Meine HERO mit FE 233-66 aus den '70ern: zeitlos, minimalistisch, schön!

Diskutiere Meine HERO mit FE 233-66 aus den '70ern: zeitlos, minimalistisch, schön! im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Manchmal findet man eine Uhr, die genau das Design hat, das man sich wünscht. Und diese Uhr liebt man fast und schätzt sie weit höher, als es...
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Manchmal findet man eine Uhr, die genau das Design hat, das man sich wünscht. Und diese Uhr liebt man fast und schätzt sie weit höher, als es ihrem materiellen Wert entspricht und wohl auch mehr als die meisten anderen sie schätzen. So geht es mir mit meiner HERO, die ich schon einige Monate habe. Sie wurde eine meiner Lieblingsuhren und kommt oft an den Arm.
Ich erwarb sie in gutem Zustand, aber mit ziemlich zerkratztem Glas. Das Gehäuse besteht ganz aus Edelstahl und ich habe es nur ganz dezent poliert, den Rückendeckel stärker. Auch das flache, armierte Plexiglas wurde poliert. Ich benutze gern Edelstahlpaste dafür, denn das geht gut und ist viel billiger als Polywatch. Dann poliere ich noch nach mit einem Silberpoliertuch oder mit einem rauhen "Vileda"-artigen Tuch, befeuchtet mit etwas Alkohol (besser wird es mit Polywatch auch nicht).

Das ist sie:

aa4.png

aa2.png

aa3.png

Und so würde ich sie beschreiben:

Das Gehäuse ist schlicht und kantig, die Seiten fallen - durch eine scharfe Kante von der Oberseite getrennt - senkrecht ab und sind glatt poliert. Die Oberseite ist matt durch einen queren Streifenschliff, der der Rundung folgt. Um das Glas ist ein schmaler Ring abgesetzt und glatt poliert. Die Hörner sind recht kurz und die Anstossbreite liegt bei 19 mm. Die Uhr hat eine Breite von 36 mm und ihr Umriss ist nicht ganz rund, sondern ganz leicht queroval auseinandergezogen. Von Horn zu Horn misst sie 39 mm. Das Glas ist oben plan und auch der Rückendeckel, auf dem schlicht "Stainless Steel" eingraviert ist, ist flach.

aa6.png

Die Uhr baut mit 10,2 mm Bauhöhe recht hoch und sie wirkt auch kräftig, da das Gehäuse seitlich ganz bis nach oben zum Rand des flachen Glases hochgezogen ist. Der Gehäuserand um das grosse Glas und Zifferblatt (Durchmesser ca. 32 mm) herum ist schmal. Dadurch erscheint die Uhr grösser als die Daten vermuten lassen, denn m.E. ist fast allein die Zifferblattgrösse entscheidend dafür, wie gross eine Uhr wirkt.

aa5.png

Das plane Zifferblatt hat einen schönen Schillereffekt beim Kippen. Es ist fein senkrecht parallel geschliffen und in einem kühlen tintenartigen Blau gehalten, das von oben nach unten von Dunkel zu Hell allmählich verläuft. Mal wirkt es ganz dunkel, fast schwarz, mal sieht man das Schillern, je nach Lichteinfall. Das Design ist sehr einfach, aber harmonisch. Es gibt schmale, parallele aufgesetzte Balkenindices, das Datum bei der Drei hat ein schones rhombenförmiges Fenster mit sibernen Rahmen. Die sibernen Indices und die parallelen Stabzeiger haben ein weisses Inlay (keine Leuchtmasse). Der Zeiger der kleinen, dezentralen Sekunde ist winzig, das Sekundenzifferblatt ist auf ein weisses Fadenkreuz reduziert. Ansonsten gibt es noch einen weiss gedruckten Minutenindex und es steht weiss HERO in einfacher Sans-Serif-Schrift unter der Zwölf. Sonst nichts! Kein episches Geschwurbel von soundsoviel Jewels, der Stossicherung, dem Herkunftsland. Das tut dem Design wirklich gut!

Ich brauchte eine Weile, um dieses ideale Band zu finden, denn 19 mm Anstossbreite sind ja eher selten. Das Band unterstützt durch seine flachen, verzahnten Glieder und den Streifenschliffb den Charakter der Uhr perfekt. Das Band ist wohl auch aus den '70er und neuwertig. Die Glieder, aber nicht der Anstoss, sind massiv. Die Schliesse ist markiert, aber ich kann nichts damit anfangen, denn was soll ich da bei Mikrolisk eingeben? Kringel? Man kann fast alle Buchstaben darin erkennen, die man möchte... Kennt von euch jemand den Hersteller?

aa7.JPG

Die Uhr wird angetrieben von dem französischen Handaufzugwerk FE (Cupillard) 233-66, das über lange Zeit hinweg gebaut und dabei modifiziert wurde, zuerst von Cupillard und später duch France Ebauches; deshalb gibt es zwei Kaliberbezeichnungen. Dies ist eine späte Version von FE mit schraubenloser Ringunruh und beweglichem Spiralklötzchenträger. Die Stosssicherung ist ein Incabloc. Oft, wie hier, hat das Werk in den '70ern eine Gitter- bzw. Hammerschlagoptik. Leider ist mein Foto nicht so recht scharf.

aa1.png

Die gleiche Version des Werks ist aber auch bei Roland Ranfft abgebildet, nebst der Daten zu dem Kaliber:
bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Cupillard 233-66 (FE 233-66).
Das Werk ist nicht nur eines der schönsten seiner Periode, wie ich finde, sondern auch qualitativ recht hochwertig. Meine Uhr läuft mit ca. 10 bis 15 Sekunden Abweichung pro 24 h. Das Datum schaltet vor 12, es fängt sichtbar ca. um 21:50 an, dann dreht sich das neue Datum bis 23 Uhr halb herein und bleibt so hängen bis Punkt 12, wo es plötzlich vollends umspringt.
Der grosse Nachteil des Werkes ist eine fehlende Schnellschaltung des Datums. Wechselt man öfter mal die Uhren, ist das ja nervig. Ich warte dann immer, bis zum angezeigte Datum...

Die Marke HERO ist bei Mikrolisk gleich mehrfach genannt.
Mikrolisk - The horological trade mark index
Hero Cervine SA La Chaux-de-Fonds, Schweiz
Hero Markt & Co. Uhren; Hamburg, Deutschland; registriert am 14.11.1927
Hero Ermano SA Solothurn, Schweiz
Hero Herold Uhren AG Solothurn, Schweiz
Hero G of TD Watch SA Solothurn, Schweiz; registriert am 1.2.1973
Hero Liga SA Solothurn, Schweiz; registriert am 18.2.1952

Ich habe aber das Gefühl, dass der Hersteller meiner Uhr nicht dabei ist und vermute, dass sie wohl aus Frankreich kommt. Ich habe auch noch eine Taschenuhr vom gleichen Hersteller HERO (gleicher Schrifttyp auf dem Zifferblatt) und wohl auch aus den (60'er oder) 70'er Jahren, darin läuft das Parrenin X40, das ja ebenfalls aus Frankreich stammt... Weiss jemand von euch etwas über HERO?

Sorry, dass wieder mal nicht alle Fotos so richtig scharf sind! So, hoffentlich gibt es sonst noch wen, dem diese Uhr gefällt...

Gruss
Andi
 
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Badener

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Hallo Andi,

eine wirklich schicke und schlichte Uhr, die zu vielen Anlässen passt. Das markante Armband gibt ihr noch das gewissen Etwas.

Zum Hersteller Hero kann ich dir leider nichts Gesichertes sagen. Es könnte aber durchaus der bei Mikrolisk angegeben Hersteller aus Hamburg sein. Im Gegensatz zu den Schweizer Kollegen waren die deutschen Hersteller oft nicht sehr wählerisch beim Herkunftsland der verbauten Werke. Solange der Preis gut war...

Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit der Uhr!

Gruß
Badener
 
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Hallo Badener,
danke für den Zuspruch! Wenn die Uhr dir gefällt, kann ich sie ja quasi schon als geadelt betrachten...
so hab ich auch schon überlegt: Wenn einer der Hersteller bei Mikrolisk, dann der aus Deutschland. Dass ein Schweizer französische Werke nahm (nehmen durfte?) ist ja eher unwahrscheinlich. Die Hersteller aus Pforzheim griffen ja auch gern zu französischen Werken. Meine erste selbst gekaufte Uhr als Schüler war eine "De Cave"-Taschenuhr (Pforzheim) mit Parrenin X40. Auch meine zweite HERO hat dieses Werk. Ich muss sie mal fotografieren und zeigen.
Ach ja, ich habs nicht ausprobiert: geht bei dem FE 233-66 auch das halbschnelle Verstellen des Datums über die Zwölf hin und her?

PS: Beim Betrachten von Uhren aus Frankreich und West-Deutschland (speziell Pforzheim) aus den '70ern kam mir schon manchmal der Gedanke, dass eine z.T. sehr enge Zusammenarbeit bestand. Auffällig ist auch die Gemeinsamkeit, oft Ganzstahl-Gehäuse im mutmasslich eher tieferen Preissegment einzusetzen, während die Schweizer weithin verchromtes Messing einsetzten. Oft findet man quasi Zwillingsdesigns aus beiden Ländern und oft gibt es deutsche Werke bei Franzosen und umgekehrt...
 
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Faisaval

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Hallo Andi,

Deine HERO gefällt mir wirklich gut. Gerade ihre Schlichtheit macht sie attraktiv. Less is more, das verkörpert Deine Uhr in schöner Weise. Vielen Dank fürs Zeigen. :-P

Viele Grüße
Valentin
 
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andi2

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Danke Valentin, das ist es auch, was mich für die HERO begeistert.

Hier habe ich mal noch eine Collage von anderen Hero-Armbanduhren aus Ebay-Auktionen zusammengestellt. Ich hoffe, das ist kein Urheberrechtsverstoss, sonst - lieber Admin - bitte sofort selbst löschen. Die Marke ist gar nicht mal so selten. Alle Uhren, die ich bisher gesehen habe, waren aus den '60er oder '70er Jahren. Bei allen Uhren, soweit ich es weiss, waren französische Werke verbaut. Ich habe bisher etwa um die 10 Uhren gefunden. Das lässt mich eher an einen französischen, als an einen deutschen Hersteller glauben. Bei den Angaben unten im Bild handelt es sich um Händlerangaben, Bilder vom Werk waren nicht dabei.

Anhang anzeigen Hero.von.Ebay.bmp

Bild: Collage von Screenshots, Quelle Ebay, Suche mit Google; nur zur Illustration, ich beanspruche keine Rechte an den Bildern
 
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ChocoElvis

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HI,

die Uhr ist Bombe. Schlichte Eleganz. Klasseteil - Glückwunsch dazu :-)

Allerdings will mir persönlich das durchgehend matte Band (Edelstahl gebürstet) an der teils polierten Uhr nicht ganz so gefallen, obwohl das Band alleine auch Bombe aussieht. Hier hätte imho ein zum ZB passendes Lederband oder ein Band mit polierten Elementen besser gepasst. Wobei 19 mm wirklich ein doofes Maß mit eingeschränkter Auswahl ist ... :-(
Ich bin da leider arg pingelig... bin auch selber momentan bei 2 meiner Uhren am gucken und suchen und finde absolut nix, was mir 100%ig passend erscheint :D

Ich hätte übringes ein Stahlband da, was mir hier spontan ins Gedächtnis gesprungen ist - das hätte vielleicht fast perfekt an diese Uhr gepasst ... hat aber leider nur 18 mm Anstossbreite...

Wie geschrieben - die Uhr ist absolut klasse und gefällt nicht nur mir ;-)
 
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Hallo Elvis,
als bekennender Stahlbandträger bin ich hier ja in einer kleinen Minderheit. Die meisten mögen lieber Leder.
Warum Metall?
In meiner ganzen Ansammlung hab ich keine goldfarbene Armbanduhr - bei denen sehe ich ein, dass ein Band aus Gold evtl, zuviel wäre (Anmutung: Lude aus einem Jürgen-Roland-Film der '70er). Bei silberfarbenen Uhren ist es doch klasse, wenn sich Farbe und Materialbeschaffenheit im Band fortsetzen. Ich finde, das Metallband wirkt mehr wie ein Teil der Uhr, als ein anderes. Bei Leder- und Textilbändern sollte sich etwas vom Zifferblatt im Band finden.
Aber der Clou ist das: Gerade bei Vintage-Uhren, wo das Gehäuse nicht mehr 1A ist, besonders, wenn stellenweise Messing durch verlorene Verchromung schimmert, dann überdeckt ein Edelstahlband in gutem Zustand die Mängel und die Uhr sieht wie aufgefrischt aus- ein neues Lederband verstärkt hingegen oft die Schäbigkeit der alten Uhr...
Allerdings wäre es schon mal interessant, die Uhr z.B. an einem navyblauen, weiss genähten und flachen (nicht gepolstert wie eine Wurst) Lederband zu sehen...

Übrigens war die Uhr als Sofortkauf wochenlang bei einem niederländischen Ebay-Anbieter (VacheronNL) angeboten, bis ich sie für weniger als 30 Euro incl. Versand kaufte. Man findet gute Uhren oft sehr günstig, selbst wenn ab und zu ein Missgriff dabei ist...
Gruss Andi

PS: Hast du denn ein Foto von deinem Band, auch wenn es nur 18mm hat?
 
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ChocoElvis

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Hi,

nunja, ich trage auch am liebsten Stahlbänder, leider gibt es aber auch Uhren in meiner kleinen Sammlung, die mit Leder besser aussehen bzw. an die einfach auch ein Kautschukband gehört, obwohl ich Kautschuk am Handgelenk eigentlich hasse ;-)

Bevor ich Leder an eine Uhr montiere, sehe ich immer in meinem Fundus an Stahlbändern nach, ob sich nicht was passendes findet.

In einem letztlich in der Bucht gefischten Konvolut Stahlbänder waren einige Schätze dabei, auch das besagte Band (teils matt mit filigranen polierten Elementen), vermutlich NoName, aber es fiel mir sofort ins Auge. Leider habe ich bis dato noch keine Uhr gefunden, an die es einwandfrei passt.
Ich kann morgen Nachmittag gerne mal ein Foto posten ;-)
 
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Das wäre schön!
Wenn du noch wissen lässt, wie das Band, das du suchst, aussehen soll, kann ich mal schauen, ob ich sowas da habe (und die Anstossbreite nennen)...
 
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ChocoElvis

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Hi,

ahja, verdammt - die Bilder kommen sofort ;-)
Ich weiss nicht, wie das Band aussieht, was ich suche ... ich seh ein Band, denke "verflucht, das sieht evtl. klasse aus",mach es dann an die Uhr und lass es wirken - oder auch nicht. dann denke ich "Oh Mann, sieht doch nicht so klasse aus", mach es wieder ab und tu es in meine Bänderkiste ;-)
Die Uhr (meine Foresta Automatik) sieht schrecklich aus - war mal vergoldet, aber die Vergoldung hab ich bis auf einen schmalen Rand ums Glas sachte weggeschliffen, weil sie sich ablöste. Nun ist die Farbe undefinierbar, mutet irgendwie wie leicht goldig schimmernder gebürsteter Grau-Stahl an. Da findet man kein passendes Metallband :-( Also Leder...

Achja - das Band:
ich bin mir nicht sicher, aber sowas in der Art könnte an deiner HERO schön aussehen, wenn es denn nicht nur 18 mm Anstossbreite hätte... Lass mal deine Vorstellungskraft walten ;-)
Ich selber beisse mir regelmäßig in den Hintern, weil ich dieses Band so absolut geil finde, aber keine passende Uhr dazu hab und finde :D
Das filigrane Gedrahte in der Mitte ist poliert, der Rest des Bandes matt gebürstet. Kommt auf den Bildern ned grad so doll rüber... ich hab es auch noch nicht "entkratzert", weil ich leider noch keine Verwendung dafür hab.
Ist vermutlich nix besonders teures, aber imho klasse gemacht.

Uhrband_Metall_filigran.jpg

Uhrband_Metall_filigran (1).jpg

Uhrband_Metall_filigran (2).jpg
 
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Hallo Elvis,
das Band ist super! So in der Art hab ich das auch noch nie gesehen. Die Mitte wirkt fast wie Milanaise (nur schöner) und der Kontrast zu den Flanken ist spektakulär. Und es würde sicher tatsächlich sehr gut zu der Hero passen- aber auch zu vielen anderen Vintage-Uhren. Wenn es 19 mm hätte, würde ich es sofort ausprobieren wollen...
Gruss Andi
 
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ChocoElvis

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wenn es 19 mm hätte, hätte ich es dir gern mal zum Probieren geschickt ;-)
Aber 18mm Band am 19mm-Bandanstoss sieht nicht so doll aus ...

Aber mein Gott - du hast ein schönes Band an der Uhr. Es muss doch dir gefallen, nicht mir ;-)
 
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andi2

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Bei dieser Uhr bleibt das Band dran- aber man hat ja weiss Gott nicht nur eine....;-). 18 mm am 19 mm-Anstoss hatte ich zuerst bei dieser Uhr, das macht mich ganz nervös, wenn ich draufschaue...
 
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ChocoElvis

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janee ... 18mm Band an 19mm Anstoss geht garnicht! Ein Unding. Da werd ich nicht nur nervös, sondern nahezu agressiv :D
Ich hab heute beim Stöbern in meiner Bänderkiste noch ein Band mit 19 mm gefunden, aber das kommt optisch und qualitativ beim besten Willen nicht an deins dran... ;-)
 
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Rata

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Hallo, Andi,

eine schlichtweg-schöne Uhr, deine "HERO", die ich ganz bestimmt auch nicht vom Handgelenk schubsen würde:-D. Das unprätentiöse Design ist alles Andere als langweilig, sondern mit fein aufeinander abgestimmten Merkmalen glänzt, das trapezförmige Datumsfenster ist dabei ein Hingucker:super:. Es ist ähnlich wie bei einer "Wittnauer", die ich hier im Uhrforum vor längerer Zeit mal vorgestellt habe. Nur dort wird es von ungewöhnlichen Indizes im "candy stick"-Design etwas in den Hintergrund gedrängt, während es bei der "HERO" auffälliger ist.

Das "Cupillard 233-6x" habe ich auch in zwei Uhren französischer Provenienz, einer "Yema" und einer "Action" verbaut, in Letzterer ohne Stoßsicherung und in beiden Fällen schlichter gestaltet als bei deinem Exemplar. Zwar kein überkandideltes Uhrwerk, aber eines, das seinen Dienst zuverlässig verrichtet.

Was der Uhr auch ganz gut stehen würde, wäre ein Flexband amerikanischer Produktion, z. B. von "Speidel" oder "Kreisler", die haben damals richtig schöne Bänder dieser Bauart gemacht:-). Die oben genannte "Wittnauer" rüste ich auch wieder vom derzeit montierten Shell-Cordovan auf das ursprünglich daran befestigte "Speidel" um, muss es nur etwas kürzen:-).

Ich wünsche dir viel Freude an dem schönen Stück und danke fürs Zeigen.

Viele Grüße, Otto
 
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Hallo Otto,
ja, das Datumsfenster ist ein echt schönes Detail, auch wegen des silbernen Rahmens. Die Form war ja damals und schon in den '60ern Mode. Eigentlich wollte ich ja eine Handaufzuguhr mit kleiner Sekunde ohne Datum (die Uhr für schnelle Entscheidungen, kein minutenlanges Datumstellen), aber da konnte ich nicht nein sagen- ausserdem hab ich schon zwei mit AS 1130, also keine Not...

Gerade die französischen Werke sind z.T. unterbewertet, finde ich. Gerade das FE 233 bei den Armbanduhren (auch von LORSA gibt es gute) und im Nachkriegs-Taschenuhrbereich das Parrenin X40.

Die USA-Flexbänder von Speidel und Kreisler sind z.T. schon sehr edel- es gibt auch ganz ausgefallene Sachen, wie z.B. "Romunda" (Materialmix mit meist schwarzen Inlays, ich glaube, das hab ich an einer Uhr von dir auch mal gesehen). Bei der Wittnauer (den Thread hab ich mir schnell angesehen) würde ich sicher auch das Original-Speidel tragen.
Aber das ist halt so eine Sache... Manche Leute hassen ja Metallbänder generell und behaupten, dass diese zwicken und Haare einklemmen. Bei Flexbändern trifft das oft zu. Wenn ich die so kürze, dass die Uhr einigermassen stramm anliegt, wie ich es will, dann sieht bei manchen mein Handgelenk darunter nach ein paar Stunden aus, als wäre ein Panzer darüber gefahren, jedes Glied des Bandes säuberlich in die Haut geprägt, man meint manchmal, man könne sogar die Prägeschrift erkennen... Bei der Wittnauer sicher kein Problem, eher bei schwereren Uhren...

Alte Flexbänder sollte man aber (finde ich) immer erhalten. Auch sehr schmutzige Bänder bekommt man leicht wieder sauber (zumindest die aus Edelstahl: 1) in Chlorbleiche baden 2) unter fliessendem Wasser mit alter Zahnbürste abbürsten 3) evtl. in "Stahlfix" baden).

Es ist ein blanker Horror, sie zu kürzen (Viel Spass!). Ruckzuck hat man einen Haufen kleinster Metallplättchen vor sich liegen, kaum dicker als Bierdosenblech. Das darf man wieder zusammenpuzzeln, ohne etwas zu verbiegen. Schön auch , dass sie jedesmal anders zusammengefügt zu sein scheinen...
 
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Frank Braun

Frank Braun

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Eine sehr schöne Uhr, das Werk gefällt mir auch sehr gut!

VG
Frank
 
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hansvonholstein

hansvonholstein

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Jetzt erst entdeckt. :oops:

Gratulation zu dieser makellos schlichten Schönheit aus "meinen" 70ern! :klatsch:
Es mußte auch damals nicht immer alles schrillbunt sein ...

HANS

PS.: Mein ganz persönliches Zauberreinigungsmittel bei verdreckten Edelstahlbändern sind (evtl.ganz zweimal) zwei Tabletten Kukident. ;-)
 
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ulli81

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Hallo andi2
Leider hab ich den Faden gerade erst entdeckt. Trotzdem möchte ich meine 1974neu gekaufte Jugenduhr auch mal hier einstellen.Die scheint aus der selben Ecke zu kommen wie deine HERO.Gleiches Werk und Schau mal auf das Datumsfenster.Gleiche Form,nur bei meiner ist es weiß gerahmt.Auch die Marke ist mir unbekannt und es läßt sich nirgendwo etwas darüber finden.Die Hübsche hat bei mir gut 30j in der Schublade gelegen.Grund,Werk lief aber die Zeiger nicht.Ein Problem mit der Zeigerreibung also.Jetzt läuft sie wieder richtig,dank eines netten Forumsmember der noch ein Tauschwerk hatte.Das Bild ist noch ein vorher Bild.Ein nachher Bild muß ich noch machen.IMG_5717.JPG
 
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andi2

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Hallo Ulli, danke fürs Zeigen! Die gefällt mir richtig gut, die Unisa im Taucheruhrendesign. Die Lünette ist noch super erhalten. Ich würde das Glas noch mit Polywatch polieren. So gehen die Kratzer raus und die Uhr sieht fast aus wie neu...

Welchen Durchmesser hat die Uhr denn? Ich schätze quer ohne Krone etwa 3,5 cm. Die würde ich tragen, das war ja damals normale Herrenuhrengrösse.
Das hier wäre mein Tipp für ein Band. Es hat aber 20 mm Anschlussbreite (kann mit einer Nagelfeile am Band auf 18mm heruntergefeilt werden, sehr einfach zu kürzen):
https://www.ebay.ch/itm/NEU-Stahl-P...e=STRK:MEBIDX:IT&_trksid=p2055119.m1438.l2649

Ich hatte übrigens meine Hero neulich wieder ein paar Tage am Arm und da fiel mir auf, dass ich auch ein Problem mit zu geringer Zeigerreibung habe. Die Uhr läuft immer noch sehr genau durch den Tag, aber ab etwa 22:30, wenn das Datum schaltet, rutschen die Zeiger durch und die Uhr verliert bis zu mehrere Stunden. Nach dem Schalten wieder normal. Ich werde also bald mal das Minutenrohr verengen. Dann ist die Zeigerreibung wieder gut. Das könnte man sicher auch bei deinem Werk machen, das ursprünglich in der Uhr war.

Mir ist dabei auch noch folgendes aufgefallen: Das FE 233-66 hat ja keine Schnellverstellung für das Datum. Halbschnelles Verstellen durch Vor- und Zurückstellen über den Datumschaltpunkt ist bei diesem Werk auch nicht möglich. Also muss man durchkurbeln bis zum aktuellen Datum. Dass das natürlich Gift für die Zeigerreibung ist, ist klar. Ich vermute, dass Probleme mit der Zeigerreibung beim FE 233-66 sehr häufig sind.

Es gibt ein sehr ähnliches, aber dünneres Kaliber FE 233-69, ebenfalls mit Datum. Ich habe die digitale Variante davon, aber die dürfte die normale Datumschaltung haben. Demnach funktioniert beim FE 233-69 das halbschnelle Verstellen des Datums, beim FE 233-66 aber nicht. Das Kaliber hat also eine andere Datumschaltung.

Gruss Andi
 
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