Müssen Vorbehalte gegen alle "China-Zwiebeln" sein?

Diskutiere Müssen Vorbehalte gegen alle "China-Zwiebeln" sein? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo! Die Diskussion über die Qualität von chinesischen Uhren ist legitim aber IMHO würde eine hochwertige Qualität nur bedingt auch zu höheren...
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santiago

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Hallo!
Die Diskussion über die Qualität von chinesischen Uhren ist legitim aber IMHO würde eine hochwertige Qualität nur bedingt auch zu höheren Marktanteilen der chinesischen Marken führen :hmm:

Was bei imagelosen Produkten wie Computerbauteilen funktioniert muss nicht für Imageprodukte wie Autos oder Uhren gelten. VW (ohne Audi) ist z.B. in Österreich Marktführer und verkauft mehr Autos als die nachfolgenden Marken Opel und Ford zusammen. Der beste Japaner Mazda liegt dabei mit 4% Marktanteil auf Platz 11 und wenn es nicht mal die Japaner schaffen wie soll es dann bei den Chinesen funktionieren :confused:

Spätestens ab der preislichen Mittelklasse ist in Europa für die chinesischen Uhrenhersteller IMHO Schluss mit lustig selbst wenn die Qualität überdurchschnittlich wäre 8-)

Die von caferacer2 angesprochene Frage des geistigen Eigentums lässt sich für mich einfach klären - wenn die Uhr in dieser Form auch von einem europäischen Hersteller/Einschaler gebaut werden kann ist es OK und wenn nicht werden dabei bestehende Gesetze gebrochen um sich Marktvorteile zu verschaffen :hammer:

Gruß
santiago
 
S

soeckefeld

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Generell sollte es keine Verallgemeinerung geben!
Die Chinesen sind durchaus in der Lage gute Qualität zu gemässigten Preisen abzuliefern.
Wer dies zB. in der Unterhaltungselektronik oder Computerindustie beobachtet muss das bestätigen. Nur zwei Namen aus HiFi - Vincent und Computer - Lenovo

Wer sich allerdings einmal den riesigen chinesischen Markt anschaut, versteht schnell warum die Importe aus China teilweise verpönt sind.
Dieser Markt ist einfach so unüberschaubar geworden dass es schwer wird ihn zu kontrollieren. Neben wirklich guten "Nachbauten" aus allen Bereichen der Industrie gibt es unzählige Ramschprodukte die nicht mal den Versand überleben.

Europäische Hersteller würden ein grosses Risiko eingehen wenn sie aussschliesslich importieren würden. Entweder stellen sie fest, dass chinesische Produkte zu geringeren Kosten, ebenbürtig produziert werden oder sie bleiben auf Schrott sitzen. Also verlagern sie ihre eigene Produktion nach China und profitieren von günstigen Herstellungskosten.

Jeder muss für sich entscheiden was er kauft, ich kaufe keine chinesischen Uhren oder Autos, aber ein Notebook schon!
 
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wolke

wolke

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Nein.













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Waffenprofi

Waffenprofi

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Hallo!

Oh doch! Einmal und nie wieder!!!

Panzer!!! Oh, Gotte!! :lol:

Na na, vielleicht hatte ich auch nur das Falsche!

Gruß
Henning
 
Mickymouse

Mickymouse

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Im Reich der Mitte
Meine China-Zwiebeln funzen noch.. meine Schweizer-Zwiebeln auch noch.
Bei keinen sind Zeiger abgefallen.
Gangwerte sind bei allen etwa gleich gut bzw gleich schlecht

Meine Japan-Zwiebeln haben auch noch keine Zeigerräude.. sind meiner bisherigen Erfahrung die zuverlässigsten (robustetesten) Ticker, was man weder von denen mit aus dem Land mit der roten Flagge und weißem Kreuz oder roten Flagge mit den gelben Sternen behaupten kann.
 
1980bari

1980bari

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...also die Seagullhandaufzugswerke wie sie der Herr Kemmner in seinen Uhren verbaut sind von wirklich guter Qualität ....möchte fast behaupten gleichwertig mit dem Unitas;-)
 
H

hamilton 9

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Es gibt gute und qualitativ weniger gute Uhren aus dem Reich der Mitte.
Langfristig werden sich die hochwertigen Produkte durchsetzten. Dies wird sich auch am Preis bemerkbar machen.
Eine Uhr aus China wird aber wiederum nicht, obwohl Gleichwertigkeit, das Label swiss made oder made in gdr ablösen.

randolph
 
Schräger Vogel

Schräger Vogel

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Warum sollte sie auch?

Die einzelnen Länder können sich doch ergänzen.

Es gibt genügend Handgelenke und die unterschiedlichsten Geschmäcker.

LG
 
H

hamilton 9

Gast
Das -made in gdr- war jetzt eher eine Eingebung, In Glashütte wurden immer schon gute Uhren gebaut, auch zu DDR-Zeiten.

randolph

Meine Grundaussage ist aber eine andere.
 
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Ich leiste mir den Luxus, meine Meinung zu überprüfen und mir immer mal wieder eine China-Uhr zu kaufen, weil immer wieder kolportiert wird, diese oder jene Marke aus China liefere doch ganz anständige Qualität ab.

Bisher war jede Uhr Mist.

Entweder, die China-Uhren streuen also in der Qualität sehr stark und ich habe einfach nur Pech. Das ist kein Argument für einen Kauf. Oder sie sind alle Schrott, was erst recht kein Argument für einen Kauf ist.

Dabei glaube ich nicht, dass der Chinese an sich keine Uhren bauen könnte. Nur zahlt halt niemand für eine Uhr aus China entfernt das, was er für eine Uhr aus der Schweiz zu zahlen bereit ist. Billig muss sie sein (und leider zu häufig bekannten Vorbildern nachäffen). Wenn es aber nur um den Preis geht, ist es nicht weiter verwunderlich, das nur wenig Erbauliches den Weg zu uns findet.

Meine Ansicht bezieht sich aber ausdrücklich nur auf echte China-Uhren, also alle, die ohne eine gesunde japanische oder europäische Qualitätskontrolle zusammenschustert wurden (und das sind natürlich auch die Millionsmart-Uhren, die nur unter wohlklingenden europäischen Namen an naive Kunden vertickt werden). Ich bin mir absolut sicher, dass eine in China nach Konzernvorgaben gefertigte Seiko nicht schlechter sein muss, als eine in Japan gebaute.

Ich bin mir aber für absehbare Zeit sicher, dass in China gebaute Millionsmart-Ticker, deren einzige Vorgabe zu sein scheint, dass sie ein Loch im Zifferblatt haben müssen, qualitativ um Längen schlechter sind, als alles, was in Japan oder Europa gerfertigt wird. Und sei es nur, dass nonchalant eine höhere Fehlerquote in China in Kauf genommen wird.
 
H

hamilton 9

Gast
Die Chinesen werden in absehbarer Zeit in der Lage sein, hochwertige Produkte auf den europäischen Markt zu bringen. Es wird nicht bei Lochuhren und Clones bleiben. Da sitzen keine Langweiler, da ist Party und die erfinden das 2824 nicht neu, aber es wird besser.

randolph
 
H

hypophyse

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Wenn schon eine Grand Seiko verhältnismäßig schleppend verkauft wird, wo soll es da einen nennenswerten Marktanteil für chinesische No-Name(!)-Uhren geben?
 
Sonnenuhr

Sonnenuhr

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Wenn schon eine Grand Seiko verhältnismäßig schleppend verkauft wird, wo soll es da einen nennenswerten Marktanteil für chinesische No-Name(!)-Uhren geben?

Bei all den Leuten, die sich nicht sonderlich für Uhren interessieren und sich mit billigen Werbegeschenken zufriedengeben, welche sie für ein Focus-, Stern- oder sonstwas-Abo und ähnlichem Firlefanz "umsonst" hinterhergeworfen bekommen. Wir sind hier Sammler, aber wie viele Menschen tragen heute noch bewusst Uhren und kaufen sie wirklich mit einigem Bewusstsein für Stil, Marke und Qualität ein? Die meisten geben nichts mehr auf Uhren, die meinen ein Natell reicht aus, bzw. haben ihre Schlepptops, PCs und Co. doch eine Zeitanziege, oder sie nehmen ein billige Modeuhr und kümmern sich nicht mal mehr drum. Ich kenne sogar Leute die Uhren tragen, welche nicht einmal mehr laufen (Batterie alle,...), aber sie haben sie als eine Art Schmuckgimmick eben drum. Denen ist es völlig wurscht, wie viel die kostet, das ist nur ein Blingding am Arm.
 
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Artheos

Artheos

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Wenn schon eine Grand Seiko verhältnismäßig schleppend verkauft wird, wo soll es da einen nennenswerten Marktanteil für chinesische No-Name(!)-Uhren geben?

Ich glaube nicht, dass die chinesischen Hersteller in diesem Preissegment konkurrieren können oder wollen. Eher das Preissegment bis so 300,- Euro in dem es außer Swatch und CK kaum schweizer Uhren gibt. Auch bei Seiko gibt es hier in Deutschland offiziel nur wenige mechanische Uhren.
Wenn es hier ein chinesicher Hersteller schafft Uhren mit hochwertigem Gehäuse, Saphirglas, genauen Uhrwerken (vielleicht Chronograph und weitere Komplikationen) und gutem Design auf den Markt zu bringen und sich dazu noch eine "Marke" mit Image aufbaut, dann könnte das ein Erfolg werden.
In Sichtweite ist hier allerdings noch nichts ;-)
Erwähnen möchte ich noch, dass die "Blenderangebote" auf Ebay etc. (Uhr mit unsäglichem Loch im Zifferblatt) mit der unverschämt hohen UVP meist durch irgendeine Ltd. in Deutschland, England etc. angeboten werden und nicht durch die Chinesen selbst! Die Geschäftemacher mit diesen Methoden sitzen also eher bei uns und das sollten wir den Chinesen nicht vorwerfen...:???:
 
rainers

rainers

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Die Gehäuse der Uhren sind ja fast alle auf dem euro. Level. Nicht ohne Grund ordern die meisten Hersteller ja aus China. Werke können sie mit Sicherheit auch gute bauen.
Das Problem besteht darin, das immer noch im großem Maße abgekupfert wird und viele Fakes bzw. wie man hier im Forum sieht, Pseudofakes verkauft werden.
Wenn die Qualitätskontrolle stimmen würde und eine gewisse Eigenständigkeit entstehen würde, dann wäre im unteren Bereich bis 300-400 € auch die Möglichkeit den anderen Herstellern Marktanteile wegzunehmen.
Zur Zeit macht man es sich sehr einfach. Die Fakes werden mit einem neutralen Blatt verkauft und für wenig Geld bei Ebay oder dub.Onlineshops an den Mann gebracht. Da braucht man auch keine Qualitätskontrolle!

Rainer
 
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Jyrgen

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Der große Unterschied ist imho die Marke. Eine Uhr mit 2824 kostet als NoName vielleicht 150-200 Euro, wenn man mehr dafür ausgibt, liegt es allein am Design und an der Marke (und nur zu einem kleinen Teil an der Qualität). Bis jetzt gibt es keine Teuermarke aus China. Oder kennt jemand eine chinesische Uhrenmarke, die leichtes Herzklopfen und habenwollen auslöst?
 
Schräger Vogel

Schräger Vogel

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Stimmt!

Das sollte man nicht vergessen, die Mondpreisaufrufer sitzen hier!

Wenn ich hier in den Ladengeschäften rumschaue sehe ich z.B. keine einzige mechanische Uhr unter 100Eus.
Das wäre doch was.
Eine Marke die in der Preisklasse 40 - 100 Eus, mechanische Uhren in unterschiedlichen Designs anbietet von brav bis hin zu schräg.
Das wäre zum Beispiel ein Marktsegment in denen sich eine Chinesische Marke positionieren könnte.
Als Einsteigermarke in den mechanischen Uhrenbereich.
Ruhig auch mit den Uhren mit Zifferblattloch(aber immer mit sauber verarbeiteter Mechanik!)!
Auch wenn sie vielen hier nicht gefallen, auch dieses Design hat seinen Charme!

Die eine Variante der Käufer wird mit diesen mechanischen Uhren zufrieden sein und sich an ihnen erfreuen.
Und wer mehr will, guckt sich nach dieser "Einstiegsdroge" bei den teueren Marken um.

Aber diese "ChinagünstigEinsteigermarke"(Günstig, nicht billig! Sauber gearbeitet muss das ganze sein!) wäre eine gute Möglichkeit der breiten Masse zu zeigen:
"Guck mal! Geht auch anders! Es gibt neben den Quarzuhren auch andere Arten die Zeit am Arm zu tragen!"

Ich merke es immer, wenn mich jemand auf meinen zeitanzeigenden Armschmuck anspricht.
"Wie Automatik, Handaufzug? Keine Batterie?"
Und wenn ich die Uhr dann mal abschnalle und das Innenleben vorzeige(Glasböden sind da praktisch.) werden die Augen immer groß. "Uihhh!"
Und dann kommt immer: "Hab ich schon mal in der Werbung oder Fernsehen gesehen. Die sind ja sooo Teuer!" Und Teuer heisst halt bei Ottonormalbürger ab nen Hunni aufwärts.
Wenn es irgendeine Marke geben würde, die Ottonormalbürger für unter 100 Eus im Laden befingern könnte...

Mal ne Überlegung...
 
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