Magnetisierung von Uhren - bekannte und bestÀtigte Ursachen

Diskutiere Magnetisierung von Uhren - bekannte und bestĂ€tigte Ursachen im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; :lol:Immer! Bin ja auch kein FrangeđŸ„Ž

JunghÀnschen

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...ja. Aber dazu muss die Spirale elektrisch kurz geschlossen sein und das mit 0 Ohm. Wage ich zu bezweifeln, dass das eine Stahlspirale in einer Armbanduhr schafft. Und das auch noch in einem Metall-GehÀuse, egal ob Gold, Silber oder profaner Stahl.

MRT sind KEINE Wechselfelder! Sondern magnetische Impulse, immer in einer Richtung. Denn diese Impulse haben die Aufgabe, körpereigene Magnetkerne in den Zellen kurzzeitig aus zu richten und die Änderungen dann auf zu nehmen und aus zu werten.

Mir gehts nicht um die Magnetisierung sondern um die Hitzeentwicklung durch Wirbelströme von Metallteilen. Deswegen das Beispiel mit dem Induktionsherd. Der erwĂ€rmt z.B. den Boden einer Pfanne. In dem ist keine Spule und nix muss geschlossen werden, auch nicht kurz. Auch bei der Uhr wĂŒrden alle Teile (zu) heiss, die aus dem entsprechenden Metall bestehen.
Klar, dass die MRT keine Wechselfelder sind - aber weil sich Ă€ndernde Magnetfelder genauso wirken, werden die entsprechenden Metalle genauso erhitzt. FĂŒr die Induktion von Strom braucht es kein Wechselfeld, die gibts sogar bei statischen Magnetfeldern z.B. von ganz gewöhnlichen Magneten.

Weil es hier eigentlich um die Magnetisierung geht und nicht um die ErwÀrmung, schreib ich dazu hier nichts mehr wegen Offtopicismus.
 

Der Stromer

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Junges HĂ€nschen, gute Entscheidung. Lerne erst mal, wie ein Induktionsherd funktioniert und schreibe dann Deine Erfahrungen hier nieder.
 

TomS2

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Franken können sich auf vieles gleichzeitig konzentrieren :D

„... die Leistung wird in Form eines magnetischen Wechselfeldes ... ĂŒbliche Frequenz liegt im Bereich von etwa 25 bis 50 kHz“

Also völlig egal fĂŒr eine permanente Magnetisierung; hatte ich oben schon geschrieben.
 

revenger

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...
Uhr im MRT: Genauso wenig magnetisiert wie am Induktionsherd aber auch genauso heisss. Also bitte vorher unbedingt abnehmen!...

Hallo, das MRT braucht ein sehr starkes, statisches (Ă€ußeres) Magnetfeld zur Funktion. Was magnetisierbar ist, wird da magnetisiert.
Zur Messung werden dann in diesem (sehr starken Ă€ußerem) Magnetfeld Radiofrequenzen eingestrahlt. Das kann Metalle erwĂ€rmen und ist i.d.T. ein praktisches Thema.
Die Uhr, auch wenn sie gegen Magnetfelder der StÀrke mehrerer Tesla bestÀndig ist darf nicht bleiben. Dabei gilt die Sorge aber weniger der Uhr, als der möglichen Störung durch selbige in der Bildgebung.

LG Henry
 

DCr33P

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Schon etwas Àlter der Thread aber ich versuche es dennoch:
Mit dem Sensor des Smartphones kann man die MagnetfeldstÀrke ja relativ genau messen.
Wird die Einheit Tesla angezeigt, so handelt es sich um die magnetische Flussdichte.
Die App zeigt dann bei einer magnetisierten Uhr einen Wert an der höher als 50 uT betrÀgt, was in etwa der magnetischen Flussdichte der Erde entspricht. Je magnetisierter die Uhr, desto höher der Wert.

Die Frage ist, ab welcher magnetischen Flussdichte bzw. FeldstÀrke AN DER Uhr gemessen es problematisch werden kann?

Alle meine Uhren, bis auf meine neue Orient Triton sind laut der App und dem Sensor nicht magnetisch. Bei der Triton lese ich ca. 100uT ab. Interessanterweise ist sie die einzige meiner Uhren, die als "antimagnetisch" beworben wird.

Ab welcher FeldstÀrke bzw. Flussdichte treten denn messbarer VerÀnderungen an der Zeitwaage auf?

GrĂŒĂŸe
 

clocktime

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Alle meine Uhren, bis auf meine neue Orient Triton sind laut der App und dem Sensor nicht magnetisch. Bei der Triton lese ich ca. 100uT ab. Interessanterweise ist sie die einzige meiner Uhren, die als "antimagnetisch" beworben wird.

Ab welcher FeldstÀrke bzw. Flussdichte treten denn messbarer VerÀnderungen an der Zeitwaage auf?
Da dĂŒrfte eher ein MissverstĂ€ndnis zu den verschiedenen Arten des Magnetismus-Schutzes existieren. Vermutlich besitzt die Orient einen Weicheisen-KĂ€fig wie z.B. auch einige Alpinas und Rolex. Dann kann sie durchaus leicht erhöhte Magentismus-Werte haben, ohne deshalb falsch zu gehen. Omega baut hingegen seine Co-Axial-Kaliber meist aus amagnetischen Materialien, sodass diese praktisch ĂŒberhaupt nicht auf Magnetismus reagieren. Die dritte Variante, die nicht ganz so "sicher" ist, ist die, dass einfach eine amagnetische Aufzugsfeder verbaut wird (Nivarox, Silizium). Letztere ist deshalb nicht ganz so sicher, weil es sich auswirken kann, wenn andere Komponenten im Kaliber aus magentisierbaren Metallegierungen bestehen.
 

DCr33P

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Das mit dem WeicheisenkÀfig habe ich mal gelesen. Ich frage mich nur ob ich dann durch das Entmagnetisieren irgendwas "kaputt" machen kann was diesen Weicheisenschutz angeht.
Wollte mich grad auf den Weg zu meinem Uhrmacher machen. Habe leider keinen Entmagnetisierer zu Hause.
So weit ich weiss bewirbt Orient die Triton mit dem gleichen Antimagnetischen Schutz wie die M-Force.
 

clocktime

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Beim WeicheisenkÀfig kommst Du ohne eine Uhrenöffnung nicht an den Kaliber - eben wegen der Abschirmung. Insofern kannst Du kaum etwas kaputt machen. Ich wÀre eher aus einem anderen Grund etwas vorsichtig: Wechselmagnetfelder, wie sie zum Entmagnetisieren genutzt werden, erwÀrmen letztlich das Material. Macht man das mal kurz wie beim normalen Entmagnetisieren, ist das egal, aber ein lÀngeres Liegenlassen im Wechselmagnetfeld tut da nicht so gut. Lege mal einen Nagel (!) in ein Wechselmagnetfeld. Der wird nach relativ kurzer Zeit recht warm.
 

DCr33P

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Da vertraue ich einfach mal darauf, dass der Uhrmacher weiss wie er seinen Entmagnetisierer benutzt. Ich probiere es einfach mal. Danach bin ich schlauer.
 

FrohSINN

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Jetzt mal eine Frage aus Neugier:
Man ließt und hört ja immer wieder von solchen Dingen wie "Elektrosmog" und den ganzen elektrischen Wellen (Dank Mobilfunk und Wlan) , etc....oder an Hochspannungsleitungen....wie sieht es eigentlich damit aus ? Kann sowas eine Uhr auch magnetisieren ?
Bitte nicht denken, das ich gerne einen Aluhut trage oder halbesoterischen Theorien folge, aber das klingt zumindest möglich, fĂŒr einen totalen Physiklaien.
 

B1884

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Jetzt mal eine Frage aus Neugier:
Man ließt und hört ja immer wieder von solchen Dingen wie "Elektrosmog" und den ganzen elektrischen Wellen (Dank Mobilfunk und Wlan) , etc....oder an Hochspannungsleitungen....wie sieht es eigentlich damit aus ? Kann sowas eine Uhr auch magnetisieren ?
Bitte nicht denken, das ich gerne einen Aluhut trage oder halbesoterischen Theorien folge, aber das klingt zumindest möglich, fĂŒr einen totalen Physiklaien.

Nein, kann es nicht. Die Felder sind zwar elektromagnetischer Natur aber viel zu schwach und dann auch noch in einer Frequenz die keinesfalls magnetisieren kann. Wlan: 2,4 oder 5 GHz. Der schwingt 2.400.000.000 mal pro Sekunde! Wenn das so wĂ€re mĂŒsste durch Lang- und Kurzwellenradio der letzten Jahrzehnte die halbe Erde magnetisiert worden sein. ;-)

Zum Vergleich: der Entmagnetisierer arbeitet mit 50Hz, also 50 Schwingungen pro Sekunde. Im Vergleich zu Funkwellen ist das praktisch Gleichstrom.
 
G

Gast52069

Gast
Ich habe definitiv in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass ein hĂ€ufiges, regelmĂ€ssiges Tragen einer Uhr in der unmittelbaren NĂ€he diverser elektrischer Einwirkung (elektrischer TĂŒröffner, Sicherheitskontrollen an FlughĂ€fen: Scanner-"Torbögen" und RöntgengerĂ€te, wobei da wohl eher die Motoren, welche das Band vorwĂ€rts bewegen, eine Rolle spielen. Wenn da die Uhr direkt auf dem Boden in so einer Wanne liegt, wirkt der Elektromagnetismus direkt auf die Uhr) einen großen Einfluss auf die Ganggenauigkeit haben kann.
I.d.R. liefen danach einige Uhren erheblich schneller. Nach einem Entmagnetisieren war wieder alles normal.
Aber auch ein Handy kann auf Dauer eine Uhr magnetisieren, wenn es direkt ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum nah daneben liegt.
Die einzige Uhr, welche sich davon nicht beeinflussen ließ, war meine IWC UTC Die Fliegeruhr, aufgrund ihres Weicheisenmantels um das Werk herum. Selbst das ZB dieser Uhr ist aus Weicheisen gefertigt.
 

B1884

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Ich habe definitiv in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass ein hĂ€ufiges, regelmĂ€ssiges Tragen einer Uhr in der unmittelbaren NĂ€he diverser elektrischer Einwirkung (elektrischer TĂŒröffner, Sicherheitskontrollen an FlughĂ€fen: Scanner-"Torbögen" und RöntgengerĂ€te, wobei da wohl eher die Motoren, welche das Band vorwĂ€rts bewegen, eine Rolle spielen. Wenn da die Uhr direkt auf dem Boden in so einer Wanne liegt, wirkt der Elektromagnetismus direkt auf die Uhr) einen großen Einfluss auf die Ganggenauigkeit haben kann.
I.d.R. liefen danach einige Uhren erheblich schneller. Nach einem Entmagnetisieren war wieder alles normal.
Aber auch ein Handy kann auf Dauer eine Uhr magnetisieren, wenn es direkt ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum nah daneben liegt.
Die einzige Uhr, welche sich davon nicht beeinflussen ließ, war meine IWC UTC Die Fliegeruhr, aufgrund ihres Weicheisenmantels um das Werk herum. Selbst das ZB dieser Uhr ist aus Weicheisen gefertigt.

Das liegt aber weniger an Funkwellen sondern vielmehr an darin verbaute Dauermagnete und Eisenbauteile die bereits magnetisiert wurden. In einem Mobiltelefon z.B. die Lautsprecher.
 

TomS2

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Dennoch liegt dies daran, dass diese GerĂ€te keine bzw. nicht ausschließlich Wechselfelder erzeugen, sondern zumindest eine zeitlich konstante Magnetfeldkomponente aufweisen.

EDIT: @B1884 war schneller
 

Sectorfan

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BĂ€rlin
Jetzt hat es mich doch tatsĂ€chlich auch erwischt, meine sehr genaue Jean Marcel Oceanum, lief plötzlich einiges im Plus, genau gesagt + 16 Sek./24 h und daher ließ ich mir
von Amazon eines dieser blauen KĂ€stchen kommen und schwupps sind es wieder +1 Sek./24 h wie mir die Zeitwaage anzeigte. :super:

Leider ist keine Anleitung dabei gewesen und so hatte meine Eterna plötzlich +36 Sek./24 h :face: das ganze nochmals wiederholt, in einer Richtung ĂŒbers GerĂ€t gefahren
und es waren dann wieder +7 Sek. /24 h, es ist mir aber bis jetzt ein RĂ€tsel, wie das bei der JM passiert ist, klar ich habe links am GĂŒrtel meine Handytasche mit Magnetverschluß
und ich koche mit Induktion, was bisher aber kein Problem war und das ĂŒber Jahre. :hmm:

Gruß
Mike
 
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