LVMH entschliesst sich gegen den Graumarkt vorzugehen

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paysdoufs

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Quelle: http://forumamontres.forumactif.com/t211063-actu-lvmh-decide-a-lutter-contre-le-marche-gris-biver

LVMH décidé à lutter contre le marché gris (Biver)

Le groupe de luxe français LVMH veut lutter contre les marchés parallèles, dits "gris", qui cassent les prix en vendant des montres de luxe sur internet, a affirmé le patron du pôle horloger Jean-Claude Biver dans un entretien publié mardi par le quotidien "L'Agefi".

"Ce marché gris est un véritable cancer, spécialement pour l'horlogerie haut de gamme", a indiqué M. Biver, qui pilote les trois marques Hublot, Zenith et TAG Heuer.

Alors que ces montres sont vendues sur des sites internet à prix cassés, le groupe a décidé de riposter. "Par le biais d'une société tierce, nous rachetons même les montres en vente sur les sites internet non officiels, car cela nous permet de savoir de quels détaillants proviennent ces montres", a expliqué M. Biver.

"Contre les détaillants fautifs, les mesures que nous allons prendre iront jusqu'à l'exclusion pure et simple de notre réseau de distribution", a-t-il ajouté.

Le patron du pôle horloger de LVMH s'est néanmoins déclaré optimiste quant à l'avenir du haut de gamme, "un créneau éternel" qui a "beaucoup de belles années" devant lui.

Le bas de gamme (montres avec un prix moyen jusqu'à 900 CHF) pourrait par contre être fortement concurrencé par les montres connectées, a-t-il averti.

Concernant les acquisitions, Jean-Claude Biver a estimé "peu envisageable" pour LVMH d'acquérir des marques dans le bas de gamme, mais le rachat d'une maison avec un prix de montre moyen à 40'000 CHF n'est pas exclu.
Aus: https://www.zonebourse.com/LVMH-MOET-HENNESSY-VUITTO-4669/actualite/LVMH-decide-a-lutter-contre-le-marche-gris-Biver-24620677/

Traduction:
Das französische Luxuskonglomerat LVMH will gegen die parallelen, sog. "grauen", Märkte vorgehen, welche durch Internet-Verkauf die Preise von Luxusuhren verderben, hat der Chef der LVMH-Uhrensparte, Jean-Claude Biver, am Dienstag in einem Gespräch mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung "L'Agefi" verkündet.

(...)

Während die Uhren seiner Marken im Internet zu reduzierten Preisen angeboten werden, hat LVMH sich entschlossen zum Gegenangriff überzugehen "Dank eines Dritten kaufen wir sogar Uhren von nicht-autorisierten Internethändlern auf, denn dies erlaubt es uns zu erfahren von welchem unserer ADs diese Uhren ursprünglich stammen", erklärte Herr Biver.

"Die Massnahmen, welche wir gegen unsere vertragsbrüchigen ADs ergreifen werden, werden bis zum radikalen Ausschluss aus unserem Vertriebsnetz reichen", fügte er hinzu.

(...)

Hinsichtlich eventueller Zukäufe [von Marken], erklärte Jean-Claude Biver dass es schwer vorstellbar sei dass LVMH Marken im "Niedrigpreis"segment [Anführungszeichen von mir...] kauft. Dahingegen sei ein Zukauf einer Marke im Luxussegment, mit einem mittleren Verkaufspreis von 40k CHF/Uhr, nicht ausgeschlossen.
 
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YOON

YOON

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Klar geht das.

Aber wohl nur über einen straffen selektiven Vertrieb, das Verbot von b2b-Querlieferungen, eine konsequente Kontrolle und Sanktionierung.

Dabei geht man dann streng genommen nicht gegen die Grauhändler vor, sondern gegen die eigenen Konzessionäre, die Uhren im b2b-Bereich mit Grauhändlern handeln.
 
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Iceman2401

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Dadruch wird Herr Biver bestimmt den Umsatz steigern. :D bestimmt! Hab meine Tag Heuer Aquaracer auch vom Grauhändler für knapp 600€ weniger erstanden. Würde es immer wieder tun.
 
duffte

duffte

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Ganz einfach:

Uhr Grau: 1.800€ --> sehe ich noch ein
Uhr Konzi: 2.500€ --> sehe ich nicht mehr ein

Ergo: Kein Grauhändler = eine verkaufte Uhr weniger

Und sind wir mal ehrlich. Mehr verkaufen tun sie dadurch nicht. Sagt ja keiner (ok, vielleicht doch so ein paar "Investoren"), dass sie die Uhren bisher nicht gekauft haben, weil sie die Graumarktpreise zu billig finden und die Marke deshalb nicht attraktiv genug ist.
 
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IchausZH

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Sagt ja keiner (ok, vielleicht doch so ein paar "Investoren"), dass sie die Uhren bisher nicht gekauft haben, weil sie die Graumarktpreise zu billig finden und die Marke deshalb nicht attraktiv genug ist.
Wäre da nicht so sicher. Ich kaufe aus Prinzip nur Uhren zu Listenpreis. Und nur Uhren, die kein Grauhändler mehr als 10% günstiger anbietet. Ich verhandle einfach bei einer Uhr nicht gerne und kaufe gerne bei einem offiziellen Händler. Bin aber nicht bereit dafür einen grossen Aufpreis gegenüber dem Graumarkt zu bezahlen. Entsprechend habe ich noch keine Tag Heuer in der kleinen Sammlung.

Zudem wirkt eine Marke bei der die Listen- und die Graumarktpreise nah beieinander sind einfach fairer bepreist. Somit könnte die harte Linie von Biver durchaus die Umsätze längerfristig positiv beeinflussen.
 
Uhrakel

Uhrakel

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Man wäre doch auch dämlich eine Uhr vom Konzi zu kaufen, die beim Grauen 35 % billiger zu bekommen ist, oder?
Der Wertverlust ist hier ja schon offensichtlich dargestellt
 
diveros

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@ichausZh

Na, da bleibt aber die Auswahl beschränkt, oder?

Im "normalen" Preissegment bleibt da nur Rolex. Bei fast allem andern sind ja gerne mal 20% drin.
 
ominus

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Selbst bei weniger beliebten Rolex Modellen gibt es ein paar Prozent Rabatt beim Konzi.
 
diveros

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Man wäre doch auch dämlich eine Uhr vom Konzi zu kaufen, die beim Grauen 35 % billiger zu bekommen ist, oder?
Naja, so würde ich das nicht nennen. Der Graumarkt bedient ehr die "nerds" wie uns die sich in Foren rumtreiben.

Der normale Uhrenkäufer kauft beim Konzi. Erst kürzlich hat mir ein entfern Bekannter wieder erzählt wie toll sein Omega SMP Kauferlebnis in der Butike war.
Gezahlt hat er Liste, keine Frage, bekam aber Kaffee, Schampus und nen Omegakulli.

Er war zufrieden. Ist doch auch okay so. Ich habe Ihm nicht verraten was ich für meine bezahlt habe.

Leider habe ich aber nun ne Handvoll Omegas und noch immer keinen Kugelschreiber.

Also, jeder wie er will.

Ein anderer Kumpel fährt alle paar Jahre weiter weg in den Urlaub. Immer aus den Ländern die er Besucht bringt er ne Rolex mit, als Erinnerung. Die wird dort gekauft und bei der Einreise verzollt...alles vorbildlich.

So geht es auch!
 
JimJupiter

JimJupiter

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Ergo:
Uhr 1 = Restwert 1000 Euro
Uhr 2 = Restwert 1700 Euro

Variante 2 gefällt mir persönlich besser.
Versteh ich auch nicht. Die Uhr ist die selbe. Und selbst wenn, in Variante 1 habe ich 800€ verloren aber noch 700 mehr in der Tasche, bei Variante 2 ebenfalls 800€ "verloren" und die Tasche ist leer (unter der Annahme es wird nicht verkauft, dann ist beides wieder gleich, aber auch dann ist es sinnfrei :D )

Nico
 
Mueller27

Mueller27

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Nee is' klar, man will "hart" gegen den Graumarkt vorgehen:-)

Leute: Genauso alt wie der Graumarkt, sind die Lippenbekenntnisse der Herstelller dagegen vorzugehen.

Wer will, kann seinen Graumarkt als Hersteller innerhalb weniger Monate austrocknen.

Das einzige aus dem Post oben was mir neu war, der Graumarkt heißt auf Französisch wirklich auch "gris".

Carsten
 
M

Marlboro

Gast
....
Wer will, kann seinen Graumarkt als Hersteller innerhalb weniger Monate austrocknen.
Anscheinend will man das und wenn ich recht informiert bin ist es AP in sehr kurzer Zeit gelungen. Ich bin sehr dafür.


Nico:
Ansichtssache mir würde es so mehr Spaß machen - und irgendwann verkauft irgendwer....
 
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IchausZH

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@ichausZh

Na, da bleibt aber die Auswahl beschränkt, oder?

Im "normalen" Preissegment bleibt da nur Rolex. Bei fast allem andern sind ja gerne mal 20% drin.
Ist so. Rolex, die LEs von Omega, vielleicht irgendwann mal eine Patek. Mehr brauche ich aber auch nicht. Wobei ich aber bei Breitling oder TH oder Omega oder IWC auch noch die eine oder andere Uhr auf dem Radar hätte, wenn mir die Existenz des Graumarktes die Lust an diesen Uhren nicht nehmen würde.

@Ominus: ein paar Prozent sind mir egal. Nicht weil ich so wohlhabend
bin, sondern weil ich einfach lieber auf Preisverhandlungen beim Konzi (und damit verbunden das Risiko, dass ich ohne Uhr rauslaufe oder meine Laune getrübt wird, weil ich meine Preisvorstellung nicht durchsetzen konnte) verzichte.
 
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El40

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Finde ich gut.
Da sollten die anderen Unternehmen nachziehen.
 
tbickle

tbickle

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Wer will, kann seinen Graumarkt als Hersteller innerhalb weniger Monate austrocknen.
Das halte ich für ein Gerücht.

Der einzige Weg, dieses Ziel zu erreichen, wäre meiner Meinung nach der konsequente Direktvertrieb. Dann könnte man sich selbst aussuchen, an wen man verkauft. In die Privatautonomie der Händler kann und darf LVHM hingegen nicht eingreifen. Und das sollten sie auch nicht tun, wie man am Beispiel Hublot unschwer erkennen kann:

Flaship-Stores weltweit: gerade einmal 77.
Autorisierte Händler weltweit: 2.000+

Wenn Hublot den Händlern allzu sehr auf den Wecker geht, dann nehmen sie von sich aus die Uhren aus dem Sortiment und füllen die neu entstandene Lücke mit Rolex, Omega, Panerai. Dieses Risiko kann LVHM nicht eingehen. Die autorisierten Händler sind der Ast, auf dem es sich LVHM gemütlich gemacht hat. Sie wären sehr schlecht beraten, daran zu sägen.

Hund die bellen, beißen bekanntlich nicht. Deswegen stimme ich Dir in diesem Punkt zu: Ein Lippenbekenntnis, mehr nicht.

Gruß

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Ich bin sehr dafür.
Du zahlst gern Fantasiepreise? Gut zu wissen. :D
 
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IchausZH

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Gibt es eigentlich irgendwo eine verlässliche Aussage darüber, welcher Anteil der Uhren über den Graumarkt an die Kunden gelangt?
 
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