Meine persönlichen Erfahrungen mit der Uhrenmarke Christohpher Ward

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Bobo R.

Bobo R.

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Liebe Uhrenthusiasten,

inspiriert von den hier zu lesenden Posts über die Christopher Ward Uhren möchte ich Euch gern meine eigenen Erfahrungen mit der obigen Uhrenmarke schildern.
Ich werde all dies in einer objektiven und sachlichen Art darstellen!
Die Gedanken, die sich dann jeder machen kann, sind ja bekannterweise „frei“....😉

Also, begonnen hat diese Geschichte mit meiner Suche und Recherche nach einer qualitativ höherwertigen „Vintage GMT“ in der Größenordnung 40-42 mm!
Nach längerem Hin und Her mit vielen wieder verworfenen Gedanken, bin ich schlussendlich bei einer für mich damals noch relativ unbekannten Marke mit dem Namen „Christopher Ward“ hängengeblieben und angekommen.

Angetan hat‘s mir die Christopher Ward C 65 Trident mit einem wunderbaren sandfarbenen Kamellederband!
Die technischen Eigenschaften der Uhr klangen gut, die Geschichte der Firma ebenfalls und den Preis war ich bereit zu zahlen.
Gesagt, getan und bestellt!
Es kam eine Uhr nach problemloser „Überführung und vertraglicher Abwicklung“, die meinen Erwartung völlig entsprach und die bis heute zu meinen Lieblingsuhren zählt!

Wie das Leben so spielt, vergeht eine ganze Zeit (bei mir über ein Jahr) und man besinnt sich bei dem arttypischen Kribbeln nach einer neuen Uhr ( ...wie das hier jeder kennt) auf das BIS DAHIN Bewährte und schaut dementsprechend mal dort nach!

Es sollte ein Diver mit Keramiklünette, Indizes und Zeiger mit lang anhaltender Leuchtmasse, einem zuverlässigen „Motor“ und einem qualitativ gut ausgearbeiteten Metallband werden!
Ach ja, ein blaues Ziffernblatt und einen 40er Durchmesser hatte ich mir auch noch auf die Agenda geschrieben !

Und siehe da....gepaart mit den guten Erfahrungen der 1. CW 65 tendierte ich zu einer 2. CW und zwar der C 60 Trident Pro 600 in 3. Generation.
I did it again und bis zum Punkt „Lieferung und Gefahrenübergang“ war auch alles identisch zum 1. Kauf.
Erst als ich die toll gestaltete Aufbewahrungsbox inkl. aller Papiere in Scheckkartenformat öffnete, mich dabei eine unsagbar schöne Taucheruhr anstrahlte, die ich dann mit der Routine eines Laienfeinmechanikers nach den bekannten Kontrollritualen „checkte“, überkam mich ein etwas mulmiges und enttäuschendes Gefühl.
Alle zugesicherten Eigenschaften und Qualitätsmerkmale der Uhr waren top (wer hätte gedacht, dass diese Feststellung später noch einmal Bewandnis erlangen wird 😉), aber die Keramiklünette hatte nicht nur, sagen wir mal, übermäßiges Backplay....nein dazu gesellte sich auch noch umlaufend in alle Richtungen das nicht gewohnte und damit für mich außergewöhnliche „vertikale“ Federspiel der besonderen Art und das sehr sehr ausgeprägt!!!!!

Nein, lieber Christopher Ward, so bitte nicht!!!

Also ging die Uhr nach erfolgter englischsprachiger Korrespondenz und in gemeinsamer Absprache mit dem dortigen Service umgehend zurück.
Auf meine zuvor geäußerte Bitte um Nachbesserung ( weil ich ja die Uhr unbedingt, aber im einwandfreien Zustand haben wollte) wurde mir lapidar gesagt, dass das Lünettenspiel „endgecheckt“ und völlig normal sei und ich die Uhr bitte zwecks Kostenerstattung zurücksenden möge.

Getan wie gesagt!

Nach ca. einer Woche bekam ich eine E-Mail von CW, in der ich darauf hingewiesen wurde, dass leider 30 Prozent des Neupreises einbehalten würden, da das Metallband „tiefe und schwere Kratzer“ aufweise und eine vollumfängliche Erstattung daher nicht möglich sei!
Alternativ könne man mir aber auch die materialgeschädigte Uhr wieder zum Verbleib bei mir zurücksenden!

Obwohl mir die Wut bis zur Halskrause stand und ich vehement dagegen protestierte und versicherte, eine völlig „kratzerfreie“ Uhr von CW erhalten zu haben und diese auch zurück gesendet hätte, verzichtete ich schweren Herzens ( die Beweislast meinerseits war eine hohe Bürde für mich) und unter heftigem Protest auf die 30 % und harrte der kommenden Dinge!

....allerdings nicht ohne darauf hinzuweisen, dass ich die hoch gepriesenen Garantie- und Rückgabebedingen der Brand CW mit tiefer eigenen Enttäuschung in meinem uhrenlastigen Bekannten- und Freundeskreis kundtun werde.

Einen Tag später bekam ich eine weitere E-Mail mit folgendem auszugsweisen Inhalt:
—————————————-
„ Dear Mr ......,

Thank you for your email.

On further inspection, we have looked at the condition of the watch and we will be refunding the full price of the watch.

I have processed this refund for you now. This will be back in your account in 3-5 working days.....“
(30.01.2020)
—————————————————

Noch irgendwelche Fragen ?
Ich habe keine mehr, die Marke Christopher Ward habe ich für mich erstmal nach ganz ganz hinten gestellt!!!!

.....und um mit dem Text von Hoffmann von Fallersleben zu enden, freue ich mich über die dann doch erfolgte Vollerstattung des Kaufpreises mit dem Hinweis:
....die Gedanken (dazu) sind frei !!!!
😉
Viele Grüße an das Forum
 
D

dorian_grey

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Naja, da hat wohl derjenige, der die Uhr in Empfang genommen hat, einen Fehler gemacht und das wurde korrigiert? Finde ich jetzt nicht sonderlich tragisch.

Das Einzige, was man hier mitnehmen kann ist, dass man wohl Fotos vor dem Zurückschicken machen sollte. Wahrscheinlich auch kein Allheilmittel, aber besser als nichts.
 
wolke

wolke

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Die Einbehaltenen 30% sind sehr unerfreulich.

CW ist halt speziell, das ist bekannt. Es gibt hier im Forum schon irgendwo einen Erfahrungsthread.
 
Spitfire73

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Bobo R.

Bobo R.

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Das Geld wurde in voller Höhe erstattet, faktisch ist die Sache damit erledigt....für meinen Nachgeschmack aber nicht!
 
wolke

wolke

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... weshalb Du Ihnen erfolgreich mit Rufschädigung gedroht hast und damit Dein ganzes Geld freipressen konntest. Ich gratuliere.

Man könnte es auch so sehen, dass der Kunde in seiner Entäuschung und in seinem Frust emotional authentisch reagiert hat, was bei CW wiederum dazu führte, seinen Einwand ernst zu nehmen.

Habe so etwas Ähnliches vor Jahren auch schon mal mit CW erlebt. Da musste ich einige Telefonate führen, bis die Sache in meinem Sinn geklärt war.
 
Bobo R.

Bobo R.

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Wahrscheinlich gibt es hier mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Ich möchte damit auch lediglich meine gemachten Erfahrungen an das Forum weitergeben!
Es ist interessant zu hören, dass es ähnlich gelagerte Erkenntnisse gibt, gleichermaßen freue ich mich, dass es „gut“ ausgegangen ist.
That’s it und Dankeschön für Euer Gehör und Eure Meinungen 👍🏻😊
 
RIM

RIM

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Ihr kapriziert Euch alle auf die 30%, wo man ja noch sagen kann, dass CW diesbezüglich noch die Kurve gekriegt hat.

Bemerkenswert finde ich, dass der TS die Lünette als inakzeptablen Klapperatismus befindet, der Hersteller das aber anscheinend als seinen Fertigungsstandard ansieht, den man gar nicht besser hinkriegt. Es wurde ja weder eine Nachbesserung versucht noch eine Uhr im Austausch geboten. :hmm:
 
Schwanni

Schwanni

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Versteht mich nicht falsch, ich finde es super, wenn dem TS hier viele Recht geben. Sonst würde sich ja die Drohung mit dem Uhrforum als zahnloser Tiger herausstellen und wäre bei künftigem Bedarf wertlos:D

Zur Sache selbst: Keiner von uns hat die Uhr in der Hand gehabt. Uhrforisten neigen meiner Erfahrung nach dazu, Fehler an Uhren wahrzunehmen, die sonst kein Mensch wahrnimmt. Wenn CW nun zugibt, keine Uhr liefern zu können, die den TS zufrieden stellen wird, kann man das natürlich doof finden. Den Versuch, Geld einzubehalten und dann bei ausreichend Drohpotential doch alles zu erstatten muss man natürlich auch nicht gut finden, keine Frage.
Trotzdem finde ich es einfach grundsätzlich nicht ok, jemandem zu drohen "wenn du nicht..., dann..." und dann bei einem Einlenken des Anderen das "dann..." trotzdem wahrzumachen.
 
5231N1324O

5231N1324O

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Ich finde das a) völlig in Ordnung und b) sehr hilfreich, die Erfahrung hier zu posten.
Irgendwelche schweren Beschädigungen herbeizufantasieren und pauschal 30% einzubehalten, um die durch das Widerrufsrecht zwangsläufig entstehenden Kosten wieder einzuspielen, zeugt von schlechter Politik.
Ich hatte ein ähnliches Problem mit einer anderen Marke und habe mich dazu hier nicht geäußert, weil ich mich nicht nochmal aufregen wollte. Hätte ich das vorher gewusst — weil beispielsweise ein netter Member die gleiche Erfahrung gemacht und hier beschrieben hätte — hätte ich die Uhr nicht gekauft und mir viele Nerven erspart.
Die Firmen wollen sich halt die Kosten/Marge des stationären Handels ersparen, dann müssen sie halt auch einpreisen, dass Uhren wegen Nichtgefallen zurückkehren und sich dann keine Phantasiestrafen ausdenken.

Beste Grüße,
Christoph
 
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