Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren

Diskutiere Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Vorbemerkungen: Ich bevorzuge mechanische Uhren. In meiner Sammlung finden sich vom billigen China-Ticker bis zur hochwertigen und -preisigen Uhr...
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clocktime

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Vorbemerkungen:
Ich bevorzuge mechanische Uhren. In meiner Sammlung finden sich vom billigen China-Ticker bis zur hochwertigen und -preisigen Uhr durchaus einiges. Das Sammeln von Uhren ist etwas Tolles. Eine mechanische Uhr "lebt" durch die Feinmechanik, die bei Quarzuhren fehlt. Faktisch ist diese Idee einer "lebenden" Uhr natürlich eher ein Scherz.
Objektiv ist das Thema aber nicht so einfach, da sowohl mechanische als auch Quarz-Uhren ihre Vor- und Nachteile haben.

Mechanische Uhren:
Mechanische Uhren gibt es schon seit hunderten von Jahren. Gehen wir hingegen von Armbanduhren aus, sind es im Alltag noch vielleicht hundert Jahre.
Hat sich jemand vor "nur" 50 Jahren eine mechanische Uhr gekauft und sucht heute eine Möglichkeit, die Uhr revidieren zu lassen, wird es meist richtig teuer, sofern er überhaupt jemanden findet, der die alte Uhr noch revidieren kann.
Eine neue gute mechanische Uhr gibt es ab ca. 1000€, wenn sie COSC-zertifiziert sein soll. Hochwertige mechanische Uhren ohne COSC-Zertifikat gibt es schon deutlich günstiger. Die COSC-zertifizierten Uhren müssen allerdings - von Ausnahmen abgesehen - nach einigen Jahren revidiert werden, wenn sie weiterhin COSC-Werte erreichen sollen. Sicher gibt es Ausnahmen, aber das sind dann oft Uhren weit über der finanziellen Schmerzgrenze der meisten Zeitgenossen.
Hat man mehrere mechanische Uhren, muss man diese nach einem Wechsel neu einstellen, wenn sie mehrere Tage nicht mehr am Arm waren. Genaugenommen belastet auch dies die Mechanik, besonders bei Automatik-Uhren. Ein Uhrenbeweger macht das eher noch schlimmer und macht eigentlich nur bei Annual oder Eternal Calender Sinn (wenn überhaupt).
Eine hochwertige mechanische Uhr, die vielleicht (!) 10-20 Jahre läuft, ist schon heute ziemlich teuer. Die Revision der Uhr schlägt finanziell nocheinmal rein. Wie lange die Revision möglich ist, weiss faktisch niemand. Selbst den grossen Uhrenherstellern gehen teilweise die guten Uhrmacher aus, die das noch können, ganz zu schweigen von der Möglichkeit des Konkurses. Schlimmer ist, dass bei einigen Modellen teurer Uhren(marken) das angeblich hochwertige Kaliber schon nach ein bis zwei Jahren die Grätsche macht und der Hersteller das nicht zeitnah in den Griff bekommt.
Trägt man hingegen eine mechanische Uhr nur selten, ist sie selbst ohne Revision fast unkaputtbar.
Starke Magnetfelder mag eine mechanische Uhr meist nicht. Allerdings lässt sie sich wieder entmagnetisieren. Selbst nach einem NEMP läuft eine mechanische Uhr problemlos weiter, als wäre nichts gewesen.

Quarzuhren:
Quarzuhren gibt es bereits für einen kleinen zweistelligen Euro-Betrag. So schlecht sind die Dinger nicht, und genauer als die meisten mechanischen Uhren gehen sie allemal. Dass sich ein Batteriewechsel oder gar die Revision einer solchen billigen Quarzuhr nicht lohnt, gehört letztlich zum Geschäftsmodell.
Anders sieht es bei hochwertigeren Quarzuhren aus. Selbst gesetzt dem Fall, die Uhr muss nach 10 Jahren ersetzt werden, ist das immer um Klassen billiger als eine hochwertige mechanische Uhr, die in der Regel nach spätestens dieser Zeit revidiert werden muss.
Hat man mehrere Uhren, lässt man die Quarzuhr einfach weiterlaufen, und beim nächsten Anlegen ist sie immer noch genau genug, sodass sie nicht eingestellt werden muss.
Eine alte hochwertige Quarzuhr lässt sich evtl. nicht revidieren, weil keine Ersatzteile für das Quarzwerk verfügbar sind (so selbst erlebt bei Tissot). Andererseits kann so eine Uhr fast immer mit einem neuen Quarzkaliber ausgestattet werden. Billig ist das sicher nicht, aber preiswerter als die Revision eines mechanischen Kalibers auf alle Fälle.
Bei einer Quarzuhr muss die Batterie regelmässig gewechselt werden. Baut man die Batterie aus, ist dies mit Aufwand verbunden, der sich kaum lohnt. Dazu kommt, dass Elektronik altert und selbst durch den Ausbau der Batterie keine Langlebigkeitsgarantie gegeben ist. Wird zudem der benötigte Batterie-Typ nicht mehr hergestellt, ist innert kurzer Zeit Schluss und die Uhr ist ohne Kaliber-Umbau Elektro(nik)schrott.
Zu starke Magnetfelder ruinieren die Elektronik der Uhr, und nach einem NEMP ist sowieso Schluss mit der Quarzuhr (James Bond "Goldeneye" lässt grüssen).

Warum dieser Faden:
Die Mehrheit von uns bevorzugt mechanische Uhren, selbst wenn es ein teureres Hobby ist als das Sammeln von Quarzuhren. Ohne das UFO wäre die teuerste Uhr, die ich gekauft hätte, wohl eine Longines Conquest. Ich hätte mir vermutlich weder Rolex noch Omega gekauft. Egal, ist passiert, und ich habe Freude an den Uhren.
Im Preis-Leistungs-Verhältnis schlagen Quarzuhren die mechanischen um Längen: Sie sind billiger, laufen genauer, brauchen halt alle paar Jahre eine Batterie. Falls doch mal etwas ist, ist die Revision - so sie denn möglich ist - deutlich kostengünstiger, oder man kauft sich gleich wieder eine hochwertige Quarzuhr, die weniger kostet als die Revision ihres mechanischen Pendants.
Das ist meine Schau der Dinge. Was sind nach Eurer Ansicht die Vor- und Nachteile der verschiedenen Uhrenkonzepte wie mechanische oder Quarz-Uhren?
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #2
Corbit

Corbit

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Ich würde hier jetzt ja gerne was schreiben, aber du hast ja schon alles da stehen ;-). Ich habe auch Quarz- und Automatikuhren, und auch von günstig bis teuer. Ich mag sie alle, von Jacques Lemans bis Omega. Ein "besser" gibt es in meinen Augen nicht.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #3
G

Gast61690

Gast
Wie so oft alles Geschmackssache. Ich habe nur eine Quarzuhr mit sehr hochwertigem Werk in einem 18k Gehäuse von Cartier. Gekauft habe ich sie wegen der für mich genau passenden Größe, die es leider mit Automatikwerk nicht gab.

Bereue ich den Kauf? Nein, es ist eine tolle Uhr auch mit Quarzwerk.

Würde ich mehr hochwertige Quarzuhren kaufen? Vermutlich eher nicht.

Würde ich günstige Quarzuhren kaufen? Nein, dann nehme ich lieber das Telefon.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #4
thp001

thp001

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Ich habe sowohl mechanische als auch Quarz-Uhren. Beides hat seine Berechtigung. Bei meinen Uhren sind die Quarz-Uhren oft Militäruhren aus den 1980er bis heute. Ist halt eines meiner Sammelgebiete.

Ansonsten kaufe ich Quarz-Uhren eher nicht, es sei denn, es sind Klassiker, die es nur mit Quarz-Antrieb gab/gibt ...

Gruß, thp001.

PS: Mehr Sorgen mache ich mir natürlich um meine Quarz-Uhren. Gerade bei den älteren Uhren weiß ich nie so ganz genau, ob (m)ein Uhrmacher es wieder hinkriegt, wenn sie mal die Grätsche gemacht haben. Bei den Mechanischen bin ich da immer etwas optimistischer.
 
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  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #5
mecaline

mecaline

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Offen gesagt bin ich da längst drüber weg. Ich habe Mechanik, Quarz, Funk, Solar und etliche Smartwatches, überwiegend Hybrid.

Wegen mir mag sich jeder gerne auf die alte Mechanik-Quarz-Welt einschränken und da seine Philosophien erstellen. Ich trag, was mir Spaß macht und was mich technisch fasziniert. Und das tut eine mechanische Uhr genauso wie eine moderne Hybrid-Watch.

Mich fasziniert so ein Mechanikwerk genauso wie eine Garmin, die ganz Europa als Karte auf der Uhr hat und die mich durch die ganze Welt bei Bedarf lotsen kann.

Da ist mir Quarz -Mechanik und was ist mit Batterie zu wenig.

Vielleicht werden auch länger Batterien hergestellt als es noch Uhrmacher gibt, die einen ewigen Kalender reparieren können, wer weiß...
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #6
Odoiporos

Odoiporos

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Trägt man hingegen eine mechanische Uhr nur selten, ist sie selbst ohne Revision fast unkaputtbar.

Aber das Uhrenöl verharzt doch schon nach wenigen Jahren und längerer Liegezeit, selbst, wenn man die Uhr 1-2-mal pro Woche manuell aufzieht? :hmm:
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #7
Odoiporos

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Ich bevorzuge mechanische Uhren. In meiner Sammlung finden sich vom billigen China-Ticker bis zur hochwertigen und -preisigen Uhr durchaus einiges. Das Sammeln von Uhren ist etwas Tolles. Eine mechanische Uhr "lebt" durch die Feinmechanik, die bei Quarzuhren fehlt. Faktisch ist diese Idee einer "lebenden" Uhr natürlich eher ein Scherz.
Objektiv ist das Thema aber nicht so einfach, da sowohl mechanische als auch Quarz-Uhren ihre Vor- und Nachteile haben.

Mechanische Uhren:
Mechanische Uhren gibt es schon seit hunderten von Jahren. Gehen wir hingegen von Armbanduhren aus, sind es im Alltag noch vielleicht hundert Jahre.
Hat sich jemand vor "nur" 50 Jahren eine mechanische Uhr gekauft und sucht heute eine Möglichkeit, die Uhr revidieren zu lassen, wird es meist richtig teuer, sofern er überhaupt jemanden findet, der die alte Uhr noch revidieren kann.
Eine neue gute mechanische Uhr gibt es ab ca. 1000€, wenn sie COSC-zertifiziert sein soll. Hochwertige mechanische Uhren ohne COSC-Zertifikat gibt es schon deutlich günstiger. Die COSC-zertifizierten Uhren müssen allerdings - von Ausnahmen abgesehen - nach einigen Jahren revidiert werden, wenn sie weiterhin COSC-Werte erreichen sollen. Sicher gibt es Ausnahmen, aber das sind dann oft Uhren weit über der finanziellen Schmerzgrenze der meisten Zeitgenossen.
Hat man mehrere mechanische Uhren, muss man diese nach einem Wechsel neu einstellen, wenn sie mehrere Tage nicht mehr am Arm waren. Genaugenommen belastet auch dies die Mechanik, besonders bei Automatik-Uhren. Ein Uhrenbeweger macht das eher noch schlimmer und macht eigentlich nur bei Annual oder Eternal Calender Sinn (wenn überhaupt).
Eine hochwertige mechanische Uhr, die vielleicht (!) 10-20 Jahre läuft, ist schon heute ziemlich teuer. Die Revision der Uhr schlägt finanziell nocheinmal rein. Wie lange die Revision möglich ist, weiss faktisch niemand. Selbst den grossen Uhrenherstellern gehen teilweise die guten Uhrmacher aus, die das noch können, ganz zu schweigen von der Möglichkeit des Konkurses. Schlimmer ist, dass bei einigen Modellen teurer Uhren(marken) das angeblich hochwertige Kaliber schon nach ein bis zwei Jahren die Grätsche macht und der Hersteller das nicht zeitnah in den Griff bekommt.
Trägt man hingegen eine mechanische Uhr nur selten, ist sie selbst ohne Revision fast unkaputtbar.
Starke Magnetfelder mag eine mechanische Uhr meist nicht. Allerdings lässt sie sich wieder entmagnetisieren. Selbst nach einem NEMP läuft eine mechanische Uhr problemlos weiter, als wäre nichts gewesen.

Quarzuhren:
Quarzuhren gibt es bereits für einen kleinen zweistelligen Euro-Betrag. So schlecht sind die Dinger nicht, und genauer als die meisten mechanischen Uhren gehen sie allemal. Dass sich ein Batteriewechsel oder gar die Revision einer solchen billigen Quarzuhr nicht lohnt, gehört letztlich zum Geschäftsmodell.
Anders sieht es bei hochwertigeren Quarzuhren aus. Selbst gesetzt dem Fall, die Uhr muss nach 10 Jahren ersetzt werden, ist das immer um Klassen billiger als eine hochwertige mechanische Uhr, die in der Regel nach spätestens dieser Zeit revidiert werden muss.
Hat man mehrere Uhren, lässt man die Quarzuhr einfach weiterlaufen, und beim nächsten Anlegen ist sie immer noch genau genug, sodass sie nicht eingestellt werden muss.
Eine alte hochwertige Quarzuhr lässt sich evtl. nicht revidieren, weil keine Ersatzteile für das Quarzwerk verfügbar sind (so selbst erlebt bei Tissot). Andererseits kann so eine Uhr fast immer mit einem neuen Quarzkaliber ausgestattet werden. Billig ist das sicher nicht, aber preiswerter als die Revision eines mechanischen Kalibers auf alle Fälle.
Bei einer Quarzuhr muss die Batterie regelmässig gewechselt werden. Baut man die Batterie aus, ist dies mit Aufwand verbunden, der sich kaum lohnt. Dazu kommt, dass Elektronik altert und selbst durch den Ausbau der Batterie keine Langlebigkeitsgarantie gegeben ist. Wird zudem der benötigte Batterie-Typ nicht mehr hergestellt, ist innert kurzer Zeit Schluss und die Uhr ist ohne Kaliber-Umbau Elektro(nik)schrott.
Zu starke Magnetfelder ruinieren die Elektronik der Uhr, und nach einem NEMP ist sowieso Schluss mit der Quarzuhr (James Bond "Goldeneye" lässt grüssen).

Warum dieser Faden:
Die Mehrheit von uns bevorzugt mechanische Uhren, selbst wenn es ein teureres Hobby ist als das Sammeln von Quarzuhren. Ohne das UFO wäre die teuerste Uhr, die ich gekauft hätte, wohl eine Longines Conquest. Ich hätte mir vermutlich weder Rolex noch Omega gekauft. Egal, ist passiert, und ich habe Freude an den Uhren.
Im Preis-Leistungs-Verhältnis schlagen Quarzuhren die mechanischen um Längen: Sie sind billiger, laufen genauer, brauchen halt alle paar Jahre eine Batterie. Falls doch mal etwas ist, ist die Revision - so sie denn möglich ist - deutlich kostengünstiger, oder man kauft sich gleich wieder eine hochwertige Quarzuhr, die weniger kostet als die Revision ihres mechanischen Pendants.
Das ist meine Schau der Dinge. Was sind nach Eurer Ansicht die Vor- und Nachteile der verschiedenen Uhrenkonzepte wie mechanische oder Quarz-Uhren?

Mechanische Uhren sind für mich in erster Linie ein Sinnbild für Tradition, Kreativität und Handwerkskunst, Quartzuhren sind für mich das Sinnbild für Präzision und Pragmatismus. :-D
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #8
D

DanielLU

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Ich habe sowohl teure mechnanische Uhren wie auch zahlreiche Quarzuhren

Übrigens zum Thema Langlebigkeit einer hochwertigen Quarzuhr: Bei meinem teuersten Modell, welches für mich ein emotionaler Wert hat, war nach 10 Jahren das Werk schrott. Habe den Wecker eingeschickt zum Hersteller und für knapp 250 EURO wurde ein komplett neues Werk eingebaut. Die Uhr läuft wieder wie am ersten Tag.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #9
17Steine

17Steine

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Aber das Uhrenöl verharzt doch schon nach wenigen Jahren und längerer Liegezeit, selbst, wenn man die Uhr 1-2-mal pro Woche manuell aufzieht? :hmm:
Nach meiner intensiven Recherche – als Laie wohlgemerkt – ist es so, dass moderne synthetische Öle nicht verharzen. Und die werden wohl schon seit den 1970er Jahren eingesetzt. Allerdings sind auch die synthetischen Öle nicht für die „Ewigkeit“ – sie verfliegen nämlich nach 8 bis 12 Jahren, je nach Umgebungsbedingungen, also Temperatur usw.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #10
olderich

olderich

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Hallo
Mit mechanischen Uhren hatte ich bisher keine Probleme, trage sie aber eher selten.
Eine ca. 30 Jahre alte Cartier Quarz meiner Frau wurde vor ein paar Jahren für 400 Euro wieder gangbar gemacht einschl. Neuem Lederband.
Was genau dran war, weiß ich nicht.
Meine 42 Jahre alte Tissot Seastar Quarz läuft auch noch, mittlerweile mit Nachgang. Evtl gebe ich die aus Nostalgiegründen mal zum Uhrmacher.
Solange Begehrlichkeit für neue Uhren da ist und diese noch gebaut werden, kann man ja immer noch neu kaufen.
Und wirklich gute, wertvolle alte Uhren wird man verm. Auch immer repariert bekommen, kostet dann halt.
Ciao olderich
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #11
clocktime

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Aber das Uhrenöl verharzt doch schon nach wenigen Jahren und längerer Liegezeit, selbst, wenn man die Uhr 1-2-mal pro Woche manuell aufzieht? :hmm:
Nach meiner intensiven Recherche – als Laie wohlgemerkt – ist es so, dass moderne synthetische Öle nicht verharzen. Und die werden wohl schon seit den 1970er Jahren eingesetzt. Allerdings sind auch die synthetischen Öle nicht für die „Ewigkeit“ – sie verfliegen nämlich nach 8 bis 12 Jahren, je nach Umgebungsbedingungen, also Temperatur usw.
Dauert offenbar länger. Leicht harzig werden die Öle aus den Endsiebzigern offenbar schon. Jedenfalls läuft meine Citizen Automatic von 1979, die nie eine Wartung hatte, mit etwas Nachgang, trotz Einregulierung.
Meine 42 Jahre alte Tissot Seastar Quarz läuft auch noch, mittlerweile mit Nachgang.
Die muss gereinigt werden, danach läuft sie wieder tiptop. War jedenfalls bei meiner Tissot PRC200 so...
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #12
17Steine

17Steine

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Das liebe ich am Forum. Man lernt täglich etwas dazu. Interessant zu erfahren, mit der Citizen Automatic von 1979.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #13
Pajiji

Pajiji

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Ich habe nur hochwertige Quarzuhren. Als ich kürzlich einen der für mich schönsten Chronographen (Michel Herbelin Newport) bei Chrono24 zu einem extrem günstigen Preis entdeckte, "sehr guter Zustand, Alter unbenkant", befragte ich meinen "Uhrenmann", ein tüchtiger Könner, was im Extremfall ein Tausch des Werkes kosten könnte, er sagte "max.85€." Dieses Modell wird seit 2010 gebaut, ist aber vermutlich jünger und einer meiner absoluten Lieblinge, der völlig einwandfrei läuft. Bei mir hat nur einmal überhaupt eine Uhr ein defektes Quarzwerk gehabt, das war vor Jahren eine billige Chinesin. Solche Billiguhren habe ich schon lange nicht mehr im Bestand.

Pajiji
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #14
uhrenbastler

uhrenbastler

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PS: Mehr Sorgen mache ich mir natürlich um meine Quarz-Uhren. Gerade bei den älteren Uhren weiß ich nie so ganz genau, ob (m)ein Uhrmacher es wieder hinkriegt, wenn sie mal die Grätsche gemacht haben. Bei den Mechanischen bin ich da immer etwas optimistischer.
Kann ich gut nachvollziehen.
Ich habe eine handvoll (sehr) früher Quarzuhren im Archiv und ein Großteil davon ist nicht mehr funktionsfähig, oder wenn, dann nur eingeschränkt. Mal sind es SMD-Kondensatoren, die defekt sind, mal der Quarz selber, mal ist die Elektronik hinüber, und häufig sind verbaute Plastikteile spröde geworden. Langlebig ist was anderes.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #15
gandalf123

gandalf123

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"Perle" der Vorderpfalz
Ich habe 4 Quarz Uhren (3x Rado und 1x Bruno Söhnle), der Rest = 44
sind Automatik. Die Rado Quarzer sind alle hochwertig und Vollkeramik,
daher haben sie auch eine Sonderstellung in meiner Sammlung,
auch wenn ich eigentlich Automatik lieber mag. Warum? Ich mag den
schleichenden Sekundenzeiger lieber und bei Taucheruhren die
Sicherheit, dass beim Tauchen nicht ohne Vorwarnung die Batterie
schlapp macht, denn einige Diver werden bei mir auch artgerecht
gehalten. :D ….. und natürlich fasziniert mich die Mechanik bei
meinen Automaten.

Ach ja, um die Revisionen bei meinen Automaten mache ich mir keine
großen Sorgen, da ich meine Uhren abwechselnd trage und der Verschleiß
damit nicht zu hoch pro Uhr sein sollte.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #16
Odoiporos

Odoiporos

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Nach meiner intensiven Recherche – als Laie wohlgemerkt – ist es so, dass moderne synthetische Öle nicht verharzen. Und die werden wohl schon seit den 1970er Jahren eingesetzt. Allerdings sind auch die synthetischen Öle nicht für die „Ewigkeit“ – sie verfliegen nämlich nach 8 bis 12 Jahren, je nach Umgebungsbedingungen, also Temperatur usw.

Steigt noch während dieser Zeitspanne und bei täglichem Tragen 24/7 unter gewöhnlichen Alltagsbedingungen (Büro/Hausarbeit/gemäßigtes, mitteleuropäisches Klima) der mit dem Ölzustand korrelierte Abrieb folglich proportional an, oder setzt dieser Abrieb erst dann akut ein, wenn zeitlich ein gewisser Schwellenwert von X Jahren und damit ein entsprechender Ölverlust erreicht wurde? :hmm:
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #17
Steven Rogers Capt

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Steigt noch während dieser Zeitspanne und bei täglichem Tragen 24/7 unter gewöhnlichen Alltagsbedingungen (Büro/Hausarbeit/gemäßigtes, mitteleuropäisches Klima) der mit dem Ölzustand korrelierte Abrieb folglich proportional an, oder setzt dieser Abrieb erst dann akut ein, wenn zeitlich ein gewisser Schwellenwert von X Jahren und damit ein entsprechender Ölverlust erreicht wurde? :hmm:

Ölverlust?! Wo soll das Öl hin?
Welchen Abrieb meinst Du? An den Zähnen, Achsen, Federn, Lagern?!
8-12 Jahre? Daran halten sich irgendwie nicht alle Uhren, hab da was von 1996 läuft noch immer ohne jeglichen Service, Ersatzteile gibt es noch immer für das gesamte Werk und hat damals 100DM gekostet.
Warum eine gute mechanische Uhr ab 1.000 € beginnt leuchtet mir nicht ein. Selbst ein schweizer 2824 kostet in der Herstellung wenige €, den Rest sollte man ohne Mühe mit 90€ zusammen bekommen.
 
  • Langlebigkeit von mechanischen und Quarz-Uhren Beitrag #18
Jap

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Quarzuhren:
Quarzuhren gibt es bereits für einen kleinen zweistelligen Euro-Betrag. So schlecht sind die Dinger nicht, und genauer als die meisten mechanischen Uhren gehen sie allemal. Dass sich ein Batteriewechsel oder gar die Revision einer solchen billigen Quarzuhr nicht lohnt, gehört letztlich zum Geschäftsmodell.
Ich finde, solche Wegwerf-Uhren sollte man weder sich noch der Umwelt antun.
Anders sieht es bei hochwertigeren Quarzuhren aus. Selbst gesetzt dem Fall, die Uhr muss nach 10 Jahren ersetzt werden, ist das immer um Klassen billiger als eine hochwertige mechanische Uhr, die in der Regel nach spätestens dieser Zeit revidiert werden muss.
Eine Uhr, die nach 10 Jahren "ersetzt" (du meinst weggeworfen?) werden muss, ist keine hochwertige Uhr, zumindest nach meiner Definition von hochwertig.
Bei einer Quarzuhr muss die Batterie regelmässig gewechselt werden. Baut man die Batterie aus, ist dies mit Aufwand verbunden, der sich kaum lohnt. Dazu kommt, dass Elektronik altert und selbst durch den Ausbau der Batterie keine Langlebigkeitsgarantie gegeben ist. Wird zudem der benötigte Batterie-Typ nicht mehr hergestellt, ist innert kurzer Zeit Schluss und die Uhr ist ohne Kaliber-Umbau Elektro(nik)schrott.
Ich habe mir 2015 für knapp 60 Euro eine Regent F130 gekauft (siehe Foto, Saphirglas, Schraubboden, 200 Meter WD) und trage sie seitdem täglich. Lediglich das elendig klapprige Metallarmband mit Blechfaltschliesse habe ich gleich nach dem Kauf getauscht.

Falls irgendwann mal doch das Uhrwerk die Grätsche machen sollte, ein Miyota 2105 gibt es für fast lau und fast überall auf der Welt.

Ich wüsste also nicht, warum ich sie als Quarzuhr eher wegwerfen sollte als eine mechanische Uhr, zumal es mein Modell mit schwarzem Ziffernblatt nicht mehr gibt, nur noch als F129 in weiss (momentan unter 60 Euro) und als F654 in blauem Sunburst, in dieser Ausführung ca. 15 Euro mehr.

Gewechselt habe ich bisher immer nur Armbänder und Batterien, aber auch das komplette Uhrwerk würde ich wechseln, denn auch das ist immer noch billiger als ein Neukauf und erst recht als die Revision einer mechanischen Uhr.

PS: Mit meiner mechanischen Seiko 5 vor der Regent war ich vor allem wegen der vielen Kratzer nach einigen Jahren auf dem Glas nicht zufrieden. Das ist aber ein Thema für sich, mein "frühkindliches Trauma" verkratzter Uhrengläser, an dieser Stelle viele Grüße nach Ruhla... 😉
 

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Steven Rogers Capt

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Naja, die Regent ist auch nur eine Seiko 5 kopie. :D
 
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