Miyota 8215 - top oder flop...

Diskutiere Miyota 8215 - top oder flop... im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Nach nun einem Jahr mit der Marc & Sons MSD-017 (die Uhr läuft bei mir ununterbrochen seit Dezember letzten Jahres) kann ich sagen, dass die Uhr...
BernhardJ

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Nach nun einem Jahr mit der Marc & Sons MSD-017 (die Uhr läuft bei mir ununterbrochen seit Dezember letzten Jahres) kann ich sagen, dass die Uhr an sich von der äußeren Robustheit, dem Tragekomfort und der Anmutung sehr gut ist.

Vom Miyota 8215 (mein einziges 8215 bis jetzt) bin ich jedoch ziemlich enttäuscht. Anfangs lief es mit ca. +10 s/d am Arm (ziemlich konstant) und mit ca. -10 s/d in senkechter Ruhestellung (12 oben) sowie mit deutlichem Vorlauf von ca. +25 s/d in flacher Ruhestellung (ZB unten).

Mittlerweile nach einem Jahr ist es deutlich (zu deutlich) Richtung Nachgang abgedriftet. Es gibt Tage am Arm an denen sie je nach Aufzug (je stärker der Aufzug, desto mehr Nachgang) bis über -30 s/d Nachgang hat. Das kann ich dann oft in der Nacht bei Ruhestellung leider nicht mehr ausreichend kompensieren, denn der Vorlauf mit ZB unten ist nur noch im Schnitt ca. +10 s/d.

Insgesamt hat dieses Werk von Anfang an für meinen Geschmack eine viel zu große Lagenabhängigkeit mit einer Gesamtdifferenz von bis zu 3/4 Minute pro Tag. Auch die Änderung des Gangverhaltens über dem 1 Jahr beträgt ca. 3/4 Minute/Tag Richtung Minus. Dabei wurde die Uhr nicht mal übermäßig mechanisch beansprucht. Geöffnet wurde die Uhr auch nicht.

Ich werde keine Uhr mit dem Miyota 8215 mehr kaufen, obwohl es da nach wie vor einige interessante Modelle gibt.

Wie seht ihr das? Habe ich nur Pech mit dem Werk gehabt, oder ist es tatsächlich nicht wirklich empfehlenswert?
Oder sehe ich das alles vieeel zu eng?

Grüße - Bernhard
 
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tbickle

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Nun, ich würde sagen, dass Du einfach nur ein schlecht "reguliertes" Werk ergattert hast.
Natürlich wird das Miyota nie in der Oberliga seiner Zunft mitspielen und irgendwelche Preise im Hinblick auf den Gang gewinnen. Seine Stärke ist eher die Robustheit. Wenn andere Werke längst zum Doktor müssen, um für teuer Geld eine Revision zu erhalten, läuft das Miyota noch immer beständig wie dieser Duracell-Hase auf Speed. ;-) Alle anderen Macken kann ein Uhrmacher bestimmt einregulieren.

Gruß
 
BernhardJ

BernhardJ

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Uhrmacher? Einregulieren? Arbeit?
Das lohnt sich doch nicht wirklich bei einer Uhr unter 100 Euro bzw. einem Werk für unter 20 Euro. Dann lieber einfach ein ganz neues Exemplar der Uhr mit der Hoffnung einer besseren Anfangsregulierung.

Entweder ist das Werk wirklich "robust" und es läuft einigermaßen brauchbar einreguliert von Anfang an und weiter durch, oder man nimmt Geld in die Hand, aber dann nicht für Arbeit an einem "billigen" Werk, sondern für ein grundsätzlich besseres - so sehe ich das.

Grüße - Bernhard
 
tbickle

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Tja, wie ich schon sagte: You get what you pay for! :shock:
 
fantomaz

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Ich habe neulich nach dem Werk gesucht, das günstigste was ich gefunden habe war um 65€.
Also ganz so billig ist es nun auch wieder nicht - zumindest nicht so wie die Werke chinesischer
Herkunft.
 
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Aeternitas

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Das Werk mag nicht immer das genaueste sein, aber es ist sehr langlebig und läuft akzeptabel auch unter widrigen Bedingungen und wenig Pflege.

Vielleicht lief bei Deiner etwas schief, vielleicht eine Palette nicht richtig geölt...das kann immer mal passieren.
 
klausthaler

klausthaler

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Ich kann deine Beobachtung nur zum Teil nachvollziehen.
Die Lagenabhängigkeit ist auch bei meiner Uhr recht groß. Spielt sich aber in einem ganz anderen Rahmen ab (Tags -5 Sek, Nachts wieder +5-7 Sek.). So komme ich auf ca. 1-3 Sek in Plus über 24h.
Dies gilt aber nur bei Vollaufzug. Nehme ich die Uhr aus der Box und schnalle sie nach dem Stellen direkt um, ohne von Hand aufzuziehen, so geht sie deutlich ins Minus.
Seltsamerweise werden meine Uhren mit Eta-Werken eher schneller mit nachlassender Federkraft, die Uhren mit Miyota oder Seiko-werken eher langsamer. Deine Beobachtung, wobei die Uhr am Arm schneller ist als abgelegt, kann ich nicht bestätigen. Meine Uhren verhalten sich genau konträr.

LG
Thomas
 
Reef

Reef

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Mal im Ernst, Du erwartest bei einer mechanischen Uhr für etwa nen Hunni ein "feinreguliertes" Werk, welches Du (wo eigentlich) für unter 20,- zu kaufen gesehen hast?
Fand die 26,- EU des -ebay- Händlers bereits preiswert.
... Werk wirklich "robust" und es läuft einigermaßen brauchbar einreguliert von Anfang an ...
Es ist wirklich robust, keine Haute Horlogerie.
---
Das steht im Datenblatt von MIYOTA:

"" Accuracy; -20 ~ +40 seconds/day
Posture difference: Under 50 seconds/ day ""

Will man(n) mehr, muß man(n) mehr zahlen...as simple as that. ;-)
 
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mecaline

mecaline

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Interessant, wie penibel Du die Gangwerte auf der einen Seite prüfst und als Konsequenz daraus so eine Wegwerf-Lohntnicht- Lösung daraus entwickelst.

Zeitwaage und Regulierung sollte der Uhrmacher doch im Bereich der ca. 30 EUR erledigen können. Ob sich das natürlich für eine Uhr mit toller Optik und Haptik und nach einem Jahr klagloser Dienst zuviel ist, tja...

Dann tu sie für 70 inkl. Versand in den MP und kauf Dir für'n Hunni ne neue in der Hoffnung, die Stanze hat's da besser gemacht. Wenn's wirtschaftlicher scheint...

Anderseits wundere ich mich allerdings oft, welche phantastischen Werte die User hier immer alle mit den günstigen Tickerwerken erreichen. Da fragt man sich schon, warum es überhaupt Nivarox-Federn gibt
 
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Zeit-Reisender

Zeit-Reisender

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Verstehe den Thread nicht, das Werk macht doch genau was es nach Herstellerangabe machen soll.
Jetzt in die Schublade Flop oder Schrott gesteckt zu werden ist einfach unsachlich.
 
tbickle

tbickle

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Ach Leute, so ist nun einmal der heutige Zeitgeist.
Man zahlt für einen Fiat 500 und erwartet sich das Fahrgefühl einer S-Klasse. Dass das nicht gut geht, liegt aber in der Natur der Sache, oder? ;-)

Gruß
 
Don Jorge

Don Jorge

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Meine 8215 laufen alle prima. Von einem (!) Exemplar auf die Baureihe zu schließen ergibt keinen Sinn. Und wenn's eh egal ist und eine Regulierung beim Profi deiner Ansicht nach nicht lohnt, dann wage doch selbst einen Regulierungsversuch. Kostet nix. Und wenn's schief geht, dann kannst du ja immer noch was neues kaufen (auch wenn ich's nicht verstehe).
 
uarfaen65

uarfaen65

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Nur mal so eingeworfen:
Mein Uhrmacher nimmt für's regulieren 12,-, egal für welche Uhr. Da würde ich noch nichtmal 'ne 30-Euro-Uhr für wegschmeißen.

Grüße
Frank
 
Zeit-Reisender

Zeit-Reisender

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Ich kenne das Werk nicht gut,
aber ich denke es ist vergleichbar mit dem alten 7S26 von Seiko?
Ein Werk das nicht tot zu kriegen ist, aber eben nicht das Genaueste,
beim Miyota wird es ähnlich sein oder..?
 
Oelfinger

Oelfinger

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Meine Zwei mit Miyota 82xx laufen unter 10s/Tag, eine davon seit ca. 20 Jahren bei regelmässigem tragen.

Grüsse

Günter
 
Sectorfan

Sectorfan

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Meine drei Uhren mit dem 8215 laufen mit ca. + 5/+10/+20 Sekunden pro Tag und selbst bei der mit + 20 Sekunden, sehe ich da nicht wirklich Handlungsbedarf. ;-)

Gruß
Mike
 
uarfaen65

uarfaen65

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@Aeternitas...Kannst ihn ja selbst fragen...ich habe bisher noch nicht 1 Cent mehr bezahlt, selbst beim Breitling 44 nicht.

Grüße
Frank
 
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Aeternitas

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...dann soll er mal an einem Rolexkaliber schön Schräubchen drehen :D

Egal...das Miyota ist schon gut. Wer solche Schwankungen hat, der sollte halt entweder was machen lassen, oder die Uhr verkaufen, oder aber damit leben. Normal und gängig ist das sicher nicht.
 
mecaline

mecaline

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Meine ca. 30 EUR gehen mal davon aus, dass der Uhrmacher bei einer nicht bei ihm gekauften und als Internet- Ticker erkennbaren Uhr einen Standard nimmt, nicht den Kurs, den der Lieblingskunde mit seiner zweiten oder dritten Breitling erhält

Günstiger ist immer gut.
 
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