Merkwürdige Geräusche beim Aufziehen per Hand

Diskutiere Merkwürdige Geräusche beim Aufziehen per Hand im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Meine Taucheruhr mit ETA 2824-2 macht seit gestern seltsame Geräusche beim Aufziehen und auch das "Gefühl" ist dabei sehr unangenehm, irgendwie...
T-Freak

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Meine Taucheruhr mit ETA 2824-2 macht seit gestern seltsame Geräusche beim Aufziehen und auch das "Gefühl" ist dabei sehr unangenehm, irgendwie "kratzig" und gleichzeitig "gummiartig gebremst" und mit mehr Wiederstand. Was könnte das sein?

Danke und Gruß
T-Freak
 
C

clipeata

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die einfachste Möglichkeit wäre, dass sie einfach schon voll aufgezogen war, und nun die Feder im Haus durchrutscht, um ein Überspannen zu vermeiden.

Wenn sie vorher garnicht gelaufen hat ist vielleicht doch was kaputt :oops:
 
T-Freak

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Ich habe die Uhr nachdem sie stehen geblieben war aufgezogen. Anfangs war auch alles normal. Ich habe sie aber bewußt voll aufziehen wollen, also bis das charakteristische "Klickern" zu hören ist, als Zeichen, dass der Vollaufzug erreicht ist. Möglicherweise habe ich auch noch darüber hinaus aufgezogen, was ja eigentlich kein Problem darstellen sollte (Überziehen geht ja nicht). Doch stattdessen kam dann eben dieses unangenehme Geräusch/Gefühl. Es klingt ein wenig so, als würde der Rotor mitbewegt und irgendwo kratzen bzw. schleifen.
 
Tourbi

Tourbi

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Warum ziehst du eine Automatik per Hand bis zum Vollaufzug?
Beim 2824 reicht zum Start schon 10 x drehen der Krone. Das sind dann etwa 5 - 6 360° Umdrehungen der Aufzugswelle.
das wiederum entspricht schon einer Gangreserve von 6 - 8 Stunden.
Den Rest macht dann die Automatik.

"Doch stattdessen kam dann eben dieses unangenehme Geräusch/Gefühl. Es klingt ein wenig so, als würde der Rotor mit bewegt und irgendwo kratzen bzw. schleifen"

Das ist dann aber auch normal. Die Abkoppelung zwischen Hand- und Automatik-Aufzug beim 2824 wird umso schwieriger, je mehr Kraft vom Federhaus anliegt.
Dadurch drehst du die Automatik, und damit den Rotor beim beim Aufziehen per Hand mit.

Dadurch wirken aber enorme Kräfte auf die Wechselräder der Automatik.
Also bitte kein Vollaufzug per Hand beim 2824.

Das Ganze ist aber auch von Werk zu Werk verschieden.
Manche haben da keine Probleme, bei anderen wieder dreht der Rotor schon bei der ersten Umdrehung der Aufzugswelle mit.

Bei vorhandenem Glasboden ist das leicht zu kontrollieren.
Zieht der Rotor mit, reicht eine oft nur geringe Lageänderung zum Abkoppeln der Automatik.
Bei einem Stahlboden braucht es etwas Gefühl. Diese Erfahrung hast du aber schon gemacht.

Ich würde hier mal sagen: Keine Panik. Ein typisches 2824-2.8-)
 
T-Freak

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Warum ziehst du eine Automatik per Hand bis zum Vollaufzug?
Beim 2824 reicht zum Start schon 10 x drehen der Krone.

Da hast du natürlich völlig Recht! Muss ich mal probieren, ob ich damit hinkomme. Problem bei mir ist, dass ich meine Uhren häufig wechsle und meist am Schreibtisch oder im Auto sitze. Deshalb ziehe ich die Uhren immer bis Anschlag auf.

Auf jeden Fall mal Danke für die Hinwreise! Hoffe dass sich das "Problem" nach Verbrauch der Gangreserve wieder gibt.

Gruß
T-Freak
 
D

DerUhrmacher

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Dann würde ich evtl. über die Anschaffung eines Uhrenbewegers nachdenken :)


Dass sich der Rotor mitdrehen kann, ist normal - allerdings bei neuen Werken eher weniger.
Dass aber ein schleifendes Geräusch dabei auftritt würde mich schon arg wundern...
 
Tourbi

Tourbi

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Dieses "schleifende" Geräusch kommt von den Wechselrädern der Automatik, wenn bei Handaufzug der Rotor mal so richtig auf Drehzahl kommt.
Nur äußerst schädlich für den Freilauf in den Wechselrädern...
 
mecaline

mecaline

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Hui, da muss ich aber sagen, bislang habe ich meine Automatiks auch immer "volle Pulle" aufgezogen. Besonders beim 2892-A2 wird das echt zur Schwerstarbeit.

Das werde ich in Zukunft dann unterlassen.
 
Aeternitas

Aeternitas

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Dieses "schleifende" Geräusch kommt von den Wechselrädern der Automatik, wenn bei Handaufzug der Rotor mal so richtig auf Drehzahl kommt.
Nur äußerst schädlich für den Freilauf in den Wechselrädern...

Kannst Du das noch etwas genauer erläutern?
Gruß
AL
 
T-Freak

T-Freak

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Mittlerweile ist die Uhr stehengeblieben und nun scheint alles wieder normal zu sein beim Aufziehen. Ich werde meine Uhren aber zukünftig nicht mehr so vergewaltigen.

Gruß
T-Freak
 
Mic69

Mic69

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Der Automatikaufzug arbeitet unabhängig von der Spannung der Zugfeder. Wenn das Umkehrrad (so heißt das Teil mit der Nummer 1488 bei ETA) während des Aufziehens per Hand nicht sauber entkoppelt, ist etwas nicht in Ordnung. Sollte sich das verschlimmern, ist ein Eingriff nötig.
 
cooper

cooper

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ich habe jetzt seit 2 Wochen auch eine Uhr, wo der ETA 2824-2 seinen Dienst verrichtet.

Die Uhr habe ich als gebraucht gekauft, soll ca. 2-3 Jahre alt sein und bin soweit sehr zufrieden, denn sie läuft mit einem Vorgang von weniger als 5 Sekunden am Tag und hat eine satte Gangreserve von 40,5 Stunden.

Und nun zu meiner Frage bzw. Problem No1:


Beim 2824 reicht zum Start schon 10 x drehen der Krone. Das sind dann etwa 5 - 6 360° Umdrehungen der Aufzugswelle.

Ist das hier beim 2824-2 tatsächlich so?
denn bei ausgeschöpfter Gangreserve reichen bei mir keine 4-5 x drehen an der Krone aus, damit das Werk anläuft. Ich konnte beobachten, als ich die Uhr einmal Kopfüber gedreht habe, um das Werk anzuschauen und dann wieder zurück, das Ziffernblatt also wieder oben, dass der Sekundenzeiger erst dann wieder lief.

Das hat mich etwas verwundert, denn alle anderen Uhren laufen schon an, sobald ich sie aus der Vitrine nehme, quasi durch die Bewegung der Schwungscheibe.

Stimmt hier eventuell doch etwas nicht?



Die zweite Frage betrifft die Schnellstellung des Datums:

Wenn ich die Krone, natürlich in der Position für die Datum-Schnellstellung drehe, springt das Datum im Fenster immer (oder meistens?) nur 2x korrekt um, also 2 nachfolgende Tage gehen wie gewohnt und dann kommt erstmals eine lange Drehung "ins Leere" (es tut sich einfach nichts) anschließend können 2 Tage wie gewohnt weiter geschaltet werden, dann wieder eine Leerdrehung usw....

Ich glaube nicht, dass dieses Verhalten so in Ordnung ist, denn so was kenne ich eigentlich von keiner anderen Uhr. Vielleicht kann das jemand bestätigen?

Und sind hier eventuelle Folgeschäden möglich so das eine Behebung der Probleme so schnell wie möglich sinnvoll wäre?


Allerdings wenn die Uhr erstmal läuft, dann richtig und sehr genau :super:
 
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dozo

dozo

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Hallo Cooper,

Zu 1. Würde sagen, ja das ist normal. Bei meine ETA´s mit gleichem oder ähnlichen Werk verhält es auch so. Nicht immer, kommt aber schon mal vor. Das Schwingungssystem musss ja auch erstmal angestossen werden. Wenn die Bewegung beim Aufziehen nicht reicht, weil Du so ruhige Hände hast, musst Du halt nachhelfen.

Zu 2. Vermute, das der Datumskorektor auf einem "Zahn" nicht richtig greift. Das Datum sollte eigentlich fortwährend weiterschalten. Denke da hilft nur nachschauen.
 
D

DerUhrmacher

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Das hat mich etwas verwundert, denn alle anderen Uhren laufen schon an, sobald ich sie aus der Vitrine nehme, quasi durch die Bewegung der Schwungscheibe.


Das stimmt so sicherlich nicht.
Nur sehr wenige Uhren auf der Welt brauchen nur ein paar Umdrehungen des Rotors bis sie zu laufen beginnen. Und die kosten meist mehr, als ein normaler Mensch dafür ausgeben mag.

Eijn normales ETA-Werk braucht 5-10 Drehungen per Hand (laut Tourbi also 3-6 Umdrehungen) bis es anläuft, das 2824 gehört dazu. 5 reichen nicht immer, vor allem nicht, wenn das Werk schon etwas älter ist.

Wenn du eine Uhr aus der Vitrine nimmst und diese dann läuft, dann durch die Bewegungen beim herausnehmen, aber sicherlich nicht, weil die Kraft vom Federhaus ausreicht um das Werk anzuschieben.


Dein 2tes Problem sollte sich - wenn es dich denn stört - mal ein Uhrmacher ankucken.
 
Mic69

Mic69

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Moin,
zu 1.: Das geht in Ordnung bei Werken dieser Bauart.

zu 2.: Das kommt mir spanisch vor. Die Zeiger können gestellt werden, ohne dass so eine "Lücke" kommt? Der Datumkorrektor hat zum Datumanzeiger hin 3 Zähne und die sind aus Stahl gefertigt. Bevor so ein Zahn bei der Bedienung der Uhr abbricht, ist der Datumanzeiger futsch. Mehr kann ich von außen nicht sagen.
Oh, soviel technisches, sorry. Zur Erklärung: Der Datumkorrektor ist das Rad, welches in letzter Instanz den Datumsring (Datumanzeiger) bei der Schnellschaltung weiter treibt. Dazu hat er 3 Zähne, schaltet also pro eigener Umdrehung das Datum um 3 Tage weiter. Der von cooper beobachtete Effekt lässt mich einen fehlenden Zahn an beschriebenem Rad vermuten. Das ist natürlich nur aus der Ferne durch die Kristallkugel gesehen ;-).
 
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G-shocked

G-shocked

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Wenn du eine Uhr aus der Vitrine nimmst und diese dann läuft, dann durch die Bewegungen beim herausnehmen, aber sicherlich nicht, weil die Kraft vom Federhaus ausreicht um das Werk anzuschieben.

Bei Orient- und Seiko 7s36- Werken habe ich den Eindruck, dass die Uhr in der Vitrine schon stehenbleibt, bevor die Aufzugsfeder komplett entspannt ist. Bewegt man die Uhr minimal, läuft sie wieder -evtl. sogar für ein paar Stunden- an. Dies mag dann den Eindruck erzeugen, die Uhr benötige nur minimale Bewegung, um anzulaufen. Ist die Gangreserve allerdings tatsächlich verbraucht, muss man auch diese Uhren schon ein wenig schütteln, bevor sie anlaufen.

gruss,

Peter
 
cooper

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ja, das stimmt, denn das sofortige Anlaufen habe ich tatsächlich bei den von Dir genannten Uhren (Seiko, Orient) beobachtet. Ich bin aber der Meinung, dass der 7750er genauso schnell losgeht. Mit der ETA 2824-2 hatte ich vorher noch nie zu tun und es wird wohl so sein, was auch die vielen Aussagen der Fachleute hier bestätigen. Mit dem Datum muss ich dann bei Gelegenheit sehen.

Nochmals Danke und viele Grüße
cooper
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