Manufaktur-Uhr für „den kleinen Mann“: Frederique Constant Chronograph FC-292MCB4P6B

Diskutiere Manufaktur-Uhr für „den kleinen Mann“: Frederique Constant Chronograph FC-292MCB4P6B im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Die Schweiz steht wohl wie kaum ein anderes Land auf der Welt für höchste uhrmacherische Qualität. Egal ob kleine Manufaktur oder...
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Die Schweiz steht wohl wie kaum ein anderes Land auf der Welt für höchste uhrmacherische Qualität. Egal ob kleine Manufaktur oder Großserienhersteller: Alle wissen, dass sich allein schon die reine Deklaration „Swiss made“ wertsteigernd auf das Image und den Verkaufspreis auswirken.
Für den Endverbraucher ist es daher oft gar nicht so einfach zu unterscheiden, welcher eidgenössische Anbieter welche Firmenphilosophie verfolgt.
Da gibt es zum einen typische „Global Player“, die mit hohen Stückzahlen und viel Marketingaufwand hauptsächlich noch einigermaßen bezahlbare Qualität in den Focus rücken, stets gerne unter Zuhilfenahme einer nachweisbaren Firmentradition.
Auf das andere Preisende konzentrieren sich kleinere bis mittelgroße Manufakturen. Einerseits, weil sie mit den Konditionen der Giganten erst gar nicht mithalten können, andererseits weil man sich mit Alleinstellungsmerkmalen und einem möglichst hohen Anteil an klassischer Handwerkskunst von der breiten Masse abheben möchte.

Beide Zielgruppen stellen eine völlig eigenständige Käuferschicht dar. Organisationen wie etwa SMH haben das erkannt und beherbergen genau aus diesem Grund von Swatch bis Breguet eine Vielzahl an Uhrenmarken unter einem Dach.

Als dritte Kategorie unter der roten Flagge mit weißem Kreuz seien noch all die kleinen- und Kleinstanbieter erwähnt, welche meist etwas geringschätzig unter „sonstige“ eingeordnet werden. Einige davon haben die fernöstliche Quarzuhrenschwemme dank der eigenen Firmengeschichte und Spezialprodukten wie Blindenuhren bis heute überlebt (= Auguste Raymond), andere wiederum konnten sich trotz einem hohen Maß an Produktleidenschaft und Idealismus langfristig leider nicht behaupten. Ein sehr bedauernswertes Beispiel hierfür ist Dufeau, hier versuchte ein passionierter Hobbypilot seine wunderschönen Fliegeruhren vergeblich erfolgreich zu vermarkten.

Für einen Hersteller, der unter gleichem Namen im Luxusbereich auch wie im unterem Preissegment seine Liebhaber findet, scheint es also nicht einmal die allerkleinste Nische zu geben. Eine vor einiger Zeit kontrovers geführte Diskussion hier im Forum, genau zu diesem Thema, scheint dies zunächst einmal zu bestätigen. Häufig vertretener Standpunkt: Kein Premium-Label möchte seine Stammkunden durch Einsteigerware verärgern, „besonderes“ soll auch stets etwas „besonderes“ bleiben.

Um so irritierter reagierte die Fachwelt, als sich erstmals ein Newcomer ohne jedwege "Tradition" mit genau diesem Tabubruch innerhalb kürzester Zeit äußerst erfolgreich am Markt behaupten konnte: Frederique Constant. In Genf, dem Zentrum der Luxusanbieter, hat FC so mutig wie dreist sein sämtliche Unternehmensbereiche umfassendes Firmengebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rolex und Vacheron Constantin errichtet. Hier mal ein interessanter virtueller Video-Rundgang: https://frederiqueconstant.com/de/virtuelle-tour/
Egal ob Quarzwerke oder eigene, komplexe Manufakturantriebe ihren Weg in die Gehäuse finden… FC untermauert stets, mit der gleiche Passion, Liebe und Hingabe an seine Produkte heran zu gehen. Die hiermit sinngemäß gemeinte Formulierung „Luxus für alle“ auf der Homepage ist in meinen Augen daher recht kontraproduktiv. Eigentlich wollte man damit ausdrücken, dass sich die eigenen, hochqualitativ angesetzten Fertigungsmethoden nicht hinter Breitling + Co zu verstecken brauchen. So aber klingt es einfach nur wie das plakative Lippenbekenntnis eines fernöstlichen Pseudolabels.

Vermutlich sind derartige Marketingfehler auch die Ursache dafür, dass ich mehr oder weniger zufällig über das Angebot einer großen Kaufhauskette gestolpert bin, welche in ihrem Online-Shop einen FC-Chronographen aktuell für weniger als den halben Preis verschleudert.
Nun ja, sei es wie es sei…… ich bin auf jeden Fall schwach geworden :-)

Die FC-292MCB4P6B (= warum haben die Uhren von FC eigentlich keinen eigenen Namen ?) ist auf der HP von FC nicht zu finden. Entweder es handelt sich um eine Sonderproduktion, oder aber um eine Uhr, die aktuell nicht mehr produziert wird. Ganz im Gegensatz zum „Schwestermodell“ mit Lederband und silberfarbenem ZB.

Look and Feel:
Kann man als absolut perfekt bezeichnen, Verarbeitung, Optik und haptik könnten glatt für den dreifachen Preis durchgehen. Obgleich dieser Chrono weder auffällig „spektakulär“ daher kommt, noch irgend welche einzelnen Merkmale in irgend einer Form besonders „herrausstechen“. Vielmehr ist es dieses einzigartige Gefühl, das sicherlich jeder von Euch kennt, wenn man eine Uhr in die Hand nimmt und sich einfach nur alles irgendwie „verdammt richtig“ anfühlt.
Ungeachtet dessen hier aber die rein sachlichen Kriterien im Einzelnen:

Verpackung/Papiere:
Wie es sich für ein Premium-Produkt gehört, findet man nach dem öffnen der mit Schriftzug und Slogan bedruckten Schachtel zunächst einmal die eigentliche (monströs große) gefütterte Uhrenbox mit weißen Kontrastnähten aus einem lederähnlichen Material (= oder gar echtes Leder ?) Nimmt man diese heraus, befindet sich darunter in einer Aussparrung ein Booklet, daß sich nach links und rechts ausklappen lässt. Darin die Liste der Sercice-Center, die vom Händler mit der Referenznummer versehene und abgestempelte Garantiekarte, sowie in der Mitte die Bedienungsanleitung.
Also alles scheinbar im dunkelgrünen Bereich….. wenn da nicht ein massiver Haken an der Sache wäre, der eigentlich noch nicht mal bei einer Swatch zu akzeptieren wäre: In der Bedienungsanleitung ist nicht erklärt, wie die Uhr funktioniert….. kein Witz !! Zwar findet man im hinteren Teil sämtliche mechanischen Kaliber in allen Einzelheiten aufgeführt, eine Hilfestellung zum tatsächlich erworbenem Quarzer sucht man hingegen vergeblich. Ebenfalls etwas befremdlich: Die einzigen beiden Seiten auf deutsch beschränken sich auf die Garantiebedingungen. Sogar die sicherlich hochinteressante, umfangreiche Fotostorie ganz am Anfang setzt ebenfalls Englischkenntnisse voraus.
Professionell hingegen die Möglichkeit, auf der HP von FC ein Mängelticket generieren zu können, welche ich auch sogleich genutzt habe. Mal sehen, was kommt. Im gleichen Atemzug habe ich auch gleich von dort aus die Garantieregistrierung meiner Neuanschaffung in die Wege geleitet.

Werk:
Wie schon bereits erwähnt: Großes Rätselraten. Ich vermute mal, dass es sich um ein ISA Caliber 8371 b oder C handelt. http://www.isaswiss.com/de/chrono-8371.html Steige da aber ehrlich gesagt nicht wirklich vollständig durch. Ergänzende Hilfestellungen eurerseits sind daher herzlich willkommen.

Band:
Das außen auf Hochglanz polierte und innseitig mattierte, feingliedrige Edelstahlband lässt sich sehr angenehm tragen. Haare am Handgelenk klemmen sich nicht ein, so dass auch nichts zwicken kann Es ist 22 mm breit und verjüngt sich zur Schließe hin auf 15 mm. Da die einzelnen Elemente recht kurz gehalten sind stehen beim Kürzen die Chancen recht gut, ohne Einfluß auf den Tagekomfort den Verschlußspalt exakt mittig zu positionieren. In meinem Fall ist das sehr gut gelungen. Anstelle üblicher Splinte verwendet FC massive Stifte. Eine winzige Hülse jeweils im mittleren Teil des Elementes sorgt für eine optimale Fixierung. Durch diesen hohen zusätzlichen Aufwand erreicht FC, dass auf keiner der beiden Einlassöffnungen ein hässlicher Federspalt vorhanden ist. Gestanzte Pfeilmarkierungen an der Unterseite zeigen, in welche Richtung das Werkzeug angesetzt werden soll. Eine pfiffige Lösung, ungeübte Käufer sollten diese Arbeit im Zweifelsfall aber lieber einem versierten Uhrmacher überlassen, da die Fixierhülsen sehr winzig sind und schnell verloren gehen können.

Schließe:
„Unsichtbare“ Butterfly-Schließe mit beidseitigen Sicherheitsdrückern und Frederique Constant-Eloxierung. Achtung: Sie lässt sich sehr leicht öffnen. Bietet im geschlossenen Zustand aber 100%ige Stabilität

Gehäuse:
Ein für Chronographen-Verhältnisse recht flaches, hochglanzpoliertes „Doppelwulst-Gehäuse“ mit einem Durchmesser von 40 mm sorgt für optimalen Tragekomfort. Die Uhr lässt sich dadurch auch problemlos unter einem Hemdsärmel tragen. Zusammen mit den ausgeformten Rundungen am Ende der Anstöße hinterlässt es einen äußerst gediegenen und gleichzeitig trotz dem dezenten Eindruck. Bei so viel Noblesse stört man sich auch nicht weiter am zwar sehr sauber verarbeiteten, aber vollständig schmucklosen Schraubboden. WaDi: 5 ATM

Krone/Drücker:
Griffige (unverschraubte) Krone mit sehr sauber einrastenden Stellpositionen und erhabenem FC-Wappen. Massiv gearbeitete Drücker

Glas:
Sehr sauber eingepasstes Safirglas ohne (anfällige) Entspiegelung.

Zifferblatt/ Zeiger:
Gerade auch hier zeigt sich das außerordentlich feine Gespür von FC für Formen, Farben und eine über jeden Zweifel erhabene Gestaltung. Sämtliche Zeiger (auch die der Totalisatoren), aufgedruckte Römer sowie das Schrägdatum sind allesamt in mattem weiß gehalten. Ein herrlicher Kontrast zum stilvollen Dunkelgrau des Zifferblattes. Hier wurde rein gar nichts dem Zufall überlassen. Keine Frage: Die FC-Designer haben sich sehr viel Zeit genommen und äußerste Sorgfalt walten lassen. Eine geschmackvolle, klassische und gleichzeitig lebendig wirkende Komposition, ohne optische „Unruhe“ in die Sache zu bringen.
Zusammen mit dem optimal harmonierenden Gehäuse und dem unaufdringlichem Stahlband passt dieser Chronograph zu nahezu jedem Outfit. Egal ob Maßanzug oder Jeans mit sportlichem Hemd.

Fazit:
Natürlich bekommt man Quarz-Chronographen auch für deutlich weniger Geld. Dafür bietet FC hier aber auch ein Niveau, das dem Anspruch einer schweizer Manufakturware (abgesehen vom verbauten Großserien-Quarzwerk) mehr als gerecht wird. Ich bin mir ziemlich sicher: Wer sich erst einmal zu dieser Investition durchgerungen hat, wird das tolle Stück hinterher nie mehr hergeben wollen.
 

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G-Shock

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Manufaktur bei einem Quarzer? Na ich weiß nicht...

FC scheint sehr wohl eine Manufaktur zu sein, siehe hier.

Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung, navitimer11 :super:

Mir gefällt die Uhr sehr gut; auch, wenn ich ehr auf mechanische Uhren stehe. Aber auch Quarzer haben ja ihre Berechtigung und wenn sie so schön gestaltet sind wie dieser Chronograph, dann einmal umso mehr.
 
P

preowned

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Hallo,

mir will sich die Manufaktur nicht so ganz erschließen... Inhouse-Gehäuse fertigen ja doch viele Hersteller. Als Quarzuhr würde mir das Wort Manufaktur nicht über die Lippen kommen.

Jedem das seine. Viel Freude damit :-)

Greetz, Thomas
 
navitimer11

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Band, ZB, und Zeiger sind ja ebenfalls noch mit im Spiel. :-) In diesem Zusammenhang auch noch mal der Hinweis auf den ergänzenden Zusatz in der Überschrift ..... "für den kleinen Mann". ;-) Daß eine in der Schweiz produzierende Manufaktur wie FC im Hinblick auf den Preis nicht auch noch ein Manufakturkaliber verbauen kann, dürfte klar sein.
 
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Prince

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Glückwunsch zu dem optisch gelungenen Quarz-Chronographen und der engagierten Vorstellung!

Was die "Manufaktur des kleinen Mannes" angeht: Bei (noch dazu Dir wie beschrieben unbekannten) Quarzwerken wäre ich da auch zurückhaltend. Ob die anderen Elemente jetzt so eigenständig sind, dass sie manufakturverdächtig wären? Ich denke bei "Manufaktur des kleinen Mannes" immer eher in Richtung der mechanischen Orients.

Aber eigentlich ist das auch wurscht mit der Manufaktur.
 
G-Shock

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Daß eine in der Schweiz produzierende Manufaktur wie FC im Hinblick auf den Preis nicht auch noch ein Manufakturkaliber verbauen kann, dürfte klar sein.

FC verbaut sehr wohl Manufakturkaliber:

"Im Jahr 2009 führte Frédérique Constant mit dem FC-700 ein neues intern gefertigtes Kaliber ein. Die Rationalisierung der Bestandteile und die Effizienz der Zusammensetzung waren die oberste Priorität dieses Kalibers. Das Ergebnis waren Einsparungen von insgesamt 30% im Vergleich zum vorhergehenden Heart Beat Manufacture Kaliber. Zudem enthielt die neue Version verschiedene neue Technologien. Zum ersten Mal bot ein Schweizer Uhrenhersteller eine Uhr mit Manufakturkaliber zu einem Kaufpreis von unter 2.000 € an."

Quelle: siehe Link, den ich oben bereits postete.
 
navitimer11

navitimer11

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Beim von mir vorgestellten FC-Chrono bewegt sich die UPE aber sogar "nur" bei 925,-€, da können in der Tat nur die "Orientalen" bzw Unternehmen wie Seiko ein eigenes Kaliber zaubern.

Hier liegt der "zusätzliche Reiz" eher auf den "restlichen" Manufakturleistungen, dem hohen Detailaufwand, der Passion sowie "Swiss made".

Dennoch würde mich natürlich brennend interessieren, was für ein Quarzwerk tatsächlich verbaut ist. Meine Vermutung bzgl. "ISA" beruht ausschließlich auf der optischen Anordnung der Totalisatoren und des Datums. FC vergibt sogar für die Quarzwerke eigene Bezeichnungen (= hier "FC 292"), so daß es für mich als "Werkslaie" zusätzlich sehr schwierig ist zu beurteilen, was FC hier tatsächlich verbaut. Auch die Produktion eines eigenen Quarzwerkes wäre zwar rein theoretisch möglich, wirklich vorstellen kann ich mir es aber nicht wirklich. Zumal, so weit ich weiß, ISA her sogar kundenspezifisch individuallisieren kann, so daß der Einsatz eines solchen Kalibers plausibel wäre. Bin mir aber nicht ganz sicher.

Mal sehen, vielleicht kann der eine oder andere "Werke-Spezialist" hier im Forum ja noch etwas Licht ins Dunkel bringen.
 
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G-Shock

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Was mir bislang unbekannt war und ich gerade erst gefunden habe auf der Suche nach den verbauten Quarzwerken: FC wurde am 26. Mai 2016 von Citizen übernommen - sofern wäre es naheliegend, wenn Miyota-Werke verbaut sind?
 
navitimer11

navitimer11

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Mir ebenfalls. Tatsächlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Frédérique_Constant
Was deine Theorie mit den Werken anbelangt: .... denkbar wäre es. Aufgrund der Position des Datums tippe ich dennoch eher auf ISA, denn da sitzt es genau wie bei "FC 292" deutlich weiter außen.
 
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Constellation

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Glückwunsch der Uhr und danke für diese ausführliche Vorstellung! Wünsche Dir viel Spaß mit ihr.


Dass Citizen bei FC "eingestiegen" ist, hatten auch wir hier im UF auf dem Schirm;-):
https://uhrforum.de/citizen-uebernimmt-frederique-constant-t262729

Nach knapp zwei Jahren merkt man keinen negativen Einschlag bei FC, im Gegenteil, sie haben einen in meinen Augen sehr guten Internet-Auftritt und haben auch feine mechanische Teile im Portfolio.
 
G-Shock

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Wir sollten hier nicht die allgegenwärtige Manufaktur-Diskussion anschieben, denn dazu gibt es gefühlte 1000 Threads. Hier handelt es sich um eine Uhrenvorstellung, oder?

Abschließend zu dem Thema: Etikettenschwindel wäre deiner Meinung auch jede Breitling mit Quarzwerk? Na, dann ist ja gut :lol:
 
Constellation

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Eben, es ist eine Uhrenvorstellung eines Mitgliedes, das sich über den Neuerwerb freut. Danke, G-Shock.
 
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Articus

Articus

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Abschließend zu dem Thema: Etikettenschwindel wäre deiner Meinung auch jede Breitling mit Quarzwerk?

Schon mal was von Breitling Superquartz gehört? das ist doch eine völlig andere Hausnummer...

Bei der FC reden wir von einer Uhr für knapp 600 Euro...

https://www.chrono24.de/frederiquec...ronograph---achtung-minus-298---id7598230.htm

Nichts desto trotz freue ich mich, dass sie dem TS gefällt:super: Man muss nur nicht jede Marketingmasche weitrtragen, auch wenn sie noch so hanebüchen ist...
 
Tom Z.

Tom Z.

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Herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Frederique Constant, immer viel Spaß mit dieser, den Du sicher im positivsten Sinne haben wirst, und vielen Dank für die schöne Vorstellung.

FC kann einerseits selbst entwickelte und im Haus hergestellte Manufakturkaliber / -Uhren vorweisen, stellt aber auch wunderschöne und sehr wertige Uhren mit Kalibern her, die nicht aus der Manufakturkiste stammen. Dass diese Uhr hier, zumal sie ein Quarzwerk hat, keine Manufakturuhr im eigentlichen Sinne ist, sollte klar sein, wie auch FC dieses nie behauptet hat. Dennoch kann sich FC mit Recht eine Uhrenmanufaktur nennen, so wie auch jede andere Uhr mit sorgfältigster Qualität und mehr Handarbeit (bis hin zur Endkontrolle) versehen ist, als dieses bei so manchem Hersteller als üblich erscheint. Da können sich nun die Gegner von Frederique Constant hier noch so viel Mühe geben und das bei FC verteufeln, was sie bei anderen, hier unantastbaren Marken gut finden; gegen die Uhren von FC und deren Qualität kann man nichts sagen. Ferner bieten sie noch Uhren für wirklich faire Preise in einem sehr guten P/L-Verhältnis an, was aber auch an der Firmenphilosophie und der von Peter Stas liegt. Überdies spielt für mich auch die Sympathie für einen Hersteller eine Rolle. Und mir ist einer, bei dem man einfach völlig unangemeldet in die Firmenzentrale in Genf reinschneit, nur mal "Guten Tag" sagen möchte und total nett empfangen wird, Getränke angeboten, eine kleine Führung völlig unerwartet bekommt und gleich mal richtig nett über Uhren und die Firma unterhalten kann, sympathischer, als einer, bei dem man schon auf dem Parkplatz von Sicherheitsleuten abgefangen wird, wenn man nur mal ein Foto von außen machen will. Ich hatte darüber bereits hier im Forum berichtet.

Es ist richtig, dass Peter Stas die Frederique Constant Gruppe an Citizen verkauft hat, wohl - soweit ich weiß - aus Gründen der Ruhestandsplanung und der besseren Erschließung der wichtigen Märkte in z.B. Asien. Der gute Peter ist aber noch die nächsten Jahre als CEO tätig und hat - wie ich hörte - uneingeschränkt die Entscheidungskraft. Außer der Eigentumsverhältnisse scheint sich auch nichts an der Ausrichtung sowie Qualität geändert zu haben. Dass Miyota-Werke verbaut werden, wie hier vermutet, würde ich mal als unwahrscheinlich ansehen, zumal es dann sicher auch mit dem "Swiss Made" schwierig würde.

Dir, lieber TS, nochmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner schönen FC und nochmal Danke für die Vorstellung.

Beste Grüße
Tom
 
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navitimer11

navitimer11

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Perfekt auf den Punkt gebracht, lieber Tom ! :klatsch: Und Euch allen vielen Dank für die Glückwünsche zum Neuerwerb.
 
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Hallo Navitimer11,
weiterhin viel Freude mit Deiner Frederique Constant und danke für die gelungene Vorstellung.

Frederique Constant ist eine Manufaktur mit Inhousekalibern und ordentlicher Fertigungstiefe. Daran gibt es nix zu rütteln.
Allerdings auch nicht daran, dass sich die Frederique Constant dann doch meist unter Wert schlägt, was man auch am Kaufpreis dieses Exemplares merkt. Auf viele Modelle gibt es ordentlich Rabatt und auch 50% Nachlass sind wahrlich keine Seltenheit. Frederique Constant trifft es da genauso hart wie Maurice Lacroix, eine andere Manufaktur mit sehr guter Qualität. Langfristig helfen da nur UVP, die man auch erzielen kann, eine klare Designlinie und viel Marketingbudget. Im Boot mit Citizen ist FC da nicht schlecht aufgestellt.
 
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Wow, super ! Thats it !!! Vielen lieben Dank !!! :super:
 
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Manufaktur-Uhr für „den kleinen Mann“: Frederique Constant Chronograph FC-292MCB4P6B

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