Revision Labradors Werkstatt: Überholung Rolex Ref. 1601 mit Kaliber 1570

Diskutiere Labradors Werkstatt: Überholung Rolex Ref. 1601 mit Kaliber 1570 im Anleitungen & Revisionen Forum im Bereich Anleitungen & Revisionen; Wow, wieder mal ein genialer Bericht. DAS braucht das Uhrforum, echt toll, danke für die Mühen deine Arbeit hier zu dokumentieren.
#81
Stumpy

Stumpy

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Wow, wieder mal ein genialer Bericht.
DAS braucht das Uhrforum, echt toll, danke für die Mühen deine Arbeit hier zu dokumentieren.
 
#82
Dakota

Dakota

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Hallo Jörn,
wiedermal ein toller Bericht.
Die Uhrwerkstatt ist mein liebster Leserbereich hier im Forum.
Deine Beiträge lese ich sehr gern und die Tipps die Du gibst sind sehr fundiert und hilfreich.
Nochmal einen großen Dank das Du uns bei den Revisionen Dir über die Schulter schauen lässt. :klatsch:

Eine Frage hätte ich noch. Was für ein Werkzeug benutzt Du um die Lünette Auszughebeln und wie schützt Du das Gehäuse dabei.
Grüße
Saki
 
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#83
falko

falko

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Danke, Jörn, für diesen schönen Bericht! Er zeigt ein Rolex-Werk aus der Sicht des Reparateurs und gewährt Einblicke, die hoffentlich mit den dummen Vorurteilen über Rolex aufräumen.
Zu den Microstella-Schrauben hätte ich noch eine Anmerkung: Bei den heutigen Rolex-Kalibern sitzen diese innen am Reif, die Drehrichtung ist also umgekehrt. Zwei gegenüberliegende Schrauben unterscheiden sich von der anderen Paarung durch das Gewicht, so dass mit den einen gröbere, mit den anderen feinere Justierungen möglich sind.
Erfahrungsgemäss ist eine Justierung an diesen Schrauben selten nötig, wenn bei einer Revision sauber gearbeitet wurde.
 
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#84
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tomzack68

Guest
Hallo Jörn,

kan es gar nicht glauben das es "nur ein Hobby" ist bei so viel Maschinen & Fachwissen das Du hast ;-)
 
#85
Chrischan24

Chrischan24

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Wennigsen
Was für ein Bericht...... DANKE! Ein sehr anschaulicher, ausführlicher Revisionsbericht für eine wundervolle Uhr!

Vielen Dank Jörn, dass du uns immer wieder daran teilhaben lässt! Großes Lob und noch größere Anerkennung!
 
#86
hass67

hass67

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Hallo Jörn,

ganz tolles Ergebnis. Die Uhr ist traumhaft schön. :klatsch:

Gerade das neue, graue Zifferblatt sieht bombig aus. Die würde ich auch nehmen, so wie sie jetzt ist. Wo hast Du denn das Zifferblatt auf die Schnelle herbekommen. Lag das einfach in Deinem Fundus ?

Gruß
ULi
 
#87
estepam

estepam

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Hey Jörn ist dir super gelungen! :-)
Erste Sahne! :super:
Tolles Projekt :ok:
Spitzen Ergebnis!

Glückwunsch an dem Besitzer :) Echt tolle Uhr!

Was liegt jetzt an Jörn? Du hast doch bestimmt wieder was tolles in aussicht, oder? :-)
 
#88
Silky Johnson

Silky Johnson

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Sehr interessant! Top informativ! Super Bilder!

Ich bin begeistert und danke vielmals für diese geniale Show!!!
 
#89
S

santiago

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Hallo!
Komischerweise interessieren mich Zahnräder mehr bei Motorrädern als bei Uhren aber Dein Bericht ist sehr interessant und informativ :super:

Gruß
santiago
 
#90
rvboelken

rvboelken

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...und ich könnte noch 500 Seiten oder mehr deiner Dokumentationen lesen und bestaunen... Wahnsinn mit welcher Hingabe du dessen frönst was du Hobby nennst und mit welcher dir anzumerkender Freude du dieses Erlebnis mit uns teilst.

Vielen, vielen Dank. Ich hoffe du gehst deinem Hobby noch sehr lange nach! :super:

Grüße, RvB.
 
#91
Jonny

Jonny

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Minga Oida!
Bravo Jörn, hier kommt mal wieder feinster Foren-Content aus deiner Werkstatt :klatsch:
Sehr interessant fand ich zu lesen welche Uhrmacherischen Finessen doch in den angeblich so schnöden Rolex Werken verbaut sind ;-)
Danke für die aufschlussreichen Blicke durch deine Lupe, bitte weiter so :super:
 
#92
H

hypophyse

Gesperrt
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Selten noch bin ich von einem Forenbeitrag so fasziniert gewesen. Ein Genuss, mitzulesen, da war ich, nicht nur aufgrund der schönen, alten Datejust ganz andächtig. Es waren auch einige Dinge dabei, die mir noch nicht bekannt waren. Sehr lehrreich, vielen Dank für die viele Mühe! Nicht zuletzt ist es ein Blick hinter die Kulissen, auf das, worauf es bei guten Uhren wirklich ankommt.

Leider habe ich diesen Thread erst nach Fertigstellung entdeckt, daher will ich mich spät, aber doch sehr gerne mit ein paar Anmerkungen zu noch nicht beantworteten Fragen und allerlei noch nicht Erwähntem beteiligen:

Verzahnung des Bodens: Sicher soll sie auch ein Hemmnis gegen "unbefugtes" Eindringen darstellen, keine Frage. Ein weiterer Grund ist, dass durch die Verteilung der Kraft auf sehr viele kleine Zähne eine Beschädigung fast ausgeschlossen ist - das passende Werkzeug vorausgesetzt. Schön plan und mit ausreichend Druck aufgesetzt, kann der Öffner kaum abrutschen. Leider habe ich schon einige Böden gesehen, die entweder angebohrt oder -gelötet wurden, um einen Ansatzpunkt für anderes Werkzeug zu schaffen.

Referenzen: 1600 mit glatter Lünette, 1601 mit Riffelung (Gold), 1603 mit gerippter Stahllünette. Das Material des Gehäuses war damals noch nicht Bestandteil der vierstelligen Referenz, sondern wurde nach einem Schrägstrich notiert. Die Stahl-/Goldversion, bei Rolex immer an der "3" am Ende erkennbar war demnach eine 1601/3. Für Gelbgold analog 1601/8 und glatt eben 1600/8. Am Ende dieses Absatzes habe ich Lexis Beitrag gefunden, dort ist's schön zusammengefasst.

Knickblatt: Leider verschwanden sie bei der Umstellung auf die fünstelligen Referenzen, wohl auch, weil sie aufwändiger zu fertigen waren. Der Knick gibt den alten Zifferblättern eine unglaubliche Plastizität, einfach schön.

Beim gezeigten Plexiglas könnte es sich noch um die ursprüngliche Variante handeln, die an der Rundung zu erkennen ist. Tauschgläser zeigen an dieser Stelle eine scharfe Kante. Häufiges Polieren kann da ein ziemlich täuschen, wäre aber an einer schielenden Lupe erkennbar. Auch neigen alte Plexigläser zu deutlich sichtbaren Spannungsrissen.

Die Datumsscheibe ist noch die, mit der die Uhr gebohren wurde. Bei Besitzern (teil)revidierter Uhren sind die offenen 6en heiß begehrt, da bei einer Revision weiße, relativ fade Ersatzteile verbaut werden. Doch diese hier ist noch älter, gut zu erkennen an der "Hakennase" an der 7 und damit wirklich selten. Sammler-Irrsinn. :roll: ;-) Was mich an den Datejusts dieses Alters fasziniert, ist der satte Klick beim Umschalten des Datums. Es ist tatsächlich ein ziemlich lautes Schnalzen, bei dem sich die Uhr merklich am Arm bewegt.

Aufzug: Beinahe alle Rolex-Kaliber weisen die Wechselräder und das Rubinlager für den Rotor auf. Wir hatten hier ja schon einige frucht- bis furchtbare Diskussionen darüber. Jedenfalls ist es leise, effizient und haltbar, so man die Wartung nicht venachlässigt. Geschundene Werke erkennt man auch als Laie an den Schleifspuren, die der schwere Rotor hinterlässt, sobald das Lager ausgeschlagen und/oder die Welle eingelaufen ist. Ausnahme ist, wie schon von Gerd angeführt, das Kaliber 4130 der Daytona, das (wie ich anderswo gelesen habe) aus Platzgründen ein Kugellager aufweist. Auch zieht deren Rotor nur einseitig auf. So ist die Daytona das einzige Modell, bei dem man, wenn man sehr genau hinhört den Rotor säuseln hören kann. Ich habe vernommen, dass dies künftig auch bei anderen Kalibern so sein soll - sehr spekulativ.

Referenz- und Seriennummern und Fake-Hinweis: Jahrzehntelang war im Gehäuse bei 12 Uhr die Referenz und bei 6 Uhr die Seriennummer zu sehen. Dies hat sich mittlerweile geändert. Die Seriennummern waren zunächst zusätzlich im Rehaut graviert, seit kurzem nur mehr dort. Es befindet sich also zwischen den Hörnern keine Seriennummer mehr. Erfahrungsgemäß werden sich beide Varianten noch einige Jahre überlappen.

Zu guter Letzt noch einmal vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Ganz großes Kino! :super:
 
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#93
yacanto66

yacanto66

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Hey Jörn,

auch von mir ein ganz dickes Dankeschön für deine absolut lesenswerte Dokumentation und dass du uns daran teilhaben lässt. Ganz nette Grüße auch an deinen Vierbeiner.;-)
 
#94
equest

equest

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Hallo Jörn! Tolle Bilder, tolle Beschreibung nicht nur für Profis, das war sicher eine Heidenarbeit. Sie hat sich gelohnt, du hast damit einen der informativsten Fäden in diesem Forum geschaffen. Einen, der sicher nicht in Vergessenheit geraten wird. Vielen Dank!
 
#95
Dana_X

Dana_X

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Moin !

Auch von mir ein dockes Lob !
Bin grade erst drauf gestoßen und konnte so aber "am Stück" genießen, wie bei Schokolade wenn ich sie ess, immer ganz :)

Grüße
Sascha
 
#96
uhrenbastler

uhrenbastler

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Ich bin leider (oder zum Glück :-)) erst heute auf diesen Thread gestoßen: Ganz, ganz großes Kino! Vielen Dank auch von mir für diese unglaublich interessante Überholung, bei der ich das Gefühl hatte, quasi live dabei zu sein.

Ich hab' zwar auch schon das ein oder andere Werk gereinigt, aber an so ein Schätzchen würde ich mich selbst in 10 Jahren nicht rantrauen (abgesehen davon, daß mir auch die ganzen Maschinen und Werkzeuge fehlen - von der Zeit, einige Stunden am Stück an einem Werk arbeiten zu können, ganz zu schweigen)

Ciao
Christoph
 
#97
Aeternitas

Aeternitas

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Two thumbs up! Das ist halt der Untertschied zwischen Bastelei an einer russischen Oma und der Revision einer Königin.
Das mit der Unruhe habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber egal.
Interessant finde ich auch, dass bei den Slavas Tag und Datum auch sofort weiterspringen, was auch das Zeigersetzen erleichtert.
Was kommt als nächstes? Revision eines ewigen Kalenders?
Gruß
AL
 
#98
Micha

Micha

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Klasse Bericht, :klatsch: tolle Arbeit und spitze Uhr. :super: Mir wäre ein neuer Kreuzschliff an der alten Uhr doch wichtig gewesen, auch ein neuer Zeigersatz wäre für die Optik schön gewesen.
 
#99
Erumi

Erumi

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Hallo Jörn, auch von mir vielen Dank für diesen Beitrag, zumal es sich dabei um meine Lieblings-Rolex "Datejust" handelt.

Bitte mehr von diesen tollen Beiträge :super:
 
T

Tom M

Guest
Das mit der Unruhe habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber egal.
Gruß
AL
Wenn man die beiden Schrauben rausdreht, dann wird der Abstand zur Drehachse größer und deshalb erhöht sich der Drehimpuls. Die Unruh schwingt ein kleines Stückchen weiter, braucht dafür aber länger und folglich geht die Uhr langsamer. Daher gilt:

Reguliert werden diese Uhren über kleine Microstellaschrauben außen am Unruhreif. Beim Hereindrehen der Schrauben wird die Uhr schneller, andersherum langsamer.
Viele Grüße

Jörn (Labrador)
 
Thema:

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