Meine (weniger guten) Erfahrungen mit Seiko 5

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JohnnysNet

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Hallo Uhrenfreunde,

heute möchte ich meine Geschichte mit Seiko 5 Modellen erzählen. Vor dem ersten Kauf war ich sehr überzeugt, denn auch ich hatte die vielen positiven Dinge über diese Uhren gelesen. Deren Kaliber seien außerordentlich zuverlässig, robust, langlebig und manche wären auch schon 20 Jahre ohne Revision gelaufen. Und das alles noch zu einem Preis, der viel zu gering scheint, als dass das wahr sein könnte... Es fing also an mit den beiden Modellen SNXG47K und SNK615K1, damals beide über Amazon geordert bei Preisen um die 80 €. Insbesondere die SNK615K1, mit blau schimmerndem Ziffernblatt, abgesetztem Minutenring und gelbem Sekundenzeiger mit aufgesetzter Pfeilspitze, hatte es mir wirklich angetan. Einfach eine wunderhübsche Uhr, auf die ich gar nicht genug schauen konnte. Soweit sogut. Beide Uhren liefen mit einer Gangabweichung zwischen zunächst -5 und -10 s/d und verbesserten sich dann im Laufe der ersten 2 Monate sogar noch um ein paar Sekunden.

Einige weitere Monate blieb das dann auch so und ich war total zufrieden, entsprach das doch ziemlich genau der Erwartung, wie ich sie hatte – resultierend aus dem, was ich zuvor auch von anderen gelesen hatte. Dazu sei noch gesagt, dass ich die beiden Uhren im monatlichen Wechsel trug, wobei ich keinen Uhrenbeweger verwendete und jede Uhr jeweils einen Monat sich in Ruhelage befand. Das erneute Einstellen machte mir überhaupt nichts aus und ich sah es als ein besonderes Ritual in meinem Alltag. Ich behandelte die Uhren äußerst pfleglich. Weder waren sie schmutziger Umgebung ausgesetzt, noch ließ ich jemals eine davon fallen oder setzte sie nennenswerten Stößen aus.

Und dann begann es relativ plötzlich: eine der beiden ließ relativ schnell im Gang nach, gefolgt von der anderen nach etwa einem weiteren Monat. Soweit ich in Erinnerung habe, verschlechterte sich der Gang innerhalb eines halben Jahres dann auf bis zu -35 s/d. Ein Modell vielleicht noch etwas weniger als das andere, aber im Durchschnitt lief es auf rund eine halbe Minute Nachlauf pro Tag hinaus. Mich überkam dann gewisser Unmut und eine Ernüchterung, waren doch diese Uhren dann für mich nur noch sehr bedingt alltagstauglich.

Wie anfangs erwähnt, hing ich besonders an der SNK615K1 und somit entschied ich mich, diese einem Uhrmachermeister anzuvertrauen. Er bot mir eine kostenlose Überprüfung an mit Kostenvoranschlag. Ich ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, die Uhr könne schlimmstenfalls magnetisiert worden seien und es würde ausreichen, sie zu entmagnetisieren und ggf. noch etwas zu justieren, während eine Revision nach der kurzen Zeit wohl nicht infrage kommen kann. Nachdem die Uhr über 3 Monate in diesem Laden lag und ich noch immer keine Rückmeldung bekam, wurde ich äußerst misstrauisch. Schließlich nahm ich Kontakt auf und wollte den Stand der Dinge einmal wissen. Das Ergebnis war äußerst enttäuschend: Der Uhrmacher meinte, die Uhr würde sehr unterschiedlich laufen, magnetisiert wäre sie nicht gewesen und eine Justierung käme bei so inkonsequentem Gangverhalten (logischerweise) auch nicht infrage.

Nach rund 3 Monaten Testen also keine konkrete Ursache feststellbar. Ich entschied mich, die Überprüfung solle abgebrochen werden und nahm die Uhr wieder mit. Dass eine Revision bei dem Kaufpreis und nach der Zeit noch kein Thema sein konnte, versteht sich von selbst. Am Ende verkaufte ich beide Uhren und für mich war das Thema „Seiko 5“ erstmal durch. Habe ich doch immerhin mit 2 verschiedenen Modellen dieselbe Erfahrung gemacht.

Inzwischen ist das bestimmt schon 5 Jahre wieder her und im letzten Jahr wollte ich Seiko 5er Uhren nochmal eine neue Chance geben, weil ich nicht glauben konnte, dass sich das mit jedem Modell so verhalten kann – würde man das doch sonst gewiss in zahlreichen Erfahrungsberichten entsprechend finden. Nicht wahr?

Nunja, mittlerweile stellte ich erheblich gestiegene Preise fest und erfuhr dann, diese Modellserie würde auch schon nicht mehr produziert werden. Die Seiko 5 Sports sprachen mich eher nicht an. Bei Ebay kaufte ich eine (neue) SNXS73 für 130 € – das war letzten August. Und in einem anderen Online-Shop kaum viel später jene, die ich gestern im Thread „Welche Uhren tragt ihr heute?“ gepostet habe. Letztere läuft bis heute super genau und hat keinen Nachlauf, sondern lediglich zwischen 1 bis 2 Sekunden Vorlauf, so wie es idealerweise sein sollte. Aber die andere, die hat exakt dasselbe Verhalten wie in der Vergangenheit gezeigt! Ich wollte es zunächst nicht wahr haben, doch die Realität überholt einen manchmal sehr überraschend. Wieder ein erheblicher Nachlauf, der sich binnen relativ kurzer Zeit von rund 4 Monaten auf bis zu eine halben Minute gesteigert hat.

Das ist meine Geschichte mit Seiko 5er Uhren!

Vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder genau Gegenteilige? Ich wäre sehr neugierig.

Für mich bleiben natürlich Fragen offen.

Vielen Dank an all diejenigen, die sich die Zeit genommen haben, diesen fetten Text aufmerksam durchzulesen ;)

Eine entspannte Zeit,
Johannes
 
nem300

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Ich hatte viele Seikos und bis auf meine erste Seiko 5 (die einfach nach ein paar Monaten stehen blieb), liefen und laufen alle sehr gut mit leichtem Vorlauf.
Die 5er sind eigentlich recht zuverlässig, aber wie bei allen Volumenmodellen kann man da auch Montagsmodelle erwischen, ich würde in deinem Fall ein paar Nummern größer gehen und eine (gebrauchte) Seiko aus der Prospex Serie kaufen, die haben weitaus bessere Werke und kaum Abweichung.
 
emdora

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Wir besitzen eine Vielzahl von Seiko 5, haben bisher noch keine Probleme.
Ich habe letztes Jahr eine kleine Seiko 5 Damenuhr zum Uhrmacher gebracht,
die mindestens 10 Jahre alt war. Es brauchte keine Revision gemacht werden,
da sie einwandfrei lief. Die Werte der Zeitwaage fahren super, so wurde nur
das Öl erneuert, da sie schon mal auf war. Meine Mutter hat diese Uhr jetzt
erhalten und beklagt sich über den Vorgang. Aber das liegt an Ihrem Umgang
mit dem guten Stück.
Bei der Vielzahl meiner Seiko 5er und dem regelmäßigen Wechsel der Uhren,
kann ich aber leider keinen Überblick über das Gangverhalten aller geben.
Ich trage sie teilweise nur einen oder zwei Tage und dann kommt eine andere
an den Arm-
 
clocktime

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Bisher habe ich nur eine Uhr mit Seiko-Kaliber, die sich "daneben benimmt". Allerdings trage ich die Uhren nicht durchgehend.
 
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JohnnysNet

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Ich glaube an die Existenz von „gut und günstig“ und gehe im Falle von Seiko weiterhin davon aus, dass man nicht viel falsch machen kann.

Ich hatte viele Seikos und bis auf meine erste Seiko 5 (die einfach nach ein paar Monaten stehen blieb), liefen und laufen alle sehr gut mit leichtem Vorlauf.
Die 5er sind eigentlich recht zuverlässig, aber wie bei allen Volumenmodellen kann man da auch Montagsmodelle erwischen, ich würde in deinem Fall ein paar Nummern größer gehen und eine (gebrauchte) Seiko aus der Prospex Serie kaufen, die haben weitaus bessere Werke und kaum Abweichung.
Das ist, was ich lesen wollte und entspricht auch Berichten, die ich in der Vergangenheit genauso gelesen habe! Möglicherweise waren ja gerade einige der Modelle bei Amazon welche, die aus irgendwelchen Gründen vorher ausgesondert wurden – eventuell mit Produktionsfehlern, die dann günstiger als Neuware im Verkauf landeten (?)
Ist nur reine Spekulation, kam mir gerade in den Sinn.


Soweit erstmal Danke für die Rückmeldungen. Der Thematik der Magnetisierung bin ich über eine kurze Recherche ebenfalls selbst schon einmal nachgegangen und angeblich wären viele mechanische Uhren magnetisiert, man habe mal Stichproben gemacht. In meiner Nähe habe ich ein kleines Uhrengeschäft, dort könnte ich ja ggf. nachfragen, was eine Entmagnetisierung kostet bzw. ob es möglich ist, die Notwenigkeit dafür überhaupt erstmal festzustellen, ohne dass gleich Kosten entstehen.

Auch habe ich von Thesen erfahren, wonach es nicht gut wäre, wenn solche Uhren längere Zeit abgelegt und nicht bewegt würden. Dem widerspricht nach meiner Ansicht, dass sie vor dem Verkauf ebenfalls gelagert und nicht bewegt werden.

Bisher habe ich nur eine Uhr mit Seiko-Kaliber, die sich "daneben benimmt". Allerdings trage ich die Uhren nicht durchgehend.
Dazu würde mich interessieren, was damit genau gemeint ist. Geht sie sehr unregelmäßig, mit erheblichem Vor- oder Nachlauf?
 
clocktime

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Dazu würde mich interessieren, was damit genau gemeint ist. Geht sie sehr unregelmäßig, mit erheblichem Vor- oder Nachlauf?
Die eine Uhr war die einzige, die mein Uhrmacher nicht vernünftig einregulieren konnte. Sie läust zwischen -2 und -15s/d, und vorher lief sie noch schlimmer daneben. Der Uhrmacher hat mir gesagt, dass er bei diesem Exemplar (nicht bei diesen Kalibern im Allgemeinen) passen muss. Da er mir andere sehr gut einreguliert hat, dürfte das die Wahrheit sein.
 
Tapestry

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Seit zwei Jahren habe ich eine SNZ und seit einem Jahr eine SNK. Beide trage ich sporadisch, teils stunden- und teils tageweise, davon abgesehen liegen sie für Wochen oder Monate herum. Vor einigen Tagen ist eine zweite SNK dazugekommen.

Die beiden SNK laufen mit einem so geringen Vorlauf, dass es über vier, fünf Tage Dauerbetrieb am Minutenzeiger nicht auffällt.

Die SNZ hat einen etwas ausgeprägteren Vorlauf. Sie hatte von Anfang an auch etwas wenig Gangreserve. Der (Online-)Händler hatte mir hinsichtlich der geringen Gangreserve seinerzeit einen beherzten Schlag mit der Uhr auf die Handfläche empfohlen, da die Feder etwas blockiert sein könne. Dies hatte das Problem dann auch tatsächlich gemindert. Das Verhalten der Uhr ist seitdem absolut in dem Rahmen, den ich solch einer günstigen Uhr aus einer Massenproduktion einfach zubillige.

Ich trage alle drei Seiko 5 sehr gern, besonders die kleinen komfortablen SNK mit den angenehmen Stoffbändern - gerade jetzt, im Sommer.

PS: Meine vierte Seiko 5 ist eine SRP. Die habe ich seit einem Jahr. Trageverhalten: siehe oben. Sehr, sehr geringer Vorlauf. Läuft mit einer so geringen Abweichung, dass diese über vier, fünf Tage Dauerbetrieb am Minutenzeiger nicht auffällt.
 
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JohnnysNet

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Das hört sich doch im Großen und Ganzen sehr gut an und da sehe ich Grund genug, Seiko weiterhin im Auge zu behalten. Natürlich muss man immer die jeweilige, tatsächliche Nutzungsdauer berücksichtigen und wie ich hier heraus lese, tragen viele Nutzer ihre Uhren nicht so kontinuierlich wie ich das bisher tat. Interessant wäre jetzt noch ein Bericht von einer Seiko 5, die nicht nur mindestens 1 Jahr in Besitz ist, sondern auch in dieser Zeit durchweg getragen wurde.
 
Uhr75

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Das hört sich doch im Großen und Ganzen sehr gut an und da sehe ich Grund genug, Seiko weiterhin im Auge zu behalten. Natürlich muss man immer die jeweilige, tatsächliche Nutzungsdauer berücksichtigen und wie ich hier heraus lese, tragen viele Nutzer ihre Uhren nicht so kontinuierlich wie ich das bisher tat. Interessant wäre jetzt noch ein Bericht von einer Seiko 5, die nicht nur mindestens 1 Jahr in Besitz ist, sondern auch in dieser Zeit durchweg getragen wurde.
Ich vermisse tatsächlich auch solche Langzeiterfahrungen von durchweg getragenen Uhren. Leider kann man so die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der heutigen (mechanischen) Uhren gar nicht mehr richtig einschätzen. Egal ob beim einfachen Seiko Werk oder auch bei Powermatic-Werken. Ich war z.B. sehr überrascht über die Langzeiterfahrung eines anderen TS, der aktuell den Revisionsbedarf bei einer Certina nach 4 Jahren Dauertragen beschrieben hat. Aber da die meisten User hier zu viele Uhren haben, um wirkliche Langzeiterfahrungen bei einer Uhr zu sammeln, sind solche Erfahrungsberichte eher selten.
 
Uhr75

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Einen kurzer Nachtrag hierzu habe ich noch. Auch ich habe eine Seiko 5 mit einem Laufverhalten ähnlich dem der Uhr des TS. Meine SRPE 265K1 lief nach Kauf ca. 5 Sekunden im Minus. Nach einigen Monaten verschlechtert sich der Lauf auf bis zu -15s. Ich habe die Uhr nachregulieren lassen und sie lief danach einige Wochen um +5 Sekunden. Inzwischen läuft sie wieder je nach Laune zwischen -6 und -12 Sekunden. Ich habe mich damit abgefunden, stelle die Uhr immer eine Minute vor und korrigiere nach einer Woche. Spaß macht sie mir nämlich trotzdem...😉
 
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JohnnysNet

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Im Grunde ist es sogar beruhigend, wenn meine bisherigen Erfahrungen zumindest einmal auch von anderer Seite konkret bestätigt werden konnten ;-)
3x zufällig Pech zu haben ist eben wenig glaubhaft, sondern sollte vielmehr auf die Problematik der eben doch begrenzten Leistung solcher preiswerten Massenware hindeuten. Ein wirkliches Fazit über die Tauglichkeit dieser Seiko's ist damit noch lange nicht gemacht und wie ich es schon kommen sehe, werde ich nicht von einer weiteren Anschaffung absehen können. Tatsächlich liebäugle ich damit, mir nochmal das eine schöne Modell zuzulegen, welches ich wie anfangs beschrieben beim Uhrmacher liegen hatte. Sollte sich die Geschichte wiederholen, würde ich die Uhr dann aber behalten als hübsch anzuschauendes Stück, ganz gleich wie der Gang nachgelassen hat.
Ich habe mich damit abgefunden, stelle die Uhr immer eine Minute vor und korrigiere nach einer Woche. Spaß macht sie mir nämlich trotzdem
Habe ich dann auch so gemacht und sogar 2 Minuten vorgestellt, dann ging sie nach ca. 10 Tagen 2 nach und so kam ich auf 2x Nachstellen, bis der monatliche Wechsel ran war. Genau für dieses Szenario ist der monatliche Wechsel einer Uhr geradezu ideal. Dann spielt ein gewisser Nachgang sowieso keine Rolle.
 
T. Freelancer

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OWL wo es am Höchsten ist
Nur beste Erfahrungen; aber die Erwartungshaltung ist bei dem ein oder anderen zu hoch.

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JohnnysNet

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Nur beste Erfahrungen; aber die Erwartungshaltung ist bei dem ein oder anderen zu hoch.
Schönes Modell, bei welchem mir besonders die Zeigerform gefällt! Ja, die Erwartungshaltung ist freilich auch ein entscheidender Faktor...
Danke für's Teilen!
 
Mister Owen

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Eine halbe Minute Nachgang pro Tag ist für 7s26/36 doch noch fast innerhalb der Specs. Dann stellt man die Uhr halt mal öfter. Mehr würde ich von einer Uhr für ~100 Euro auch nicht unbedingt erwarten. Um so mehr freut es, wenn man zufällig ein gut einreguliertes Exemplar erwischt oder der Uhrmacher erfolgreich nachreguliert. Letzteres geht aber auch nicht immer, wie nicht nur die Erfahrung von @clocktime zeigt. Auch ich habe so eine vogelwilde Seiko: Meine Glossy mit 7s26 läuft inzwischen mit 90 bis 120 Sekunden am Tag nach, da ist nix zu machen, meint der Uhrmacher (er hat's versucht). Die SKX mit dem 7s36 läuft auch nach Jahren aber noch innerhalb der Specs mit ~20 Sekunden Nachgang.
 
gandalf123

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"Perle" der Vorderpfalz
Naja ich finde es schon seltsam, dass Orient so ist zumindest mein Eindruck, das Qualitätsthema deutlich besser
hinbekommt, als das wohl bei Seiko der Fall ist. Allein bei den Gangwerten meiner 14 Orients kann ich mich
wenig bis nicht beklagen. Die besten laufen mit 4-5 Sekunden plus, die schlechten bis maximal 12 plus.
Von meinen drei Seikos lief eine komplett aus dem Ruder mit +40, dort habe ich das Werk austauschen lassen,
jetzt gehts mit +8-10 Sekunden. Eine läuft mit etwa 6-8 Sekunden plus und die dritte läuft schon wieder raus
mit ca. 18 Sekunden plus. Die drei Seikos sind aus der Presage Serie und damit alle teurer als meine Orient
Mako, Triton, Kano, Bambino, Sun&Moon, Tri Star, Classic und Sporty
 
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Mister Owen

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Die Erfahrung habe ich auch gemacht: Meine Orients laufen im Rahmen von +/- 10s alle deutlich besser als die Seikos.
 
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mabel

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Hallo Johannes,

die Seiko 5 Modelle, die du ansprichst, haben in der Regel eines der einfachsten (und billigsten) Uhrwerke verbaut, die Seiko herstellt.
Das 7S26 in deiner Uhr, oder auch das 4R35 oder 4R36 oder andere Varianten kosten im EK um die 25,- Euro. Was kann man denn da erwarten? Sicher keine Gangwerte wie z.B. bei einem hochwertigen und deutlich teureren ETA-Kaliber.
Eine Feinregulierung der Unruh haben diese Seiko-Kaliber nicht, man muss den gesamten Rücker verschieben und das geht nur ziemlich grob.
Aber auch das bringt keine besseren Gangwerte. Insbesondere die Temperaturdrift, also die unterschiedliche Gangabweichung am warmen Arm oder abgelegt in einem kälteren Raum, ist bei diesen Werken extrem hoch.
Meine Erfahrung mit mehreren Seiko 5:
Sie laufen problemlos über Jahre - aber eben mit einer hohen Gangabweichung, die weder reproduzierbar ist, noch nennenswert reguliert werden kann.
Meine lagen/liegen alle im Bereich von bis zu einer Minute Abweichung am Tag.

Gruß
mabel
 
Brighty

Brighty

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Hallo Johannes,

die Seiko 5 Modelle, die du ansprichst, haben in der Regel eines der einfachsten (und billigsten) Uhrwerke verbaut, die Seiko herstellt.
Das 7S26 in deiner Uhr, oder auch das 4R35 oder 4R36 oder andere Varianten kosten im EK um die 25,- Euro. Was kann man denn da erwarten? Sicher keine Gangwerte wie z.B. bei einem hochwertigen und deutlich teureren ETA-Kaliber.
Eine Feinregulierung der Unruh haben diese Seiko-Kaliber nicht, man muss den gesamten Rücker verschieben und das geht nur ziemlich grob.
Aber auch das bringt keine besseren Gangwerte. Insbesondere die Temperaturdrift, also die unterschiedliche Gangabweichung am warmen Arm oder abgelegt in einem kälteren Raum, ist bei diesen Werken extrem hoch.
Meine Erfahrung mit mehreren Seiko 5:
Sie laufen problemlos über Jahre - aber eben mit einer hohen Gangabweichung, die weder reproduzierbar ist, noch nennenswert reguliert werden kann.
Meine lagen/liegen alle im Bereich von bis zu einer Minute Abweichung am Tag.

Gruß
mabel

Das siehst du in meinen Augen zu negativ. Regulierung am Rücker ist kein Problem, mache ich selbst und komme eigentlich immer in den Bereich zwischen +0 und +10 s/d am Arm. Und bist du sicher, daß die Abweichung zwischen "Arm" und "Ablegen" an der Temperatur liegt? Auf der Zeitwaage sehe ich bei den Kalibern immer relativ große Lageabweichungen und würde das daher darauf schieben. Die Lageabweichung ist etwas größer als z.B. bei den einfachen 2824ern, aber nicht bedeutend. Echte "Fortschritte" sieht man eigentlich erst bei den höheren Qualitätsstufen. Finde ich persönlich aber auch nicht schlimm, solange man es schafft die Uhr so einzustellen, daß man sie nur ein bis zweimal die Woche korrigieren muß. Und wenn man die Uhren viel im Wechsel trägt, ist mir Seiko sogar lieber, da beim 2824 der Handaufzug für den Start doch ziemlich empfindlich ist.
 
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