Uhrenbestimmung Longchamp Taschenuhr

Diskutiere Longchamp Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo liebe Forumsfreunde, neben der Armbanduhren hat mir meine Schwiegermutter auch Taschenuhren von meinem Schwiegervater mitgegeben. Die...
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EC213

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Hallo liebe Forumsfreunde,

neben der Armbanduhren hat mir meine Schwiegermutter auch Taschenuhren von meinem Schwiegervater mitgegeben.

Die Longchamp Taschenuhr ist meinem Empfinden nach sehr schön gearbeitet. Leider fehlt ihr das Glas, sodass wahrscheinlich deshalb Wasser eingetreten ist und sich Rost gebildet hat.
Außerdem ist der Deckel, welcher vor dem Deckel zum Uhrwerk sitzt, abgerissen. Das Uhrwerk sieht aus, als bräuchte es etwas Liebe.

Habt ihr dieses Modell schon mal gesehen? Könnt ihr mir etwas dazu sagen?

Meint ihr, es ist möglich, diese zu revidieren? Neben der Revision des Uhrwerks muss ja auch noch ein neues Glas gefunden werden. Der Rahmen des Glases liegt vor, muss aber ggf. auch ein geklebt werden. Er sitzt jedenfalls nicht fest.

Ich danke euch für eure Hilfe.

Folgend einige Bilder:
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Viele Grüße
 

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Matthias MUC

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Wenn "nur" die Eisenteile rosten (ich seh da in erster Linie Schrauben, Rücker, Zeiger, alles was mal gebläuter Stahl war), d.h. Räderwerk (Messing), Platinen (Messing?), Lager (Steine gegen Messing), Spirale (sieht doch gut aus) und Aufzugsfeder (ggf. ersetzbar) nicht löcherig, zusammengebacken oder sonstwie hinüber sind: Herausforderung, aber nicht aussichtslos. Wahrscheinlich erste Aktion vor dem Zerlegen ein Vollbad in WD40, um möglichst viel Rost zu unterwandern, der z.B. entscheidet, ob eine Schraube rauskommt oder sich frißt und kaputt drinbleibt, oder ob der Unruhkloben gewaltfrei loskommt, dann Unruh und Anker raus wenn möglicch und den ganzen Rest dann nochmal am besten in WD40 versenkt in den Ultraschall..... (ach mist, WD40 = brennbar = darf nicht in die Elma....). Also bevor Du die Uhr komplett abschreibst und zum Alteisen oder zusammen mit den Konservenbüchsen in die gelbe Tonne haust und wenn sich sonst niemand erbarmen mag, nehm ich sie gerne als Übungsstück.... (ohne Gewähr, sie zum Laufen zu bekommen)....
 
Arno_Nühm

Arno_Nühm

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Da schmerzt mich der Anblick dieser welken und traurigen Schönheit. 😭
 
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Horologix

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Möglich wäre das schon, aber ein Berg Arbeit und dementsprechend nicht wirklich billig. Immerhin, die Spirale schaut gut aus, der Rest, naja, aber nichts, das sich nicht machen ließe. Gehäuse löten, Triebe entrosten, Sperräder, Zeiger,...... aufarbeiten, ja da geht schon Zeit drauf. Solltest du es wirklich machen lassen wollen, kann ich dir eine Adresse dafür geben.
 
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EC213

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Guten Abend zusammen,

ich habe mir etwas Zeit genommen, um das Uhrwerk etwas zu reinigen.
Es sieht nun schon etwas besser aus. Evtl ist es doch noch zu retten?

20200319_214205.jpg20200319_214223.jpg

Viele Grüße
 
monozelle

monozelle

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Hattest du es demontiert und dir mal die einzelnen Teile angesehen? Wie sah es aus?
Ich seh da immer noch viel Rost...
 
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EC213

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Hattest du es demontiert und dir mal die einzelnen Teile angesehen? Wie sah es aus?
Ich seh da immer noch viel Rost...
Ich habe es nicht demontiert, da ich die Krone nicht abbekommen habe und nichts kaputt machen wollte.
 
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Matthias MUC

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Um die Krone mitsamt Aufzugswelle rauszubekommen, könnte diese kleine Schraube zuständig sein.
2954732
Aber zuerst testen, wenn Du die großen Werkhalteschrauben lösen kannst, ob das Werk nach hinten oder nach vorne raus "locker" wird. Beim Blick auf die großen Werkhalteschrauben ganz am Rand habe ich nämlich den Verdacht habe, daß das Werk nach vorne raus muß (= Uhrglas mit Lünette muß runter, ohne geeignetes Werkzeug nichttrivial und kratzer-/glasbruchträchtig), also auch mit ausgebauter Aufzugswelle ist noch nichts gewonnen.
 
monozelle

monozelle

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Um wirklich Klarheit zu bekommen, wie es um die Uhr steht, kommt man um eine Komplett-Demontage nicht herum. Alles putzen, entrosten, alles genau angucken. Dann sind schon Stunden an Arbeit angefallen und erst dann kann man entscheiden, ob eine Reparatur überhaupt geht und wie aufwändig die wird.

So viel Aufmerksamkeit, wie diese Uhr hier und jetzt bekommt, hatte sie sehr lange nicht...
 
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FritzP

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Einfach mal etwas überlegen, das Werk geht garantiert nach vorn raus.
Welchen Sinn hätten ansonsten die Werkhalteschrauben.
 
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Matthias MUC

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Wahrscheinlich viel Arbeit. Aber alles, was sich bewegen können muß, ist doch im Wesentlichen kein rostfähiger Stahl, und die Unruhspirale als wahrscheinlich eisenhaltigstes Teil unter den "beweglichen" schaut auch überraschend gut aus. Richtige Showstopper könnten wahrscheinlich erst mal die gebläuten Schrauben sein, wenn die durch Korrosion am Gewinde festsitzen und schlimmstenfalls abreißen, ohne das freizugeben, was sie festhalten. Die Zapfen sind doch auch Messing auf Messing oder jedenfalls Nichteisenmetalle untereinander, oder ggf. Metall auf Stein. Der Lagerstein vom Minutenrad schaut allerdings komisch aus (gesprungen?), aber das ist jetzt nicht korrosionsbedingt, sondern ein "normaler" Schaden.
Wenn's meine Uhr wäre: Bastelprojekt ohne Erwartung des Gelingens, aber nichts zu verlieren außer erst mal Zeit.
 
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Horologix

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Wahrscheinlich viel Arbeit. Aber alles, was sich bewegen können muß, ist doch im Wesentlichen kein rostfähiger Stahl, und die Unruhspirale als wahrscheinlich eisenhaltigstes Teil unter den "beweglichen" schaut auch überraschend gut aus. Richtige Showstopper könnten wahrscheinlich erst mal die gebläuten Schrauben sein, wenn die durch Korrosion am Gewinde festsitzen und schlimmstenfalls abreißen, ohne das freizugeben, was sie festhalten. Die Zapfen sind doch auch Messing auf Messing oder jedenfalls Nichteisenmetalle untereinander, oder ggf. Metall auf Stein. Der Lagerstein vom Minutenrad schaut allerdings komisch aus (gesprungen?), aber das ist jetzt nicht korrosionsbedingt, sondern ein "normaler" Schaden.
Wenn's meine Uhr wäre: Bastelprojekt ohne Erwartung des Gelingens, aber nichts zu verlieren außer erst mal Zeit.
Da ist sogar sehr viel rostfähig, das sich bewegt. Die Zapfen sind aus Stahl, ebenso die Triebe, die Unruhwelle, der Zeigerstell und Aufzugsmechanismus, Viertelrad+Rohr. Triebe in dieser Größe auspolieren ist kein Vergnügen. Wird das nicht gemacht gibt es zu viel Reibung und die Uhr geht nicht. Die Sperrräder sollten einen neuen Schliff bekommen, die Zeiger neu gebläut oder ersetzt werden, ein neues Glas, das Scharnier gelötet, der Minutenlagerstein ersetzt und der Rücker poliert werden.
Die Uhr ist in jedem Fall ein finanzieller Totalschaden, wenn man den Marktwert betrachtet. Sollte sie dem Besitzer sehr wichtig sein, ist der Marktwert natürlich irrelevant. Ein Hobbyschrauber wird mit hoher Wahrscheinlichkeit überfordert sein, denn das ist nichts mehr für Anfänger. Da sie jedoch schon ziemlich am Ende ist, kann man es natürlich probieren, denn viel schlimmer kanns nicht werden, außer man bricht alle Zapfen ab, oder tut dem armen Ührlein andere Grausamkeiten an.
 
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