Mechanische uhren nur ein modetrend für die superreichen?

Diskutiere Mechanische uhren nur ein modetrend für die superreichen? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; hallo an alle, wie ihr vielleicht wisst bin ich erst seit kurzer zeit mitglied in eurem forum und mein interesse für automitische uhren (in...
#1
berlioz73

berlioz73

Themenstarter
Dabei seit
21.11.2006
Beiträge
1.091
Ort
wolfsburg jetzt, münchen früher
hallo an alle,

wie ihr vielleicht wisst bin ich erst seit kurzer zeit mitglied in eurem forum und mein interesse für automitische uhren (in meinem fall prs516) ist auch noch relativ frisch.
seit dieser zeit aber (ca. oktober 2006) beschäftige ich mich allerdings regelmäßig (fast täglich) mit diesem thema - mit allen möglichkeiten die das informationszeitalter so bereit hält wie z.b. internet, fachzeitschriften, in eurem forum und wann immer mir was in die hände fällt.

langsam, ganz allmählich kann ich mit meinem halbwissen über mechanische uhren bei meinen freunden schon verwunderung und erstaunen hervorrufen, was natürlich mein verlangen nach mehr input noch intensiviert.

allerdings und das fällt mir unangenehm auf scheint es unter den "sogenannten uhrenliebhabern" verschiedene kategorien zu geben, die sich bei näherer betrachtung nicht über das wissen und verstehen einer mechanischen uhr, sondern über deren preis definieren.

das wäre auch nicht weiter schlimm, würde der uhrenmarkt nicht zu 100% darauf reagieren, was heissen soll; uhrenmarken sprießen wie pilze aus dem boden, bauen ein eta-werk in ihr bestelltes gehäuse, noch ein ziffernblattdesign, was die uhr wenigstens ein bisschen von den anderen unterscheidet, und mal schwupps ab 550€ aufwärts verlangen.
will man dann vielleicht noch einen chronographen kommt man unter 1000€ fast gar nicht mehr davon.

bitte jetzt keine beispiele a la revue thommen! ich rede hier von der regel!

für mich der sich nun wirklich für dieses thema interessiert bleiben eine handvoll marken übrig mit denen ich nun vorlieb nehmen muss - denn mal eben 1200€ für einen noch günstigen chrono ausgeben bleibt für mich erstmal purer luxus - ich denke in den frühen 80iger jahren wo der markt für mechanische uhren noch am boden lag hätte man sehr gute uhren zu super preisen bekommen können.
jetzt wo wieder jeder sein geschäft wittert sollte man auch an die leute denken die der mechanischen uhrenindustrie auch damals in den 80iger jahren nicht den rücken gekehrt haben und gute uhren zu fairen preisen auch für die wirklich interessierten (vielleicht nicht so gespickten) bereithalten.


das wäre mein wunsch für die zukunft.

gruß berlioz73
 
#2
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
Hallo berlioz73,

Du sprichst hier ein Thema an, über das sich bestimmt endlos diskutieren läßt. Gewiß gibt es nicht wenige Uhrenbesitzer, die einen Uhrenkauf vom Vorhandensein der Faktoren "Mindestpreis" und "wohlklingender Markenname" abhängig machen. Über diese Käufergruppe herzuziehen, mag vielleicht hin und wieder ganz erbaulich sein, ist aber für uns weniger betuchte Uhrenliebhaber Energieverschwendung.

Diese Käufergruppe erscheint mir weitgehend kritikresistent (siehe die Beiträge in einem bekannten Forum, wo es um die Uhren mit dem Krönchen geht) und ist auch bereit, zum Teil völlig überzogene Preise für ihre Lieblingsmarke(n) zu bezahlen. Da es offenbar genug von diesen Leuten gibt und die betreffenden Uhrenhersteller oft sogar steigende Umsätze zu verzeichnen haben, wird sich daran auf absehbare Zeit auch nichts ändern. Die haben's schlicht und ergreifend nicht nötig!

Warum sollen sie ihre Uhren auch preiswert(er) verkaufen - was wohl in vielen Fällen durchaus möglich wäre, ohne auf ausreichenden Profit verzichten zu müssen - wenn es mehr als genug Käufer gibt, die bereit sind, die geforderten überhöhten Preise zu bezahlen?

Ich finde, bei einem solchen Geschäft profitieren Hersteller UND Käufer, jeder auf seine Weise: Der Hersteller, der seine Produkte zu Fantasiepreisen verkauft und damit satte Gewinne einfährt, die Käufer, die sich über den hohen Preis Exklusivität erkaufen und sicher ganz froh sind, zum erlauchten Kreise derjenigen zu gehören, die sich eine solche Uhr leisten können. Ein ähnliches Verhalten beobachtet man ja schließlich nicht nur bei Uhren, sondern auch bei Kleidung, Möbeln, Autos etc.

Wo es Käufer für bestimmte Produkte gibt, da gibt es auch Hersteller, die deren Bedürfnisse befriedigen werden; und wo der Kunde bereit ist, sehr viel Geld auszugeben, da wird es auch von ihm verlangt werden.


Ich finde, genau wie Du, die Preispolitik vieler ETA-Einschaler sehr fragwürdig. Oft wird hier versucht, mit minimalem Aufwand ein Maximum an Gewinn zu erzielen. Aber letztendlich entscheiden doch wir Kunden darüber, ob eine solche Preispolitik von Erfolg gekrönt ist oder nicht. Ich jedenfalls kaufe eine Uhr nur dann, wenn ich davon überzeugt bin, daß sie ihren Preis (zumindest weitgehend) wert ist.

Leider sind unter den Uhrenkäufern fast ausschließlich völlig ahnungslose und fachunkundige Leute zu finden, die in der Regel noch nicht einmal eine Quarz- von einer Automatikuhr unterscheiden können, selbst dann nicht, wenn letztere einen Glasboden hat. Fairerweise muß man sagen: Wir können auch nicht von jedem Uhrenkäufer verlangen, daß er vor dem geplanten Kauf einer Uhr so tief in die Materie eintaucht, wie das einige hier im Uhr-Forum tun. Schließlich sollte man sich der Tatsache bewußt sein, daß Uhren für die meisten Menschen lediglich einen Gebrauchsgegenstand darstellen und kein Liebhaberobjekt, und das ist ihr gutes Recht: Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Uhren!

Daher kaufen die meisten Leute ihre Uhr, weil sie ihnen rein optisch gefällt. Manche andere, weil sie ihnen ein bestimmtes Prestige versprechen. Die Qualität im Verhältnis zum Preis oder gar die Technik der Uhren ist für den überwiegenden Teil der Käufer zweit- und drittrangig.


Aber dafür können wir ja auch dieses Forum nutzen: um bei anderen Leuten mehr Bewußtsein für die tatsächliche Qualität einer Uhr zu wecken; um ihnen die Ansicht zu vermitteln, daß eine Uhr mehr sein kann als ein bloßer Zeitmesser!

Deshalb versuchen wir doch einfach, andere Menschen für Uhren zu begeistern und uns selber an den Uhren zu erfreuen, die wir uns leisten können/wollen - schließlich gibt es davon trotz aller Einschränkungen eine ganze Menge!


Viele Grüße

Wolfgang
 
#3
K

Kurzbesuch

Dabei seit
08.12.2006
Beiträge
343
Ort
Bayern
ein kleiner hersteller kann nur im oberen marktbereich leben. er kriegt sonst seine erforderlichen stückzahlen nicht an den mann um gewinne zu generieren.

bestes beispiel automobilindustrie. ein vw golf kostet in der entwicklung genauso viel, wenn nicht sogar mehr, als ein porsche oder ferrari...
vw bekommt ihr geld durch stückzahlen wieder zurück - ferrari durch den preis.

wenn man jetzt eine neue automarke oder eine neue uhrenmarke machen will - tut man sich leichter im oberen bereich bzw. es wird überhaupt erst möglich zu überleben. weil man bereits mit kleinen stückzahlen gewinne einfährt. außerdem wird ein teures auto, teure uhr in der regel besser geschont als was billiges. garantie, wartung ... ... ...

------

jedem rolex-fan ist bekannt dass er viel für den namen gibt. bestes beispiel submariner comex ... nur es ist halt eine rolex. bei der comex DIE rolex.

ich bin auch porsche-fan und früher auch porsche-fahrer (1999-2001 964 Carrera 4, 2002-2003 928 GT, 2003-2004 Boxster S). mir wars ziemlich k*ck-egal wenn ein auffriesierter opel calibra mich überholt hat oder ein golf R-irgendwas mehr ps hatte ... ich hatte den porsche :wink:

diese marken haben geschichte geschrieben. sie sind geschichte. da kommt keiner mehr ran - unerreichbar. ganz egal was die anderen anstellen.

Rolex, IWC ... Ferrari, Porsche ...
 
#4
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
@Kurzbesuch:

Allerdings dürften bei vielen ETA-Einschalern die Entwicklungskosten gegen null gehen... aber verlangt werden trotzdem Manufaktur-Preise! :?
 
#5
SINNlich

SINNlich

Dabei seit
11.09.2006
Beiträge
4.643
Ort
Ostfriesland
Jeder Kauf einer mechanischen Uhr im Kilo-Euro-Bereich fällt - für mich - unter die Kategorie "Dekadenz". Sorry, bin ja selber betroffen. Damit ist alles gesagt. Es gibt Probleme in der Welt, die wichtiger sind und sich sogar mit dem von uns für Uhren ausgegebenen Geld lindern ließen.

In diesem Sinne ist es müßig über "teure mechanische Uhren" zu diskutieren.

Grüße

Axel
 
#6
R

Raphael

Dabei seit
07.01.2006
Beiträge
445
Ort
Gundelsheim/Württemberg
Junnghannz hat gesagt.:
@Kurzbesuch:

Allerdings dürften bei vielen ETA-Einschalern die Entwicklungskosten gegen null gehen... aber verlangt werden trotzdem Manufaktur-Preise! :?
So darf man das nun auch nicht gleich sehen.
ETA selber bietet ihre Werke allein in vier Quälitätsstufen an.
Beim Finish dieser Werke kannst Du alles erhalten was Du willst. Du musst nur bereit sein dafür zu bezahlen.

Zifferblätter, Zeiger und vor allem die Gehäuse gibt es in den verschiedensten Qualitätsstufen. Viele der sogenannten "Einschaler" fertigen ihre Gehäuse selber oder lassen diese in Deutschland oder der Schweiz fertigen.

Ein Saphirglas ist teurer als ein Mineraglas. Wenn das erstere dann noch entspiegelt ist, ißt es doch klar das dieses mehr kosten muss :roll: .

Weiter bei den Bändern.
Ein hochwertiges Lederarmband, wird doch niemand mit einem Armband aus dem Kaufhof für 6,50€ vergleichen wollen.
Und ein massives Metallband muss doch auch mehr Geld kosten als z.B. ein gefaltetes Blechband von Seiko.

Weiter bei den Schliessen.
Eine aus Vollmaterial gefräßte Schließe, muss doch mehr Kosten als eine Blechschließe (mit Ausnahmen :wink: :D )

Alle diese Firmen müssen ihren Leuten auch ortsübliche Löhne zahlen. Die Maschinen laufen auch nicht von alleine.

Die Werbung und den Vertrieb, lasse ich jetz mal links liegen. Die kosten aber auch ihr Geld :wink:

Wenn man jetzt eine einfache Uhr von eBay mit einem 2824-2 Werk nimmt und vergleicht diese mit einer Longines, Tudor oder einer Eterna. Dann wird selbst der blutigste Laie den Qualitätsunterschied merken.

Beide erfüllen zwar den selben Zweck.
Doch erhält man das für was man bezahlt hat.
Nicht mehr und nicht weniger :roll: .

Für ein Auto, sind die meisten Menschen bereit, sehr viel Geld auszugeben.
Für eine hochwertige Uhr, will aber fast niemand nur einen Bruchteil der Kosten eines Autos bezahlen.

Trotz das bei guter Wartung und Pflege, die Uhr ihren Besitzer bis zu seinem Lebensende begleiten wird.
Das teure Auto nicht :wink:
Mit einer "Geiz ist geil" Mentalität wird man keine hochwertige Uhr bekommen.
Nicht mal von einem Einschaler.
 
#7
berlioz73

berlioz73

Themenstarter
Dabei seit
21.11.2006
Beiträge
1.091
Ort
wolfsburg jetzt, münchen früher
@ junnghannz,

ich stimme dir auch mit deiner aussage gegenüber "kurzbesuch" völlig zu.
das war ja genau das was ich versucht hatte anzusprechen - wo haben den eta-einschaler entwicklungskosten? als großabnehmer bekomme ich diese werke ab 15€ aufwärts!!! ein valjoux kostet wahrscheinlich auch nur um die 150€ - habe jetzt nicht nachgesehen aber ich denke das könnte hinkommen.

nun werden auf die uhrwerkpreise mal eben noch so um die 1000€ (bei günstigen anbietern) draufgeschlagen - wo kommen diese her? bezahlung der arbeitskräfte oder luxuszuschlag oder vielleicht das teure ziffernblattdesign? ehrlich gesagt mir erscheint es schleierhaft.

wohlgemerkt rede ich ja auch nicht über rolex-uhren wie mein vorposter die noch ihre eignen kaliber produzieren, sondern meist um labelfirmen und eben eta-einschaler, denn ein rolex-chrono ist für 1200€ ja wohl auch nicht zu haben!

auch finde ich, dass der vergleich auto - uhr doch ganz schön hinkt!!!
hier brauche ich keine forschungs- und entwicklungsabteilung für z.b. den bereich sicherheit, effizienz oder ähnlichem.

kurz gesagt - gäbe es in der welt der autos nur einen motorhersteller würde ich mir zweimal überlegen ob mir eine karosserie dazu mal eben das 10fache wert wäre - zumal eine schnittige karosse ohne den richtigen motor absolut garnichts wert ist!!!

dann lieber nen calibra!!!!
 
#8
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
@berlioz73:

Ich stimme Dir voll zu! Der Vergleich mit den Autos ist auch treffend - wenn man bedenkt, daß der Löwenanteil der Uhren mit den immergleichen Uhrwerken à la ETA 2824-2, 2836, 7750 etc., die seit Jahrzehnten in Massen billig hergestellt werden, ausgestattet wird - man stelle sich das Gleiche mit Automotoren vor!


@Raphael:

Natürlich gibt es auch Einschaler, die relativ viel Aufwand betreiben. Dennoch machen meiner Meinung nach gerade Anbieter wie Marcello C. oder auch Sinn, die ausschließlich erstklassige Gehäuse, Armbänder, Saphirgläser, Zifferblätter, Zeiger, Uhrwerke in Chronometerqualität etc. verwenden, aber dennoch relativ preisgünstig sind, deutlich, wie überzogen die Preisvorstellungen (zu) vieler anderer Hersteller sind, die auch keine besseren Komponenten verwenden und an vergleichbaren Standorten in Deutschland und der Schweiz bei vergleichbaren Lohnkosten produzieren lassen. Die unterschiedlichen Qualitätsstufen der Uhrwerke und die damit verbundenen, (etwas) höheren Preise rechtfertigen jedenfalls keine Aufschläge von mehreren hundert oder gar tausend Euro, wie es so oft der Fall ist!


Viele Grüße

Wolfgang
 
#9
berlioz73

berlioz73

Themenstarter
Dabei seit
21.11.2006
Beiträge
1.091
Ort
wolfsburg jetzt, münchen früher
nochmal - würden wir hier über manufakturwerke sprechen, würde ich das zustandekommen einiger preise verstehen aber nochmal es geht hier um eingeschalte eta-werke in was auch immer für einer feinabstimmung!
hier bekomme ich einfach das gefühl, dass es hier nicht um die uhrmacherkunst, sondern um die reine profitgier handelt -

und wenn ich jetzt mal ehrlich sein sollte kann ich mittlerweile die käufer einer china123tv uhr verstehen die für ihren ticker 150€ ausgeben, denn wenn wir unseren 1500€ chrono dagegenstellen (also das 10fache) müsste ich schon ganz genau hinsehen um bei der qualität der chineseneinschalung eine 10fach schlechtere verarbeitung zu erkennen -

wäre diese 10x schlechter könnte man wahrscheinlich die zeiger nicht mehr erkennen. (ein bisschen ironie) aber durchaus mit ernstem hintergrund.
 
#10
K

Kurzbesuch

Dabei seit
08.12.2006
Beiträge
343
Ort
Bayern
off-topic wg. auto:
ich sage nur noch kurz: VAG-Porsche-Konzern (VW, Audi, Bentley, Lamborghini, Seat, Skoda ...). General Motors-Fiat-Konzern (Opel, Vauxhall, Maserati, Ferrari, Lancia, Chevrolet, Cadillac ... ). Daimler-Chrysler-Gruppe (Mercedes, Smart, Dodge, Mitsubishi ... ). Ford-Konzern (Volvo, Aston Martin, Land Rover ... usw.

vergleiche mal einen Saab samt Motor mit einem Opel, Vauxhall, Cadillac

oder ... einen Ford Fiesta mit einem Aston Martin Vanquish :shock: (mein ich wirklich ernst - elektrik, schalter, türöffner, lüftung ...)


back-to-topic

ich bin nicht selbstständig wegen spaß an der freude ... sondern weil ich damit geld verdienen will. und das wollen die unternehmer in der uhrenbranche auch. angebot und nachfrage.

vielleicht könnte rolex, IWC, omega ihre uhren auch für 54,99 EUR anbieten aber warum sollten sie die dinger verramschen wenn sie geld damit verdienen können? ;-)

wenn ich ein produkt habe dass ich für 250 EUR verkaufen kann und es kostet 1,50 EUR im einkauf ... dann verklopp ich dass trotzdem für 250. ich will doch geld damit verdienen. ist das gleiche wie wenn ich zum angestellten sagen würde: du verdienst jetzt keine 2.500 EUR mehr - du brauchst doch nur 650 EUR im monat zum leben ... :wink:

wieviel uhren wird so ein kleiner verkaufen? ich schätze mal im bereich von 1.000-1.500 Uhren im jahr ... sagen wir mal 1000. ist dann eine halbe million EUR Umsatz im Jahr inkl. MwSt wenn er sie für 550 EUR verscherbelt.
was will so einer entwickeln? der ist froh wenn er 10tsd im monat in der tasche hat ... vor steuer.
das sind dann 6.000 EUR gewinn als unternehmer nach steuern ... netto. fett wird er damit nicht :roll:
 
#11
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
Kurzbesuch hat gesagt.:
ich bin nicht selbstständig wegen spaß an der freude ... sondern weil ich damit geld verdienen will. und das wollen die unternehmer in der uhrenbranche auch. angebot und nachfrage.

vielleicht könnte rolex, IWC, omega ihre uhren auch für 54,99 EUR anbieten aber warum sollten sie die dinger verramschen wenn sie geld damit verdienen können? ;-)

wenn ich ein produkt habe dass ich für 250 EUR verkaufen kann und es kostet 1,50 EUR im einkauf ... dann verklopp ich dass trotzdem für 250. ich will doch geld damit verdienen. ist das gleiche wie wenn ich zum angestellten sagen würde: du verdienst jetzt keine 2.500 EUR mehr - du brauchst doch nur 650 EUR im monat zum leben ... :wink:

Siehe meinen ersten Beitrag zu diesem Thema!

Deshalb würde ich mir auch nie so ein überteuertes Teil kaufen, selbst wenn ich es mir leisten könnte/wollte! Ich hätte immer das Gefühl, bei der Angelegenheit über den Tisch gezogen worden zu sein!


Viele Grüße

Wolfgang
 
#12
R

Raphael

Dabei seit
07.01.2006
Beiträge
445
Ort
Gundelsheim/Württemberg
Marcello C und Sinn darf man nicht in einen Topf werfen :? .

Genfer Streifen und gebläute Schrauben sind noch kein Indiz für Innovation oder Qualität :wink: :roll:

Gerade Sinn hat viel Geld in die Entwicklung von eigenen Idee investiert
z.B. tegmentiertes Gehäuse, Diapal, gewölbtes Saphirglas, Trockenhaltetechnik etc...
Zudem werden bei Sinn hochwertige Gehäuse der SUG verbaut.

Nimm dir mal ne Marcel Kainz :wink: und eine Sinn und vergleich nur mal die Gehäuse miteinander :wink:.
Epos lässt grüssen :wink: :lol2:
 
#14
Axel66

Axel66

Dabei seit
16.01.2006
Beiträge
2.264
Ort
Luxemburg
Ich verstehe die Überschrift in diesem Zusammenhang nicht ganz.
Wir reden ja nicht über 100.000 EUR Uhren!
Wieviele Leute geben im Jahr 2000 EUR für 2 Wochen Urlaub aus?
Wenn da jemand andere Prioritäten hat, ist er noch lange kein Superreicher, oder? Oder rechen mal nach, was andere Hobbies kosten. Ich hatte in meinen wilden Jahren mal eine Zeit da habe ich 1000 EUR jeden Monat in der Kneipe gelassen!

Das einige Uhren überteuert sind, ist natürlich etwas anderes. Allerdings müßte man mal die Kostenaufstellungen sehen.

Gruß,

Axel
 
#15
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
Raphael hat gesagt.:
Marcello C und Sinn darf man nicht in einen Topf werfen :? .

Genfer Streifen und gebläute Schrauben sind noch kein Indiz für Innovation oder Qualität :wink: :roll:

Ich werfe sie ja auch nicht "in einen Topf", sondern ich habe beide Hersteller für ihre Preisgestaltung lobend erwähnt! Eine Marcello C. ist ja im Schnitt auch erheblich preiswerter als eine Sinn.

Ich wollte ja gerade den Umstand betonen, daß es Hersteller gibt, die eben keineswegs mehr bieten als Marcello C. oder Sinn in ihrem jeweiligen Segment, aber ungleich höhere Preise verlangen. Und beide Hersteller bauen Uhren mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis!

Andere Hersteller hätten sicher keine Probleme, für einen Chronographen in der Qualität eines Marcello C. Pegasus anstelle von rund 1000,- EUR mindestens 2000,- EUR zu verlangen. Und der würde ihnen - bei entsprechendem "Namen" - dafür wohl auch gezahlt werden!


Gruß

Wolfgang
 
#16
berlioz73

berlioz73

Themenstarter
Dabei seit
21.11.2006
Beiträge
1.091
Ort
wolfsburg jetzt, münchen früher
@ kurzbesuch,

tut mir leid, dass ich dir da völlig widersprechen muss.
nr. 1 ist mir nicht ganz klar was du mir, oder den anderen, sagen möchtest in dem du uns mitteilst wer alles zum vw-konzern gehört?
nr.2 bin ich absolut nicht deiner meinung was deine gewinnspanne zwischen ek und vk betrifft. würde es nämlich jeder so handhaben dass er seine preise willkürlich festlegt bräuchten wir bald nicht mehr einkaufen gehen weil wir uns rein garnichts mehr leisten könnten!
also meiner meinung nach gibt es grenzen und zwar nicht nur moralischer natur!
klar - jeder will seine schäflein ins trockne bringen und keiner verlangt dass er dies für lau macht - jeder betrieb hat fixkosten die erstmal verdient werden müssen (angestellte, miete od. pacht, material und maschinen, und was weiss ich noch alles.....

aber darum geht es auch gar nicht!

mir geht es lediglich darum, dass einige firmen erkennen sollten dass es da auch einen markt für leute mittleren einkommens gäbe der auch gestillt werden möchte und zwar nicht nur von seiko oder orient.

dass man ein valjoux-werk auch für 550€ einschalen kann, beweißt revue thommen warum auch nicht andere mit größerem namen?
haben diese angst an prestige zu verlieren???? wenn das so ist dann stimmt meine anfängliche behauptung, dann wären mechanische uhren nur was für superreiche.
 
#17
Axel66

Axel66

Dabei seit
16.01.2006
Beiträge
2.264
Ort
Luxemburg
Mal noch eine Anmerkung zu den höheren Preisen bei "besseren" Namen. Diese haben auch deshalb einen "besseren" Namen, weil sie viel mehr für Werbung ausgeben. Das muß natürlich auch bezahlt werden. Wer den Namen nicht brauch, kann dann ja mit RT und anderen glücklich werden.

Gruß,

Axel
 
#18
Junnghannz

Junnghannz

Dabei seit
23.12.2006
Beiträge
3.561
Ort
Saarland
berlioz73 hat gesagt.:
dass man ein valjoux-werk auch für 550€ einschalen kann, beweißt revue thommen warum auch nicht andere mit größerem namen?
haben diese angst an prestige zu verlieren???? wenn das so ist dann stimmt meine anfängliche behauptung, dann wären mechanische uhren nur was für superreiche.
Sind sie leider auch - zumindest, was diverse Nobelmarken angeht!

Und da sich in den Händen dieser Superreichen immer mehr Geld konzentriert, wird sich das Problem wohl eher noch verschärfen, denke ich! :?

Also: Seid zufrieden mit euren Seiko/Citizen/Orient, solange kein Wunder geschieht! 8)


@Axel66:

Wenn aber die Werbekosten die Hälfte (oder mehr) des Verkaufspreises einer Uhr ausmachen, dann stimmt meiner Meinung nach etwas nicht!


Viele Grüße

Wolfgang
 
#19
Axel66

Axel66

Dabei seit
16.01.2006
Beiträge
2.264
Ort
Luxemburg
Junnghannz hat gesagt.:
...

@Axel66:

Wenn aber die Werbekosten die Hälfte (oder mehr) des Verkaufspreises einer Uhr ausmachen, dann stimmt meiner Meinung nach etwas nicht!

...
Ich finde es ja auch Sch..e!
Aber das ist der Markt.
Wenn ich richtig informiert bin, waren damals ind 70ern die Tabakkonzerne eigentlich froh, als die Werbung für Zigaretten immer mehr beschnitten wurde, da auch dort damals eine Art Wettrüsten eingesetzt hatte (ist jetzt aber nur so aus einer Erinnerung heraus, habe da jetzt keine Quellen dafür).

Gruß,

Axel

P.S. außerdem spielt auch garantiert die Eitelkeit der diversen CEOs eine nicht zu unterschätzende Rolle (wieder eine Parallele zur Automobilindustrie, wo der gemeine Golfkäufer auch solche Hirngespinste wie einen "Luxusvolkswagen" ala Phaeton mitbezahlen muß)
 
#20
K

Kurzbesuch

Dabei seit
08.12.2006
Beiträge
343
Ort
Bayern
@alex

wenn du dir eine sache nicht leisten willst oder nicht leisten kannst dann brauchst du sie nicht zu kaufen :wink:

wenn man was gut verkauft wird man teurer - wenn nicht so gut billiger. somit reguliert sich alles. wer nichts oder unrentabel verkaufen kann der geht bankrott. wer viel und dass auch noch profitabel verkaufen kann der wird reich.

moralisch habe ich nur ein problem wenn jemand ausgeschmiert wird - wenn seine unmittelbare notlage oder sein unvermögen ausgenutzt wird um geld damit zu machen.

keiner befiehlt dir eine uhr zu kaufen. wenn dir das preis-/leistungsverhältnis bei xy nicht passt dann lass es bleiben. wenn es passt dann kauf es. ganz einfach. das ist marktwirtschaft.

mit dem VAG-Konzern etc. wollte ich nur auf die sache mit den motoren, autoteilen etc. hinweisen. Z.B. der Skoda Superb, der Audi A4/A6 und der VW Passat haben die gleiche Bodenplattform. Auch z.T. gleiche Motoren. Schau mal in die Preislisten ;-) vergleiche einen Skoda Superb V6 3.2 mit einem Audi A6 3.2 V6 ... in den Produktionskosten ist 5% um...
 
Thema:

Mechanische uhren nur ein modetrend für die superreichen?

Mechanische uhren nur ein modetrend für die superreichen? - Ähnliche Themen

  • Wie tragt Ihr Eure Apple Watch, damit Eure mechanischen Uhren nicht zu kurz kommen?

    Wie tragt Ihr Eure Apple Watch, damit Eure mechanischen Uhren nicht zu kurz kommen?: Hallo zusammen, ich habe lange gezögert......und habe mir nun, als Technik begeisterter Mensch, der sich zudem auch sehr gerne ausgiebig bewegt...
  • Kaufberatung Mechanische Bauhaus Uhr für den täglichen Gebrauch bis 500€

    Kaufberatung Mechanische Bauhaus Uhr für den täglichen Gebrauch bis 500€: Hallo zusammen, da dies mein erster Beitrag ist und ich direkt etwas von euch will, bin ich es euch schuldig mich kurz vorzustellen: Ich bin...
  • Meine mechanischen Uhren: Rolex Oyster Perpetual (Ref. 114300) und Longines HydroConquest (Ref.L3.742.4.96.6) mit 20.

    Meine mechanischen Uhren: Rolex Oyster Perpetual (Ref. 114300) und Longines HydroConquest (Ref.L3.742.4.96.6) mit 20.: Hallo Zusammen, heute möchte ich euch meine 2 mechanischen Uhren vorstellen, die Longines HydroConquest und die Rolex Oyster Perpeutal. Aber...
  • Was macht eine mechanische Uhr so Präzise?

    Was macht eine mechanische Uhr so Präzise?: Hallo meine Uhren besessenen, meine Freundin rollt schon wieder ihre Augen, er und seine Uhren, das WE ist unsere Zeit... Und doch geistert mir...
  • Kaufberatung 38mm mechanische Arbeits-Uhr für Handwerker

    Kaufberatung 38mm mechanische Arbeits-Uhr für Handwerker: Hallo liebe Mitmenschen, bin im Uhren-Kosmos zwar nicht ganz neu, aber der absolute Marktüberblick ist mir leider nicht vergönnt. Deshalb hoffe...
  • Ähnliche Themen

    Oben