Laco Augsburg Flieger Automatikuhr - Fragen zum aufziehen und Wartung

Diskutiere Laco Augsburg Flieger Automatikuhr - Fragen zum aufziehen und Wartung im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, ich habe kürzlich meine erste, für mich zumindest, teure Automatikuhr gekauft und diese gefällt mir sehr (Link zum Hersteller)...

Antony7

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Hallo zusammen,

ich habe kürzlich meine erste, für mich zumindest, teure Automatikuhr gekauft und diese gefällt mir sehr (Link zum Hersteller). Es handelt sich um die Laco Augsburg Fliegeruhr, welches ein Miyota 21A Werk verbaut hat. Laut Anleitung hat diese eine Gangreserve von 42h und es steht, dass man diese 25-30 Mal aufziehen solle, wenn die Uhr stehen bleibt.

Fragen:
  • Wenn ich öfters zu Hause bleibe und diese durch eigene Bewegung nicht angetrieben wird, ist es dann ok, wenn ich die Uhr jeden Tag manuell aufziehe oder ist das schädlich?
  • Und wie oft sollte man am besten die Uhr täglich realistischerweise aufziehen? Zuviel ist wahrscheinlich nicht gut für das Werk.
  • Wie schaut es mit Wartung aus? Wie oft sollte man damit zu einem Uhrmacher (wahrscheinlich zertifiziert für Laco-Uhren) und was kostet so etwas ungefähr?

Interessant wäre es, wenn jemand, der diese Uhr auch besitzt, mir von seiner Erfahrung mit der Uhr berichten kann.

Vielen Dank im voraus eines neuen Forenmitglieds
 

Kenobi

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Hi

Glückwunsch zu deiner Laco Flieger.
Du kannst die Miyota ruhig jeden Tag voll aufziehen. Die Uhr kann aber auch wochenlang unberührt bleiben. Und bezüglich Wartung würde ich sagen, dass die Miyota 821a keine Wartung bzw Revision benötigt. Wenn die irgendwann nicht mehr läuft, wird das Werk einfach ersetzt, da es in den meisten Fällen günstiger sein sollte. Aber das ist meine Meinung. Noch viel Freude mit der Uhr.
 

ETA2824

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Die Idee eines Automatikwerks ist es, die Feder durch die eigene Bewegung des Körpers aufzuziehen und
nur ausnahmsweise über die Krone. Zum Beispiel, wenn die Uhr wegen Nichttragens stehen geblieben ist.
Mit der Federspannung wird sicher gestellt, dass die Uhr von Anfang an genau läuft.
Wenn Du sie nicht brauchst, lass die Uhr leer laufen. In trockener Umgebung wird sie auch nach Monaten
wieder problemlos anlaufen.
Eine Uhr die Du mehr oder weniger jeden Tag trägst, solltest Du nach 7-10 Jahren zum Service geben. Da
wird dann das Werk gereinigt und alle Lagerstellen wieder mit frischem synthetischem Oel versorgt. Dann
kannst Du ein Leben lang Freude an der Uhr haben.
Ohne Erstzteile solltest Du für eine Revi ca. €200-300 einplanen.

Gruss, ETA2824
 

mombill

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Guten Morgen.

Ich befinde mich seit ca. 10 Monaten im Home Office und bewege mich bei meiner Bürotätigkeit auch nicht sehr viel. Trotzdem ist mir bisher noch keine meiner Automatik Uhren am Arm stehen geblieben. Wenn Deine Uhr also einmal angelaufen ist, solltest Du sie, wenn Du sie täglich trägst, normalerweise nicht mehr aufziehen müssen. Ich gehe davon aus, dass das bei einem einseitig aufziehenden Miyota 821A auch der Fall ist.

Was Revision angeht, bin ich bei Kenobi. Sollte die Uhr nach vielen Jahren nicht mehr ordentlich laufen, wird ein neues Werk wahrscheinlich günstiger sein als eine Revision.
 

ETA2824

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Was Revision angeht, bin ich bei Kenobi. Sollte die Uhr nach vielen Jahren nicht mehr ordentlich laufen, wird ein neues Werk wahrscheinlich günstiger sein als eine Revision.

Das würde ich mit dem Uhrmacher besprechen, wenn es dann so weit ist.
Oder Laco macht das ohnehin so, falls der Hersteller damit berauftragt wird.
 

clocktime

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Ich befinde mich seit ca. 10 Monaten im Home Office und bewege mich bei meiner Bürotätigkeit auch nicht sehr viel. Trotzdem ist mir bisher noch keine meiner Automatik Uhren am Arm stehen geblieben.
Mir schon - jede Uhr mit weniger als 50 Stunden Aufzugsreserve bleibt bei mir im Homeoffice nach vier Tagen stehen. Hilft also nichts, wenn ich am Wochenende viel Bewegung habe, spätestens am Donnerstag steht die Uhr (meist früher). Die C07-Kaliber (z.B. Tissot PR100) mit 80 Stundengangreserve hingegen wird auch unter den widrigen Umständen so weit aufgezogen, dass sie noch 48 Stunden durchhält, wenn ich sie ablege.
 

Antony7

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Danke für die vielen Antworten. Aktuell bin ich die meiste Zeit zu Hause und bewege mich mit der Uhr selten, schaue aber gerne auf die Uhr, wie sie läuft. Deswegen meine Frage mit dem täglichen Aufziehen.

Soweit ich das verstanden habe, ist es ok, wenn ich die Uhr jeden Tag, z.B. 30 mal, aufziehe. Eine Revision für 200-300 € (ohne Ersatzteile) lohnt sich ja gar nicht, wenn die Uhr neu für 340€ zu bekommen ist. Interessant wäre zu wissen, was das Einsetzen eines neuem Werks kostet.

Interessanterweise glaube ich, dass die Uhr nicht 24h durchläuft, wenn ich diese 30-mal aufziehe und ablege.
 

ETA2824

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Soweit ich das verstanden habe, ist es ok, wenn ich die Uhr jeden Tag, z.B. 30 mal, aufziehe.

Nein. Kronendichtung, Kronenenwelle und Kronenlager sind dafür nicht ausgelegt.
Ich dachte, das wurde klar.
Und auch die Bewegung im Home Office reicht, um ein einwandfrei funktionierendes
Werk aufzuziehen.
 
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charlielima

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Mir schon - jede Uhr mit weniger als 50 Stunden Aufzugsreserve bleibt bei mir im Homeoffice nach vier Tagen stehen. Hilft also nichts, wenn ich am Wochenende viel Bewegung habe, spätestens am Donnerstag steht die Uhr (meist früher). Die C07-Kaliber (z.B. Tissot PR100) mit 80 Stundengangreserve hingegen wird auch unter den widrigen Umständen so weit aufgezogen, dass sie noch 48 Stunden durchhält, wenn ich sie ablege.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Du wirst Dich doch zwischendurch immer mal wieder bewegen, oder bist Du ein Model für Maler? ;-) Spätestens nach Feierabend sollte der Rotor doch wieder in Schwung kommen.
 

clocktime

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Das kann ich nicht nachvollziehen. Du wirst Dich doch zwischendurch immer mal wieder bewegen, oder bist Du ein Model für Maler? ;-) Spätestens nach Feierabend sollte der Rotor doch wieder in Schwung kommen.
Nach Feierabend geht es vom Computer eine Etage tiefer zur Couch. Spass beiseite, aber wenn die Hand die ganze Zeit an der Tastatur liegt, kommt zuwenig Bewegung zusammen. Selbst 1/2 Stunde Spaziergang genügen bei der Kälte nicht, wenn die Hände immer in der Tasche sind. ;-)
 

T. Freelancer

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Vielleicht solltest Du, lieber Threadstarter prüfen, ob das verbaute Miyota Kaliber einen einseitigen Aufzug hat?

Es gab hier z.B. mal einen thread, der so eine Aufzugsproblematik behandelte, wurde aber aus für mich unerfindlichen Gründen nicht wieder eröffnet.

Ausserdem sagt die Homepage : Quelle: laco.de
dass es ein Upgrade dieser Uhr mit mehr als 60 h Gangreserve gibt.


3451323
 
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ETA2824

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Ausserdem sagt die Homepage : Quelle: laco.de
dass es ein Upgrade dieser Uhr mit mehr als 60 h Gangreserve gibt.

Das hat aber nichts mit der Aufzugsleistung zu tun.
AFAIK ziehen zudem alle Miyotas in dieser (Preis-)Klasse einseitig auf.
Aber auch das hat nicht direkt mit der Aufzugsleistung zu tun.
Sowohl meine Citizen (Miyota) als auch meine Valjoux sind einseitig
aufziehend und erreichen bei mir die gleiche Aufzugsleistung wie
die ETAs oder die Sellitas. Das habe ich systematisch gemessen.
 

T. Freelancer

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Schon klar: aber mit den unterschiedlichen Bewegungen/Bedingungen, die zum Aufzug der Feder führen.
Außerdem muss bei 60 h Gangreserve (unter der Vorrausetzung von 0-Bewegung des Rotors) nicht jeden Tag handaufgezogen werden, sondern jeden 2. Tag oder 2 1/2. Tag ;-)
 
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