Materialien und exzellente Haptik legt, wird bei der MT-G Serie fündig, die bei 800 Euro beginnt.
  • Seit 2013 wildert Casio mit den G-Shock MR-G Modellen auch erfolgreich im Luxusuhren-Segment. Die Preise bewegen sich derzeit zwischen 2.800 – 7.400 Euro. Wer nun voller Vorurteile die Augen verdreht, sollte sich eine MR-G mal live anschauen. Die in Handarbeit in der Manufaktur Yamagata gefertigten Uhren sind eigenständig, fantastisch verarbeitet und verfügen über einzigartige Eigenschaften.
CASIO G-SHOCK RANGEMAN (GPR-B1000-1ER)

Anhang anzeigen 2465478

Mein Weg zu dieser Uhr
Wer mich hier etwas kennt weiß, dass ich eine sehr umfangreiche Sammlung mechanischer Uhren habe. Aber ich besitze auch einige HighEnd Quarzer und auch G-Shock Uhren befinden sich seit vielen Jahren in meinem Portfolio. Allerdings waren das primär Modelle der MT-G und MR-G Serie. Seit einiger Zeit habe ich auch meine Leidenschaft für Uhren der Master of G Serie für mich entdeckt. Die erste G-Shock mit GPS-Navigation wurde Anfang 2018 mit einigem Tamtam vorgestellt und ich hatte seinerzeit mehr oder weniger nur am Rande etwas davon mitbekommen. Damals waren meine Gedanken dazu „Brauche ich nicht.“ und „Viel zu teuer.“ sowie „Absurd groß und nicht tragbar.“

Nachdem es aber immer wieder zu regelrechten Schwärmereien hier im Forum kam und mich die zahlreichen Bilderpostings zugegeben etwas angefixt hatten, fuhr ich zu meinem Stammkonzi nach München um mir die Uhr einmal live anzuschauen. Ich hatte sie kaum in den Händen, war ich ihr auch schon verfallen. Kurz angelegt und als akzeptabel empfunden habe ich sie ohne zu zögern mitgenommen. Zu Hause angekommen, habe ich sie den ganzen weiteren Tag am nackten Arm getragen, aber keinem Familienmitglied ist sie an mir aufgefallen. Das war die Feuertaufe, denn damit war der Beweis erbracht, dass ich diese Uhr problemlos tragen kann ohne mich lächerlich zu machen. Nach einigen Tagen trat eine gewisse Ernüchterung ein. Die Uhr ist beileibe nicht zu jedem Anlass zu tragen und ganz und gar nicht kompatibel zu Hemden- oder Jackenärmeln. Ich dachte ernsthaft darüber nach, die Rangeman wieder zu verkaufen. Doch irgendwie wurde mir in den Tagen des Nachdenkens bewusst, dass ich die Uhr extrem vermissen und den Verkauf bereuen würde. Und witzigerweise habe ich hier im Forum schon ganz viele Besitzer kennengelernt, die ihre erste Rangeman verkauft und wenig später erneut angeschafft haben. Ich denke, das zeigt, dass es sich hier tatsächlich um eine außergewöhnliche Uhr mit hohem Suchtfaktor handelt.

Verpackung
Eine G-Shock kommt üblicherweise in einer Blechdose daher. Doch die große RANGEMAN zählt mit ihrem Preis von 800 Euro bereits zu den Premium G-Shocks und wird in einer recht ansprechenden Box ausgeliefert.

Anhang anzeigen 2464436

Äußerlichkeiten
Der Auftritt der großen RANGEMAN ist brachial. Motto "Nicht kleckern sondern klotzen!". Die Uhr verlangt ihrem Träger schon einmal ein Mindestmaß an körperlicher Kompatibilität ab. Ich bin knapp 1,90 m groß und 95 kg schwer. Mein Handgelenk hat einen Umfang von 18 cm, ist aber eher breit als hoch. Insofern habe ich das Glück, dieser Uhr anatomisch gewachsen zu sein. Die Maßangaben des Herstellers sind immer ein wenig verwirrend und nur schwer zu begreifen. Deshalb ein paar praxistauglichere Maße von mir. Der Lünettendurchmesser beträgt 50 mm, das Maß Horn zu Horn (Bandschrauben) liegt bei 64 mm. Die Uhr ist satte 20 mm hoch. Das Gewicht liegt bei 145 g. Die große RANGEMAN trotzt Schlamm, Sand, Wasser und Temperaturen bis - 20°C.

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Interessant ist der verwendete Materialmix. Display und Solarpanel werden von einem riesigen und dicken Saphirglas geschützt, umrandet wird das Ganze von einem massiven Edelstahlring, der gleichzeitig die Lünette darstellt und die GPS-Antennen beherbergt. Krone und Drücker sind ebenfalls aus Edelstahl, das Gehäuse selbst ist aus Resin. Das Armband ist aus karbonverstärktem Resin und der Boden aus Keramik. Der Tragekomfort ist überraschend komfortabel - nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit bei einer Uhr dieser Größe.

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Bei aller Robustheit und trotz des martialischen Designs gibt es jede Menge liebevoller Details. So z.B. die roten Zwischenringe, die sich an verschiedenen Stellen des Gehäuses oder der Bandschrauben befinden. Sie stehen in einem schönen Kontrast zum Schwarz und geben der Uhr einen sportlichen Touch. Ebenfalls erwähnenswert ist der breite Ring um das Display. Dieser stellt das Solarpanel dar und er erscheint je nach Lichtsituation und Umgebung mal hell- oder dunkelgrau, leicht rötlich oder magentafarben. Die Drücker lassen sich sehr gut bedienen und haben einen angenehmen Druckpunkt. Formal sind auch diese sehr martialisch und im Detail liebevoll ausgeführt. Ob man diese Uhr nun schön findet oder nicht ist Geschmackssache. An der Verarbeitung gibt es jedenfalls nichts auszusetzen.

Technik
Die große RANGEMAN strotzt nur so vor Technik und HighTech-Features. Sie verfügt u.a. über einen Triple-Sensor, welcher für die Messung von Höhe, Temperatur, Luftdruck und Himmelsrichtung zuständig ist. Der GPS Empänger dient nicht nur der präzisen Zeiteinstellung am jeweiligen Standort, sondern auch der Outdoor-Navigation und viele Funktionen der Uhr profitieren davon. So wird der luftdruckabhängige Höhenmesser nach Empfang der GPS-Koordinaten automatisch geeicht oder die Anzeigen für Sonnenauf- und Untergang an die jeweilige Region angepasst. Über Bluetooth lässt sich die Uhr mit dem Smartphone verbinden um die Uhr zu konfigurieren oder Navigationsdaten auszutauschen. Es können Routen auf die Uhr gesendet oder aufgezeichnete Strecken mit allen Details von der Uhr aufs Handy geladen werden. Selbstverständlich lässt sich die Uhr auch komplett ohne Smartphone nutzen und bedienen, was zudem bei tagelangen Outdooreinsätzen unerlässlich ist. Die Energieversorgung erfolgt über Solar, zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Schnelladung mittels einem mitgelieferten induktiven Ladesystems.

Features
  • Bluetooth® Smart
  • Genaue Uhrzeit per GPS oder Smartphone
  • Super-Full-Auto LED Light
  • Stoßfest / Kälteresistent (-20 °C) / Schmutzresistent
  • Solarbetrieb und USB-Aufladefunktion
  • Barometer (260 / 1.100 hPa)
  • Thermometer (-10°C / +60°C)
  • Digital-Kompass
  • Sonnenauf- und Untergang / Mondphasenanzeige
  • Ebbe-Flut-Indikator
  • Höhenmesser 10.000 m
  • GPS Navigation System
  • Weltzeitfunktion
  • Stoppfunktion - 999 Std.
  • Timer - 24 Std.
  • 4 Tagesalarme
  • Saphirglas
  • Resingehäuse mit Edelstahl-Lünette
  • Karbon-Resin Armband mit Dornschließe
  • Ladekontrollanzeige
Hier zeigt das Display die Uhrzeit im Basismodus an. Das dürfte auch für alterssichtige Personen groß genug sein:
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Display
Ein absolutes Highlight ist das flexible und hochaufgelöste Low-Temp-LCD Negativ-Display. Dieses schaut nicht nur sehr gut aus, es ist auch exzellent ablesbar! Es gibt keine Blickwinkelabhängigkeit und es spielt auch keine Rolle, ob extreme Sonneneinstrahlung herrscht oder nur noch etwas Restlicht vorhanden ist, die Ablesbarkeit ist stets ohne Probleme gegeben. Bei völliger Dunkelheit existiert eine vollflächige Hintergrundbeleuchtung. Es gibt eine Menge verschieden konfigurierbarer Display-Modi, sodass sich hier für jeden Bedarf oder Geschmack etwas finden lassen sollte.

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Bedienung
Ich persönlich empfinde die Uhr als selbsterklärend. Die Menüs sind gut und logisch strukturiert. Manche Funktion lässt sich leider nur über mehrere Bedienschritte in Untermenüs auswählen. Einige Dinge würde man sich per Direktfunktion wünschen. Als tragisch empfinde ich das aber nicht. Kritikwürdig ist eher die Smart-Krone. Diese ist nicht präzise genug. Teilweise dreht man sich den Wolf, bevor man an einen gewünschten Menüpunkt kommt, teilweise verstellt sich dieser beim Drücken der Krone, sodass man die falsche Funktion auswählt. Mit ein wenig Übung lässt sich eine Fehlbedienung jedoch meist vermeiden.

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Automatische Zeiteinstellung
Die Uhr bezieht die Zeitinformationen bis zu vier mal täglich von einem per Bluetooth gekoppelten Smartphone oder einmal täglich per GPS Signal. Anfangs hatte ich das fehlende Funkmodul kritisch gesehen, aber ich muss sagen, dass es per GPS schnell und zuverlässig funktioniert. Die Uhr erkennt über einen Helligkeitssensor, dass sie sich im Freien befindet und geht sofort zur nächst folgenden Minute in den GPS Empfangsmodus, was innerhalb weniger Sekunden problemlos funktioniert. Der automatische Wechsel der Sommer- oder Winterzeit funktioniert auch offline, da diese Informationen in der Uhr gespeichert sind.

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Kritikpunkte
Es gibt ein paar weniger schöne Eigenarten, die eigentlich sehr unverständlich sind. Jede digitale Casio Uhr verfügt über ein Stundensignal. Ich liebe dieses Feature sehr, aber bei der RANGEMAN glänzt es (entgegen der Bewerbung auf der Herstellerhomepage) mit Abwesenheit. Des weiteren kennt man bei digitalen Casio Uhren die Möglichkeit, Zehntel oder auch Hundertstel Sekunden messen zu können. Nicht so bei der RANGEMAN. Die Stoppfunktion kann nur ganze Sekunden messen, dafür aber 999 Stunden lang...

Die teureren Squares von Casio können den Wochentag in Deutsch anzeigen und das Datum in der bei uns gebräuchlichen Reihenfolge. Die viel teurere Rangeman kann das seltsamerweise nicht. Das alles wäre kein Problem, denn per Firmwareupdate könnte man das nachträglich implementieren. Doch im Netz finden sich unzählige Aussagen von Leuten, die den Casio Support kontaktiert und von diesem erfahren haben, dass es keinerlei Firmwareupdates für die RANGEMAN geben wird.

Bugs
Es gibt ein paar wenige Fehler, die ich festgestellt habe. Da ist zum einen die G-Shock Connected App, die manchmal ein etwas merkwürdiges Verhalten zeigt. So kann es passieren, dass ohne eigenes Zutun von einer 24h Anzeige auf AM oder PM umgestellt wird. Nicht schlimm, aber ich wollte es erwähnt haben. Einen weiteren Bug gibt es in der Uhr selbst. Aktiviert man in der RANGEMAN den Flugmodus und deaktiviert diesen später wieder, ist keine Zeiteinstellung mehr per GPS Signal möglich, weder automatisch noch manuell. Ich erwähne das nur, falls mal jemand über dieses Problem stolpert und meint, seine Uhr sei defekt. Zudem zehren die endlosen aber vergeblichen Empfangsversuche nur unnötig am Akku. Abhilfe schafft das (einmalige) Verbinden mit dem Smartphone. Im Anschluss funktionieren sowohl der automatische als auch der manuelle Zeitsignalempfang per GPS wieder problemlos.

Hidden Features
Auch die große RANGEMAN hat ein verstecktes Diagnose Menü. Man erreicht es durch gleichzeitiges Drücken der Knöpfe für Adjust, Mode und Receiving. Weiterführende Infos findet ihr im untenstehenden Link.

Dieses Foto zeigt das kombinierte Uhrzeit-Navigations-Display:
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Hier erkennt man den Navigationsmodus mit Pfeildarstellung:
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Sonnenauf- und Untergangszeiten mit Blätterfunktion:
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Kombinierte Zeitanzeige mit Sonnenauf- und Untergangsdaten:
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Dornschließe mit Edelstahl-Keeper. Letzterer hält nicht besonders gut:
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Der Keramikboden mit Gravuren:
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Hier mit angeschlossenem induktiven Schnell-Ladegerät:
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Der obligatorische Wristshot (HGU 18 cm), hier mit Luftdruckdiagramm:
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Nightshot mit aktivierter Hintergrundbeleuchtung:
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GPS Navigation in der Praxis
Zugegeben, die wenigsten Käufer dieser Uhr werden die GPS Navigation großartig nutzen. Jedes echte Navi oder ein Smartphone können das viel besser. Für ambitionierte Wanderer oder während einer Expedition abseits eines Straßennetzes hat die RANGEMAN jedoch einiges zu bieten. Zudem ist es die einzige mir bekannte Uhr, die GPS-Navigation mit einer solargestützten Energieversorgung verbindet. Doch nun zu meinen Erfahrungen.

Die Initialisierung (Fix) dauert für heutige Verhältnisse ziemlich lange. Es können schon mal bis zu zwei Minuten vergehen, bis die Position erkannt ist. Dann allerdings hält die Verbindung, ich hatte bislang keinerlei Verbindungsabbrüche festgestellt. Folgendes ist im Navigationsmodus möglich:
  • Das vorherige Aufspielen einer definierten Route per Smartphone in die Uhr
  • Das Aufzeichnen einer Wegstrecke (und spätere Übertragung auf das Smartphone)
  • Das Zurücknavigieren zum Startpunkt
Dabei wird der Streckenverlauf mittels einer dynamischen Linienführung angezeigt. Leider sind die auswählbaren Maßstäbe viel zu groß. Einen für kleinere Wanderungen sinnvoll wählbaren Maßstab gibt es schlichtweg nicht. Zusätzlich wird die Entfernung zum Ziel oder zum Startpunkt angezeigt. Allerdings nur per Luftlinie. Bei einer Übertragung einer aufgezeichneten Route auf das Smartphone werden die tatsächlich zurückgelegten Kilometer und auch die bewältigten Höhenmeter angezeigt:

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Die komplette Route wird in 3D als Animation abgespielt. Ein sehr cooles Feature, finde ich:
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Zur Orientierung bei der Navigation selbst empfehle ich den Pfeilmodus. Dieser zeigt einem die Richtung und das ist bei einer Outdoor-Navigation eigentlich ausreichend. Mit Energie geht die Uhr dabei recht sparsam um. Wer die Uhr für gelegentliche Wanderungen nutzt, wird das mitgelieferte Induktionsladegerät nie benötigen. Letzteres wäre nur vonnöten, wenn man die Navigationsfunktion über eine extrem lange Zeit benutzt. Dann reicht der per Solarenergie generierte Strom nicht aus, da der Verbrauch größer ist als die nachgeladenen Energiemenge. Wer die Uhr nie oder kaum als Navi nutzt, kann von einer extremen Laufzeit ausgehen, wie man das von anderen Solaruhren kennt.

Fazit:
Meine bewusst neutral und objektiv gehaltene Vorstellung kann nur in geringem Maße einen Eindruck dieser Uhr vermitteln, man muss sie live erleben. Die große RANGEMAN ist trotz einiger Kritikpunkte eine faszinierende und einzigartige Uhr. Mit einer Rangeman am Arm kommt automatisch Abenteuer-Feeling auf, auch wenn man sie nur im tristen Büroalltag trägt.
Ein Männerspielzeug und gleichzeitig ein (digitaler) Ablesetraum. Eine wirklich sehr lässige und coole Uhr. Eigentlich fast schon eine Art Waffe, denn im Handgemenge möchte ich die Rangeman nicht an Kinn, Nase oder Stirn zu spüren bekommen. Gleichzeitig ist es eine der am umfassendsten ausgestatteten G-Shock Uhren überhaupt. Viel mehr geht wirklich nicht. Für Expeditionsteilnehmer, die eine satellitengestützte Navigation mit autarker Energieversorung benötigen ist die Uhr derzeit alternativlos. Dass es sich hier um eine Uhr mit enormen Abmessungen handelt, disqualifiziert die Uhr leider für Menschen mit sehr schmalen Handgelenken. Aber ich bin mir sicher, dass ein späteres Nachfolgemodell sicher deutlich schlanker daherkommen wird.

Weiterführende Links:

YouTube Video mit verstecktem Diagnosemenü:

Hersteller-Informationen:
G-SHOCK MASTER OF G Modelle | CASIO G-SHOCK Uhren

Pressemitteilung:
News | CASIO

Was für eine tolle Uhrenvorstellung!
Vielen Dank, das war richtig interessant und unterhaltsam.
Ich bin der Rangeman auch auf den zweiten Blick verfallen.
Eine Vorstellung der GPR b-1000 durch Anton14 brachte dann mein Fass der Sehnsucht nach dieser Uhr zum überlaufen.
Verkaufen würde ich sie niemals, denn ich trage sie am liebsten täglich.
Der einzige Nachteil ist, dass ich mich für keine andere Uhr mehr interessiere.
Mudmaster und Co fristen ein eher geruhsames Leben.
Als nächstes werde ich mir das grüne Modell anschaffen, die Magma wäre auch eine Option - mal sehen.

Liebe Grüße :-)
 
Zuletzt bearbeitet:

SgtPepper

Dabei seit
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Beiträge
1.128
Sehr gute Vorstellung die auch Pro und Contra zu der Uhr erwähnt und so jenen die einen Kauf planen wichtige Anhaltspunkte gibt.

Für mich kommt die Uhr allein schon durch deren Größe nicht in Frage.
 

Steven Rogers Capt

Dabei seit
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:super: Tolle Vorstellung nicht nur einer Uhr sondern einer ganzen Uhrenfamilie!
Sehr durchdacht, detailiert und sicherlich nicht wenig Arbeit.

Zur Uhr selber, dass Ding hat was von einem Star Trek Communicator besonders in verbindung mit einem Handy.
Der Ausdruck Tool-Watch trifft es wohl am besten, durch und durch ein Werkzeug bzw. Multi-Tool, um nicht zu sagen
ein schweizer Taschenmesser:lol:

Im Moment frage ich mich ober der Höhenmesser beim tauchen negative Werte anzeigt!?

Viel Spass mit der Uhr, bietet ja viele Einsatzmöglichkeiten sich mit Ihr zu beschäftigen.
 
Thema:

Navigations-Uhr: Casio G-Shock Rangeman (GPR-B1000-1ER)

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