Narziss und Golduhr - oder: Die Uhr des Obsthändlers (Zodiac SST 36000 Automatic, cal 86)

Diskutiere Narziss und Golduhr - oder: Die Uhr des Obsthändlers (Zodiac SST 36000 Automatic, cal 86) im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhrenvorstellungen; Die aktuellen Tagesereignisse veranlassen mich, eine Vorstellung aus meinem Archiv zu holen, die ich eigentlich lieber im Sommer gepostet hätte...
#1
Tomcat1960

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Die aktuellen Tagesereignisse veranlassen mich, eine Vorstellung aus meinem Archiv zu holen, die ich eigentlich lieber im Sommer gepostet hätte, wenn alle Sinne eher auf fröhlichen Unsinn eingestellt sind.

Menschen gehen dieser Tage auf die Straße, um gegen die "Islamisierung des Abendlandes" zu demonstrieren. Niemand vermag genau zu sagen, wo die Angst vor dem Islam herrührt - vielleicht liegen ihre Wurzeln einfach nur in Nichtwissen. Ein sehr kluger Beitrag aus einem der Islam/Islamismus/Verschleierungs/Überfremdungs/Sozialschmarotzer-Threads im hiesigen Smalltalk lautete (sinngemäß): "In Dresden beträgt der Anteil der Bevölkerung vielleicht ein paar Promille. Im Ruhrgebiet liegt er bei über zehn Prozent. Demonstriert wird dort, wo der Islam wirklich fremd ist - in den Orten, wo man Muslimen häufig begegnet, gewöhnt man sich an sie und lernt, dass nicht jede(r) von ihnen einen umbringen will."

Da meine Uhrengeschichte dieses Mal auch die völlig selbstverständliche, erfolgreiche Integration einer türkischen Familie in die deutsche Gesellschaft zum Thema hat, gewann sie plötzlich an Aktualität und ich möchte mit der Veröffentlichung der Geschichte an dieser Stelle ein Zeichen setzen.


Ohne viel Schmonzes: meine dritte Zodiac SST 36000, einmal mehr im besonders gewagten Outfit









Das Zifferblatt ist nicht nur einfach Silber, sondern verspiegelt wie der Tanzboden einer Siebzigerjahre-Disco . Das sorgt für ausnehmend tolle Effekte, wenn die Uhr bewegt wird:







Also gut ... doch a bissele Schmonzes: vor meinem geistigen Auge sehe ich Ali, den türkischen Obstladenbesitzer, dem die Uhr mal gehört hat. Ein frommer Mann, der ein Allah gefälliges Leben führte, und der seine Familie über alles liebte. Er war 1965 nach Köln gekommen, um bei Ford zu arbeiten. Nach einem Arbeitsunfall fand ihn die Firma großzügig ab und weil es ihm in Köln gefiel, sattelte er auf Obsthändler um - ihm war aufgefallen, dass seine Arbeitskollegen Lebensmittel statt in den neuen Supermärkten lieber bei den fliegenden türkischen Händlern kauften, deren Waren sie für frischer und wohlschmeckender hielten.

Die Uhr kaufte er sich 1977, weil seine alte Uhr kaputtgegangen war und er eine brauchte, die verlässlich die Zeit anzeigte. Auffällig, aber nicht zu teuer sollte sie sein: der Laden wollte abbezahlt werden, über dem er seine Wohnung in der Kölner Südstadt hatte, der Lieferwagen, mit dem er jeden Morgen zum Großmarkt fuhr ebenfalls, die Söhne würden studieren und die Töchter brauchten eine Aussteuer. Und einmal im Jahr fuhr die ganze Familie in den Sommerferien in die Türkei, in die Nähe von Incirlik, zu seinen Eltern. Irgendwas Hochgestochenes kam also nicht in Frage, auch Quarzuhren waren noch zu teuer (und hässlich fand er sie außerdem).

Einer seiner Nachbarn im Viertel hatte eine Pfandleihe, und eines Tages sah er diese Uhr dort im Schaufenster liegen.



Ein Jahr war sie alt, fast ungetragen, und zweihundertneunundzwanzig Mark sollte sie kosten. Das war 1977 schon eine Ansage, aber sie gefiel Ali so gut, dass er hineinging und mit seinem Nachbarn um die Uhr feilschte. Er bekam sie schließlich für einhundertdreiundsiebzig Mark und fünfzig Pfennige, begleitet von drei Tassen Mokka und einem doppelstöckigen Raki. Sein Nachbar versicherte ihm, dass er wegen des geminderten Erlöses nur zwei seiner drei Kinder würde zur Hochschule schicken können, aber Ali wusste, dass der Mann immer übertrieb.

Er legte die Uhr noch im Geschäft seines Nachbarn um und ließ sie am Handgelenk, als er in seinen Laden zurückging. Dort fiel ihm rasch auf, dass sie für die üblichen Verrichtungen eines türkischen Obstladenbesitzers aufgrund ihrer Größe und Schwere nur bedingt geeignet war, und er pflegte sie nur zu besonderen Anlässen zu tragen - wenn er in die Moschee ging, zum Beispiel, oder zur Elternsprechstunde, wenn Murat, sein Jüngster, wieder mal etwas ausgefressen hatte.







Ein paar Jahre später waren Quarzuhren erschwinglich geworden, und sie waren auch nicht mehr so hässlich - sie hatten sogar Zeiger! Man musste sie nicht aufziehen und der einzige Service, den sie von Zeit zu Zeit benötigten, war eine neue Batterie. Das Einzige, was Ali an ihnen missfiel, war die Tatsache, dass sie zu leicht waren, aber damit konnte er leben. So wickelte er die Zodiac in ein Tuch und ließ sie in der Schrankschublade verschwinden, in der er seine Socken aufbewahrte. Ein letztes Mal trug er sie, als er seine älteste Tochter Ayse dem jungen Mann zur Frau gab, den sie schon seit der Grundschule liebte und der nun schon seit einigen Jahren sein Kundenbetreuer bei der Kölner Stadtsparkasse war.

Letztes Jahr ist Ali gestorben, zwei Jahre nach seiner Frau. Sein Geschäft betreibt nun einer seiner Söhne, es blüht und gedeiht - fünf Läden geben fast vierzig Menschen Arbeit und Brot. Ein anderer Sohn ist Arzt geworden, der dritte Musiker und Lebenskünstler. Er wachte am Sterbebett seines Vaters und kümmerte sich nach dessen Tod auch um die Auflösung des Haushalts. Zu Uhren haben sie alle kein besonderes Verhältnis, und an ihren Vater erinnern sie wohl andere Dinge. So landete dieses Schmuckstück in der Bucht und schließlich bei mir.



Billig? Vielleicht. Protzig? Ja, könnte man sagen. Provokant? Ganz sicher.



Wenn ich mir jetzt auch noch einen schwarzen Schnäuzer stehen lasse, dürft Ihr mich auch "Ali" nennen. ;-)

Viele Grüße
Tomcat
 
#2
S

Schnupperfuss

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Hallo Andreas
Mal wieder eine tolle Geschichte von dir,und irgentwie auch glaubhaft.Die Uhr hatte ich auch auf dem Radar.Sehr aussgefallen,schön dass sie hier gelandet ist,aber denk daran es gibt keine Ersatzteile mehr für dass Werk.

Gruß Harald
 
#3
divemax

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Hai Ali,
tolle Vorstellung, wie immer super Fotos. Gratuliere. Du weißt ja, nicht mein Stiel, aber das Zifferblatt in ner anderen Uhr wäre Hammer.
Danke und LG
Max
 
#4
Dr. Wu

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Eine Uhr wie eine Zeitreise in die 70er! Paßt an den Arm eines Lebemannes im weißen Anzug.;-)
Viel Freude daran!
 
#6
Aeternitas

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...Jaja...Narziss...genau...da verschwimmen Phantasie und Realität in einer mokkageschwängerten Melange aus Klischee und philantropen Phantasmen.

Deine Pioniertat hier den Smalltalk mit einer Uhrenvorstellung zu mischen empfinde ich als etwas unglücklich, zeigt mir aber beides- Deine Vorliebe für interessante Uhren und das Zurechtbiegen der Realität ...;-)

Gruß
AL
 
#7
divemax

divemax

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Ich finde die Geschichte schön. So eine Vorstellung übersteigt meine Kreativität und ich lese sie gerne. Passende Bilder dazu! Toll.
LG
Max
 
#8
fusch

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Sehr schön geschrieben, unterhaltsam, mit Humor und Witz, gefällt mir.
Es gibt zwar möglicherweise keine Ersatzteile aber noch genug andere alte Werke, die als Ersatzteillager dienen können.
Hab letztens auch so einen 70er Zodiakklotz aus der Bucht geholt. Die läuft seit 2 Tagen einwandfrei auf dem Beweger. Leider ist das Band zu kurz, weiß jemand wo es Glieder gibt?
image.jpg
 
#10
junuzart

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Eine wunderschöne Vorstellung!
Vielen Dank dafür.
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
#11
duesprizz

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Moin,

tolle Vorstellung einer gut erhaltenen Vintage die dir gut steht :super:

Viel Spaß damit
 
#12
Tomcat1960

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Und wieder einmal bedanke ich mich bei allen, die hineingeschaut haben, und natürlich ganz speziell bei denen, die dann auch den Mut zu einem Kommentar gefunden haben :-)

@ Schnupperfuß: vielen Dank, Harald! Das Werk ist auf der Basis eines AS-Kalibers entstanden - des 1687 - dem eine gemeinsam mit Doxa, Eberhard, Favre Leuba und Girard-Perregeaux entwickelte Aufzugsgruppe hinzugefügt worden war. So kommt es, dass man beispielsweise das Minutenrohr durch eines aus einem AS 1652/87/88, AS 1852, FL 1143/49/52/53, GP 30/31/32/33/31a oder Zodiac 61/68/70/72/74/75 (etc.) ersetzen kann. Ein wenig Internet-Recherche offenbart, dass die Teileverfügbarkeit insgesamt nicht so problematisch ist.

Etwas anders mag es mit Teilen aussehen, die speziell für dieses Kaliber benötigt werden, aber erstens konnte bspw. Theo (Rostrei) für die Instandsetzung einer anderen SST den Datumsschalthebel neu auftreiben, und zweitens gibt es auf ebay genügend Schlachtkandidaten. Gelegentlich tauchen sogar nackte Werke auf - vielleicht einfach mal zuschlagen und beiseite legen ;-)

@ divemax: danke Dir, Max! Ja, natürlich, der Stil ist nicht jedermanns Sache, aber speziell die Uhren dieser Serie waren immer geeignet, "Spalter" zu sein.

@ Dr. Wu: stimmt. Weißer Polyesteranzug, weinrotes, eng geschnittenes Hemd mit drei Knöpfen geöffnet, damit man die Brustbehaarung sehen konnte, Dauerwelle, solarium-gebäunte Haut ... all das kommt einem üblicherweise vor das innere Auge, wenn man die Uhr anschaut.

Oder eben Ali, der Obsthändler ;-)

@ Mücke: Çok teşekkürler! ;-)

@ Aeternitas: danke auch dir, Aeternitas. Lass mich dir eine Frage stellen: was genau wäre jetzt so schlimm an "menschenfreundlichen Vorstellungen"? Ein Land wie Deutschland, das historisch schon immer am Kreuzungspunkt der großen Straßen der Geschichte lag, tut gut daran, Fremde zu Freunden zu machen.

Und 'Ali, der Obsthändler' ist in der Tat eine Melange ... aus real existierenden Türken, die ich in den Städten kennenlernte, in denen ich gelebt habe - von der Pfalz über Bayern, Kön, Franken, Berlin, Frankfurt und das Ruhrgebiet. Einer meiner besten Schulfreunde war Türke, der Mann, wo ich in Köln mein Obst und Gemüse gekauft habe, heute wohnt einer drei Häuser weiter und am Wochenende schrauben wir gelegentlich an seinem alten Ford Granada I. Seine Frau trägt den Tschador - freiwillig und selbstverständlich, wie ich hinzufügen möchte. (Sie findet es übrigens lustig, dass Menschen das Thema "Verschleierung" diskutieren, die es gar nicht betrifft - deutsche Männer.) Sie arbeitet in einer Bäckerei, die ebenfalls einem Türken gehört.

Aber lassen wir das. Du hast zum Thema eine bestimmte Meinung, die ich dir nicht nehmen will. Aber was ich mit meinen bescheidenen Mitteln dazu beitragen kann, Fremde zu Freunden zu machen, das will ich gerne tun.

@ divemax: nochmals danke, Max!

@ fusch: oh, die ist ja schön. Schon eine Idee, wie du die angeschubsten Ecken auf dem Glas behandeln willst? Oder darf sie so bleiben? Wegen des Bandes: schon mal an eine Schließenverlängerung gedacht?

@ Poosn: Danke! Ja - "abgefahren" trifft es ;-) :super:

@ junuzart: ich danke dir für deinen freundlichen Kommentar!

@ duesprizz: danke, Joe! Finde ich auch ... und ich trage sie gerne ;-)

Viele Grüße
Andreas
 
#13
Aeternitas

Aeternitas

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Ja, ich möchte da auch nicht zu viel hier rein grätschen- Du fragst mich aber. Philantrope Phantasmen ist für mich ein neutraler Begriff. Die Wertung bringst Du und Poosn rein. Ich denke er passt- menschenfreundliche fiktive Geschichte. Mein Kritikpunkt war eher die Aufnahme des Smalltalkthemas im Vorwort- das ist einfach ein Knöpfchen, auf das man vortrefflich geneigt ist zu drücken ;-). Alles, was jetzt Offtopic zur Vorstellung kommt ist ja nicht mehr Offtopic, hat aber bei einer Uhrenvorstellung nichts zu suchen und da musst Du Dir einfach eine Mitschuld dran geben. Zur Uhr selbst habe ich auch was gesagt- finde sie interessant, wenn auch nicht immer tragbar. Ich würde mir sogar überlegen, die Vergoldung abzutragen. Mir gefällt das TV- Design sehr, aber in Gold ist mir das zu viel.
Gruß
AL
 
#14
ketap

ketap

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Gerade in Gold finde ich sie so typisch und muß mal unseren Gemüsehändler aufs Handgelenk schauen.
Seine Ware ist einfach top und frisch.ein Ja zu ALI statt ALdI und Uhren sollen bei AL ja auch besser sein ;-)

mfg

ALI-ketap
 
#15
Tomcat1960

Tomcat1960

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Philantrope Phantasmen ist für mich ein neutraler Begriff. (...) Ich denke er passt- menschenfreundliche fiktive Geschichte.
Vielen Dank, AL! Ganz genau so hatte ich dich auch verstanden, und ganz genau so hatte ich mir die Geschichte auch gedacht, damals schon, als ich sie geschrieben habe.

Deinen Kritikpunkt kann ich nachvollziehen. Ich habe mit mir gerungen, ob ich ausnahmsweise Spielraum für eine politische Aussage in Anspruch nehmen soll. Das Thema des Aufeinanderzugehens erscheint mir gerade jetzt, wo in der besinnlichen, vom Miteinander geprägten Vorweihnachtszeit Menschen zu Tausenden auf die Straße gehen und gegen das Aufeinanderzugehen demonstrieren, sehr wichtig. Deswegen entschied ich mich dafür. Wenn diese Vorstellung in einigen Lesern die Bereitschaft weckt, den nächsten Moslem, dem man begegnet, nicht nach versteckten Waffen abzusuchen, sondern ihm aufs Handgelenk zu schauen ;-), dann würde ich mich schon glücklich schätzen. :prost:

Zur Uhr selbst habe ich auch was gesagt- finde sie interessant, wenn auch nicht immer tragbar. Ich würde mir sogar überlegen, die Vergoldung abzutragen. Mir gefällt das TV- Design sehr, aber in Gold ist mir das zu viel.
Ehrlich? Die muss genau so. Ich habe einige Uhren, die im Grunde nur in ihrer Zeit denkbar sind - diese gehört dazu. Ich bin in den Siebzigern aufgewachsen und einer meiner Lehrer hatte so ein ähnliches Ding am Arm. (Der fuhr auch einen Ford Capri ;-))

@ ketap: danke, Carlo! "Mein" Gemüsehändler in Köln (falls sich jemand dort auskennt - Rather Straße, unterm Rangierbahnhof Porz-Gremberghoven) trug auch was goldenes - mag aber auch eine Digitalzwiebel gewesen sein. Ich hatte es damals noch nicht so mit Uhren. (Gemüse und Obst gab's aber in ganz Porz kein besseres ;-))

Viele Grüße
Andreas
 
#16
G

Gödel

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Hallo Tomcat,

wie immer Klasse Vorstellung von Dir! Kurzweilig und spannend zu lesen. Für Deine Vorstellung, für Ali, für die Disco-Zodiac und gegen Hater!!

Danke für Dein Engagement in diesem Forum,
Gödel
 
#17
ominus

ominus

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Eigentlich schaue ich in diesem Thread nur um schöne Uhren zu sehen und mich über die Freude des TS mitzufreuen.

Dein Vorwort lieber Andreas trifft es gut,das kann ich aus fast 44 Jahren Ruhrgebiet sagen.
Die Dummheit der Menschen hat nichts mit ihrer Herkunft,Glauben oder Religion zu tun.
Multi Kulti funktioniert hier recht gut.

Nun aber zur Uhr.
Es gab noch keine Vorstellung,wo ich so auf einen Whristshot gespannt war,wie bei dieser Uhr.
Wie mag sie am Arm wohl aussehen?

Dir steht sie gut und das ist das wichtigste.

Danke für deine Vorstellungund weiterhin viel Spaß.
 
#18
kunshô

kunshô

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Hallo Tomcat,

gute Geschichte und schöne Vorstellung einer echt gruseligen Uhr. Das wahre an Deiner Geschichte ist m.E., dass wir bei genauerem Betrachten doch alle ein bisschen "Ali" sind...

Beste Grüsse
Matthias
 
#19
guidob

guidob

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Schönste Stadt in Deutschland
Vielen Dank für diese wundervolle Vorstellung einer Uhr, die man mögen muss. Generell bin ich ein Freund des 70er Designs und insofern ist diese TV-Zodiac auch vollkommen okay.

Die Hintergrundgeschichte finde ich großartig. Dennoch erlaube ich mir einige Zusatzgedanken, auch, wenn sie das Thema "Uhren" nicht unmittelbar betreffen (You started the ball rollin'... ;-)):

1. Nur Miteinander werden wir es schaffen
2. Als Kind des östlichen Ruhrgebiets und mittlerweile Rheinländer weiss ich, dass unsere türkischen, arabischen und alle anderen Mitbürger nicht nur dazugehören, sondern sie unser Leben sehr bereichern
3. Intoleranz hat noch nie etwas Positives geschaffen

Danke für Deine Gedanken!

Beste Grüße
Guido
 
#20
pearl.harbour

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Eine überaus interessante Uhr und tolle Bilder die du uns zeigst, wenn ich auch die Geschichte dahinter nicht so ganz verstehe. Was hat die Vorstellung einer Zodiac aus den 70ern mit PEGIDA zu tun & warum kommt man bei dieser Uhr auf einen türkischen Gemüsehändler? Ich habe schon fast den Eindruck, dass man nun krampfhaft seine Toleranz unter Beweis stellen muss und alles und jeden tolerieren muss. Und nein, dass muss man in meinen Augen nicht! Wenn ich in München vollverschleierte Frauen über den Marienplatz huschen sehe, dann finde ich das einfach nicht OK, sondern frauenverachtend.

Trotzdem viel Spaß mit dieser außergewöhnlichen Zodiac.

Viele Grüße

Markus
 
Thema:

Narziss und Golduhr - oder: Die Uhr des Obsthändlers (Zodiac SST 36000 Automatic, cal 86)

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