Mein neues " Goldstück"

Diskutiere Mein neues " Goldstück" im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Vielen Dank für die Aufnahme in diesem Forum...bin eigentlich nicht so der Fan von antiken Uhren...habe bisher eher eine Vorliebe für moderne...
CDet

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Vielen Dank für die Aufnahme in diesem Forum...bin eigentlich nicht so der Fan von antiken Uhren...habe bisher eher eine Vorliebe für moderne Armbanduhren der Marke Maurice Lacroix...aber nun kam durch den Tod meines Schwiegervaters ein Familienerbstück dazu...möchte diese Uhr mal in Bildern vorstellen und wäre auch zu Informationen ( Alter,Fabrikat usw.) sehr dankbar...die Uhr wird auf keinen Fall verkauft und ich bitte Anfragen deswegen zu unterlassen...
 

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Matthias MUC

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Das ist wohl eine Repetition. Läuft die Uhr? Bei dem optisch wie aus dem Ei gepellt schönen Zustand würde mich wundern, wenn sie nicht liefe. Scheint irgendwelche Chronometergraphen*- = Stoppuhrfunktion zu haben (Kleine Sekunde UND ein großer Sekundenzeiger) UND eine Repetition (man sieht am Werk die Klagstäbe (die umlaufenden "Ringe" und die Hämmer, zwei an der Zahl - evtl. also eine Viertelstundenrepetition, die auf Knopfdruck die ganzen und Viertelstunden schlägt?
NAchtrag noch: Seh ich das richtig, die hat normalen Rückendeckel UND Staubdeckel UND ein Glas überm Werk?

<edit> * .. ich weiß, ich lern's nie </edit>
 
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Tiktakbrasil

Tiktakbrasil

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Ja, du siehst richtig. Gibt´s öfters bei ordentlichen Uhren. Die Stopuhrfunktion heißt übrigens Chronograph und nicht Chronometer. Ein Chronometer ist eine besonders genau gehende Uhr, die eine bestimmte vorgegebene Genauigkeit einhalten muss.
Es kann auch eine Minutenrepetition sein, das muss uns der TS noch verraten. Sichtbar ist das nur unter dem Zifferblatt. Schöner Sekundenstopzeiger, speziell das Gegengewicht gefällt mir gut. Massiv konstruiertes 18 kt Goldgehäuse, liegt bestimmt satt in der Hand.
Ich sehe links vom oberen Hammer auf dem letzten Foto eine Nummer, ist aber vermutlich eine Spiegelung des inneren Deckels. Ansonsten gut durchgesteintes Werk mit Brequetspirale und, da sie läuft, vermutlich mit aufgeschnittener Kompensationsunruhe. Der Deckstein für das Hemmungsrad ist auch schön ausgeführt.
Die rote 300 - Skala auf dem Zifferblatt ist der Schlagzahl des Uhrwerkes von 18 000 / Stunde geschuldet, daher auch die Fünftel Sekundeneinteilung des Zifferblattes.
Schönes Ührchen, gefällt mir. Viel Spaß damit und immer wieder mal Schlagen lassen.


Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 
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Ruebennase

Ruebennase

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DAsAlter der Uhr dürfte grob geschätzt 1910/20 sein. Das komplizierte Uhrwerk ist fein ausgeführt. Hier: Chronographen 19"' kannst Du mal einige dieser Werke vergleichen. Eine Repition mit Chronograph ist schon eine verwirrende Saxche und ich bin kein Kaiberzuordnungsexperte. Auf Grund der Qualität des Werkes wäre mein erster Verdächtiger in diesem Fall ein Le Coultre Basiswerk: Mikrolisk - The horological trade mark index Richtung Kaliber 35. Da weiß hoffentlich Jemand etwas belastbareres.

Grüße Rübe
 
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Unruhgeist

Unruhgeist

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LeCoultre ist schon richtig. Ich tippe aber eher auf ein Kaliber 46 statt des 35. Die Hämmerchen liegen hier hintereinander. Nicht gegenüber. Allerdings finde ich nirgends eine Werkabbildung in Savonette Ausführung. Nur Lepine sind aufzutreiben.

Grüße,
Unruhgeist
 
CDet

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möchte mich erstmal recht herzlich für die zahlreichen Kommentare bzw. Erläuterungen bedanken...bin leider absolut kein Uhrenexperte und muss mich halt etwas länger in die Thematik einlesen...die Uhr ist ja ein Handaufzug und war komplett ( wahrscheinlich noch von meinem Schwiegervater ) aufgezogen...da ich nicht so richtig wusste wie man sie "startet", habe ich einfach bissel rumexperimentiert und schließlich lief sie mit dem Drücken des seitlich am Gehäuse befindlichen Drückers an...mit diesem Drücker lässt sich auch der große Sekundenzeiger wieder auf die zwölf stellen bzw. ist damit auch eine Art Stoppuhr möglich...neben dem Hammer ist keine Nummer zu erkennen...das ist die Nummer auf dem inneren Deckel ( 47032 und darüber die Buchstaben AE ) was bedeuten diese Beiden Punzen überhaupt...ist das ein Verweis auf den Hersteller...Goldschmied oder ähnliches...? was die sogenannte Repetition betrifft kann ich keine Aussage treffen...wenn man den verschiebbaren Drücker betätigt schlägt sie ganz schön viel...aber da ich leider nicht mal weiß wie man die Uhr stellt ( vielleicht gibt mir da mal jemand Hilfestellung..? ) kann ich da im Moment kein System erkennen...
 
Ruebennase

Ruebennase

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Da erfreulicher Weise der Kupplungsaufzug schon erfunden war, geht das Stellen der Uhr vermutlich wie Du es gewohnt bist durch ziehen der Krone. Alles Andere würde mich jetzt sehr überraschen. Am besten stellst Du die Uhrzeit auf ca. 1:20 oder 2:20 dann bimmelt sie nicht so viel :-). Vermutlich handelt es sich um die häufigeren Viertelrepititionen. Das heißt der eine Hammer zumeist mit dem Dunkleren Ton zählt die Stunden und der Andere solle die Viertelstunden auf zählen. MInutenrepititionen sind zwar echt cool aber man muß schon viel zählen grins und daher gibt es sie eher selten. Genutzt wurden sie damals wenn die Lichtverhältnisse ein Ablesen der Uhr schwierig machten, denn das mit "knipps Lampe an" war nicht überall und insbesondere auf Reisen gegeben. Hinzu kommt natürlich auch das eine komplizierte schwere Golduhr auch ein Statussymbol war.

Grüßr Rübe
 
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Matthias MUC

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Man möge mich korrigieren: Kleiner Zeiger sollte die normale Sekunde sein und immer laufen. Großer Zeiger = Stoppuhr, 300Sek = 5 Minuten (rote Ziffern) . für eine Runde, die ganzen 5 Minuten werden offensichtlich nicht extra angezeigt (manche Chronographen haben dafür einen Extrazeiger, wie die kleine Sekunde, unter der 12). Start >> Stopp >> zurückstellen über den seitlichen Knopf? Aufziehen an der Krone, Stellen über Ziehen der Krone, kein Extraknopf, der betätigt werden muß (der typische Fingernageldrücker zum Stellen neben der Krone bei ältern Uhren ist nicht vorhanden)? Die Krone hätte (am Foto leider nicht sichtbar) sicher auch einen Knopf, der aber nur für den Springdeckel vorne zuständig ist? Womit startet der Schlag der Repetition?

lG Matthias
 
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Matthias MUC

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= der "Drücker" an der Seite, Drücken = Stoppuhr und Schieben = Repetition?
 
CDet

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danke für den Hinweis bezüglich des Uhrzeit einstellen...habe ich mir auch schon gedacht mit dem raus ziehen der Krone...war wohl doch etwas zu zaghaft ( man möchte ja auch nichts kaputt machen..) und werde es heute abend nochmals mit etwas mehr "Zug" probieren...
 
CDet

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übrigens die Krone hat einen Knopf zur Öffnung des Sprungdeckels...
 
Unruhgeist

Unruhgeist

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durch ziehen der Krone
BLÖDSINN!!!
Zieh bloß nicht an der Krone rum!!


An der Lunette (dem Glasring über dem Zifferblatt) ist bei 4 Uhr ein kleiner Hebel.
Da hakst du mit dem Fingernagel ein und ziehst den Hebel etwas hervor. Dann kannst du die Zeit durch Drehen an der Krone einstellen.


@Ruebe: ...und das von einem Profi wie dir. Mann,Mann...

...Und weil es eine Repetition ist: NIEMALS die Zeit rückwärts einstellen!! NIE!!
IMMER vorwärts! Sonst hat sich das schnell erledigt mit der Uhr!
 
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Ruebennase

Ruebennase

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Autsch ...rtichtig ..den hatte ich glatt übersehen ..klar bei einer Savonette gibt es kein DRrücker ..OMG
 
CDet

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stimmt da ist ein kleiner Hebel..ich dachte aber der ist zum Einklemmen/Verklemmen des Sprungdeckels...?
 
CDet

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vielen Dank nochmals an alle hier im Forum für die vielen wichtigen Hinweise...hat mir wirklich sehr geholfen im Umgang mit meinem neuen "Goldstück"...noch eine oder zwei Fragen zum Schluß...soll man die Uhr immer mal laufen lassen...? ( 1x wöchentlich oder 1x im Monat oder dauernd...? ) und dabei komplett "runter" laufen lassen oder einfach aufgezogen anhalten...?
 
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monozelle

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Bei der "4" ist der Hebel zum Herausziehen und Zeigerstellen. Bei der "3" ist die Zunge, die den Sprungdeckel verriegelt.

An dieser Stelle noch ein Tipp, falls du neu mit Taschenuhren / Savonetten bist und den noch nicht kennst... man sieht so oft (z.b. in Filmen), dass Leute den Deckel von Savonette-Taschenuhren nach dem Zeitablesen einfach lässig zudrücken und die Zunge mit einem "Knack" in den Deckel einrastet.
Bitte niemals machen. Das nutzt den Deckelrand ab, irgendwann greift der Mechanismus nicht mehr und das Gehäuse lässt sich nicht mehr schließen. Das wäre bei dieser wertvollen und gepflegten Uhr ein Jammer.

Immer zuerst Krone drücken, Deckel schließen, dann Krone loslassen. 😉

Wertanfragen sind hier unerwünscht (Forenregel 2.5), bitte löschen. Juwelier oder Uhrmacher fragen.
 
CDet

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alles klar...danke...werde es mir merken...👍
 
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Matthias MUC

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oder einfach aufgezogen anhalten...?
Eigentlich sollte die Uhr, sobald sie ein, zwei Umdrehungen aufgezogen ist, unaufhaltsam zu laufen beginnen (Unruh + kleine Sekunde + normales Zeigerwerk), ein "Anhalten" des gesamten Werks (der "Sekundenstop" zum sekundengenauen Stellen der Uhrzeit wie bei moderneren mechanischen Armbanduhren) wäre bei Taschenuhren eher unüblich. Ist das bei der so?
Ansonsten mit oder ohne Sekundenstop: Eher abgelaufen lagern (keine Spannung auf Federn, Sperrwerk etc.). Wenn die Uhr so gut in Schuß ist, daß Du sie regelmäßig zu passenden Gelegenheiten ausführen möchtest, würde ich auf jeden Fall zu einer Revision raten. Komplette Grundreinigung und Überprüfung, und, am wichtigsten, alte = verharzte Schmierungen erneuern >> Sache für einen Profiuhrmacher, sicher nicht ganz billig, irghendwo unterer bis mittlerer dreistelliger Bereich, aber bei dem Stück absolut angemessen und es lohnt sich der Aufwand, und dann ist für die mindestens nächsten 10 Jahre auch regelmäßig getragen erst mal Ruhe. Über heutige Weisen, eine TU "artgerecht" auszuführen, siehe auch Mikrolisk.

Bitte gerne noch ein paar Fotos mit Krone und mit Außenansicht (Deckel beide zu) einstellen. Wenn sie ganz leichte Gebrauchsspuren außen hätte (Mikrokratzer) würde es die Überlegung, ob man sie museumsmäßig schont oder gelegentlich auch ausführt, erleichtern. "Meine" geerbte, stinknormale TU hat solche angemessenen Spuren und ich hab deshalb keine Scheu, sie bei passenden Gelegenheiten ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen auszuführen, "artgerecht" am kurzen Kettchen in der Uhrentasche der Jeans.

lG Matthias
 
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