Mal keine Uhr, aber ein Gerät, das Uhren wieder zum zeigen der Zeit bringt!

Diskutiere Mal keine Uhr, aber ein Gerät, das Uhren wieder zum zeigen der Zeit bringt! im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Heute mal nicht Entmagnetisieren, sondern Magnetisieren :klatsch: :klatsch: :ok: Wer von uns Hobby-Schraubern kennt das Problem nicht: Da kommt...
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
Heute mal nicht Entmagnetisieren, sondern Magnetisieren :klatsch: :klatsch: :ok:

Wer von uns Hobby-Schraubern kennt das Problem nicht: Da kommt eine Magnetpendeluhr und das Miststück will partout nicht mit 1,5 Volt laufen! Meistens ist das bei den Franzosen der Fall: BULLE und Co. Bei mir war es eine ältere Hatot-Wanduhr. Alles gereinigt, Kontakte überholt, das ganze Wissen aus den grauen Zellen gepresst, die Hatot will nicht mit 1,5 Volt die Zeit anzeigen. Mit 2 Zellen (3 Volt) überhaupt kein Problem, aber 1,5? Keine Chance.

6315-Nikel-Kobalt-Magnet.JPG


Im NAWCC hat man dieses Problem also auch schon vor einiger Zeit gelöst und ich übernahm einfach den Vorschlag dort und baute mir so ein "Magnetisierer" für Nickel-Kobalt-Stabmagneten. Das sind die, die bei den alten Uhren verbaut waren. Besonders die Bulle-Uhren haben nach einigen Jahrzehnten immer das Problem, dass sich der Magnet "selbst Auffrisst". Denn der ist in seiner U-Form mit dem Nordpol in der Mitte zusammengelegt und das macht kein Magnet für immer mit.

Mein Problem war aber eben die Hatot-Wanduhr. Den Magneten getestet. Mit einem Magnetkompass konnte in ca. 11 cm Abstand eine leichte Auslenkung der Nadel festgestellt werden.

6317-Reaktion-bei-11-cm-am-.JPG

Hm. Ein wenig wenig!

Also los Ging es! Material: 5 Meter Kupferleitungsdraht 6 mm²; 5 Elektrolyt-Kondensatoren á 100.000 µF bei 40 Volt (stammen aus einem alten Rechner-Netzteil)

6311-Die-Kondensatoren.JPG

Mein Labor-Netzteil - 32 Volt, 2,5 A - sollte als Spannungsquelle reichen.

6312-32-Volt-Netzteil.JPG
Mein Netzgerätle bracht die Kondensator-Batterie mit einem Strom von 2 Ampere wieder auf Betriebsspannung. Bei zweiten Mal schon schneller und jetzt machen die Kondensatoren das über einen Widerstand mit 43 Ohm in ca. 30 Sekunden, allerdings mit voller Leistung des Netzgerätes, 3 Ampere!

Um die Verluste in den Zuleitungen zur Spule nicht zu hoch werden zu lassen, 3 Meter 40 mm² Schweißleitung mit Kabelschuhen besorgt und los ging es. Die Kondensatoren zusammen geschaltet und erstmal langsam auf "Betriebstemperatur" also Spannung gebracht. Denn die Dinger, die ich da irgendwo im Netz entdeckt hatte, sind mindestens 40 Jahre alt:oops:. OB die noch zu gebrauchen waren???

Als erstes den Magneten aus der Uhr ausgebaut. Hinten an Pendel ist eine kleine Schraube, die den Magneten festhält.
Den dicken Kupferdraht drauf gewickelt, 26 Windungen auf 10 cm. Bei einem Durchmesser von 12 mm macht das 0,97968 Meter. Der Widerstand dieser Spule ist dann rein rechnerisch 0,0171 Ohm.

6318-Die-Spule-und-der-Magn.JPG

Die Verbindungen gut und fest hergestellt, denn da wird ein ganz schön heftige Strom fließen, wenn die Spannung an die Spule gelegt wird. Da aber kein Dauerstrom fließt, sondern nach Kontakt immer wieder die Kondensatorbatterie aufgeladen werden muss, geht das auch nicht mit einem Schalter oder so. Sondern der eine Pol vom Schweißkabel wird kurz an die Spule gelegt - heftiger Knall und Gestank nach Strom und verbranntem Metall - warten bis 32 Volt, wieder - Peng - und so weiter. 10 Mal habe ich das gemacht, der Kabelschuh hat es gerade so ausgehalten, um die Hälfte kleiner ist er geworden :shock:.

Gespannt wie ein Flitzebogen den Magneten aus der Spule gezogen und fast die Finger verbrannt, so warm ist der geworden. Nicht die Spule, sondern der Magnet IN der Spule. Da müssen also ganz schöne Kräfte gewirkt haben. Der Test mit dem Magnetkompass zeigte jetzt schon in einer Entfernung von 21 cm eine Ablenkung der Magnetnadel. Also hat sich was getan.

Den Magneten wieder da eingebaut, wo er hin gehört, Werk und Grundplatte zusammen geschraubt, Batterie angeschlossen, Aufgehangen... Und sie bewegt sich wieder mit 1,5 Volt!

6320-sie-bewegt-sich-wieder.JPG


Zum Ende jetzt noch etwas Stromiges.

Die Spule ist eine enge Luftspule um den Stabmagneten herum. 11 cm lang ist der Magnet und die Spule. Drahtquerschnitt ist 6 mm². Inklusive der Anschlussdrähte sind hier 0,9937 Meter Kupferdraht aufgewickelt. Nach dem Spezifischen Widerstand von Leitungskupfer 6 mm² (0,0171 Ohm pro Meter) hatte ich hier also einen Widerstand von 0,01706 Ohm. Rein Rechnerisch, nach Abzug der 3 Meter Schweißkabel, sollte also gut und gerne ein Strom von ca. 1.500 Ampere für 1 ms durch die Spule fließen. Der magnetische Fluss sollte bei dieser Spule und dem Strom so um die 2.500 T sein.

Nachdem dieser kleine Test also so erfolgreich für die Uhr verlaufen ist, wird jetzt weiter nachgedacht über eine elektronische Auslösung mit Thyristor. Denn der Geruch nach Strom und Metall ist nicht so das Wahre. Auch fliegen dabei ganz schön die Funken und löcher in den Klamotten braucht man nicht wirklich :D:wand:

Achso: Eine Armbanduhr am Handgelenk würde ich bei dieser Arbeit sicher nicht tragen wollen, aber den Nickel-Kobalt-Magneten meiner Hatot hat das ganz schön auf die Beine geholfen. Hoffen wir nur, dass es so bleibt :ok:
 

Anhänge

bonanza

bonanza

Dabei seit
29.02.2012
Beiträge
139
Hallo Stromer,

der spezifische Widerstand "Rho" für Kupfer beträgt 0,0172 Ohm, das ist richtig. Er gilt für einen Draht von 1m Länge und für einen Querschnitt von 1 qmm. Bei 6 qmm ist das durch 6 zu dividieren. Die Formel lautet R = l x Rho : A.
R =Widerstand / Ohm
L = Drahtlänge / m
r = spez. Widerstand
A = Querschnitt / qmm

Es grüßt aus dem Spessart der
Wolf (Bonanza)
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
Hast ja Recht. Immer diese Rechnerei :ok::lol:. Bei 6 mm² wäre der Widerstand dann 0,003 Ohm. Aber viel höher als die von mir angegeben 1.500 A kann der Strom nicht werden. Grenzen sind durch den Innenwiderstand der Stromquelle gegeben und der Leitungswiderstand des Drumherum.
Aber das Beste: Das Uhrwerk mit dem so behandelten Stabmagneten läuft immer noch. Und das ist die Hauptsache.

Ich grüße IN den Spessart. Bin im Februar noch 2 Mal durchgefahren, war in Bäudinge! Schöne Gegend.
 
Zuletzt bearbeitet:
B1884

B1884

Dabei seit
16.12.2012
Beiträge
1.051
Ort
Öhringen
Hast ja Recht. Immer diese Rechnerei :ok::lol:. Bei 6 mm² wäre der Widerstand dann 0,003 Ohm. Aber viel höher als die von mir angegeben 1.500 A kann der Strom nicht werden. Grenzen sind durch den Innenwiderstand der Stromquelle gegeben und der Leitungswiderstand des Drumherum.
Aber das Beste: Das Uhrwerk mit dem so behandelten Stabmagneten läuft immer noch. Und das ist die Hauptsache.

Ich grüße IN den Spessart. Bin im Februar noch 2 Mal durchgefahren, war in Bäudinge! Schöne Gegend.
Leider nein, jetzt darf ich endlich mal Klugscheißen. ;-)

Wenn ich richtig gerechnet habe hat die gebaute Spule bei einer angenommenen Permeabilitätszahl der unbekannten Zusammensetzung des Kerns von 10.000 eine Induktivität von 9,6mH.
L=N^2*uo*ur*d^2*Pi/2l

Beim einschalten setzt die Spule dem Stromfluss einen induktiven Widerstand entgegen. Sie baut damit das Magnetfeld auf. Dieser induktive Widerstand ist >> dem ohmschen Widerstand. Daher begrenzt dieser den Stromfluß deutlich stärker als der ohmsche Widerstand das vermuten lässt. Kurz darauf wird die Ladung der Elkos nachlassen. Dein Stromfluss ist gewaltig. Aber vermutlich nicht so wie angenommen. Dass es ausreichend ist, ist sicher und klar. Eine nette Schaltung!

Achso, ich würde dringend raten bei 30V nicht beim Abriss der Stromversorgung an die Kontakte zu kommen. Denn was beim Einschalten gilt, gilt umgekehrt auch beim Ausschalten. Das Magnetfeld will sich wieder entladen. Da bei einem Abriss dieses sich nicht über den ohmschen Widerstand oder eine Freilaufdiode entladen kann, transferiert sie die Spannung so hoch, dass es im Schalter zu einem kleinen Lichtbogen kommt. Das können mehrere tausend Volt sein (bei natürlich kleinen Stromstärken, es gilt die Energieerhaltung). Ich würde eine Freilaufdiode mit Widerstand parallel zur Spule verbauen.

Das ist das Prinzip eines Weidezaungenerators. Einer meiner Mitschüler hat das im Praxisunterricht in Physik am eigenen Körper miterlebt. Eine richtig große Spule, die Schulglocke läutete und er wollte schnell abbauen. Tja, beide Hände an die blanken Kontakte der Spule und die Krokodilklemmen aufgemacht. Der lag danach kurz auf dem Boden. Wobei das natürlich eine wesentlich größere Spule als diese 10mH war.


Achso, ja. Tolle Sache mit der Uhr. Und einen netten Magnetisierer hast du da gebaut!
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
Ups :D, auch Lehrer irren (ist ja menschlich, nehme ich an).

Voraussetzung: Zylinderspule, 11 cm Lang, 12 mm Durchmesser, 26 Windungen mit Kern aus Nickel-Kobalt-Legierung von 10 mm Durchmesser.
Spannung: 30 Volt aus Kondensatorbatterie 500.000 µF, Schaltzeit (durch den geringen Widerstand der Spule und Zuleitungen bedingt) ca. 1 mS.

1.) Deine Gleichung beschreibt das Verhalten einer Induktivität bei Wechselstrom. Meine Schaltung wird nur mit einem Stromstoß von 30 Volt Gleichstrom beglückt und zwar so lange, bis die Kondensatorbatterie (500.000 µF) entladen ist, also Spannung = 0. Das ist in ca. 1ms erfolgt. So schnell bekommst Du den Kontakt nicht geöffnet.
2.) 9.6mH??? 5, setzen! Da fehlen einfach 3 Nullen. Die Drahtlänge ist nicht 969 Meter, sondern 0,969 Meter (14 cm Zuleitung muss von der Wirkung der Spule als Induktivität abgezogen werden, aber nicht vom Widerstand). So bleibt also nur noch eine Induktivität von 9,6 nH.

Beim Abziehen der durch den hohen Strom verschweißten Kontaktstellen habe ich, obwohl beide Hände an blanken Leitungen (man(n) gönnt sich ja in diesen Zeiten sonst nichts :shock:), wirklich ehrlich nichts gespürt und auch wenn es mir möglich gewesen wäre, den Kontakt noch unter Spannung zu trennen, wäre die Spannung sicherlich nicht höher als eben die 30 Volt aus den Kondensatoren gewesen.

Den Strom durch diese Mimik kann man mit den Mitteln, die in einer Hobbywerkstatt für Großuhren vorhanden sind, nur ansatzweise berechnen. Als Anhaltspunkt kann vielleicht dienen, dass ein Stückchen Leitungskupfer 1,5 mm² aus Versehen zwischen die Anschlüsse geraten, mit lautem Knall verdampfte. Und das herumspritzende Metall hat weh getan:wand:.

Aber so hohe Induktionsspannungen, wie sie bei Spulen im mH-Bereich (hohe Windungszahl) auftreten können, gibt es hier auf keinen Fall.

Vor einiger Zeit gab es diese Diskussion hier schon einmal. Spule 2000 Ohm, Windungen 4000, Betriebsspannung 1,5 Volt, mechanischer Kontakt, 6 ms Schaltzyklus. Gemessen mit einem Oszi: Induktionsspannung beim Abschalten unter 1,5 Volt brachten gerade mal 20 Volt hervor. Keine weiteren "Funkenlöscher oder Abreisfunkenverhinderer" in der Schaltung. Nur Spule, Batterie und Kontakt.

Aber gut. Unsere Altvorderen, die den Magnetismus noch für ein Ergebnis des "Äther" hielten, haben das durch Experimente heraus gefunden und durch entsprechende Materialien an den Kontaktstellen den Abbrand verhindert. Bei diesen "Strömen" ging das, bei dem was durch meine "Spule" fließt, wird das ein sehr teurer Spaß :lol:

Da schaue ich lieber mal, ob es entsprechende Thyristoren gibt. Z.B. einen mit max. Strom von 928 Ampere habe ich schon gefunden: 30,- EUR in der Bucht. So Dinger sind in E-Loks in Parallelschaltung der Motorsteuerung unter gebracht. Obwohl, ich wollte eigentlich doch nur einen Magnetisierer...:ok:

Bitte entschuldige meine manchmal dumme Schreiberei. Aber ich habe das vor nunmehr 65 Jahren mal gelernt und dann eigentlich nie mehr gebraucht (man lernt ja fürs Leben, nicht fürs Vergessen! Oder war das etwa umgekehrt??)
 
bonanza

bonanza

Dabei seit
29.02.2012
Beiträge
139
Hallo Rolf-Dieter,

habe gerade gelesen, dass Du einen dicken Thyristor gebrauchen könntest. Ich hätte einen zu verschenken. Typ: SILEC IBM 227A, Du brauchst dafür aber einen 19er Gabelschlüssel. Habe aber leider keine Daten dazu. Er stammt angeblich aus einem Punktschweißgerät. Gib mir Bescheid, wenn Du ihn brauchen kannst und wohin ich ihn dann schicken soll.

30025293002531

MfG Wolf
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
Hey, das Ding ist ja Ge.. :klatsch: :klatsch:.

Mit dem könnte ich es mal versuchen. Daten bekomme ich raus. Wolf, Du hast ne PN!
 
bonanza

bonanza

Dabei seit
29.02.2012
Beiträge
139
Für alle Rätselrater

16 Windungen auf 10mm-Dorn und 10cm Länge gewickelt. Mit verschiedenen Kernen gemessen. Alle Werte sind in µH (Mikro-Henry) abzulesen.
Natürlich habe ich dünneren Draht genommen. Natürlich geht die Induktivität mit dickerem Draht zurück, ebenso wie sie mit einem Al-Kern kleiner wird. Die Norm-Induktivität basiert ja auf einem unendlich dünnen Draht. Es soll nur ein Gefühl dafür vermitteln, wo wir uns hierbei bewegen.

3003638


Alle Kerne, Al, Ferrite und Stahl sind 10 mm dick. Der Einfluss von einem hartmagnetischen Werkstoff in der Spule ist mir nicht bekannt.

Es grüßt aus dem Spessart der
Wolf (Bonanza)
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
:klatsch:Sach isch doch! Auch Lehrer irren ist menschlich.

Aber ich nehme mal an, er hat m mit µ verwechselt. Mein n ist auch nicht richtig. Was ein Glück, dass es den Wolf vom Spessart gibt!
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
So, der "Dicke Brocken" an Elektronik vom Wolf von Spessart ist angekommen. Vielen dank!

Und jetzt wird verbessert: Als Erstes werden die Kondensatoren neu angeschlossen, denn es hat sich gezeigt, dass meine Konstruktion der Verbindung sehr schwach auf dem Draht sind. Entsprechendes Kupfer habe ich bereits bestellt: 3 x 10 mm². Das hält auch den Strom aus. Der "Dicke" kann 2020 Ampere Peak ab. Schaltpause dazwischen von 20 ms. Das passt auch, die Kondensatoren brauchen diese Zeit zur Vollladung aus dem Netzteil. Und nachgedacht wird auch über eine Steuerung durch einen Mikroprozessor, dann kann das Schalten automatisch (einstellbare Anzahl natürlich) ablaufen.

Ihr seht, Langeweile kommt bei mir nicht auf :D!

Ich werde weiter berichten.
 
K

kaben

Dabei seit
21.04.2020
Beiträge
3
Ort
Chemnitz
@ Der Stromer

das ist ein richtg toller, sehr interessanter Werkstattbericht, ein kompetenter Techniker ...
mir fiel beim ersten Lesen ein:
Mit einem RIESEN WUMM dem Magneten neues Leben gegeben ...
(Ärzte haben so etwas mit zwei Handgriffen um Patienten wiederzuholen)

der Thyristor hat mich an meine Elektrikerzeit in den 70ern erinnert,
Ähnliche waren mehrere in einem Thyristorsteller für den Planscheibenantrieb einer Karuselldrehmaschine verbaut,
wenn der Bediener die Planscheibe hochgefahren hat, hörte man hinten im Schaltschrank die Trafos und Drosseln kreischen.

zum Projekt
die Elkos > Laden von 0V beginnend und die Spannung hochdrehen ?
die Spule > wenn die angeschlossen wird > ist das Netzteil dann von den Elkos getrennt ? > (Elkos laden > Netzteil ab > Spule ran ?)
der Magnet > hat der auf einer Seite den Nordpol, auf der anderen den Südpol ? Oder sind innen zwei Magneten an einem Pol zusammen verbaut ?
(Wickelrichtung der Spule)
eine Idee > Autobatterie(n) ?

man muß ja eben erst mal passende Elkos, Schraubklemmen mit Flügelmuttern M8, Cu Draht massiv 6mm² u.v.m. im Keller Fundus haben

PS
mir ist kürzlich eine Klarglas-Glühlampe 225V 300W E40 zugefallen > sieht mit poliertem Sockel dekorativ aus,
brauchte letztes WE mal schnell einen kleinen Entmagnetisierer > Keller Fund > Relaisspule mit Kern und Joch, 220V geeignet
man freut sich eben auch über kleine Sachen ...

MfG kaben
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
Hi, kaben.
Zum Projekt:
Ein Labor-Netzteil muss dafür noch herhalten. Geladen werden die Elkos über einen Drahtwiderstand 30 Ohm 10 W. Der wird zwar warm, aber nicht zu warm. Das Laden dauert ca. 20 Sekunden und lässt sich mit einem kleineren Widerstand (höherer Strom) sicher noch beschleunigen, aber das braucht es eigentlich nicht.
Nein, das Netzteil braucht nicht von der Kondensatorbatterie abgekoppelt werden. Max A bie 30 Volt und 30 Ohm = 1 und das kann das netzteil ganz locker ab.
Der Magnet ist hier ein Stabmagnet. Nord / Süd. Mann muss die Spule für diesen Magneten natürlich richtig anschließen bzw. den Magneten richtig herum rein stecken (wie im richtigen Leben eben). Das testet man einmal am Anfang, dann markiert man an der Spule z.B. den +. Es gibt noch einen anderen Magneten. Der ist U-förmig und hat unten in der Mitte den + zusammen (Bulle-Clock). Da müssen dann zwei Spulen gewickelt werden, Bifilar. Geht aber auch.
Autobatterie ist nicht sehr wirkungsvoll. Das Magnetfeld ist nicht stark genug weil der Innenwiederstand des Akku dafür zu hoch ist. Und da beim Akku die Spannung in die Knie geht, aber ein kräftiger Strom fließt, lebt der auch nicht lange und es besteht die Gefahr, dass mit der Spule auch gleich die ganze Hütte mit abfackelt und das ist dann ja extrem kontraproduktiv. Wenn Du einmal die Pole einer Batterie mit 6mm² kurz geschlossen hast, weist Du was ich meine.
 
K

kaben

Dabei seit
21.04.2020
Beiträge
3
Ort
Chemnitz
Hi Stromer,
auf dem Bild dann noch gesehen, das Netzteil ist über R an die Elkos angeschlossen > jetzt ist klar.
Magnet vestanden,
Autobatterie war die idee > die Elkos damit puffern o.ä.
... wie im richtigen Leben ... > Klasse ! > anders herum geht nicht ?
Danke für die Antwort.
MfG kaben
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
:shock: Pft! Wo lebst Du denn? :lol:

Den Akku Puffern? Das nutzt dem Akku nichts. Spule mit 26 Windungen sind für einen Akku immer ein Kurzschluss, es sei denn, man hat einen wie aus den ETA's :wand:. Rein rechnerisch fließt mit den Kondensatoren ein Strom beim Aufschalten der Spule von ca. 1000 A. Die Kondensatoren halten das aus, Akkus aber nicht. Weder diese schlagartige Stromentnahme, noch die darauf folgenden Aufladung. Das ist zu schnell und zu viel für die Chemischen Prozesse in den Zellen!
 
K

kaben

Dabei seit
21.04.2020
Beiträge
3
Ort
Chemnitz
Es war von mir nicht genau dargestellt ...
Autobatterie(n) in Reihe als Spannungsquelle für die Elkos mit mehr Stromkapazität vergleichsweise zum Labornetzteil
 
M

Matthias MUC

Dabei seit
09.07.2019
Beiträge
649
Rein rechnerisch fließt mit den Kondensatoren ein Strom beim Aufschalten der Spule von ca. 1000 A. Die Kondensatoren halten das aus, Akkus aber nicht. Weder diese schlagartige Stromentnahme, noch die darauf folgenden Aufladung. Das ist zu schnell und zu viel für die Chemischen Prozesse in den Zellen!
Naja, für eine größere Starterbatterie sollten die 1000A im Bereich des realistischen sein. So ein kräftiger Anlasser (man denke an einen großen Diesel oder LKW) ist elektrisch fast schon ein Kurzschluß mit einem Ritzel dran :D Ich meine mal mit einem Zangenamperemeter mit Max. hold bei einem normalen kleinen Ottomotor schon irgendwas gut über 200A Spitzenstrom gemessen zu haben (wenn die Zange den allerersten Peak überhaupt mitbekommen hat...)
 
Der Stromer

Der Stromer

Themenstarter
Dabei seit
14.03.2011
Beiträge
2.233
Ort
92272 Hiltersdorf
:shock: Es geht nicht darum, einen möglichst hohen Dauerstrom durch die Wicklung zu schicken, sondern sehr hohen Strom mehrmals in kurzen Abständen durch die Spule zu schicken.
Mit Akkumulatoren oder anderen Stromquellen (Netzteile, Gleichstromschweißgeräte, etc.) zerstören nur die Spule, bewirken sonst aber nichts. Und das ist NICHT Sinn und Zweck meiner Anordnung!

Hat etwas mit Kristallstruktur in magnetischen Metallen und die Wirkung von starken Magnetfeldern darauf zu tun. Physik 10 Klasse und Elektrotechnik.
 
M

Matthias MUC

Dabei seit
09.07.2019
Beiträge
649
Ich hab auch nichts von Dauerstrom gesagt.
 
Thema:

Mal keine Uhr, aber ein Gerät, das Uhren wieder zum zeigen der Zeit bringt!

Mal keine Uhr, aber ein Gerät, das Uhren wieder zum zeigen der Zeit bringt! - Ähnliche Themen

  • Mal wieder ein Klassiker - gut, günstig, robust - eine Uhr für jeden Tag. Citizen Promaster NY0040

    Mal wieder ein Klassiker - gut, günstig, robust - eine Uhr für jeden Tag. Citizen Promaster NY0040: Die Citizen Promaster habe ich eigentlich nie auf dem Schirm gehabt, da mich die Diver von Seiko mehr angesprochen haben. Als ich wieder mal auf...
  • Zeigt doch mal Eure Zwölfe (Uhren mit allen 12 Stundenziffern)

    Zeigt doch mal Eure Zwölfe (Uhren mit allen 12 Stundenziffern): Hallo Uhrenliebhaber, eigentlich braucht die heutige Armbanduhr keine Ziffern, und es gibt viele Uhren ohne eine einzige Ziffer auf dem...
  • Zeigt doch mal eure kleinsten Uhren

    Zeigt doch mal eure kleinsten Uhren: Die meisten hier tragen Uhren zwischen 34 und 40mm. Mich würde aber mal interessieren, ob ihr auch Uhren habt, die deutlich kleiner sind. Tragt...
  • Mal ne interessante Uhr

    Mal ne interessante Uhr: Das sah ich heute und fand es sehr interessant.
  • Ähnliche Themen
  • Mal wieder ein Klassiker - gut, günstig, robust - eine Uhr für jeden Tag. Citizen Promaster NY0040

    Mal wieder ein Klassiker - gut, günstig, robust - eine Uhr für jeden Tag. Citizen Promaster NY0040: Die Citizen Promaster habe ich eigentlich nie auf dem Schirm gehabt, da mich die Diver von Seiko mehr angesprochen haben. Als ich wieder mal auf...
  • Zeigt doch mal Eure Zwölfe (Uhren mit allen 12 Stundenziffern)

    Zeigt doch mal Eure Zwölfe (Uhren mit allen 12 Stundenziffern): Hallo Uhrenliebhaber, eigentlich braucht die heutige Armbanduhr keine Ziffern, und es gibt viele Uhren ohne eine einzige Ziffer auf dem...
  • Zeigt doch mal eure kleinsten Uhren

    Zeigt doch mal eure kleinsten Uhren: Die meisten hier tragen Uhren zwischen 34 und 40mm. Mich würde aber mal interessieren, ob ihr auch Uhren habt, die deutlich kleiner sind. Tragt...
  • Mal ne interessante Uhr

    Mal ne interessante Uhr: Das sah ich heute und fand es sehr interessant.
  • Oben