Tutorial Leuchtmasse in Zeigern ersetzen

Diskutiere Leuchtmasse in Zeigern ersetzen im Anleitungen & Revisionen Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Das mit dem Einfallen klingt sehr nach zu dickem Materialauftrag. Zu den sauberen Linien: Ich kenne es vom Malen dass man immer von Innen nach...
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Thomas H.

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Das mit dem Einfallen klingt sehr nach zu dickem Materialauftrag.

Zu den sauberen Linien:
Ich kenne es vom Malen dass man immer von Innen nach Außen arbeitet, sprich:
Setz in der Mitte einen Punkt und zieh die Farbe mit der Pinselkante an die Linie.
In dem Fall wäre es die Leuchtmasse mit dem Ölgeber oder Zahnstocher.

Ich hoffe dass dich das weiter weiter bringt.

Grüße Thomas
 
Ted3000

Ted3000

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Hallo.

Danke auch von mir für diese tolle Anleitung! :super: Ich hatte gestern meine 10 Gramm Leuchtpulver (Ebay Artikelnummer 141654398022) für 2,99 im Briefkasten und wagte mich abends direkt ran! Was mir aber recht schnell auffiel: der "normale" Uhu in der Flinken Flasche (der MIT Lösungsmitteln) ließ sich gar nicht mit Wasser mischen - da kam nur ein kleiner zäher Knubbel heraus. Ich hatte noch Uhu Alleskleber aus der Tube da, OHNE Lösungsmittel. Ergebnis - perfekt!

Ich hab den Tropfen allerdings nicht mit einem Zahnstocher oder Ölgeber aufgebracht, sondern mit einem kleinen Schlitzschraubendreher (ca. Breite des zu füllenden Schlitzes) - so konnte man schon für eine relativ glatte Unterseite sorgen, das ging gut.

Und ein Feedback zu dem Leuchtpulver: ich hatte die frisch erleuchtete Uhr die ganze Nacht neben einer neuen Seiko Glossy liegen und konnte morgens nicht wirklich einen Unterschied ausmachen :shock: (ich muss aber auch zugeben, dass ich beim Anrühren meiner Mischung für eine größtmögliche Sättigung gesorgt hab. Von nix kommt ja nix :D Im Tageslicht ist die Farbe übrigens hellgelb, also schön dezent.

Vielleicht liest ja jemand so weit und kauft gleich den richtigen Kleber ;-)

Grüße
Thorsten
 
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Uhrbastler

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Hallo zusammen,

durch die interessanten Berichte hier wollte ich das Luminieren auch unbedingt selbst ausprobieren.
Aber nicht an Zeigern, sondern an einem Zifferblatt.

Ich zeichne meine Zifferblätter selber in Inkscape und drucke sie auf gewöhnichem, etwas dickerem Papier aus.
Nachdem eine sehr schöne Uhr im Vintage-Bereich vorgestellt wurde, habe ich von einem netten Forumsmitglied ein gutes Foto erhalten, das mir als Vorlage diente.
So konnte ich ein schönes Blatt erstellen und mit Leuchtmasse herumprobieren.

Bestellt habe ich das oben von Thorsten angegebene Leuchtpulver aus ebay für 2,99.
Angemischt habe ich es mit 2K Epoxidharz (ein transparentes, dünnflüssiges Gießharz, sehr lange Verarbeitungszeiten möglich).
Das ist resistent gegen Wasser, Hitze oder Lösungsmittel und würde sich daher prinzipiell auch für den "Außeneinsatz" an einer Lünette eignen.
Auch ist die Schrumpfung beim Aushärten sehr gering, sodass es keine Einfallstellen gibt.

Aufgetragen wurde die Masse mit einer Stecknadel.
Das Papier musste ich von der Rückseite her komplett mit Epoxidharz durchtränken, sonst wäre es zu saugfähig und hätte das Harz aus der Leuchtmasse gesaugt.
Hier bin ich noch am experimentieren...

Hier das Ergebnis:
IMAG3588.jpg

IMAG3582.jpg

IMAG3585.jpg

Für die ersten Versuche ist das Ergebnis durchaus brauchbar, wie ich finde.
Die Unregelmäßigkeiten auf dem letzten Bild fallen in natura kaum auf, ich habe es auch erst auf dem Foto erkannt.
Im völlig abgedunkelten Raum sind die Ziffern über Nacht am nächsten Morgen noch ablesbar.

Dennoch würde ich gerne einmal Hochleistungs-Luminova verarbeiten, z.B. diese von bayfair:

Luminova® Langnachleuchtendes Nachleuchtpigment Hochleistungspigment 250g im bayFair.de Shop

Leider gibt es nur große Bestellmengen.
Hat zufällig noch jemand was davon übrig?

Oder gibt es noch andere Interessenten, sodass sich eine Bestellung dieser großen Menge lohnen würde?
Bitte per PM bei mir melden.

Grüße!
Michael
 
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Zeitwandler

Zeitwandler

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Hallo, dieses Pulver hatten die auch schon in kleineren Gebinden, ich habe damals allerdings Lumilux von Honeywell im 20gr. Pack dort erworben weil es gerade verfügbar war. Dies kleinen Mengen kommen aber bestimmt bald wieder.So viel besser ist die Leuchtkraft aber auch nicht, erwarte hier keine Wunder.

Ansonsten schau dich mal Dr. Ranft um ;-).


Den das starke leuchten moderner Uhren wenn sie wie eine Art "Weinachtsbaum" leuchten liegt auch an der größeren Menge der aufgebrachte Masse. Dies Uhren sind aber konstruktiv so ausgeführt das diese größere Menge auch leicht aufgebracht werden können. An einer Vintage Uhr würde dieses IMHO albern aussehen.

Außerdem ist die hier angebotene Masse Luminova von dem jap. Hersteller Nemoto & Co. Ltd. nicht Super-Luminova welches von RC Tritec AG aus der Schweiz kommt aber vermutlich in der Leuchtkraft auch noch einen Unterschied macht.

Im weiteren gibt es auch noch unter andrem LumiBrite von Seiko welches man lt. meines Wissen nicht kaufen kann.
 
Joka1977

Joka1977

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Gibt es Jemanden in Berlin (hier aus dem Forum, oder einen Uhrmacher), der mir kurzfristig dieLeuchtmasse einer Uhr aus den 60ern ersetzen kann (ZB und Zeigersatz).

Gruß Martin
 
U

Uhrbastler

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Hallo Michael,

Danke für Diene Antwort!
Bei einem weiteren Versuch habe ich auch einfach die Leuchtmasse "dicker" angemischt und auch mehr aufgebracht.
Das Ergebnis hat mich überzeugt, die Uhr leuchtet die ganze Nacht hell durch, auch mit diesem preiswerten Leuchtpulver.
Ich werde also keine andere, hochwertigere Leuchtmasse mehr bestellen.

Das Ergebnis ist im DIY-Thread zu sehen, Post #1482

Beste Grüße!
Michael
 
Andonit

Andonit

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Habe gerade das Thema nochmal durchgelesen weil ich Leuchtpaste auf
Armbanduhrenzeigern aufgetragen habe.

Was auch gut geht:

- die Zeiger so in der Haltevorrichtung befestigen wie sie dann auch in der Uhr eingebaut werden.
- dann die Leuchtfarbe in einem "Zug" sozusagen von unten auf die Zeiger auftragen -
und keinen Pinsel benutzen sondern z.B. Zahnstocher den man mit der Feile noch abflachen kann.

So sieht man sofort ob der Durchbruch bzw. die Durchbrüche in den Zeigern gut aufgefüllt wurden.
Nimmt man eine wasserlösliche Leuchtmasse / Leuchtpaste läßt sich diese wieder gut entfernen
falls man zuviel aufgetragen hat.

Gruß
Andonit
 
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Bergfex

Bergfex

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Hallo
Welche Grundfarbe der Lume eignet sich eigentlich am besten für das Anmischen für Lume für Vintageuhren? Gelbgrün mit einem Schuß schwarzer Wasserfarbe hätte ich jetzt mal ausprobiert.
Gibt es hier Erfahrungswerte?
 
polyhexamethy

polyhexamethy

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Hallo werte Selbermacher,


weil laut meiner Suche dieser hier der einzige Thread im Forum ist, wollte ich einmal nachfragen ob jemand mit dem Auftragen von Leuchtmasse auf Lünetten gemacht hat.
was sind die sinnvollsten Leuchpigmente hierfür?

ich habe eine Davosa Argonautic, bei der sich die Farbe im Keramik Ring der Lünette schön langsam verabschiedet und ich dachte mir, eventuell gleich Leuchtmasse einzubringen, da der Unterschied zwischen Lack und Leuchtpigment ja nicht so unterschiedlich sein sollte?

Als Trägermaterial dachte ich an ein sehr langsam abbindendes Epoxidharz, aufgrund der mechanischen Beanspruchung der Lünette.
Da die meisten Pigmente ja auf UV Einstrahlung angewiesen sind und viele Harze ja UV Blocker beigemischt haben,gibt es hier vielleicht Erfahrungen welche Materialien man am besten nehmen sollte?
Achja Edith hat mich an die Einfärbung der Leuchtmaße erinnert.
ich hätte natürlich gerne dass die ausgehärtete Leuchtmaße schön weiß ist, muss ich die auch noch Färben?

vielen Dank im Vorraus,

Julian
 
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Eugen1946

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Hallo. Ich bin kein Informatiker. Ich weiß also nicht, warum ich die Bilder dieses Threads nicht sehen kann? Alles, was ich sehe, sind kleine Quadrate wie das, das ich beigefügt habe. Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe. E.
 

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Gast52069

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Hallo. Ich bin kein Informatiker. Ich weiß also nicht, warum ich die Bilder dieses Threads nicht sehen kann? Alles, was ich sehe, sind kleine Quadrate wie das, das ich beigefügt habe. Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe. E.
Nach mittlerweile 10 (!) Jahren dürften die Bilder nicht mehr auf dem Server sein. Die jüngeren Datums sind noch sichtbar.
 
Philipp

Philipp

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Ich stelle meinen Beitrag aus 2010 hier nochmal ein, weil die Bilder nicht angezeigt werden.
Ich bitte Anmerkungen zur Gefährlichkeit von alter Leuchtmasse hier nicht nochmal zu wiederholen - sollte bekannt sein.
---------------------
An alle Uhrenfreunde, die sich trauen selbst an Zeigern und Zifferblättern zu arbeiten.

Gerade habe ich hier wieder Fragen zum Ersetzten der Leuchtmasse in Zeigern gelesen.

Ich möchte anhand von einigen Bildern zeigen, wie ich die Masse vorbereite und auftrage.
Dieses Verfahren habe ich schon öfter angewandt und bis jetzt war die Leuchtmasse immer gut zu verarbeiten,
ließ sich auch bei größeren Abständen gut auftragen und ist nicht gerissen oder herausgefallen.

Grundstoffen sind:

Handelsübliches Leuchtpulver
Wasserlöslicher Bastelkleber (UHU FlinkeFlasche)
Wasser

oder fertige Leuchtmasse :-P

Hilfsmittel:
  • Skalpell
  • Rodico
  • Konischspitzzulaufendes Hilfszeug aus nachwachsenden Rohstoff (Zahnstocher)
  • Kleinstgefäß

Ein gut vorbereiteter und beleuchteter Arbeitsplatz sollte vorhanden sein.

Das Blatt und die Zeiger stammen von einer TITONI Seascoper von 1979.
Die Leuchtmasse ist in sehr schlechtem Zustand.

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Die Zeiger werden von der alten Leuchtmasse befreit.
Dabei achte ich darauf die Zeiger auf der sichtbaren Seite nicht zu zerkratzen und die alte Masse nicht zu verstreuen oder einzuatmen.

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Die Zeiger poliere ich mit Diamantpaste einfach auf Löschpapier. Danach säubere und entfette die Zeiger wieder und spieße sie auf.

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(Die Lackierung der Sek-Zeigers habe ich bewusst nicht ersetzt)

Dann mische ich die Masse. Der Bastelkleber hat sich bewährt, weil er wasserverdünnbar ist, fast Lösungsmittelfrei aushärtet,
wirklich hart und porös wird (was beim nacharbeiten wichtig ist) und sich einfärben lässt.

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In einem Minigefäß mische ich Wasser und Kleber 1:1 (je einen Tropfen) und gebe Pulver dazu, bis die gewünscht Konsistenz entsteht.
Jetzt ist auch der Zeitpunkt mit z.B. Tinte die Färbung (wie hier etwas dunkler) anzupassen.

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(Die Masse sollte, anders als hier, möglichst blasenfrei sein)

Bildet sich am Zahnstocher ein zäher Tropfen, der der benötigten Menge entspricht, teste ich meistens an einem vergleichbaren Zeiger.

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Dann gehst los: Wichtig ist das dünne Auftragen mit einem Stich vom Zeigerfutter zur Spitze.
Überflüssige Masse z.B. an der Zeigerspitzer kratze ich später ab, so kann der Zeiger nicht an Indizen oder Datumsfenster hängen bleiben.

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Bei diesem Sek-Zeiger habe ich versucht einen möglichst runden flachen Tropfen aufzubringen.
So kann man auch Leuchtpunkte auf ZB wieder erneuern.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ob wohl sich doch eine kleine Blase im Stundenzeiger gebildet hat, die ich dann noch von hinten verschlossen habe.

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Vorher - nachher :super:


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Labrador

Labrador

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Hallo Philipp,

super, dass du deinen Beitrag noch einmal erstellt hast. Bei einigen von meinen Threads sind die Bilder nach einem Forenupdate auch verloren gegangen - obwohl noch in meinen Alben verfügbar.

Ich freue mich, wieder etwas von dir zu lesen und DANKE!, dass du dir die Mühe gemacht hast.

LG Jörn
 
Thema:

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