Meine französische Taschenuhr mit Spindelhemmung, Kette und Schnecke (Verge Fusee) aus der Zeit des Empire, ca. 1800

Diskutiere Meine französische Taschenuhr mit Spindelhemmung, Kette und Schnecke (Verge Fusee) aus der Zeit des Empire, ca. 1800 im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Heute will ich euch mit Stolz meine erste und einzige Spindeluhr zeigen. Gleichzeitig ist sie auch die älteste Uhr in meiner Sammlung. Sie hat...
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Heute will ich euch mit Stolz meine erste und einzige Spindeluhr zeigen. Gleichzeitig ist sie auch die älteste Uhr in meiner Sammlung. Sie hat hier nicht ihren ersten Auftritt, sondern wurde schon von Silke (@Ruebennase) vorgestellt, von der ich sie nun übernehmen konnte:
Ein Frontlader mit Charme
Dort hat @holli schon eine Eingrenzung der Entstehung abgegeben, was bei der anonymen Uhr ja nicht so einfach ist, auf einen Zeitraum zwischen 1780 und 1820.

Wenn man sich klar macht, wie alt die Uhr ist, mindestens 200 Jahre, kommt schon etwas Ehrfurcht auf. Der geschätzte Entstehungszeitraum war eine dramatische Zeit, vor allem in Frankreich. 1789 wurde in der Revolution der König gestürzt und die Republik ausgerufen. Um die zahlreichen Hinrichtungen v.a während der Jakobinerherrschaft unter Robespierre besser bewältigen zu können, wurde die Guillotine erfunden. Danach folgte der Aufstieg und Niedergang Napoleons bis 1813 und der Wiener Kongress zur nachnapoleonischen Neuordnung Europas bis 1815. Auch die Mode (der Männer) änderte sich stark, beeinflusst durch die Revolution. Das Rokoko ging zu Ende, das Empire begann. An Stelle der Kniestrümpfe und Kniebundhosen traten jetzt lange Hosen, die Perücken mit den Zöpfen verschwanden. Die Haare wurden recht lang gelassen, Koteletten waren in. Und eine neue Hutform kam auf, der Zylinder. Ungefähr so könnte der Erstbesitzer meiner Uhr einmal ausgesehen haben…

Z.Mode um 1800.png


Doch zurück zur Uhr. Sie hat 50,6 mm Durchmesser, eine Höhe von 59,5 mm mit Pendant und ist beachtliche 19,2 mm dick, wofür vor allem das hochgewölbte Glas verantwortlich ist, das noch das ursprüngliche sein könnte.
Das Silbergehäuse ist sehr gut erhalten und wurde von mir nochmal aufpoliert.

Verge.4.png


Die Uhr wird von vorn gestellt und aufgezogen und hat ein einfaches zweiteiliges Gehäuse mit einem vorderen Scharnier-Glasdeckel, der zur Seite weggeklappt werden kann. Das Gehäuse selbst besteht aus einem Stück, ohne hinteren Deckel. Das Gehäusemittelteil, der Glasdeckel und der Rand der Rückseite (der wie der Glasdeckel aussieht, aber fest mit dem Mittelteil verbunden ist) sind mit einer münzrandartigen parallelen Rändelung versehen.

Verge.1.png


Verge.2.png


Das Pendant hat eine kurze und schmale konische Basis und endet in einer grossen hochglänzenden Kugel. Der querovale Bügel hat zwei kleinere Kugeln am Gelenk mit dem Pendant.

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Der Rückenmittelteil ist nur sehr schwach gewölbt, fast flach, und trägt nahe beim unteren Rand eine querovale leere Kartusche (hier hätte der Besitzer seine Initialen anbringen können) und von der Kartusche als Zentrum ausgehend, eine fächerförmige, feine Gitterskulptur, die die Rückseite wie fein geschuppt aussehen lässt.

Verge.5.png


Auf der Gehäuse-Innenseite gibt es nur eine Punze. Man kann sie deuten als unvollständig abgedrückten Rhombus (bzw. auf die Spitze gestelltes Quadrat), darin ein Halbmond bzw. ein C. Darunter ein I bzw. eine römische Eins und dahinter arabisch die Zahl 13.

Verge.6.png


Um die Uhr aufzuziehen und zu stellen wird der Glasdeckel zur Seite weggeklappt. Die Uhr wird an der Achse der Schnecke aufgezogen (es passt Schlüssel Nr. 6), der Vierkant befindet sich in einem Loch im Zifferblatt bei Stunde Eins, der Rand des Lochs hat eine Einrahmung aus Metall (was Ausbrüche in der Emaille durch den Schlüssel verhindert). Die Zeiger werden direkt auf der Zeigerachse gestellt, die am Ende als Vierkant geformt ist, auch hier passt Schlüssel Nr. 6.

Verge.8.png


Die beiden Zeiger sind goldfarbene sogenannte Breguetzeiger, eine Sekundenanzeige fehlt, sie ist bei Spindeluhren fast nie zu finden. Die Stunden sind auf dem weissen, leicht gewölbten Zifferblatt kursiv arabisch geschrieben.

Das Uhrwerk ist oben mit einem Scharnier im Gehäuse befestigt und unten durch einen federnden Werkhalteriegel arretiert. Durch Eindrücken des Riegels mit dem Fingernagel löst sich er sich und das Werk kann nach oben herausgeklappt werden.

Verge.9.png


Verge.10.png


Unruhbrücke mit skelettierter Abdeckplatte (Coq de montre)
Zum Vorschein kommt ein anonymes vergoldetes Werk französischer Bauart. Die grosse Unruh ist abgedeckt durch eine Unruhbrücke mit zwei Schrauben zu beiden Seiten (anstatt eines Klobens mit einer Schraube). Die Abdeckung ist individuell gestaltet, kunstvoll skelettiert und graviert. Hier ist der skelettierte Teil ein äusserer Kreis von Blätterranken in Form sinusförmiger Wellen und einem inneren Kreis radialer Strahlen. Der breite Rand verbirgt den darunterliegenden Unruhreif der dreispeichigen Ringunruh. Die Unruhwelle hat ein seitlich mit einer Schraube befestigtes Deckplättchen aus Stahl. Die Unruhlager und auch alle anderen Räderwerkslager sind Metall-Lager. Rubin-Lagersteine und Decksteine gab es bei Spindeluhren noch nicht (von seltenen Ausnahmen gegen Ende ihrer Ära abgesehen).

Verge.11.png


Die Verge-Fusee-Werke sind Vollplatinenwerke, d.h. die hintere Deckplatine deckt das Uhrwerk vollständig ab und die Unruh ist oben (bzw. hinten) auf die Deckplatine aufgesetzt und von oben mit einem Kloben abgedeckt. Man sieht also nicht sehr viel von der Mechanik des Werkes, wenn man von hinten darauf schaut. Links neben der Unruhbrücke sieht man die Regulierscheibe des Tompion Regulators:

Tompion-Regulator
Erst ab ca. 1675 (erfunden von Christiaan Huygens) gab es die Unruh mit Spiralfeder, sie löste die spiralenlose Löffelwaag und Unrast ab und erhöhte die Ganggenauigkeit erheblich. Der Tompion-Regulator kam schon etwa gleichzeitig dazu, mit dem man die Geschwindigkeit der Uhr durch Veränderung der aktiven Spiralenlänge (und damit der Schwingungsweite) genau einstellen konnte. Kurz danach kam die Minutenanzeige auf.

Verge.15.png


Neben der Unruh gibt es eine runde silberfarbene Platte (wohl aus Silber) mit einer Regulierskala, beschriftet mit A (Avance = schneller) und R (Retard = langsamer). Unsichtbar, auf der Unterseite dieser runden Scheibe befindet sich eine drehbare gezähnte Scheibe, die Achse ist ein Vierkant, mit dem man die Zahnscheibe verdrehen kann. Ein fest auf den Vierkant gesteckter Zeiger bewegt sich mit zur Anzeige auf der Skala.
Das Zahntrieb der Zahnscheibe greift ein in die Zähnelung auf der Aussenseite eines Bogens, der am einen Ende den Rücker (Regulierschlüssel) aus zwei eng bei einander liegenden Stiften trägt. Die Unruhspirale läuft zwischen den beiden Stiften hindurch. Der Bereich zwischen dem Spiralklötzchen und den Stiften schwingt nicht mit. Die aktive Spirale wird also umso länger - und schwingt umso langsamer - je näher die Stifte beim Spiralklötzchen liegen und wird umso kürzer -und schwingt schneller – je weiter man die Stifte vom Spiralende am Klötzchen wegbewegt. Der bewegliche gezähnelte Regulierbogen ist ebenfalls unsichtbar auf der Unterseite einer flachen Abdeckplatte von der Form eines halben Rings verbaut (verborgen unterhalb der Unruhbrücke und schlecht zu sehen), der Bogen hat einen Kiel und wird in einer Rinne geführt.
In diesem Thread im NAWCC-Forum kann man Fotos von den Teilen eines Tompion-Regulators sehen:
Tompion Style Regulators.... HELP


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Bewegliche Teile rot, die Pfeile zeigen die Bewegung beim Regulieren in Richtung 'Retard' (langsamer)

Die Uhr lief gut und stabil in allen Lagen, aber merklich zu schnell, ca. +40min/24h. Ich habe sie also langsamer reguliert. Der Vierkant des Regulators wird mittels eines passenden Uhrenschlüssels (hier Grösse 11) in Richtung ‘R’ gedreht, dabei muss man immer (vergrössert durch eine Lupe etc.) die Rückerstifte an der Spirale im Auge behalten, damit man die Spirale nicht verformt, falls es mal hakt. Ich habe die Uhr nun fast maximal ins Minus reguliert, näher möchte ich die Stifte nicht zum Spiralenende (Spiralklötzchen) schieben. Die Uhr läuft immer noch etwas zu schnell, ca. +23min/24h. Sie läuft nach Vollaufzug ganz ab in etwa 30 Stunden.

X.Verge.Werkschema.1.png


Die Verge-Fusee-Werke sind Pfeilerwerke, d.h. die Grundplatine und die Deckplatine sind durch Pfeiler miteinander verbunden. Bei diesem Werk sind es vier Pfeiler, sie sind einfach zylindrisch und wie üblich an ihrer Spitze, auf der Aussenseite der Deckplatine, quer durchbohrt und mit kleinen Splinten gesichert. Die Form der Pfeiler war recht typisch für die Epochen und Entstehungsgebiete und kann oft zur Einordnung herangezogen werden. Man kann seitlich in das Werk hineinschauen und Teile der Mechanik erkennen. Die folgenden vier Fotos zeigen das Werk einmal rundum.


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Kette und Schnecke (Fusee)
Ab ca. 1600 verbreitete sich die Schnecke (Fusee) in Taschenuhren und löste das Stackfreed ab, das früher zur Kompensation der ungleichen Kraftabgabe der Feder während des Ablaufens benutzt wurde.

Die Uhr wird an der Schnecke aufgezogen. Die Schnecke besteht aus zwei Teilen, die gegeneinander drehbar sind: dem Konus (eigentlich kein Konus, sondern ein Hyperboloid), auf dem sich die Kette aufwindet und dem Zahntrieb unterhalb der Basis des Konus. Beim Aufziehen wird der Konus gegenüber dem fest stehen bleibenden Zahnrad (das ja mit dem Räderwerk verzahnt ist) an seiner Basis verdreht. Dabei wird die Kette von der Wand des zylindrischen Federhauses gezogen und von der unteren breiten Basis zur immer schmaler werdenden Spitze auf die Schnecke aufgewunden. Bei der ablaufenden Uhr dreht sich der Konus in die Gegenrichtung, dabei ist er fest arretiert mit dem darunterliegenden Zahnrad, das sich mit bewegt und das Räderwerk antreibt. Dabei wird die Kette langsam von der oberen schmalen Spitze des Konus her nach unten abgewickelt und wieder auf die Wand des ebenfalls rotierenden Federhauses aufgewickelt.

X.Verge.Werkschema.3.png


Spindelhemmung (Verge)
Die Spindelhemmung fehlte bisher in meiner Sammlung. Das darf nicht sein, denn sie ist die älteste Uhrenhemmung überhaupt und stammt noch aus dem Mittelalter, wo sie ab ca. 1300 in Grossuhren verwendet wurde. Später wurde sie in die etwa ab 1480 gebauten tragbaren Uhren (Dosenuhren, Taschenuhren etc.) übernommen. Die Spindelhemmung war auch am längsten in Verwendung, über 300 Jahre lang, bis sie von überlegenen Hemmungsarten in den frühen 1800er Jahren verdrängt wurde.

Auf Youtube findet man eine gute Animation, die die Spindelhemmung bei einer Taschenuhr in Aktion zeigt:


Ich habe aus mehreren Einzelbildern ein Schaubild zusammengestellt und mit Beschriftungen ergänzt:

X.Verge.Werkschema.2.png


Ich habe auch versucht, das quer im Werk liegende Spindelrad zu fotografieren, was nicht so einfach ist, weil es tief im dunklen Uhrwerk liegt. Mit Hilfe des Mikroskops ist mir ein ganz gutes Bild gelungen, glaube ich.
Die Unruhachse trägt an zwei Stellen übereinander zwei rechtwinklig von der Achse abstehende Spindellappen. Diese sind gegeneinander verdreht und bilden zwischen sich einen Winkel von etwa 90°, dadurch bedingt kann die Unruh bei der Spindelhemmung maximal 90° weit schwingen. Der Abstand der Spindellappen an der Unruhachse entspricht dem Durchmesser des senkrecht stehenden Hemmungsrades, genannt Spindelrad, Steigrad oder Stirnrad, das mit einer schrägen, sägezahnartigen Verzahnung (Spindelrad A) abwechselnd in die Spindellappen eingreift. Die Anzahl der Sägezähne muss immer ungerade sein. Weiter hinten an der quer im Werk liegenden Spindelradwelle gibt es ein kleines Trieb (Spindelrad B), das mit den Zähnen am Reif (Kronrad A) des ungewöhnlich aussehenden Kronrades verzahnt ist, das kleine Trieb des Kronrads (Kronrad B) ist verzahnt mit dem Zahntrieb am Reif des Kleinbodenrads (Kleinbodenrad A), das kleine Trieb an der Welle (Kbr B) ist verzahnt mit dem Minutenrad, das hinter dem Kleinbodenrad liegt und auf dem Foto nicht zu sehen ist.

Verge.12.png


So, das ist nun alles. Ich hoffe, es war nicht zu viel Blabla. Vielleicht habt ihr noch zusätzliche Bemerkungen, Infos zur Uhr, oder sonst etwas Interessantes.

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Gruss Andi
 
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Ruebennase

Ruebennase

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Wow Andy das nenne ich mal eine Vorstellung mit Zeitreise und fundierter Erklärung aller vor zu findenen Technik. :-). Ich freue mich ein Loch in den Bauch, dass die Uhr bei Dir beim Richtigen ist, den Sie vollkommen fasziniert. Bei mir hatte sie doch ein Schattendasein im Gegensatz zu der für mich passigen tollen Tauschuhr :-).
Da ich die Uhr life kenne, kann ich nur bestätigen, dass man ihr Alter kennen muß, da ihr Äußeres einfach zeitlos gestaltet ist und nur das gewölpte Glas Sie etwas verrät. Durch das Fehlen von Dellen, Abplatzern und starkem Abrieb kann man ihr die 200 plus X Jahre gar nicht an sehen :-). Innen wird es natürlich anders, wenn man der schlicht gamachten aber eindeutig altertümlichen Technik gewahr wird.

Danke für diesen Thread
Rübe
 
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holli

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Hallo Andy
Respekt,super Vorstellung,tolle Spindeluhr,Gratulation dazu:-)
zur Info:Spindeltaschenuhren mit kleiner Sekunde gab es bereits ab Mitte des 17.Jhd.;-)
 
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Matthias MUC

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Ich plädiere stark dafür, den Beitrag zu den redaktionellen zu verschieben! Das ist nicht nur eine zauberhafte Vorstellung, die die Meßlatte gewaltig hoch legt, wenn ich dran denke, daß ich meine eine geerbte auch schon längst vorstellen hätte wollen/sollen/müssen, sondern vor allem ein umfassender Fachbeitrag, wie bei diesen Oldies alles funktioniert und zusammenspielt und welches Teil wie heißt etc....

lG Matthias

PS.: Mir fallen beim Betrachte der Bilder die Augen raus.... Die Uhr könnte fast aus demselben Stall wie meine stammen. Die Detailabweichungen sind minimal. Der Minikloben neben der Unruhbrücke fehlt, die Unruhbrücke ist etwas anders verziert und das ganze Werk ist so eingebaut, daß der Aufzug bei der 2 ist, Im Gehäuse steht zwar nicht die Raute mit dem Halbmond, aber ebenfalls I13.... (sieht so aus wie auf Deiner, könnte ein großes I mit enormen Serifen, fast wie ein T oder eine römische 1 sein....). Gesamtabmessungen passen ebenfalls....
 
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andi2

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Hallo Leute,
danke für den Zuspruch.
@Ruebennase
: Da hab ich wirklich was Schönes bekommen von dir, hübsch und noch perfekt erhalten!
@Matthias MUC Was ich da geschrieben habe, habe ich mir selbst erst vor Kurzem angelesen. Ich bin ja noch ein Spindeluhren-Frischling. Weil es immer mühsam ist, alle Infos zusammenzusuchen, schreibe ich gern alles zusammen, was ich zu einem Thema weiss. (Auch für mich selbst, zum späteren Nachschauen, man vergisst ja so viel...) Ich versuche es dann so zu gestalten, wie ich es am Anfang der Einarbeitung gern vorgefunden hätte.
Das wird dann oft ziemlich lang und umschweifig. Da freut es mich natürlich wenn sich die Mühe lohnt und das gern gelesen wird.
Gruss Andi

PS: Mittelfristig habe ich noch einen Plan. Falls ich ein Schrottwerk, das irreparabel sein kann, aber möglichst vollständig und dem Werk meiner Uhr ähnlich sein sollte, billig bekommen kann, möchte ich es zerlegen und hier noch Fotos des teilzerlegten Werkes zeigen. Man findet da nicht viel auf dem Netz...
 
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Ruebennase

Ruebennase

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Etwas off topic:
By the way ist diese Uhr auch ein herorragendes Beispiel wie Forum im Idealfall funktioniert. Ein AU Sammler findet beim Schmelzer eine nicht tickende Silberuhr und weiß das sie gut erhalten ist und sie nicht in die Schmelze sollte. Weil er nichts damit anfangen kann überläßt er sie einer Sammlerin die sie zu ihrem Uhrmacher bringt. Dieser ist erst per mail skeptisch ob reperabel, was bei einfachen Spindeluhren angebacht ist. Nun das Wunder von Uhemacher schickte Sie mir dann doch strahlend und tickend zurück. Ich bin froh das sie "lebt" und fasziniert jedoch lag sie nach ausgibigen Studium und lernen am Praxisbeispiel nun überwiegend in der Lade. Vollplatinenwerke im Allgemeinen und diese sehr alte in der Instandsetzung tückische Technik sind nichts was ich sammeln und tief einsteigen werde. Ich liebe halt mein Thema und die offenen Brückenwerke. Dann kam mein und Andys Gespräch zufällig darauf, dass er eine Spindel sucht was nach all den Jahren immer per Netz ein Vabanquespiel ist. Fix Uhren getauscht und es entsteht ein fantastischer Thread mit enormen Lerneffekt. Ich plädiere auch dafür diesen Thread an zu pinnen oder zu den redaktionellen Beiträgen zu verschieben und ggf. dann entpersonalisieren aus Mein Eine machen etc. und den ersten Absatz weg läßt ggf. noch durch die Froumsrettung ersetzt. 8-)

Ich freue mich
Rübe
 
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Faisaval

Faisaval

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Hallo Andi,
einfach nur wunderbar Deine Vorstellung. :klatsch:Garniert mit geballter Info, tollen Bildern und leicht verständlichem Anschauungsmaterial ist sie ein absoluter Lesegenuss.
Und die Uhr ist ein absolutes Highlight. Da kann ich Rübe nur zustimmen, die Uhr hätte keinen besseren Besitzer bekommen können!:super:
Die Freude an der Uhr muss ich Dir gar nicht erst wünschen, denn diese liest man jeder Zeile Deiner tollen Präsentation.
Nochmals herzlichen Dank fürs daran teilhaben lassen.:-P
 
Spindel

Spindel

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Tolle Uhr und tolle Vorstellung.:super:
Da muss man dann auch was dazu schreiben und nicht nur Liken, sonst gehen solche Sachen ganz schnell unter.
Gruß Roland
 
husky

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Hallo,
die Vorstellung dieser Uhr ist erstklassig, ich freue mich immer, wenn so ein detaillierter Bericht vorgestellt wird.
Fachlich ist die Präsentation grandios. Bisher habe ich mich vorwiegend über deine Kommentare gefreut - nun solche schöne Uhr
in einer gelungenen und anschaulichen Art.
Meine Freude war natürlich besonders, da es sich um eine Uhr mit einer Spindelhemmung handelt.
Mit freundlichen Sammlergrüssen
Michael
 
andi2

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Hallo, danke an Alle!
Die Beiträge von dir, @husky, hätte ich oben schon erwähnen sollen. Dort werden ganz besondere Taschenuhren i.w.S gezeigt. Stücke, die man sonst nicht so im Detail zu sehen bekommt. Dabei sind auch sehr alte Stücke aus der Anfangszeit der tragbaren Uhren (Renaissance). Dort kann man sich mal z.B. eine Löffelwaag oder auch ein Stackfreed ansehen.
Eigentlich wäre es nicht schlecht, eine Liste dieser Beiträge (klickbar) in einem oben angepinnten Thread zu haben.
 
monozelle

monozelle

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Klasse, da hab ich eine Menge über die Spindelhemmung gelernt, die ich so noch nicht in Aktion gesehen hatte. Danke dafür! 😃👍
 
music-power

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Hallo Andi,

auch von mir ein herzliches Dankeschön für diese gekonnte und kurzweilige Vorstellung eines echten Methusalems! Wow, kann ich da nur sagen! Das macht richtig Lust, wieder eine so schöne, alte Uhr besitzen zu wollen.

Beste Grüße,
Frank
 
Thema:

Meine französische Taschenuhr mit Spindelhemmung, Kette und Schnecke (Verge Fusee) aus der Zeit des Empire, ca. 1800

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