Merkwürdiges Gefühl beim Kronenverschraubten ETA2824

Diskutiere Merkwürdiges Gefühl beim Kronenverschraubten ETA2824 im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Eine Krone zeigt beim Verschrauben ein seltsames Gefühl. Als würde bei letzten Stück des Verschraubens die Aufzugswelle im Werk irgendwo...
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rheinlander

Gast
Eine Krone zeigt beim Verschrauben ein seltsames Gefühl. Als würde bei letzten Stück des Verschraubens die Aufzugswelle im Werk irgendwo vorbeirattern?

In allen anderen Positionen der Krone ist das nicht so, nur eben bei den letzten Umdrehungen. Das Aussengewinde des Tubus und das Gewinde der Krone scheint es nicht zu sein, das funktioniert alles bestens.

Es fühlt sich auch nicht so an, daß das Werk beim Verschrauben aufgezogen wird.

Kann es sein, daß die Feder die in der Krone ist, durchrutscht, wenn sie beim Verschrauben zusammengedrückt wird?
Oder kann es sein, daß die Aufzugswelle einen Hauch zu lang ist, und dann beim Verschrauben irgendwo gegen etwas im Werk drückt? Oder ist da nichts in der Nähe wo es gegen drücken könnte?

Es ist eine neue Uhr, die ich aber im Ausland erworben habe, deswegen ist es umständlich mit Rückgabe usw

Vielleicht gibt es ja eine beruhigende Erklärung nach dem Motto :"Das ist ..... das hält noch 50 Jahre" ?
Danke
 
falko

falko

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Eine Ferndiagnose ist immer schwierig. Bei einer Schraubkrone sind Krone und Kronenhals (in diesem ist die Aufzugswelle eingeschraubt) zwei Teile, die in ausgefahrenem Zustand eine formschlüssige Verbindung eingehen. Eine kleine Feder sorgt dafür, dass diese Verbindung in unbelastetem Zustand Bestand hat. Manchmal sind diese Federn so stark, dass die Verbindung erst dann gelöst wird, wenn die Krone so weit eingeschraubt ist bis die Welle in der Platine Anschlag findet. Ist nun die Aufzugswelle ein wenig zu kurz, wird die Verbindung nicht völlig gelöst und es tritt das geschilderte Rattern auf, verursacht von der beschriebenen, formschlüssigen Verbindung von Kronenhals und Krone, die zu diesem Zeitpunkt nicht völlig gelöst ist. Da hier Verschleiss der Krone gefördert wird, würde ich das beheben lassen. Evtl. genügt schon ein Lötzinnspan im Kronengewinde, um die notwendige Verlängerung zu erreichen. Im Werk gibt es da eigentlich keine Möglichkeiten, ein solches Geräusch zu verursachen. Ist natürlich nur ein Erklärungsversuch. Man sollte auf jeden Fall die Krone mit Welle ausbauen, Welle und Krone trennen und zunächst die Krone ohne Welle aufschrauben. Dann zeigt sich schnell, ob es am Kronengewinde oder an einer anderen Ursache liegt.
 
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rheinlander

Gast
Bei einer Schraubkrone sind Krone und Kronenhals (in diesem ist die Aufzugswelle eingeschraubt) zwei Teile, die in ausgefahrenem Zustand eine formschlüssige Verbindung eingehen. Eine kleine Feder sorgt dafür, dass diese Verbindung in unbelastetem Zustand Bestand hat. Manchmal sind diese Federn so stark, dass die Verbindung erst dann gelöst wird, wenn die Krone so weit eingeschraubt ist bis die Welle in der Platine Anschlag findet. Ist nun die Aufzugswelle ein wenig zu kurz, wird die Verbindung nicht völlig gelöst und es tritt das geschilderte Rattern auf, verursacht von der beschriebenen, formschlüssigen Verbindung von Kronenhals und Krone, die zu diesem Zeitpunkt nicht völlig gelöst ist.
Genauso fühlt es sich an. Vielen Dank für die fachkundigen Antworten.

Ich träume immer noch von einem einfachen soliden Quarzwerk ohne Krone, daß man über NFC oder Bluetooth mit dem Handy einstellen kann.
Wer braucht 2015 noch eine Krone?
Das hätte sagenhafte Vorteile. Ein Handy zum Einstellen hat jeder.

Endlich bräuchte kein Mensch mehr eine Krone, mit all deren Probleme. Nie mehr Wassereinbruch durch die Krone, nie mehr abgebrochene Aufzugswellen/Kronen.
Auch für Hersteller wäre es ein Traum: Der Gehäusebau würde enorm vereinfacht. Ein Uhrengehäuse müsste mehr oder weniger ein einfacher Behälter mit Glas sein, in dem zB ein 30mmx8mm Uhrenmodul Platz hätte.
 
tweetyone

tweetyone

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317
Ich träume immer noch von einem einfachen soliden Quarzwerk ohne Krone, daß man über NFC oder Bluetooth mit dem Handy einstellen kann.
Eine Vorstellung, die für technikaffine Menschen vllt. erstrebenswert ist - mir jedoch verursacht sie ein gewisses ... hm ... Unwohlsein.


Wer braucht 2015 noch eine Krone?
Ich, zum Beispiel ;-)

Das Aufziehen einer mechan. Uhr vermittels der Krone hat ein fast erotisches :oops: Potential.

Doch, ja, so will ich das mal nennen.

Das leise "Klick", mit dem die Krone nach dem Aufschrauben ein Stück herausspringt; das vorsichtige In-die-Hand-nehmen zwischen Daumen und Zeigefinger; die gefühlvoll-drehende Bewegung ... das hat schon was ;-)


Ein Handy zum Einstellen hat jeder.
Das meinige will man mir im Shop immer abschwatzen - für die "Oldie-Ecke" 8-)

Echt jetzt, mein Mobiltelefon ist gute 15 Jahre alt und dient tatsächlich nur der Kommunikation ... äh, ja, und als Wecker ;-)

Natürlich bin ich mit diesem Funktionsumfang recht allein auf weiter Flur, aber immer häufiger höre und lese ich von Mitmenschen, die sich bewußt gegen eine ständige Erreichbarkeit und gegen ein "Diktat" durch das Mobilteil entscheiden.

Andererseits habe ich eine Handvoll Kollegen, bei denen man vermuten könnte, daß, wenn der Akku leer ist, sie ebenfalls nicht mehr funktionieren würden ... :-)


Auch für Hersteller wäre es ein Traum: Der Gehäusebau würde enorm vereinfacht. Ein Uhrengehäuse müsste mehr oder weniger ein einfacher Behälter mit Glas sein, in dem zB ein 30mmx8mm Uhrenmodul Platz hätte.
Nun, dann würde (vllt. nicht gleich, aber doch so nach und nach) eine gewisse Gleichheit, eine Uniformiertheit einziehen, denke ich.

In Zeiten, in denen das Controlling mehr Einfluß hat als Entwicklung / Gestaltung, steht das schon zu befürchten, meinst Du nicht ?
 
BBouvier

BBouvier

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<"Ein Handy zum Einstellen hat jeder.">

Ich nüch! :D

Angeblich jetzt auch noch ein elektronisches Händchen haben zu müssen, weil sowas angeblich "Alle" haben,
betrachte ich als impertinente Einmischung in meine Restfreiheit.
Und ich werde einst wohl der letzte Insasse der BRD sein, der nicht
microverchippt ist, nicht jederzeit lokalisierbar, nicht abgehört, nicht meinungsgleichgeschaltet.
Ich liebe meine mechanischen Uhren, mein altes Fahrrad, meinen Jeep-Wrangler,
meinen Englischen Langbogen, meinen eigenen - noch nicht batteriebetriebenen - Kopf:
=>


Und ich bin sogar fähig, mich fließend noch auf Deutsch verständlich zu machen -
ohne jegliches Nachäffen von US-Sprechbrocken aus der Fernsehwerbung!! :super:

Grüße!
BB
 
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