Mappin & Webb: Unklarheiten zu Punzen und Kaliber

Diskutiere Mappin & Webb: Unklarheiten zu Punzen und Kaliber im Vintage-Uhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Liebe Freunde der leichten Muse:D gestern hatte ich das besondere Vergnügen, bei einem jungen, außerordentlich netten Ehepaar zu Gast zu sein...
#1
MaJoLa

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Liebe Freunde der leichten Muse:D

gestern hatte ich das besondere Vergnügen, bei einem jungen, außerordentlich netten Ehepaar zu Gast zu sein und eine alte, von Mappin & Webb verkaufte Uhr, käuflich zu erwerben. Die Uhr ging quasi aus der Sammlung des verstorbenen Vaters der Ehefrau an mich über.

Mit ihrem 9k Goldgehäuse und der Geschichte vom britischen Spitzenjuwelier MAPPIN & WEBB in London, ist sie für mich ein besonderer Leckerbissen, welcher meinen Geschmack vortrefflich bedient. (Uaaah, da hab ich jetzt aber einen rausgehauen:D)

Das Werk stammt aus schweizer Produktion und passt meiner Ansicht nach in den von mir geschätzten Entstehungszeitraum 1926-1930/31 .

Das Kaliber zu bestimmen, ist mir wie immer nicht gelungen. Es gibt zwar eine gewisse Ähnlichkeit zu Longines, mit Bestimmtheit liege ich aber daneben.

Dann bleibt die Frage, wurde die Uhr für und im Auftrag von Mappin komplett in der Schweiz gefertigt, oder schalte Mappin unter Verwendung eines englischen Gehäuses selbst ein.

Bei der verunglückten Punzierung unterhalb des Goldstempels, handelt es sich mit Sicherheit um eine Krone. Letztlich gefunden habe ich aber nichts. Schon gar nicht in dieser Kombination.

Für jede Aufhellung dieses "Falls" bin ich natürlich sehr dankbar und gespannt:







Mittlerweile hat sie ein anderes Band. Das Glas dürfte kaum original sein, und wird im Laufe der Zeit durch ein Flachlinsenglas ersetzt. Bessere Bilder mach ich denn morgen.
 
#2
Kaliber 66

Kaliber 66

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Wegen der Punzen hilft Dir vielleicht dieser Link: dating english hallmarks silver and gold
Speziell Sheffield, mit Bezug zu Mappin & Webb. Das kleine a koennte durchaus fuer 1918 stehen, Mappin & Webb waren massgeblich an der Verbreitung von Armbanduhren nach dem WWI beteiligt.
Ein feines Stueck Geschichte hast Du da bekommen :super:
 
Zuletzt bearbeitet:
#4
MaJoLa

MaJoLa

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Hallo Kaliber 66

ganz herzlichen Dank. Damit bin ich definitiv ein Stück weiter. Nur den Bezug zu Mappin hab ich nicht gesehen.

Nun bleibt die Frage, wie haben die das damals gemacht? Ich vermute, das Gehäuse stammt wie das Werk aus der Schweiz. Wurde dann die Punzierung von den Briten vorgenommen, oder hatten die Schweizer schon punziert? Das ist im Hinblick auf das "a" nicht ganz unwichtig. Hätten die Engländer punziert und das a weißt auf 1918, dann ist meine Theorie zur Typographie platt. Ich hatte vermutet, daß speziell diese Typo, mit ihren weichen, schwungvollen Rundungen, erst ab 1925 aufkam. Ebenso die durch einen inneren Kranz eingeschlossenen Ziffern der kleinen Sekunde. Beides Merkmale, die ich in der Zeit vor 25 bislang nicht feststellen konnte. Daher datierte ich die Uhr bisher in die Zeit 25-30.

Ich hoffe, eine Kaliberbestimmung erfolgt noch.

Vielen Dank nochmal, für Deine Bemühungen.
 
#5
WalterK

WalterK

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Hallo Markus .
Wirklich schöne Uhr !
Beim Werk kann ich Dir leider nicht weiterhelfen .
Aber bei den Zahlen auf dem ZB ist meine Zenith Taschenuhr aus 1920/21 sehr nah an dem Aussehen Deiner dran .
Gruß Walter
 
#6
MaJoLa

MaJoLa

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Hallo Walter,

vielen Dank Dir. Die Zenith hab ich mir angesehen. Klasse !!! Und tatsächlich ist die Typo in den von mir genannten Punkten gleich. Ich denke, Du konntest das Jahr über das Werk ermitteln. Selbst wenn das Werk 2-3 Jahre später eingeschalt wurde, wäre diese Typo tatsächlich schon vor 1925 verwendet worden. Das erste mal, daß ich eine solche Uhr mit diesen Zahlen aus dieser Zeit sehe.

Damit hast Du mir schon sehr geholfen.

Vielen Dank nochmal.
 
#7
Badener

Badener

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Das Werk dürfte ein AS 469 sein:

AS_469_Classification_1936.jpg

Das Bild stammt aus der Classification Horlogère von 1936. Das Werk dürfte aber schon viel älter sein. Ich tippe mal auf ca. 1920 - 25.

Gruß

Badener
 
#8
MaJoLa

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Nun hab ich es. Die Mappin ist von 1923. Also ein paar Jahre älter als vermutet.
Sie wurde nicht in Sheffield, sondern in Glasgow geprüft. (Liegendes doppel F).
Das "a" steht bei Glasgow für 1923.

Nun warte ich noch auf die Kaliberbestimmung durch Badener, der nach erster Vermutung um 1920 vermutete.
 
#9
MaJoLa

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Ha, Du warst schneller.

Super, dann passt ja alles, bis auf das Kunststoffglas. Meinen herzlichsten Dank für Deine Unterstützung.

Auch den anderen Kollegen nochmal ein dickes Danke für Eure Hilfe.
 
#10
Kaliber 66

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Richtige Detektivarbeit ! Dieses Doppel-F hatte ich nicht gefunden, war der Annahme erlegen, dass Sheffield, wo der Lauf der Mappin & Webb Geschichte begann, wahrscheinlich auch Produktions/ Einschalort war.
Hast Du bestimmt schon gesehen, aber gut aufgelistet, was bei denen so abging/ abgeht :)
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#11
MaJoLa

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Ach ja, ich und Englisch...........:oops::hmm:

Die Glasgow Punzierung war in der Tat eine Überraschung und ist wohk auch selten zu finden. Unter welchen Umständen die Mappin dort gelandet ist, kann man nur vermuten. Eine Möglichkeit, Sheffield u. London waren völlig überlastet. Klären wird es sich nie. Auf das doppel F bin ich auch nur zufällig gestoßen.
 
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