Meine geliebte Omega ist krank - lohnt sich die Restauration in Biel? (Achtung: Lang, da auch Vorstellungstext)

Diskutiere Meine geliebte Omega ist krank - lohnt sich die Restauration in Biel? (Achtung: Lang, da auch Vorstellungstext) im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, ich bin neu hier und danke erstmal für das Vertrauen, hier schreiben zu dürfen. Erstmal zu meiner Person (Wer den langen Text nicht...
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Heiliggeist

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Hallo,

ich bin neu hier und danke erstmal für das Vertrauen, hier schreiben zu dürfen. Erstmal zu meiner Person (Wer den langen Text nicht lesen, sondern die Frage wissen will, dem sei nur das Studium der letzten beiden Absätze anempfohlen):

Ich bin 41 Jahre alt, und trage seit zwanzig Jahren (ziemlich genau so lange, wie eBay sinnvoll nutzbar ist) ausschließlich gebrauchte Taschenuhren. Angefangen hat es, als ich als Schüler eine unangenehme Nickelallergie ausgebildet habe. Ich hatte sie wahrscheinlich schon früher, aber sie ist erstmals virulent geworden, nachdem die Plastik-Swatchuhren Weihnachten 1994 zum ersten mal gegen eine für die Verhältnisse eines 16-jährigen "richtige" Armbahnduhr von Tissot getauscht wurde. Quarz, das Stück, und eigentlich auch schön anzusehen. Doch schon an den heiligen drei Königen hatte ich einen Rothautunterarm und das Jucken war unerträglich. Für den Schenker leider ein wenig frustrierend ging es dann erst mal wieder mit Plastik weiter, bis ich irgendwann als Student die Nase davon voll hatte, immer rumzulaufen wie ein Grundschüler und deshalb (man hatte ja nicht viel) eine gebrauchte Kienzle und eine gebrauchte Junghans Taschenuhr aus den 60er / 70ern auf eBay erworben habe. Die haben mir beide gefallen, beide liefen mehr ungenau als recht, aber als Student ist Zeit etwas, das nur in Viertelstundentakten relevant ist. Ich konnte mich nicht entscheiden also habe ich sie beide gekauft und peu a peu bei einem niedergelassenen, freien Uhrmachermeister aus "altem Schrot und Korn", der die Familie schon immer betreut hat (in der Kleinstadt gibt es solche Perlen manchmal noch) warten lassen. Der hat zwar immer den Kopf geschüttelt (und konnte mir glaubhaft versichern, dass sich das bisschen Geld, was ich da reinstecke, nicht lohnt, weil er die schon verkauft hat, als sie neu waren und damals schon davon abgeraten hat), aber er hat die Preise immer meinen finanziellen Möglichkeiten angepasst, und wir waren glücklich miteinander. Im Alltag habe ich am Ende eine Molnija mit Leninkonterfei getragen, die ich Anfang der Zweitausender während eines "Auslandssemesters" als Andenken an diese Zeit bei einem Händler in Berlin gekauft habe - damals gabs die an jeder Ecke für einen Spottpreis, schade, dass die das Handtuch geworfen haben. Die hatten den Charme und die Unverwüstlichkeit eines Kolchosentraktors und für nachkriegsgeborene Kinder der westdeutschen Siebziger wie mich nach dem Fall der Mauer einen ganz eigenen "Spirit". Irgendwo zwischen MickyMaus - Uhr für Erwachsene und im Voraus geschenktem Dank für noch nicht geleistete 25 Jahre treue Dienste im System.

Irgendwann war das Studium ausstudiert, und seien wir ehrlich: wenn man einen seriösen Job ergreifen und sich dem Kapitalismus verschreiben will, dann ist das irgendwie unecht, wenn Lenin in der Hose klappert und quasi als Galeerenmeister den Takt schlägt. Zum Examen hat mir meine damalige Freundin und heutige Frau deshalb eine vergoldete Jean Marcel Savonette mit richtigem ETA 6497 (glaube ich, ich habe sie nie aufgemacht) geschenkt, die ich aber nur selten trage. Ich schätze die Geste - sie hat sie bei "unserem" Uhrmacher gekauft, und ich bin sicher, dass wir sie uns damals eigentlich nicht leisten konnten, auch wenn ich nie gefragt habe, was sie gekostet hat.
Aber sie hat sie ungefragt gekauft, und Savonette mag man, oder man mag es nicht. Ich mag es nicht so. Außerdem war es wie ein Stempel, dass ich also nun doch in der "richtigen" Welt angekommen bin, sie sah - und sieht - edel aus, aber...Ich weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll, was mich an ihr stört. Die Jean Marcel sieht aus wie eine Uhr, die eine Frau ihrem Mann schenkt, wenn sie ihm etwas edles schenken will. Sie will historisieren, kommt aber nicht glaubhaft rüber, in ihrem Glanz - und das gibt ihr und mir etwas affektiertes, wenn ich sie raushole. Die Welt der Affektierten sollte meine Welt sein, sie ist es aber nicht.

So ging das weiter, auch beruflich, der Wechsel zwischen diesen dreien und Jean Marcel, bis ich irgendwann vor ca. 10 Jahren auf eBay meine "Lieblingsuhr", eine Omega - Lepine mit blauen Zeigern in diesem "Art Deco" - Stil, gestoßen bin. Fotos kann ich leider nicht geben, weil sie im Moment in Pforzheim liegt, und ich weiß nicht, ob es erlaubt ist, eBay - links einzusetzen, in denen ähnliche Modelle feilgeboten werden.

Sie hat durchaus einige Macken und Patina (das Zifferblatt etwa hat in Höhe von fünf Uhr einen etwa erbsengroßen Schatten), aber sie trägt diese Narben, wie sich das für stolze Damen gehört, mit Würde und als Zeichen, dass sie die Zeiten nicht überdauert, sondern gemessen hat. Das Werk trägt eine Zahl zwischen 8.000.000 und 9.000.000, also wohl Zwischenkrieg, wenn ich das richtig perzipiert habe. Man kann sagen: sie hat sich mir ausgesucht hat und ich bin ihr ein bisschen verfallen bin. Lepine geht schnell, ist unkompliziert und haltbar und ist als Gebrauchsuhr auch viel praktischer als Savonette. Wenn man, wie ich, sowieso den ganzen Tag mit Anzug rumrennt, dann verliert Savonette auch irgendwo seinen Zweck, der ja historisch wohl im Wesentlichen darin bestand, das Glas zu schützen.

Ich weiß, dass auch die Omegas damals nicht unbedingt Luxus - Unikate waren. Aber genau das machte ihren Reiz aus: die Omega war ehrlich. Alt, aber nicht historisch, ein Arbeitstier, das nie mehr sein wollte. Ein bisschen wie ein /8 in der 200er Diesel - Ausführung. Nicht billig, sondern wertig, rennt nicht, aber kommt an. Die Molnija ohne Lenin - Konterfei und mit etwas ruhigerem Lauf. Ich und mein Uhrmachermeister fanden sie toll; er hat mir anerkennend auf die Schulter geklopft und sie nach Erwerb für knapp 500 Euro komplett überholt, wobei er nach eigenen Angaben nur "Standschäden" beseitigen musste. Mit den 100, die ich bezahlt habe, war ich zwar nicht unbedingt begeistert, aber für 600 Euro eine sinnvolle Taschenuhr, da kann man auch nichts sagen. Seither hat er sie immer in Schuss gehalten. Jetzt ist der gute Mann aber leider verstorben, und gleich als habe sie das gewusst, die alte Tante, hat sie vor drei Monaten ihren Dienst quittiert. Sie ließ sich nicht mehr aufziehen, die Krone drehte durch (Mein Gott, jetzt rede ich schon von beiden in der Vergangenheit, dabei ist ja über die Uhr noch gar keine Entscheidung gefallen).

Jetzt ist der Arzt, der sie bisher betreut hat, nicht mehr da, und zähneknirschend habe ich sie zu einem konzessionierten Betrieb gegeben, um zu fragen, was es kostet, sie reparieren zu lassen. Irgendwas muss ja passieren. Die holten einmal tief Luft und ließen mich sofort einen Vertrag unterschreiben, dass ich 55 Euro Bearbeitungsgebühr für den Kostenvoranschlag zu bezahlen habe, die mit dem Preis verrechnet werden, wenn ich sie reparieren lasse und meinten, sie müsste nach Pforzheim geschickt werden, so was könnten sie nicht. Kann ich in gewissem Maße auch verstehen, so ein Konzessionsbetrieb macht sein Geld mit Laufkundschaft und dem Verkauf neuer Uhren. Das war so edel in diesem Konzessionsladen, dass sie wahrscheinlich allein fürs Franchise mehr ausgeben müssen, als mein kleiner Meisterbetrieb hier in der Stadt an Umsatz macht. Bei dem allerdings auch nicht immer alles Gold war, was glänzt: in der letzten Zeit hatte ich den Eindruck, so ganz machen die Augen nicht mehr mit und auch die Hände waren mal ruhiger, als ich als Student die erste Taschenuhr hingebracht habe. Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich wolle einen Abgesang auf die "gute alte Zeit" singen. Mein alter Meister war nett, aber auch nicht mein Freund, der auch immer darauf geachtet hat, dass er nicht zu kurz kommt - halt genau so, wie es im Handwerk sein soll.

Heute riefen sie an und teilten mit, Omega Deutschland habe die Waffen gestreckt und gesagt, sie müsse nach Biel geschickt werden. Nur die könnten sie reparieren und auch nur die könnten einen Kostenvoranschlag machen, der aber 700 Euro sicherlich nicht unterschreiten werde. Es könne aber auch gut sein, dass man da das zwei- oder dreifache aufruft. Dafür sei sie dann auch "wie neu". Was genau daran gemacht werden müsse, habe man seitens Pforzheim aber nicht mitgeteilt. Eine Kommunikation per Mail sei es gewesen. So isses halt, in der modernen Welt.

Ich habe mir bis Samstag Bedenkzeit ausgebeten, dann will ich da in Ruhe hinfahren und eine Erklärung abgeben - 55 Euro oder einen dreistelligen Betrag plus X. Tja, und nun weiss ich nicht, was ich machen soll. Sie bedeutet mir tatsächlich etwas, hat mich immerhin zehn Jahre durch mein Leben begleitet und war mir eine treue, wenn auch nicht ganz billige Begleiterin. Denn die regelmäßigen Revisionen (die ich so alle zwei, drei Jahre habe durchführen lassen) schlugen jeweils mit knapp 200 Euro zu Buche, dafür durfte ich sie aber bei meinem alten Händler zum Regulieren bringen, wenn das nötig war, und wenn ich nicht allzu oft kam, hat er es bei einem symbolischen Betrag belassen. Wenn ich (ja, okay, ich gebe zu, ich bin Beamter) meine Rechnungen durchforste, sind da in den letzten zehn Jahren mit Anschaffung, Anstoßrestauration und laufendem Betrieb knapp 1.800 Euro durch das Werk gerieselt. Das ist ja auch erstmal ne Hausnummer, und meine Frau fragt mich schon lange, wieso ich bei dem anderen mechanischen Gerät, dessen Funktionsweise wir nur theoretisch erfassen und das so einfach aussieht, aber eine erfahrene Hand bei der Reparatur verlangt - unserem Auto - gerne mal strenger als bei ihr auf den Euro schaue. Das zeige, meint sie, die gesamte Dimension meines Egoismus: denn vom Auto hätten ja schließlich wir alle vier etwas, die Uhr aber wäre nur meine. Man könnte fast von ein wenig Eifersucht sprechen, gerade mit Blick auf die Savonette, die im Moment triumphierend in meinen Westentaschen vor sich hintickert, gleichsam so, als wolle sie einen späten Sieg über meine Liebschaft herausposaunen. Und Lenin lacht in meiner Freizeit.

Als ich ihr nach dem Telefonat mein Leid klagte, hat sie (meine Frau, nicht die Savonette) ernsthaft die Frage gestellt, ob sich das lohnt. Und zwar auf eine Art, die zeigt, dass sie ernsthaft an meinem Verstand zweifele, wenn ich es mache. Ich bin kein Schamane - aber ich glaube, bei den 700 Euro (beim gegenwärtigen Kurs etwa 770 Franken) wird's nicht bleiben, das werden sie mir im Zweifel am Telefon gesagt haben, damit ich mein Ja zum Versand gebe. Sie faselten am Telefon nämlich etwas von "muss umfassend auseinander- und wieder zusammengebaut" werden, Teile müssten ob des Alters "angefertigt" werden, auch das Reizwort von der "Restauration" fiel. Angeblich hatten sie in der Email aber ja gar nicht gesagt, was genau gemacht werden muss. So ganz schlau werde ich also nicht aus dem Telefonat, und meine Nachfragen konnte der Konzi auch nicht überzeugend, sondern eher ausweichend mit "Vertrauen Sie mal ruhig, dass die in Pforzheim wissen, was sie können und was nicht" beantwortet.

Ich weiss, dass die in Biel übernatürliche Fähigkeiten haben und Untote zum Leben erwecken können, und die Ergebnisse, die man im Netz (und auch hier) von dem "Uhren-Voodoo" betrachten kann, sind atemberaubend. Aber wie neu will ich ja eigentlich gar nicht haben, die alte Dame soll zur Heilbehandlung, nicht auf die Schönheitsfarm. Wenn ich jetzt 1.500 Euro reinstecke, dann wäre das ein Betrag, der zwar weh täte, mich aber nicht nachhaltig trifft. Außer dass er die Ehe belastet. Dann bin ich aber auch bei einem Betrag, bei dem ich tatsächlich schon über eine neue in einer Qualität nachdenken kann, die der einer alten Omega aus Massenproduktionszeiten mindestens ebenbürtig, wahrscheinlich aber besser ist. Zumal es sich ja auch so verhält, dass durch den Wegfall meines Stammdealers die laufenden Kosten auch exponentiell steigen, wenn ich sie für jeden Husten, den sie hat, nach Biel schicken lassen muss.

Ich denke also ernsthaft über eine Neuanschaffung nach. Denn jede Liebe hat ihren Preis, und mehr als 1.200 will ich eigentlich nicht mehr reinstecken. Dann wären das 3000 Euro in zehn Jahren, der turning Point ist ein bisschen überschritten, und ich glaube ehrlich auch nicht, dass die Arbeit in Biel soo gut ist, dass sie nochmal neunzig Jahre ohne Standschäden durchläuft. Soo viele Hersteller, die noch Taschenuhren herstellen, gibt es ja leider nicht. Bei Tissot hören sie bei dem Preis aber im Wesentlichen auf, dafür bekomme ich alltagstaugliche highest - class Feinmechanik. Menschen, die Longines tragen, schauen bei diesem Budget andererseits wahrscheinlich immer noch mitleidig auf mich herab, ich will aber auch nicht den Gegenwert eines Kleinwagens jeden Tag durch die Gegend tragen.

Deshalb, nach viel Text, der Euch wahrscheinlich furchtbar gelangweilt hat: lohnen wird es sich nicht, das Geld in die Omega zu stecken, aber ich bin bereit, für die Liebe zu ihr auch unvernünftig zu sein. Wahnsinnig bin ich aber nicht, und ich glaube, ab 1.200 Euro fängt der Wahnsinn für die Omega (die auf eBay immer noch mit nem knappen Hunni gelistet wird) an. Wie gut sind sie in Biel denn nun wirklich? Und welche Lepine - Alternativen in diesem Budget von 1.200 bis 1.500 Euro sind Euch bekannt, die man heute noch kaufen und sich sicher sein kann, dass meine zukünftigen Erben sie in neunzig Jahren (dann bin ich 130, dann ist mir die Zeit, die kommt, so egal, dass ich kein Instrument mehr brauche, mit dem ich sie messen kann) irgendwann an einen verpickelten Berufsanfänger verkaufen können, der daran noch zehn Jahre Spaß hat?

Danke für Eure Geduld und Eure Tips.
 
M

Matthias MUC

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Dazu, was Du mit der Omega machen sollst, kann ich nichts sagen, aber Deine Vorstellung mitsamt Deiner Taschenuhrengeschichte ist sehr schön zu lesen, und nicht im Geringsten langweilig!
Ich bin nur an "Alteisen" aus 2 1/2 Nachlässen gekommen, habe hier zum Glück einen alten Uhrmacher, der sogar die Spindeltaschenuhr noch zu Lebzeiten meiner Eltern mal repariert haben muß.

Auf jeden Fall herzlich willkommen im Club der bekloppten Liebhaber tickenden Altmetalls!
lG Matthias
 
R

RIM

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Sehr schön geschrieben!

Ich kenne nur zu gut Dein Problem, wenn Dinge nicht einfach nur ein Ding oder eine Funktion sind (so wie Dein Auto), sondern einen ideellen Wert entwickeln.
Bei der Omega würde ich allerdings versuchen die Sichtweise anzunehmen, dass es mit ihr so ist wie mit dem Dorfuhrmacher und uns allen irgendwann: eines Tages nicht mehr zurückzuholen.
Denn wenn die 700 Euro erst drinstecken, würdest Du erst recht weiter bei jedem Schnupfen wieder Geld in den Schlitz dieser Spardose stecken.
 
Coriolan

Coriolan

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Schriftgewaltig, wahrhaftig. Ein Genuss am Morgen.
Je nun: Willkommen bei den Verhaltensoriginellen. Wobei - resümiere ich Deinen Text... wie meint der Brite? ‚A perfect match!‘

Genug geblödelt. Ich sag‘s ungern, aber da hat Dir Dein verblichener Uhrmacher bereits zu Lebenszeiten für die ‚Standrevision‘ das Weiße aus den Augen geholt, wenn‘s denn tatsächlich nur eine solche Revi war. .
Wenn da nicht sämtliche Wellen abgerissen sind, darf eine Revision (d.h. Werk zerlegen, reinigen, Zapfen polieren, Ölen, zusammenbauen, regulieren, meinetwegen Äußeres aufhübschen) bei einem seriösen Uhrmacher bestenfalls 300-400 Euro kosten.

Mein Uhrmacher hat gerade einen TU-Chrono im Gebet, der wird teurer, weil die Unruhwelle hin ist. Die gleichzeitig abgegebene IWC hat fehlende Zeiger und kein Glas und bekommt eine kleine Revi - KV ca. 250€.

Mein Rat: Lass Dir von den Forumskollegen einen guten Uhrmacher in Deiner Region empfehlen, aber lass um Himmels Willen die Finger von Biel für sowas - dort sendet man bestenfalls große Komplikationen hin ;-)
 
Frank-san

Frank-san

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Guten Morgen @Heiliggeist,

vorab: Chapeau, eine wunderbare Morgenlektüre! Diese Art von Texten findet man leider viel zu selten!

Ich möchte die Arbeit Deines "alten" Uhrmachers gar nicht kommentieren, irgendwo müssen die Einnahmen ja den Betrieb decken.

Ebenfalls kenne ich mich mit Taschenuhren überhaupt nicht aus, kann mir aber nicht vorstellen (speziell wenn der Träger ein, wie Du schreibst, Anzugträger im Staatsdienst ist), dass die Uhr täglich solchen Belastungen ausgesetzt ist, dass sie jährlich / alle Zwei Jahre zur Revision müsste.

Du schreibst,
aber sie trägt diese Narben, wie sich das für stolze Damen gehört, mit Würde und als Zeichen, dass sie die Zeiten nicht überdauert, sondern gemessen hat.
...dabei würde ich es auch belassen und wie @Coriolan schreibt: Suche Dir hier im Forum einen zuverlässigen Uhrmacher, je nach Wohnort kannst Du sie ihm/ihr dann auch persönlich überbringen und lass dem /8 die Patina, Ölwechsel, neue Glühkerzen und gut ist. :super:
 
5231N1324O

5231N1324O

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Hallo Heiliggeist,

ich kann zu den Handwerkern in Biel nichts sagen, aber es gibt hier im Forum ein paar immer wieder empfohlene Uhrmacher, die für "erhaltende" Reparaturen sehr empfohlen werden. Ich hoffe, das gilt jetzt nicht als Werbung, aber mir sind vor ein paar Monaten für die Reparatur einer Speedmaster Pro einige Leute empfohlen worden, Robin Israel ist es dann geworden. Inzwischen ist die Uhr wieder zuhause, läuft anstandslos und sieht – abgesehen von dem neuen Hesalit, welches wegen der Wasserdichtigkeitsprüfung immer erneut werden muss – genauso zerhackt aus wie vorher (das war der explizite Wunsch).
Ich muss aber auch gleich sagen, dass 700 EUR absolut realistisch sind, denn soweit ich weiss, werden nur konzessionierte Betriebe mit den notwendigen Ersatzteilen beliefert.
Zudem ist es ganz beruhigend, zu wissen, dass der Uhrmacher die Uhr im Zweifelsfalle schon x-mal gesehen hat und nicht auf Neuland operiert.

Grüße!
Christoph
 
TS70

TS70

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Der hohe Preis, den Omega verlangt, hat natürlich seinen Grund: Wenn die Uhr wieder perfekt werden soll, müssen da garantiert Teile speziell angefertigt werden. Es wäre ein Wunder, wenn da für alte TU-Werke noch Ersatzteile herumliegen würden.

Es geht also nicht um eine Revision, sondern um eine Restauration, und so etwas lohnt sich nur bei sehr hochwertigen Uhren. Und deine Omega scheint ja nicht in diese Kategorie zu fallen.

Mein Empfehlung: Die TU zurückschicken lassen, und sie mal einem der "Forums-Uhrmacher" vorlegen.

Und für den Alltag würde ich eh etwas anderes empfehlen. Tissot bietet eine ganze Reihe von TUs im mittleren bis hohen dreistelligen Preisbereich an.
 
fidfidfid

fidfidfid

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...also ich hoffe du hat dich richtig entschieden,
denn das was du für mich da sehr schön beschreibst ist Liebe,
... .. und diese Liebe sollte man meines Erachtens nicht mit Botox aufspritzen/frischen..
Werkservice um max. 200.- bei Uhrmachern, die dir schon empfohlen wurden und fertig...
Macken lassen, ihr seid damit schließlich gemeeinsam alt gewordem...
Alles Gute,
ich wünschte ich hätte so eine Uhr, mit der mich derartiges verbindet...:super:
 
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clocktime

clocktime

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500 Euro für die Anschauffung der Uhr und 100 für die kleine Revi - ist eigentlich ok. Die regelmässigen Revisionen waren scheints nicht billig, haben sich aber gelohnt, sonst hätte der Kaliber schon vorher die Grätsche gemacht.
Ist die Uhr es Dir wert, schicke sie nach Biel; damit Du dort keine böse Überraschung bekommst, kannst Du als Bedingung setzen, dass sie Dir vor der eigentlichen Reparatur melden, was diese schlussendlich kosten wird. Damit bist Du auf der sicheren Seite, auch wenn Du evtl. eine Anzahlung von ca. 100€ für die Kontrolle in Biel zahlen müsstest. Ist es Dir dann zu teuer, sind zwar 100€ weg, aber im Fall eines vierstelligen Betrages hättest Du immer noch die Möglichkeit, Dir eine Tissot, Certina, Mido oder sonst was im Mittpreis-Bereich zu holen.
 
H

Heiliggeist

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Ich bin vielleicht noch ein kleines update schuldig.

Jetzt bin ich vier Wochen durch Juwelierläden und das Internet gelaufen und habe keine Taschenuhr gefunden, die mir neu so zusagen würde, dass ich die Omega dagegen tauschen wollte. In vernünftiger Preisregion bietet im Grunde auch nur Tissot etwas an, das annähernd an die Omega rankommt. Und die fand ich alle - nun ja, Taschenuhren sind halt nicht mehr en vogue, und die sehen alle so aus, als wolle man Scarlett o'Hara einen Eintrag ins Tanzbuch schreiben wollen.

Wie auch immer, ich war dann nochmal beim Konzi, wo ich sie hingebracht habe, und habe mich vergewissert, dass es nicht mehr kosten wird, wenn sie nach Biel geschickt wird. Nein, wird es nicht, wurde mir gesagt, und also habe ich gebeten, sie möge erstmal nach Biel zwecks Fertigung eines Kostenvoranschlages geschickt werden. Da auch der nur 55,- Euro kosten wird, verliere ich nichts, weiss dann aber, was gemacht werden muss. Und wenn ich das weiss, kann ich immer noch entscheiden, ob die es machen sollen oder ob ich sie zurückschicken lasse - um dann einen freien Uhrmacher mit dem zu beauftragen, was Biel rausgefunden hat. Die 55 Euro sind dann zwar wech - aber das soll es mir wert sein.

Euch dank für die ermutigenden Worte!
 
H

Heiliggeist

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Kurz nach Weihnachten will ich dann doch auch erzählen, wie es ausgegangen ist.

Also sagen wir es kurz vorab - sie wird nun bleiben, wie sie ist. Ich habe mich über Omega unendlich geärgert, und zwar so sehr geärgert, dass ich es nach dreißig Jahren noch einmal mit einer Edelstahluhr am Arm versuche.

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Es war eine aufregende Adventszeit. Aber der Reihe nach. Ich habe ja, wie angekündigt, den Konzi beauftragt, die Uhr nach Biel zu schicken. Relativ schnell (das war allenfalls eine Woche) kam der Anruf: Biel habe die Uhr jetzt in Augenschein genommen. Man habe erneut eine E-Mail erhalten. Quintessenz: unter 2.400,- Euro sei nichts zu machen.

Das hätte mich schon stutzig machen sollen. Keine zwei Wochen weg - und schon wollen sie sie auf Herz und Nieren geprüft haben? Aber für solche kritischen Gedanken fehlte mir im Moment meiner Bestürzung über diese Ansage der Verstand. Nachdem ich nach etwa 30 Sekunden aus meiner Ohnmacht mit Schnappatmung erwacht bin, bat ich - dafür hatten sie sogar einen Hauch von Verständnis - um Rücksendung. Die Uhr kam dann auch wirklich ein paar Tage später wieder ins Rheinland, ähnlich schnell, wie sie brauchten, um eine Zahl aufzurufen.
Als ich die 55 Euro abgedrückt hatte, bekam ich sie wieder. Als ich dann darum bat, man möge mir doch bitte eine Liste übergeben, auf der die Positionen stehen, die reparaturbedürftig seien, hieß es: sowas gebe es nicht. In Biel habe man die Uhr ja nur begutachtet und einen Kostenvoranschlag gemacht. Den hätte ich ja bekommen - 2.400 Euro plus X. Nachdem ich auf dieses großzügige Angebot nicht eingegangen sei, habe man sich in der Schweiz nicht näher mit dem Teil beschäftigt und es zurückgeschickt.

Wofür ich dann 55 Euro bezahlt hätte - das sei schnell erklärt. Immerhin habe man die Uhr versichert versandt und durch halb Europa geschickt. Dafür seien doch 55 Euro ein wahres Schnäppchen.

Ich habe mich, bevor ich mich hier angemeldet habe, natürlich mit den Forenregeln vertraut gemacht. Und ich weiß, dass ich beleidigende und ehrverletzende Dinge hier nicht schreiben darf, also enthalte ich mich einer Wertung für dieses Geschäftsgebaren und eines Versuches, auszudrücken, welche Gedanken in diesem Moment in mir aufgestiegen sind. Die deutsche Sprache ist für das eine zu schwach und die Forenregeln sind für das andere zu streng. Vielleicht nur so viel: der Hölle Rache möge sich über diese Firmenpolitik ergießen. Oder des Chinesen Geld. Das eine ist als Strafe wahrscheinlich so gut wie das andere.

Man sollte Omega allein deshalb vielleicht den Rücken zukehren, finde ich. Wenn ich den Händler richtig verstanden habe, haben sie in der Schweiz also offenbar nicht viel mehr gemacht, als sie einmal in die Hand genommen und den Tacho auf 2.400 eingestellt. Das ist so ein bisschen wie...

"Herr Doktor, ich bin krank!"
"Ach, was sie nicht sagen - geben sie mal 55 Euro und lassen sie mich mal schauen."
"Oh, Oh, das sieht nicht gut aus. Da schicke ich Sie besser erst mal wieder nach Hause."
"Können Sie mich denn da gesund machen?"
"Ich schau mal."
"Und?"
"Ach ja, Sie gibt es ja auch noch. Na jetzt, wo Sie nachfragen: sie scheinen mir wirklich krank zu sein, sie sollten mal zum Arzt gehen!"
"Und warum machen Sie nichts? Wofür habe ich denn 55 Euro bezahlt?"
"Na ja, sie haben mich ja immerhin vier mal aufgesucht und ich habe sie drei mal mit Ausflüchten wieder abgewimmelt - da scheint mir der Preis mehr als fair zu sein."


Ich halte es nicht nur für sehr bedenklich, dass sie offensichtlich durch vertragliche Gängelungen keinen Service vor Ort bieten, sondern allenfalls (bezogen auf die hohe Kunst des Uhrmacherhandwerks) noch dummy - Personal vorhalten, das - durchaus gut gekleidet und immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht- in der Lage ist, ein Armband zu wechseln. Sie haben mir 55 Euro abgeknöpft, um einen Service vorzugaukeln, an dessen Anfang die Erkenntnis stand: die Uhr ist kaputt, und ich weiss nicht, was. An dessen Ende aber die Gewissheit leuchtet: Ja, sie ist tatsächlich kaputt. Und keiner will mir sagen, was.

Die Frau - also meine, nicht die Verkäuferin - beäugte meinen sich daraufhin einstellenden Welthass mit derselben mitleidigen Skepsis und Sorge um meine seelische Gesundheit, mit der sie seit drei Monaten auf mich schaut, wenn ich auf die Frage, wie spät es ist, wehklagte: "Woher soll ich das wissen? Die einzige, die es mir sagen kann, ist nicht mehr!"

Und hat, wie sie das so oft in unserer Ehe gemacht hat, das einzig sinnvolle getan: eine Entscheidung gefällt.

"Da, nimm jetzt dieses gottverdammte Tablet und suche so lange auf Ebay, bis Du was Neues hast - und wage es nicht, mich noch einmal anzusprechen, bis Du den "Kauf mich" - Button gedrückt hast!"

Dabei hatte sie diesen Blick, der jedweden Widerstand von vorneherein sinnlos macht. Mit einer Flasche Rotwein und nunmehr auch Groll auf das schändliche Weib, das sich von mir abgewandt hat, habe ich auf Ebay meine Erlösung gesucht. Und in meiner Mischung aus Zorn und Trauer über die Schlechtigkeit der Welt - das allerdings ein Zustand, der sich häufig in meiner Seele breit macht - in einem Haufen digitalen Bleches gewälzt. So eine Ebay - Recherche hat ja, wenn die Angebote wie Walzen in einem Daddelautomaten vor dem Auge dahin ziehen, etwas meditatives, und so habe ich die Angebote äußerlich an mir vorbeirauschen lassen, aber innerlich nochmal meine Optionen gewälzt. Willst Du wirklich weiter wie ein Wahnsinniger Alliterationen aneinanderreihen und dieses mangelanfällige Messinstrument künstlich am Leben halten, das in nächster Nähe noch nicht einmal regelrecht reguliert werden kann, wenn sie falsch geht? Oder wird es nicht Zeit, einmal ins kalte Wasser zu springen und was ganz Neues auszuprobieren. Andere Männer in meinem Alter lassen Ihre Frauen sitzen und wenden sich jüngeren Exemplaren zu; die Frau bedeutet mir viel, mehr als die Uhr, wieso also nicht den gleichen Effekt, aber ein anderes Objekt für eine neue Erfahrung suchen, die doch nichts mehr ist als das Altbekannte in neuem Gewand?

Die letzte Armbanduhr, die ich getragen habe, hat vor zwanzig Jahren meinen Unterarm bekleidet, vielleicht ist die Entwicklung ja mittlerweile weiter - oder Du ein bisschen desensibilisiert; wie wäre es, wenn Du es doch noch einmal mit einer Armbanduhr versuchst und endlich erwachsen wirst? Irgendwann, die Flasche Wein war längst geleert und ich da angekommen, von wo es kein Zurück mehr gibt - Grand Manier, denn wer Sorgen hat, der hat auch Likör - prangt sie da: eine unscheinbare Auktion einer "Junghans Max Bill" Handaufzug ohne Armband, Alter unbekannt (aber wirklich alt ist sie nicht, ich würde sie auf etwa fünf bis sechs Jahre schätzen) mit leicht verkratztem Glas, aber Edelstahlboden. Das Angebot stand bei 132 Euro, es lief noch knappe 12 Stunden. Ich weiss über den Verkäufer nicht viel, seine anderen Angebote waren eine Aneinanderreihung von Banalitäten; dieses machte den Eindruck, als stamme es von jemandem, der nicht weiss, was er hat, glaubt, sie sei mehr wert als das, was letztlich aufgerufen wurde und müsse deshalb nichts tun, um sie optisch aufzuhübschen. Das mag für hochwertige Uhren ja stimmen, für den aufgewärmten Bauhausklassiker von Junghans gilt es sicher nicht, aber das macht nichts - die Angaben zur Herkunft erschöpften sich - in radebrechendem Deutsch gehalten - in Allgemeinplätzen wie "schöne Uhr, Wertanlage, blabla und läuft nach Aufziehen gut, weissu", hatte aber Inhaltlich keine Substanz. Sollte mir nur recht sein, je weniger Tatsachen behauptet werden, desto geringer die Gefahr, dass man mich belügt.

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In meinem betrunkenen Kopf gefiel sie mir. Sie ist von ähnlicher Schlichtheit wie die Omega, und durch das schwarze Ziffernblatt und die strenge Form der Ziffern haftet ihr nicht schon auf den ersten Blick der Schweissgeruch einer Konfirmationsuhr an, die - mit großen Hoffnungen auf ein Ewiges tragen von gutmeinenden Tanten und Onkeln verschenkt - ihren wahren Wert erst in der Möglichkeit offenbart, sie ungetragen ins Pfandleihhaus zu bringen. Die Zahl der "klassischen Herrenuhren", die dieses Schicksal genommen haben, ist Legion.

Nicht zuletzt gilt: der Sprung von Omega am Unterleib und Junghans am Arm schien mir maximal, und genau darum ging es ja - die große Wandlung, die horologische Zeitenwende, um mal einen Kalauer in diesen Text einzubauen. In meinem leicht trägen Schädel habe ich also irgend ein Fantasieangebot abgegeben - 192,50 €, das mache ich auf Ebay in der Regel, bloß keine runden Summen bieten. Wenn ich 200 € biete, und sie geht für 200,50 € weg, dann weiss ich in meinem Inneren, dass der Höchstbietende wahrscheinlich irgendetwas um 250 € und mehr geboten hat. Aber der relativ starke, irrationale Zug in mir glaubt stets, dass ich nur einen Euro mehr hätte bieten müssen und das Teil wäre meins gewesen. Also lieber 192,50 € - denn wenn sie dann für 193,00 € weggeht, dann weiss ich: für sieben Euro mehr wäre es Deine gewesen. Und mein Geiz ist kein Geiz, sondern Sparsamkeit und Zurückhaltung. Das kann man nicht verstehen, muss man auch nicht, aber der Selbstbetrug hilft, mit Ebay besser klarzukommen.
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Am nächsten Morgen mit schwerem Schädel und pelzigem Gefühl auf der Zunge erwacht beschaue ich erst im Badezimmer den eigenen Verfall und gehe auf dem Klo die Mails durch - ich bin tatsächlich Höchstbietender. Geblieben bis zum bitteren Ende für 156,00 Euro.

Die Uhr kam, sobald ich das Geld überwiesen habe, und was soll ich sagen: so eine Junghans, die ist halt doch wie VW Golf fahren. Den Nimbus von Qualität trägt sie vor sich her, was besonderes ist sie aber nicht. Dafür findet sich an jeder Ecke einer, der sie reparieren kann. Sie lief tatsächlich, schon nach Eingang der Versandbestätigung habe ich im Amazonasgebiet ein einigermaßen ansehnliches, angeblich hypoallergenes Lederamband für einen eingermaßen annehmbaren Preis geschossen. Die Revision hat nochmal knapp 100,00 € gekostet - mit dem Versprechen, dass Folgewartungen bei Junghans zu gleichen Festpreisen abgerechnet würden. Schauen wir mal, ob das so ist, das Glas jedenfalls kann erstmal noch so bleiben.



Alles in allem sind es so mit Versandkosten knapp 300,- € geworden. Also knapp die Hälfte von dem, was sie neu kosten würde. Ich trage sie jetzt seit knapp zehn Tagen und habe noch keine allergischen Ausfallerscheinungen. Dem Anzug steht sie gut, bei meinen spindeldürren Armen ist sie das Maximum, was noch kleidsam ist (mit Damenuhren wäre ich wahrscheinlich genau so gut bedient), und das anfangs etwas seltsame Gefühl, etwas am linken Arm zu tragen - zu Beginn fühlte es sich ein bisschen so an, als hätte ich Schlagseite - ist mittlerweile auch wieder weg. Ob sie was für die nächsten zwanzig Jahre ist, weiß ich nicht. Was ich weiss: sie hält die Zeit. Und ist laut. Wenn ich beim Lesen das Gesicht auf den linken Arm stütze, höre ich sie deutlich am Ohr, wenn ich mich zum Mittagsschlaf aufs Sofa lege, muss ich sie ausziehen oder ein Kissen zwischen Ohr und Uhr legen. Ich meine sonst, über das Ticken auch noch ein ganz feines, hohes, aber sehr unangenehmes Schwingen wahrzunehmen. Kann aber auch Einbildung sein, jedenfalls nehme ich, wenn ich die Uhr ans Ohr halte, den Tinnitus, den ich seit einem Hörsturz auf dieser Seit habe, als lauter wahr.

Und sie kann, wie man den Fotos entnehmen kann, mit der Omega auch nicht mithalten. Das liegt nicht nur an der teils miesen Qualität der Aufnahme. Sie ist eben eine Gebrauchsuhr und muss sich die Geheimnisse, die die Omega hatte, erst noch ertickern. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass sie das schaffen kann, schließlich entscheidet nicht allein die Form, sondern der Inhalt des Gefäßes über seinen Gehalt. Ich werde sie einfach ständig tragen. Die Omega ist mir auch deshalb so teuer, weil sie wirklich bei allem Unsinn, den ich gemacht habe, dabei war.

Ach ja, die Schweizer Oma. Wenn ich sie für die nachstehenden Fotos wieder in die Hand nehme, flammt wieder ein kleiner Phantomschmerz in mir auf. Aber es hilft nichts, der Mensch muss schließlich wissen, welche Stunde ihm geschlagen hat, und das bitte einigermaßen verlässlich. Mors certa, hora incerta - mir hat dieser Satz nie wirklich gefallen, und mit der Junghans mag es jetzt erst mal eine Weile gehen. So der Herr und mein Immunsystem wollen. Und wenn sie nicht wollen, dann schauen wir weiter.

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Danke, dass ihr mich bei meiner doch grundlegenden Neuorientierung begleitet habt. Das war nicht unwichtig - manchmal führt alleine ihr Aufschreiben schon zu einer Ordnung der Gedanken. Das und eine Frau, die Entscheidungen fällt, wo ich zu schwach bin.
 

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Matthias MUC

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Deine Geschichte mit der Omega hat zwar bis auf weiteres kein Happy-End aber doch eine Wendung zum Positiven, und das ganze geschildert wie es Kishon besser nicht hätte schreiben können.... Viel Vergnügen mit der "neuen"!
lG Matthias
 
CFG

CFG

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Wirklich schön geschrieben und Glückwunsch zur Uhr, mit der Du hoffentlich glücklich wirst.
 
fantomaz

fantomaz

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Eine wirklich schöne Geschichte, schade dass ich sie nicht vorher entdeckt habe,
denn das Gefühl der Ohnmacht einem Hersteller gegenüber zu stehen, kenne ich
nur zu gut. Und nach ein/zwei Zigaretten kommt bei mir meist das Gefühl auf
Nö, mit mir nicht, soooo nicht, das werden wir erstmal sehen.

Dann kommt die Phase der Neuorientierung und meist kommt dann ein Lösungsansatz
daher. Wie schrieb mir ein Freund neulich erst: ein Briefbeschwerer ist schön, ein
Briefbeschwerer der die Zeit anzeigen kann noch schöner...

Gibts es denn gar keine Uhrmacher in Deinem Umfeld oder auch hier im Forum,
die sich der schönen Omi annehmenen würden? Wie ich Deinen Worten entnehme
bist Du ja auch bereit ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und erwartest nicht
für den „Kaffeekassenbeitrag” die Omi wieder zum Laufen zu bewegen....

Mein Ansatz wäre eine zweite Meinung die klipp und klar sagt was denn nun
im Dutten ist, um dann auf die Suche zu gehen nach Schlachtwerken bei eBay
mit denen man dann zu dem Uhrmacher der Wahl geht und sagt: bitte, aus drei
mach eins oder so :super:

Ich finde die Omi hätte es verdient, auch wenn die Junghans wirklich ganz prima ist.

Alexander
 
Westminster

Westminster

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Danke für die ehrliche und schöne Geschichte, möge die Junghans Dir lange Freude bereiten!
 
uwe733

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Habe mich selten bei einem Text hier im Forum so unterhalten gefühlt wie bei Deinem! Und dazu noch Tränen gelacht - da erträgt jemand die Widrigkeiten des Lebens mit viel Humor und kann sie auch noch sprachlich hervorragend zum Besten geben :klatsch:
 
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Matthias MUC

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Ich sag mal, wenn Du einen Uhrmacher findest, der in der Lage ist, bei einer beliebigen ALTEN (zumeist unidentifizierbaren) Allerwelts-TU eine Revision zu machen (zerlegen, reinigen, zusammenbauen, schmieren), der kann auch bei einer Markenuhr schauen, was das allernaheliegendste ist, wenn die Krone beim Aufziehen durchdreht (Stellen der Zeiger geht?), wie es beim Kleinzeug v.a. im Federhaus aussieht. Eine rausgesprungene oder gebrochene Feder zu reparieren/zu ersetzen sollte auch mit "Noname-Materialfundus" aus des Meisters Schublade kein unlösbares Hexenwerk sein. Ich frage mich ja, wie die ganzen alten Uhren, zu denen kein Hersteller geschweige denn "Werks-Original-Ersatzteile" greifbar sind, instandgesetzt werden.
 
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AHVintage

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Hallo,
Zu den 55,-: wer mal "Paketporto nach CH" nachschlägt, sieht schnell, dass da der Konzi eher draufgelegt hat. Und seine Arbeitszeit für Kundenberatung, Verpacken, Versenden, etc. ist auch nicht gratis, wenn er davon leben will.

Bei mir kosten Prüfung und KVA 48,-. Dafür gibt es einen schriftlichen Report - innerhalb 2 Tagen! Das geht aber nur, weil zu 99% ein Auftrag folgt. Als Dienstleistung "Gründliche Prüfung des techn. Zustands incl. schriftlichem Befund" würde ich das nicht zu dem Preis machen.
Wohl sieht Omega das ähnlich, deshalb auch keine Prüfung und Bericht für umme... Daran sehe ich nichts Verwerfliches.
Die genannten Revisionskosten sind dann schon erstaunlich, ohne Einzelheiten zu kennen. Da ist die Verstimmung des OP nachvollziehbar.

Frank
 
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Heiliggeist

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Hallo,
Zu den 55,-: wer mal "Paketporto nach CH" nachschlägt, sieht schnell, dass da der Konzi eher draufgelegt hat. Und seine Arbeitszeit für Kundenberatung, Verpacken, Versenden, etc. ist auch nicht gratis, wenn er davon leben will.
Bevor ich falsch verstanden werde: auch ich halte das für einen grundsätzlich angemessenen Kurs für einen - überflüssigen - Versandservice.

Was mich ärgert - und das, finde ich, geht nicht - ist die Tatsache, dass die Konzessionshändler offensichtlich (und offensichtlich noch nicht einmal Omega - Deutschland) überhaupt niemanden mehr beschäftigen, dem vor Ort die Aufgabe zugewiesen wird, so ein Schätzchen zu öffnen, so dass sie die Uhr in die Schweiz geschickt werden muss, wo sie jedenfalls mir das "einmal Restauration oder gar nichts" Angebot machen. Das ist in etwa so, als würde VW keine Werkstätten vor Ort mehr anbieten, sondern verlangte, man müsse man ein Auto für einen kaputten Auspuff ins Werk schicken, wo Sie dir dann anbieten, entweder gleichzeitig auch den Motor und das Getriebe auszutauschen und noch neuen Lack aufzutragen oder es eben bleiben zu lassen.

Wenn es noch einen Uhrmacher vor Ort gäbe, wären die 55,- Euro für einen Kostenvoranschlag in meinen Augen okay, wenn nicht noch ein wenig günstig angesetzt. Dass es ihn nicht mehr gibt, hat System. Und zur Folge, dass

(I) das Wissen um die Kunst der Uhrmacherei mehr und mehr ausstirbt, weil es für junge Menschen keine Motivation mehr gibt, dies zu einem Beruf zu machen,
(II) das dekadente Wegwerfdenken gefördert,
(III) der Kunde auch nicht ernst genommen wird: ich wollte keine Restauration, ich wollte, dass sie wieder läuft. Und hätte dafür durchaus auch einen Tausender hingelegt. Viel mehr aber auch nicht.

Wenn Omega dieser Auftrag zu klein ist, weil

(I) es kaum noch Leute gibt, die die Kunst beherrschen, was dazu führt, dass die wenigen, die es noch gibt, einfach zu teuer sind, um sie für so einen läppischen Auftrag zu "verheizen",
(II) es für eine Firma, die Uhren verkauft, attraktiver ist, wenn der Kunde die alte wegwirft,
(III) man gar kein Interesse hat, den Kunden ernst zu nehmen: denn wenn er eine siebzig Jahre alte Uhr flott hält, dann macht es ja keinen Sinn, ihm alle zehn Jahre eine neue Uhr zu verkaufen, weil die andere aus den Gründen von I und II gar nicht mehr sinnvoll zu reparieren ist,

dann können sie mich gerne haben. Sowas kommt eben von Sowas, und eine Uhrenmarke, die in jedem zweiten Satz das Wort "Tradition" trötet, sich aber so verhält, die muss sich den Vorwurf gefallen lassen, verlogen zu sein (ich bin richtig sauer, und das gestern nochmal erzählt zu haben, macht es nicht besser). Denn sie war bis vor einem Jahr regelmäßig zur Revision. Es handelt sich keinesfalls um einen Dachbodenfund.

"Tradition" kommt vom Lateinischen "tradere" - übergeben, überliefern. Das setzt schon begrifflich voraus, dass man eine Haltung hat, die es fördert, etwas von Gestern auch nach morgen tragen zu WOLLEN. Dann muss man aber auch damit leben, dass es Kunden gibt, die sagen: Hey, ich will einfach nur Spaß an dieser Uhr haben und sie nutzen, wofür sie mal zusammengeschustert wurde. Und das wollen sie, ganz offensichtlich, nicht.

Was sie wollen, ist, Freaks die Taschen leer zu machen und Alltagsgegenstände so auf- und umzumodeln, dass daraus historische Stücke werden, die eben nicht mehr zu tragen sind, weil sie viel zu wertvoll gemacht worden sind, um sie außerhalb eines Glaskastens aufzubewahren. Damit pervertieren sie aber ihr eigenes Produkt: auch die teuerste Seamaster - Uhr ist nichts anderes als ein Alltagsgegenstand und wird ihrem Zweck entfremdet, wenn sie die Zeit nur im Schrank anzeigt. Das hat nichts mit Tradition zu tun - dieses Verhalten trifft eher das Lateinische "conservare" - erhalten, bewahren. Sie sollten deshalb lieber damit werben, eine konservative Konservendose zu sein, etwas fürs Museum, nicht für die Hosentasche.

Ich könnte nun anfangen, das ganz große Rad zu drehen. Wir brauchen uns nicht zu wundern, dass die Zeiten sind, wie sie sind - seit wir vor ungefähr ziemlich genau 50 Jahren angefangen haben, den Begriff der "Nachhaltigkeit" als eine Idee von verirrten Spinnern abzutun, die oftmals auch mit "linksversifft" attribuisiert werden. Da muss man sich auf der einen Seite nicht wundern, dass die Natur diesen Ball zurückschlägt, wenn wir lieber wegwerfen, als reparieren (alleine die Idee des Recycling ist ja zum Beispiel ein Hohn: tausendmal umweltschonender als Recycling ist es, erst gar keinen Müll zu produzieren).

Und muss auf der anderen Seite....ach, ich lasse es. Es reicht schon, noch einmal: "sowas kommt von sowas" zu sagen. Man muss sich nicht wundern, dass die vermeintlichen "Traditionsfirmen" es immer schwerer haben, auf dem Markt zu bestehen: verglichen mit der präzisen Zeitmessung einer Smartwatch, die theoretisch die Zeit auf die tausendste Nachkommastelle exakt berechnen kann, gibt selbst das optimal eingestellte feinmechanische Werk die Zeit nur Näherungsweise an, und zwar - im direkten Vergleich - so, als würde man die Position des Saturn mit "ziemlich genau direkt neben der Erde" bestimmen. Meine Frau arbeitet in einer Grundschule - selbst vielen Eltern ihrer Kinder (das sind mittlerweile auch bald die, die schon als Kind mit dem Smartphone aufgewachsen sind) können eine analoge Uhr nicht lesen. Brauchen sie ja auch nicht. Gibt ja Handies - und wenn das Glas kaputt ist, kaufen sie ein neues.

Man kann das auch gar nicht mehr zurückdrehen. Und sollte das vielleicht auch nicht. Keiner von uns würde sich die Zeiten von Peter Henlein zurückwünschen und ernsthaft fordern, sämtlicher horologischer Fortschritt seither möge verdammt werden. Analoge Uhren haben einen Markt, der sich aber nicht auf schnöselige Porschefahrer mit "Was kostet die Welt" - Attitüde beschränkt. Genau so fühle ich mich aber behandelt.

Als meine Uhr gebaut wurde, war sie wahrlich nichts, mit dem George Clooney sich auf einem Plakat wiedersehen hätte wollen. Die war das, was die Junghans vielleicht heute ist: solides Brot und Butter.
Mir geht es darum, dass diese Erfahrung einmal mehr belegt, dass ein China - Automatikchronograph mit BlingBling für 200 Euro (und setze hier: China - Auto, China - Handy, China - Staubsauger und Chinawasauchimmer als billig und wertlos abgestempelt wird) im Ergebnis manchmal ehrlicher ist als eine Einsteiger - Seamaster für 5.000,- €, die als Uhr "für die Ewigkeit" bepriesen wird. Und für die beim Kauf gesagt wird: "Jaja, teuer ist sie - aber das ist eine Anschaffung fürs Leben. Und so gesehen rechnet sie sich dann".

Fürn verlängerten Rücken rechnet sich das. Wenn der Chinakracher nur die zwei Jahre Gewährleistung hält und durch eine gleiche Uhr ersetzt wird, hat sich die Omega (ohne Inflationseffekte) erst nach:

5.000 Euro einmal in die Schweiz
./. 100 Euro p.a. nach China
=======
50 Jahren

"gerechnet". Wobei - eigentlich rechnet sie sich nie. Denn in den 50 Jahren haben wir auch noch einmal:


25 x 750,- € = 18.750 ,- € in die Schweiz

nur für die Wartung reingesteckt. Denn das ist der Kurs, den OMEGA auf seiner Website für einen Wartungsservice aufruft, der alle zwei Jahre ausgeführt werden will, weil sie nur so lange Garantie auf die Arbeit geben. Das wäre ja okay, wenn ich nach 50 Jahren immer noch "nur" 750 Euro bezahlen müsste. Wie etwa bei unserem Wohnmobil auf Mercedes Düdo - Basis: egal, was dieses Gefährt aus 1989 mechanisch hat, ich bekomme das Ersatzteil beim Händler innerhalb von 48 Stunden. Und jede Mercedeswerkstatt baut es mir ein. Das wäre bei einem /8 aus 1970 im Übrigen genauso, mag es da dann vielleicht 96 Stunden dauern. DAS nennt man Tradition.

Aber nach 50 Jahren gibt es, wie mein obiges Erlebnis zeigt, bei Omega niemanden mehr, der einen Wartungsservice durchführen kann, weil es keine Ersatzteile gibt. Oder will. Da ist dann jedes Mal das Omega Gesamtwohlfühlpaket fällig. Und all das führe ich darauf zurück, dass sie im stationären Handel keine Uhrmacher mehr wollen, die es können, sondern dieses Geheimwissen lieber in den Tresor in Biel einsperren. Und ihre Tradition vergessen sie dabei: denn Omega kann sich heute nur "Luxusmarke" nennen, weil es zur Zeit meiner Taschenomi genug mittelverdienende Tropfe gegeben hat, die gute Qualität zu einem mäßig hohen, aber angemessenen Preis gekauft haben. Was für genug Rücklagen gesorgt hat, um Ingenieure zu beschäftigen, die Prestigeuhren bauen, die auf den Mond geflogen sind.

Und das waren meine 50 Cent dazu. Mal schauen, ob Junghans auf längerfristige Kundenbindung wert legt. Die werfen ja auch dauernd mit dem Begriff "Tradition" um sich.
 
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