Revision Labradors Werkstatt: Revision Roamer Searock MST 471

Diskutiere Labradors Werkstatt: Revision Roamer Searock MST 471 im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Ab heute werde ich mich einem meiner Werksfavoriten widmen. Es geht um das MST 471 von Roamer. Es ist mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten...
Labrador

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Ab heute werde ich mich einem meiner Werksfavoriten widmen. Es geht um das MST 471 von Roamer. Es ist mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten, da es schon seit rd. 30-40 Jahren nicht mehr produziert wird und auch nur in entsprechenden Roamer Modellen zu finden ist.

Bevor es mit den Innereien los geht, habe ich die Uhr in ihrem vorher Zustand abgelichtet. Die Roamer Searock ist ein typischer Vertreter der 70er: kantiges Gehäuse, Metallarmband und ansonsten eine etwas massiv anmutende Schlichtheit des Designs.

Diese Revision werde ich wie gehabt in Echtzeit reinstellen - ich weiß also auch nicht, was uns erwarten wird, bzw. wie die fertige Uhr später da steht.

Hier ein Foto von der Zifferblattseite her:



Gehäuse und Glas haben deutliche Gebrauchsspuren. Ich hoffe, das Blatt ist unbeschädigt.





Die Rückseite ist glücklicherweise von misslungenen Öffnungsversuchen verschont geblieben -



- was meine Hoffnung bestärkt, dass das Werk nicht verbastelt wurde. Und siehe da, es macht auf den ersten (und entscheidenden Blick) einen guten Eindruck.





Wir haben es hier mit der 28 steinigen Variante zu tun. Was mit 28 synthetischen Rubinen bei anderen Herstellern schon purer Luxus ist, hat MST (Roamer) damals mit der Topvariante mit 44 Steinen nochmals sich selbst überboten.



Ich möchte in diesem Thread zwischendurch die Unterschiede zum 44er aufzeigen und werde dafür zum Vergleich Bilder von einer solchen Variante beisteuern.

Beide Werke sind konstruktiv gleich - für mich ein gutes Beispiel dafür, wie man Perfektion noch einmal zu überbieten versucht hat.

Heute werde ich hier Schluss machen und hoffe, dass ich morgen die notwendige Zeit zum Zerlegen finden werde.

Viele Grüße

Jörn (Labrador)
 
twehringer

twehringer

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Servus Jörn,

freu mich schon sehr auf Deine Berichterstattung und was Du aus dieser Uhr machen wirst :-)

Gespannte Grüße
Thomas
 
F

Fossie

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Ich freue mich ebenso und bin schon ganz gespannt - wie es weitergeht und auf das Endergebnis:D
 
Uhrenfritz

Uhrenfritz

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Hallo Jörn...

Ich werde natürlich auch Dein Bericht mit grossem Intresse mitverfolgen bei der Revision dieser schönen Vintage. Die Substanz sieht wirklich gut aus und ich freu mich jetzt schon über den Bericht von Dir über das MST-471.

Gruess hampe...
 
Omania

Omania

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Lieber Jörn,

vielen Dank für die wie immer tollen Bilder und ganz besonders, dass Du Dich dieser Uhr angenommen hast.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Grüße!
Stefan
 
Doerthe

Doerthe

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Hallo Jörn,
das wird wie immer spannend und interessant, vielen Dank fürs zeigen.
 
Labrador

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@twehringer: Hallo Thomas, danke dir. Auch ich bin gespannt, was noch kommt.

@Uhr-Enkel: Ich denke auch, dass aus der Uhr noch einiges herauszuholen ist.

@Fossie: Hallo Martin, das Endergebnis ist immer das Schönste dabei.

@Uhrenfritz: Hallo Hampe, die Substanz ist wirklich gut. Vor allem habe wir hier ein extrem schön konstruiertes Werk auf dem Tisch.

@Omania: Hallo Stefan, das mache ich doch gerne. Vielen Dank für dein Lob.

@Doerthe: Hallo Dörthe, danke dir! Das Mst 471 ist bestimmt ganz nach deinem Geschmack...

So, nun habe ich heute doch (trotz fiebriger Tochter) etwas weitermachen können. Ich springe nun mal rüber zum 471 mit 44 Steinen. Das auffälligste Merkmal ist die Schwungmasse, wo die Ausfräsungen (sorgen für Schlagabfederung der Schwungmasse) fehlen und das ganze Teil rotvergoldet ist.



Bei der Searock habe ich erst einmal das Werk aus dem Gehäuse genommen. Das Zifferblatt sieht tatsächlich perfekt erhalten aus. Damit wird es bestimmt wieder eine schöne Uhr werden.



Die Unterseite des Blattes ist mit Punzierung versehen, die ich aber auch nicht deuten kann. Vielleicht weiß hier jemand mehr?
Die kleinen Punkte sind die Füßchen von den Indexen. Ein Qualitätsmerkmal - oft wurden in den Siebzigern die Erhebungen im Blatt einfach von unten durchgestanzt.



Unter den Blatt sieht das Werk sehr gut aus. Einzig die Schraube vom Datumschaltrad hat eine Beschädigung am Schraubenschlitz. Vermutlich hat hier jemand gewerkt, der nicht wusste, dass sie ein Linksgewinde hat - schade... Ich werde später aber versuchen, die Optik etwas zu retten.



Auch mit 28 Steinen ist das Minutenradlager aus synthetischem Rubin.



Hier die Datumschaltbrücke von unten. Die U-Feder für den Arretierhebel liegt unten drin und springt nicht einfach weg.



Der Arretierhebel für die Datumscheibe ist auf der Grundplatine gelagert. Zu sehen auf dem folgenden Bild bei 3 Uhr.



Das abgeschraubte Datumschaltrad mit seiner im Rad beweglichen Schaltnase. Das Prinzip der Schaltung ist ähnlich dem von diversen Rolexkalibern.
Der zweilagige Hebel (links vom Rad) spannt vor dem Umschalten über Stunden hinweg eine Feder, die dann um Punkt Mitternacht das Datum schlagartig umschaltet.



Hier ein Blick unter das Datumschaltrad. Der Graduelle Bewegungsspielraum der Schaltnase ist gut zu erkennen.



Der Datumschalthebel hat Hebelarme auf zwei Ebenen. Die Untere spannt die Feder und die Obere schaltet die Nase im Datumschaltrad. Davor liegt die recht starke Feder.



Beim Demontieren des Datumschaltrades darf der Lagerring nicht vergessen werden, da er sonst schnell mal verloren geht.



Alle Teile der Datumschaltung sind abgebaut und warten auf ihre Reinigung.



Ein schönes Detail ist auch das geschraubte Lager der Schwungmasse. Es ist einfach perfekt gearbeitet!



Von unten stecke ein kleines Rad drin, dass die Aufzugsräder antreibt.



Zum Schluss für heute möchte ich euch noch die Schwungmassenlagervariante der 44 Steinigen Version zeigen. Sie hat im Lager sieben kleine Rubinkugeln, die für geringsten Laufwiederstand sorgen.



Mal ehrlich, gibt es schönere Lösungen?

Viele Grüße

Jörn (Labrador)
 
Z

zeityeti

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Hallo Jörn,

toller Bericht zu einem tollen Werk, ganz herzlichen Dank! Das MST 471 dürfte wohl wirklich das beste Werk sein, das je von Roamer/MST entwickelt und gebaut wurde, danach ging's leider bergab. Ich habe mehrere 470/471 in meiner Sammlung, die alle noch auf eine Revision warten, aber leider keines mit 44 Steinen darunter. Ich hoffe, Du zeigst davon noch mehr Details. Das Linksgewinde beim Datumschaltrad ist ja fies, wenn auch nicht so ungewöhnlich. Dein Bericht wird mir sehr helfen, wenn ich mich endlich an meine 470/471 mache, davor waren aber erstmal zwei MST 441 dran, die mittlerweile fertig sind. Ich warte gespannt, wie es weiter geht...
 
Mikey80

Mikey80

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Uuuuuund schwupp, schnell abonniert!!! Das wird sicher ne tolle Uhr, wenn sie fertig ist...Gehäuseform und Lünette erinnern ein wenig an die Tissot 516/526...ich steh drauf;-). Danke, dass du uns mal wieder mit auf die Reise nimmst und gute Besserung ans Töchterchen.
 
Labrador

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@zeityeti: Hallo Yeti, stimmt, nach dem 471 kamen soweit ich weiß nur noch ETAs. Die sind nicht schlecht, haben aber keineswegs diese Perfektion und den individuellen Charakter. Das Linksgewinde ist natürlich nicht als Gemeinheit gedacht, sondern soll verhindern, dass sich die Schraube während des Betriebs lösen kann.

@Doerthe: Hallo Dörthe, danke, immer wieder gerne!

@Mikey80: Hallo Micha, ich hoffe auch, das sie wieder richtig schön wird. Die Ähnlichkeit zu einigen Tissotmodellen liegt in dem damals als schick empfundenen Styling begründet. Meiner Tochter geht es wieder gut - danke für deine netten Besserungswünsche!

Hier nun die weiteren Schritte der Zerlegung. Das Werk ist sehr schön aufgebaut. Man kommt gut an alle Baugruppen ohne unnötig andere zerlegen zu müssen. Hier habe ich die Brücke der Automatikräder abgenommen.



Die beiden gleich aussehenden Räder sind die Wandler, deren Aufgabe es ist, die unterschiedlichen Drehbewegungen der Schwungmasse in eine Richtung umzuwandeln. Daher haben wir es hier mit einem beidseitigem Aufzug zu tun, bei dem möglichst viel Bewegungsenergie umgesetzt wird.
Folgend ein Gruppenfoto der beiden Wandler im ausgebauten Zustand:



Hier das Aufzugssperrad der Automatik. Es erinnert mich sehr an das Rad aus den ersten Rolexchronometerkalibern mit automatischem Aufzug.
Schön, dass alle Federklinken noch intakt sind.



Das Kronrad und das Sperrad befinden sich beim 471 unter der Aufzugsbrücke. Der Sperrkegel wird von der mittleren Schraube der Aufzugsbrücke gehalten. Überhaupt ist der absolut plane und auf Hochglanz polierte Sperrkegel schon ein sehr ästhetisches Bauteil.



Durch die untere Anordnung der Räder sitzt das Sperrad auch direkt auf dem Federhaus.



Die Brücke von unten:



Gut zu erkennen ist das Kronrad und das letzte Rad der Automatik, dass direkt in das Sperrad eingreift.

Das Räderwerk ist in zwei Etagen aufgebaut.



Hier die Räder der oberen Etage. Die kleinen Räder in der Mitte, sorgen für die zentrale Sekunde, die dadurch in den Lauf der Räder direkt eingebunden ist. Dadurch können sich nicht Sprünge im Lauf des Sekundenzeigers ergeben, wie man das manchmal bei indirekt angetriebenen Konstruktionen hat.



Die Abtrennung zu der untere Etage bildet der Kloben des Minutenrades. Darunter natürlich das Minutenrad, das beidseitig in Rubinlagern läuft.



Hier die Grundplatine ohne Räder, Brücken (werden von zwei oder mehr Schrauben gehalten) und Kloben (werden von einer Schraube gehalten).



Die Einzelteile werden nun von mir gereinigt und anschließen genau überprüft. Bei der sehr hohen Qualität des Uhrwerks gehe ich nicht von bösen Überraschungen aus. Zum Schluss ein Blick auf die bereits demontierten Teile:



Viele Grüße

Jörn (Labrador)
 
mamuehei

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Hallo Joern,

ich bin ja immer wieder angefixt von Deinen Revisionsberichten und will dann selbst was auseinander nehmen. :) Es kommt der Tag an dem ich es nochmals versuche. Vielen dank fuer Deinen Input!

Gruss,
Markus
 
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zeityeti

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Und nochmal ein Dank für die tiefen Einblicke in dieses schöne Kaliber.

@zeityeti: Hallo Yeti, stimmt, nach dem 471 kamen soweit ich weiß nur noch ETAs. Die sind nicht schlecht, haben aber keineswegs diese Perfektion und den individuellen Charakter. Das Linksgewinde ist natürlich nicht als Gemeinheit gedacht, sondern soll verhindern, dass sich die Schraube während des Betriebs lösen kann.
Nach dem 471, das etwa seit 1965 produziert wurde, kamen meines wissens noch 801/802 (1967), zwei einfachere Handaufzugswerke, und dann 1974 die 52x-Familie mit einem völlig neuen Werksaufbau. 522/523 sind Automatik (Date und Day-Date), 520/521 sind Handaufzug, wobei beim 521 einfach das Automatikmodul des 522 weggelassen wurde. Alle Werke haben 17 Steine, d. h. die Automatik ist nicht steingelagert. Es wundert mich, daß Dir davon noch keines über den Weg gelaufen ist, denn die sind recht häufig zu finden.

Natürlich hast Du Recht, daß das Linksgewinde seinen Grund hat. Ich fand es nur hinterlistig, es nicht als solches auf dem Schraubenkopf zu kennzeichnen. Oder sieht man das nur nicht mehr auf dem ramponierten Kopf? Beim Kronrad erwartet man das ja, aber beim Datumschaltrad?

Und jetzt habe ich noch eine Frage an den Experten: Was bedeutet das 3/4 in dem runden Pfeil auf der Federhausbrücke?

Und jetzt freue ich mich schon darauf wie's weiter geht.:-)
 
Rostfrei

Rostfrei

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Hallo Jörn,
wieder mal, wie sollte es auch anders sein, ein klasse Bericht von einem sehr interessantem Uhrwerk.
Besonders toll finde ich das rubingelagerte Rotorlager, was man in dieser Form sehr selten zu sehen bekommt.

Schönes Wochenende und weiter Frohes Schaffen.
 
MiniMax

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Hallo Jörn,
das hast du mal wieder (wie immer) schön gemacht.
Ich hätte aber auch nocheinmal eine Expertenfrage:
Vor kurzem habe ich ein Roamere Searock mit elektromechanischem Werk ersteigert. Zu meiner Verwunderung lief das Werk perfekt.
Ich habe mir zum Glück ein winziges Ersatzteillager aufgebaut, in dem ich noch ein Gehäuse gefunden habe.
Ich bin bis jetzt sehr zufrieden, nur die Welle und Krone fehlen mir noch :( also dachte ich mir, dass ich mich einfach mal so hier einklinke, da es ja beides Searocks sind.
So, vielleicht kann mir jemand helfen, und damit euch das vereinfacht wird, noch drei Bilder:

DSC00650.jpg
DSC00082.jpg
DSC00344.jpg
 
Omania

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Hallo Jörn,

danke für die tollen Detail-Fotos! Das sieht für mich als Laien ja alles ganz gut aus und da freue ich mich!

Ich hoffe aber, Du bekommst das auch alles wieder zusammen?! Aber ich bin zuversichtlich!;-)

Liebe Grüße!
Stefan
 
Labrador

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@mamuehei: Hallo Markus: wenn es soweit ist, lass es mich wissen. Gut bebildert im Forum, kann ich dir Ratschläge geben und alle anderen haben auch was davon. Ich freu mich drauf!

@zeityeti: Hallo Yeti: ich danke dir für die detaillierte Auflistung der folgenden Kaliber. Mir sind sicher schon einigen davon über den Weg gelaufen, nur kann ich sie auch nicht immer so genau chronologisch einordnen. Das 471 ist für mich einfach eines der letzten Highlights von MST. Das Kronrad wird bei diesem Kaliber von zwei rechtsgewindigen Schrauben gehalten - keine Falle also... Die Angabe der 3/4 Umdrehungen bezieht sich auf den per Schraube einstellbaren Eingriff des Zwischenrades (Binderad zwischen Automatik und Kronrad). Da dies in der Regel aber passt, drehe ich dort nicht dran herum.

@Rostfrei: Hallo Theo, danke dir für deine anerkennenden Worte, die vom Vollprofi geschrieben, immer besonders gern gelesen werden. Für mich ist das Rubingelagerte Schwungmassenlager auch ein seltenes Highlight. Vielleicht einer der Gründe, warum es heut zu Tage keine MST mehr gibt...

@MiniMax: Deine Searock scheint auch ein geschlossenes Gehäusesystem zu haben. Fehlt die ganze Welle oder nur Krone und halbe Welle?

@Omania: Hallo Stefan, danke dir. Für mich sieht das auch alles sehr gut aus. Mal schauen, ob ich diese vielen kleine fipseligen Teile wieder zusammenbekomme - wäre dir der Rest in einer Tüte recht? Mach dir keine Sorgen, heute geht es nun endlich ein Stück weiter:

Nach der gründlichen Reinigung aller Teile hat sich herausgestellt, dass sich alles im Bestzustand befindet. Kein Zapfen ist ergraut oder eingelaufen. Ich freue mich sehr und habe heute mit dem Zusammenbau begonnen. Zuerst ist das Minutenrad als zentrales Rad wieder an seinen Platz zurückgekommen:



Achtung, das Lager rechts vom Minutenradlager muss vor dem Einbau von unten geölt werden, denn später kommt man hier nicht mehr dran.

Hier sitzt später ein sehr kurzes Rad, das die Verbindung vom Sekundentrieb zum Ankerrad herstellt.
Auf dem folgenden Foto sind die einzelnen Räder zu sehen - das Sekundenrad befindet sich im Kraftfluss des gesamten Räderwerks und neigt daher nicht zum Springen.



Von den drei Schrauben der Federhausbrücke hat eines einen Ansatz und ist etwas länger. Das ist die Schraube, die den Sperrkegel hält. Der Ansatz bewirkt, dass sich der Sperrkegel bei festgezogener Schraube frei bewegen kann.



Hier der eingbaute Sperrkegel mit der Sperrkegelfeder, die durch ihre 90° Abwinkelung die Sperrfunktion gewährleistet.



Das Räderwerk ist zusammengesetzt und die Uhr läuft hervorragend - große Amplitude schon bei geringem Aufzug. Die Lücke auf der rechten Seite ist für die Räder der Automatik. An dieser Stelle geht es hoffentlich bald weiter.



Viele Grüße

Jörn (Labrador)
 
F

Fossie

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Komisch, dass die Werkplatine (nennt man wahscheinlich nicht so, oder;-)) uebersaet ist mit Kratzern...wie hat der Besitzer das wohl hingekriegt?
 
J

juergen1950

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Hi Jörn,
dieser Bericht ist für mich einfach die Wucht, alles bis ins Detail erklärt, schade das ich das nicht kann. Trotzdem, ich freue mich über alles weitere von Dir.
Wünsche noch einen schönen Tag,
Gruß
Jürgen
 
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