Uhrenbestimmung Luigi Borelli Taschenuhr

Diskutiere Luigi Borelli Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo Forengemeinde, ihr könnt mir sicherlich weiterhelfen. Ich habe vor guten 20 Jahren zur Firmung von meinem Firmpartner eine Taschenuhr...
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Zwackelmann

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Hallo Forengemeinde,

ihr könnt mir sicherlich weiterhelfen.

Ich habe vor guten 20 Jahren zur Firmung von meinem Firmpartner eine Taschenuhr geschenkt bekommen.

Ich habe von dem Hersteller noch nie etwas bezüglich Qualität, Preiskategorie o.ä. gehört.

Hat jemand von euch hierzu Infos?

Das mechanische Uhrwerk läuft sofort an, „geschätzt“ 4 Hz.

Nein, das soll kein „Was ist meine Uhr wert“ Faden werden, da die Uhr für mich einen hohen ideellen Wert hat und ich sie niemals verkaufen würde.
Da mich aber nun auch seit einiger Zeit das Uhrenfieber gepackt hat, interessiert es mich natürlich, ob die Taschenuhr rein symbolischen Charakter zur Firmung hatte oder auch ein wertvolles Geschenk war.

Schönen Dank im Voraus für eure Einschätzung.
 

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Zwackelmann

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Hmmmm....
Wenn nichtmal jemand von euch weiterhelfen kann.....🤔
 
andi2

andi2

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Hallo,
dazu gibt es nicht allzu viel zu sagen. Das Uhrwerk ist nicht zu sehen, aber die zentrale Sekunde und die Beschriftung des Zifferblattes lassen den Schluss zu, dass hier ein kleines Handaufzugwerk in dem grossen TU-Gehäuse verbaut wurde, vermutlich mit einem breiten Plastik-Werkhaltering.
Ich würde eine Wette darauf eingehen, dass es das berüchtigte China-Standard-Handwinding-Movement ist. Dieses ist ein seit Jahren gebautes, ausgesprochen günstiges (und leider meist nicht sehr gut verarbeitetes) Massenwerk.
bidfun-db Archiv: Uhrwerke: China 2650

Die ZB-Beschriftung "Mec. Movt." ist typisch für Chinaware.
Wertvoll ist die Uhr nicht, wenn man im Wiederverkauf den Gegenwert einer Wurstsemmel erhält, hat man als Verkäufer schon gute Arbeit geleistet. Ich denke, dass man vergleichbare Uhren neu ab ca. 30 Euro im Netz findet, evtl auch noch etwas günstiger...
Gruss Andi
 
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Zwackelmann

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@Andi: danke für die Einschätzung.
@Josef: hab gerade an die Moderation geschrieben (übrigens ebenfalls Grüße aus dem Schwabenland)

Die Uhr zu öffnen habe ich noch nicht versucht. Habe es aber bislang auch noch nicht als für notwendig erachtet, da ich annahm, die Marke reicht für eine Einschätzung aus. Andi hat ja schon eine Tendenz gegeben.
 
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Matthias MUC

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Ohne Blick aufs Werk ist es ja auch bei alten, "richtig guten" Taschenuhren fast aussichtslos, was genaueres zu sagen. Auch bei denen wurde oft von einem Gehäusemacher ein Uhrwerk zugekauft, ggf. etwas modifiziert oder auch nicht, und so sind da meistens zwei Beteiligte (mindestens).....
 
ANTARES1958

ANTARES1958

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Also... für allgemein nicht wert um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Sorry!
 
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Zwackelmann

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Ok danke für eure Einschätzung.

Vielleicht nicht vom materiellen, wohl aber vom sentimentalen Wert ist sie für mich Nummer 1 in meiner Sammlung. Und sie war die erste, die kam und wird die letzte sein, die geht ;-)

Falls jemand weitere Infos oder Kommentare hat, immer gerne her damit.
 
Ruebennase

Ruebennase

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Ich habe Ähnliches in meiner Sammlung :-) . Es gibt Uhren mit einem hohen sentimentalen Wert und das Schöne ist dadurch das sie ticken wenn man sie auf zieht, machen Sie die Erinnerungen lebendiger. Dein Firmpartner wollte Dir in jedem Fall ein ausgesprochen klassisches Firmierungsgeschenk machen. Für einen Uhrenlaien der nicht stinkreich war bzw.beim "Konzie" ein und aus ging, war es zu der Zeit auch kaum möglich noch eine neue hochwertige Taschenuhr im allgemeinen Handel zu kaufen.

GRüße Rübe
 
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tschasovschik

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Für einen Uhrenlaien der nicht stinkreich war bzw.beim "Konzie" ein und aus ging, war es zu der Zeit auch kaum möglich noch eine neue hochwertige Taschenuhr im allgemeinen Handel zu kaufen.
In der Tat gab es Ende der Neunziger in Fachgeschäften selten fachlich vertretbare TU im Schaufenster zu sehen. Fachhändler haben seinerzeit selten TU auf Lager gehabt, die Umschlagshäufigkeit war einfach nicht gegeben. Doch sicherlich war auf Nachfrage eine Auswahl TU mit Unitas 6497/98 nach wenigen Tagen im Geschäft verfügbar, so daß der geneigte Kunde sich etwas aussuchen konnte. Stinkreich mußte dieser sicher nicht sein, so ab 300 DM gab es fachlich vertretbare TU.

Das Uhrwerk ist nicht zu sehen, aber die zentrale Sekunde und die Beschriftung des Zifferblattes lassen den Schluss zu, dass hier ein kleines Handaufzugwerk in dem grossen TU-Gehäuse verbaut wurde, vermutlich mit einem breiten Plastik-Werkhaltering.
Ich würde eine Wette darauf eingehen, dass es das berüchtigte China-Standard-Handwinding-Movement ist. Dieses ist ein seit Jahren gebautes, ausgesprochen günstiges (und leider meist nicht sehr gut verarbeitetes) Massenwerk.
Muß mit dieser Aussage leider übereingehen.
Daher würde ich dazu raten die Uhr nicht zu öffnen.
 
Ruebennase

Ruebennase

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Tschasovischk du hast in allen Punkten recht und ich bezog mich in erster Linie auf den "Uhrenlaien" . Ich stelle mir gerade meine Onkel oder Tanten vor, die nicht am Hungertuch nagten und recht gut lebten (Haus ab zahlen und so) , wie Sie zum Dorfuhrmacher gehen und er würde sagen: "Ab 3oo Mark kann ich Dir eine fachlich vertretbare Taschenuhr verkaufen "...nein, der hätte auch den *********** gezückt :-)....Ich denke in den Großstädten und eben in sehr wohlhabenden Kreisen war die Welt anders. Vielleicht lebe ich auch zu sehr in "meiner" Welt.

Grüße Rübe

( Ich habe erfolglos Firmpartner gesucht, aber das ist wohl so etwas wie ein Patenonkel/Tante und zur Firmierung ist man soweit ich esweiß 7-9 Jahrealt .....300 Mark für eine Uhr ....niemals 1980 in "meinen Kreisen")
 
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tschasovschik

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Genau, der "Uhrenlaie" ist hier das Problem. Ok, ich gehe um 1995 in ein Fachgeschäft, um für mein Patenkind eine Uhr zu kaufen und erwarte fachliche Beratung. Ich gehe jetzt mal davon aus, daß eine fachliche Beratung in diesem Geschäft gesichert war. Spätestens beim Wort "Patenkind" muß dem Verkäufer doch ein Licht aufgehen und daran gedacht werden, daß diese zu verschenkende Uhr die nächsten Jahrzehnte überlebt und fachgerecht instandgehalten werden kann.
Sorry, im Moment beiße ich mir fortwährend auf die eigene Zunge, allein aus Rücksichtnahme auf den Threadstarter. Daher beende ich hier meine Ausführungen.
Gruß
Werner
 
ANTARES1958

ANTARES1958

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Also... für allgemein nicht wert um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Sorry!
Damit meine ich - in die richtige Sammlung aufnehmen. Ich selbst habe auch den Fehler mehrmals gemacht, weil ich keine Ahnung hatte. Habe " nach Aussehen" gekauft (mehr oder weniger). Natürlich werden geschenkte Uhren etwas besonderes! Die behält man . Ist vll.etwas falsch ausgedrückt von mir, sorry!
 
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Zwackelmann

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Vielen Dank für eure Antworten und Einschätzungen. Man muss eben doch nur die richtigen Leute fragen.

Zum Verständnis für die die es interessiert:
Die Firmung ist ein wichtiger Meilenstein in der katholischen Kirche, der ein paar Jahre vorher die Kommunion vorausgeht. Nach der Firmung ist man in der kath. Kirche „erwachsen“ (glaub ich zumindest. Bin da auch nicht so „firm“ drin) und darf Taufpate usw. werden. Während der Firmung durch des Bischof legt der Firmpate einem die Hand auf die Schulter und keine Ahnung mehr was noch. Ein traditionelles Geschenk war eine Taschenuhr vom Firmpaten (er kam ursprünglich aus dem katholischen Sudetendeutschland, da gehörte sich das noch so :-)).
Ich lasse mich gerne ergänzen und korrigieren, wenn jemand mehr weiß.

Aber ich kann mich erinnern: von meinem anderen Geschenk von ihm habe ich mir mein erstes Handy gekauft :lol:
 
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Zwackelmann

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Damit meine ich - in die richtige Sammlung aufnehmen. Ich selbst habe auch den Fehler mehrmals gemacht, weil ich keine Ahnung hatte. Habe " nach Aussehen" gekauft (mehr oder weniger). Natürlich werden geschenkte Uhren etwas besonderes! Die behält man . Ist vll.etwas falsch ausgedrückt von mir, sorry!
Alles gut :prost:
 
andi2

andi2

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Hallo Zwackelmann,
als ehemaliger Katholik wurde ich auch mal gefirmt und kann alles bestätigen, was du schreibst. Über eine Taschenuhr hätte ich mich damals auch gefreut. Lustigerweise habe ich mir damals von einem Teil des als Geschenk eingenommenen Geldes als Schüler auch eine Taschenuhr (erste selbst gekaufte Uhr) gekauft.
Ich hatte Glück, in dem (guten!) Uhrmachergeschäft gut beraten worden zu sein. Ich liess mir bei den vorgelegten Uhren das Werk zeigen. So war mir nach 5min klar, dass Uhren mit Zentralsekunde (mit Zwergwerk drinnen) nicht in Frage kommen. Das war anfangs der '80er Jahre und der Uhrmacher konnte mir auch ein paar recht günstige Uhren aus Pforzheimer Produktion vorlegen, in denen noch echte Taschenuhrwerke verbaut waren (französische HP X40). Eine solche 'De Cave' habe ich mir gekauft, sie hat mir viele Jahre gute Dienste geleistet, bis ich sie an einen Jugendlichen weiterverschenkte, der von der Uhr fasziniert war.
Die Lektion des Uhrmachers habe ich nie vergessen: Taschenuhren mit Zentralsekunde = kleines Handaufzugwerk / TU mit dezentraler kleiner Sekunde = echtes TU-Werk.

Ohne gute Beratung und ohne Blick auf die Werke in den Uhren hätte ich evtl damals auch zu einer ähnlichen Uhr wie deiner gegriffen. Als ich den Laden betrat, war mir nämlich der Unterschied nicht klar.

Wenn deine Uhr auch kein Kleinod ist, so hat sie doch für dich einen persönlichen Wert. Mit etwas Glück läuft auch das Chinawerk jahrelang ohne Probleme. Wenn mal was ist, wird man aber keine Wartung bekommen (Uhrmacher rühren dieses Werk aus verständlichen Gründen i.d.R. nicht an). Man kann aber problemlos ein Austauschwerk besorgen.

Gruss Andi
 
Thema:

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