Nachhaltigkeit in der Uhrenbranche - ein Thema?

Diskutiere Nachhaltigkeit in der Uhrenbranche - ein Thema? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; Liebe Forumsgemeinde, im Zuge der immer stärker in den Vordergrund tretenden Diskussion um Nachhaltigkeit und soziale Standards in Produktion...
#1
uhrengeist

uhrengeist

Themenstarter
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Liebe Forumsgemeinde,

im Zuge der immer stärker in den Vordergrund tretenden Diskussion um Nachhaltigkeit und soziale Standards in Produktion und Dienstleistung über alle Lebensbereiche und Branchen hinweg interessiert mich der Status in der Uhrenbranche. Gibt's da aktuelle Diskussionen und/oder Untersuchungen im Hinblick auf Produktionsstandorte, Transport, Materialien, Arbeitsbedingungen etc. Gibt es die "gesunde" Automatikuhr und wieweit scheinen die Kunden der Branche bereit, dafür ev. noch höhere Preise zu bezahlen. In meiner Erstrecherche habe ich da leider nichts gefunden, was über die übliche Produktwerbung hinausgehen würde. Wie sehr ihr das Thema generell?

Gruß uhrengeist
 
#4
padideepdiver

padideepdiver

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So lange es Leute gibt, die Uhren für ein paar Euros aus China importieren, ist jede Diskussion über Nachhaltigkeit sinnlos...
 
#6
TR!CK !7

TR!CK !7

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Generell: Weder ein Brötchen, noch eine teure Uhr, darf auf dem Unwohl eines anderen Menschen errichtet werden.
Deshalb verweigere ich mich jedem Produzenten, der diesen Grundsatz bricht. Menschen wie wir, die anscheinend genug Geld für teure Uhren haben, sollten sich dieser Haltung verpflichten.

Ich denke, wenn alle Fertigungsschritte in der Schweiz durchgeführt werden, sind die Arbeitsbedingungen sehr gut! Darüber hinaus sollte die Beschaffung vor ethisch-korrekten Grundsätzen geschehen.

Beispiel hier: Ethical Commitments, wo sich Zenith verpflichtet alle Edelsteine fair zu beschaffen.
 
#7
Unruhgeist

Unruhgeist

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In Anbetracht der Tatsache, dass wir uns mit Uhren fast jeder Art im Luxusbereich bewegen, würde ich den Ansatz zur Beantwortung der Frage eher in der Definition des Wortes "Luxus" suchen.
Onkel Duden definiert das Wort "Luxus" folgendermaßen:

Zitat:
kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o. Ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Pracht, verschwenderische Fülle
Zitat Ende

Ergo: Da es für den Normalsterblichen vermutlich nicht notwendig ist, mehr als eine Uhr sein eigen zu nennen, sind die darüber hinausgehenden Stückzahlen nicht notwendig, daher entbehrbar, also totaler Luxus. Wenn man der Nachhaltigkeit nun Genüge tun will, sollten alle nicht benötigten Uhren dem Receycling zugeführt werden, um daraus Produkte zu bauen, die notwendig sind.
Da dies aber niemand tun wird, ist der logische Schluss: Nachhaltigkeit ist kein Thema im Luxussegment.

Bedeutet schlussendlich: Muss jeder mit sich selbst abmachen, ob er der Nachhaltigkeit zuliebe auf Luxus (Uhrenstückzahlen >1) verzichtet.

Gruß,
Unruhgeist
 
#8
senninha

senninha

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Generell: Weder ein Brötchen, noch eine teure Uhr, darf auf dem Unwohl eines anderen Menschen errichtet werden.
Deshalb verweigere ich mich jedem Produzenten, der diesen Grundsatz bricht. Menschen wie wir, die anscheinend genug Geld für teure Uhren haben, sollten sich dieser Haltung verpflichten.
Ich versuche das zumindest bei Lebensmitteln, Versicherungen, kleidung. Super Einstellung die ich ebenfalls teile.
 
#9
Uhrologe Klaus

Uhrologe Klaus

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Menschen wie wir, die anscheinend genug Geld für teure Uhren haben...
Da möchte ich mal einschreiten und mich herausnehmen. Nicht jeder, der sich für Uhren interessiert, hat auch genug Geld für teure Uhren. Das gleiche trifft auch auf Menschen zu, die sich für Autos interessieren. Es wäre ein Trugschluss, anzunehmen, dass diese dann automatisch auch Geld für teure Autos hätten.
 
#10
rafic

rafic

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Ich versuche das zumindest bei Lebensmitteln, Versicherungen, kleidung. Super Einstellung die ich ebenfalls teile.

Die Einstellung finde ich auch gut und lobenswert.
Aber bei vielen Produkten und Dienstleistungen geht es gar nicht anders als das Menschen ausgenutzt werden. Auch wenn die Firmen / Konzerne das nicht wollen. Aber die Länder wo die Dienstleistungen / Produkte / Arbeitskräfte eingekauft werden funktionieren einfach so. Oftmals wissen die Konzerne gar nicht davon da es im Hintergrund geschieht. Aber darüber zu diskutieren ist müßig und ich denke bei Uhren spielt das keine grosse Rolle....
 
#11
mecaline

mecaline

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Aber die Länder wo die Dienstleistungen / Produkte / Arbeitskräfte eingekauft werden funktionieren einfach so.
Und da schließen wir Deutschland mal explizit mit ein. Nicht das hier einer meint, hier wäre die Nachhaltigkeits-Glückseligkeit automatisch mitgepachtet.

Diese Brötchen-Theorie ist ja ganz nett, aber dann hätte sich auch keiner zu Zeiten die Haare schneiden lassen dürfen, als das von der gelernten Handwerkersgesellin für einen einstelligen Betrag pro Stunde gemacht wurde.
 
#12
senninha

senninha

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habe ich auch nie machen lassen, mit was du leben musstest waren allerdings sprüche wie: du zahlst 30 euro für nen herrenhaarschnitt?
 
#13
U

uhrholger

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Nomos wirbt in ihren Katalogen mit Nachhaltigkeit (nachhaltigem Handeln) bei Produktion und Einkauf von Uhrenteilen.
 
#14
Bernie_J

Bernie_J

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Uhrenbranche ist doch ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit. Zumindest wenn ich mir das bei Rolex anschaue. Da wird nix, aber auch gar nix weggeworfen. Selbst uralte Boxen werden in Ehren gehalten und in der Bucht für teuer Geld verkauft. Und die Aficionatos heben sogar die abgepiddelten Folien auf.
 
Thema:

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