Komisches Gangverhalten Sinn 857 UTC

Diskutiere Komisches Gangverhalten Sinn 857 UTC im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Morgen, vielleicht könnt Ihr mir helfen, seit Samstag habe ich bei der Sinn mal die Gangabweichungen notiert. Das verrückte, die Uhr geht...
Dietbert

Dietbert

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Guten Morgen,

vielleicht könnt Ihr mir helfen, seit Samstag habe ich bei der Sinn mal die Gangabweichungen notiert. Das verrückte, die Uhr geht teilweise bis 8 Sekunden ins Minus und 6 Sekunden ins Plus landet aber zwischendurch immer wieder bei +/- 0 Sekunden, im Moment ist sie wieder bei +1 (was ja für 4 Tage sehr gut ist). Alle anderen Uhr (Omega/Rolex/Sinn/Zenith/Breitling) hatten auch, wie jede Uhr, akzeptable Gangabweichungen aber die gingen immer in eine Richtig (fast immer Plus) und das hat sich dann kumuliert (also zum Beispiel jeden Tag 5-6 Sekunden Plus) , immer nur in eine Richtung. Ich dachte schon, da will mich jemand verarschen aber an die Uhr kommt eigentlich keiner ran. Wie ist sowas möglich ??

Gruß
Dietbert
 
B

bilewaz

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Die Gangwerte liegen immer bei gleichem Tragverhalten?

Grüsse, Gerd
 
Nuit89

Nuit89

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Moin,

ich weiß, dass mein Bruder mal ein ganz ähnliches Phänomen bei einer Tissot Seastar (noch mit dem 2824-2) hatte.

Die lief auch den einen Tag +6 Sekunden und am nächsten Tag -5 Sekunden, oder so ähnlich.

Da kam zwar insgesamt auch ein guter Mittelwert raus, aber es hat ihn trotzdem gestört.

Ich weiß nur leider nicht, was das genau Problem war aber ich weiß, dass ein freier Uhrmacher es für 25 Euro in den Griff bekommen hat.

Wahrscheinlich die Reglage in mehreren Lagen geprüft und nachreguliert.

Gruß
Henrik
 
39 mm

39 mm

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Wie alt ist die Uhr denn? Die Eta 28xx laufen nach meiner Erfahrung üblicherweise besser. Evtl. besteht Servicebedarf.
Am Arm hat die Uhr eine andere Temperatur als abgelegt und ist ständig Bewegungen ausgesetzt, je nach Ablageposition (ZB oben/unten, Krone oben/unten usw.) können sich auch unterschiedliche Gangabweichungen ergeben.
Ob die Abweichung zwischen schnellstem und langsamstem Lauf nun im Plus oder Minus liegt oder um Null pendelt, ist hauptsächlich eine Sache der Regulierung.
Gib doch erst mal ein paar mehr Infos.
 
Dietbert

Dietbert

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Die Uhr ist neu vom Samstag. Das Tragverhalten ist, 5-6 Stunden am Arm Büroarbeit, 2-3 liegt sie auf den Schreibtisch, tägliche übliche Bewegungen, beim Sport kommt sie ab,
nachts liegt sie auf der Seite (nicht Krone). Boot, Motorrad fahr ich im Moment nicht, keine Erschütterungen also. Bisher hat das bei keiner Uhr irgendwelche messbaren Abweichungen im Unterschiede zu einfach in der Vitrine liegen gebracht. Vielleicht 1-2 Sekunden aber nicht von 8- zu 6+ in 2 Tagen. Ach so, das ETA 2893-2 ist natürlich verbaut.
 
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ThorDrees

ThorDrees

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Hallo,
mit Sinn kann man was erleben! Nach nichtmal einer Woche muss das nicht bedeuten, dass die Uhr ein Problem hat.
Lass die Uhr erstmal einlaufen, und dabei regelmässig die
Gangreserve vom Federhaus komplett aufbauen(viel Bewegen, oder Handaudzug, Beweger) und ablaufen (40 bis 48h ungetragen) lassen. Evtl. wurde die Uhr genauer reguliert als es sonst üblich ist.
Persönlich find ich es besser, wenn Uhren keinen gnadenlosen Vorlauf haben. Viel Vorlauf kann auch schwächen am Werk überlagern, nicht bemerkbar machen...!
Nach vier Wochen, bis 3Monaten kann man eher das Gangverhalten analysieren. Hast Du eine Zeitwaage, oder Analog geprüft?
In den hängenden Lagen (Ablegen auf der Seite) sind Werte von -4 bis -14 in der Einlaufphase, und evtl. danach (-4 bis -8) nicht unnormal (dann ungünstigste Lage). Aber auch dann ist die Gangreserve ein entscheidender Faktor.
Am besten die mech. Uhr mit Ziffernblatt nach oben, oder unten Ablegen, weil höchst mögliche Amplitude, und Lage mit dem geringsten Widerstand, in der Lagerung der Unruhwelle. ; - )
Gruß
 
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omor

omor

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Bei dem Werk, das ja auf dem 2892 basiert, gab es ja Probleme mit der Aufzugsleistung.
Vielleicht solltest du mal per Handaufzug nachhelfen und kontrollieren, ob sie dann stabiler läuft.
 
ThorDrees

ThorDrees

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Bei dem Werk, das ja auf dem 2892 basiert, gab es ja Probleme mit der Aufzugsleistung.
Vielleicht solltest du mal per Handaufzug nachhelfen und kontrollieren, ob sie dann stabiler läuft.
Hallo, Sorry, das kann man nicht pauschalisieren, Handgelenkbewegungen und Aufzugsleistung können von Person zu Person sehr sehr unterschiedlich sein.
Hatte meinem Kollegen eine Uhr mit ETA2897 (Gangreserveanzeige auf 20h bei Tragebeginn) geliehen, bei Ihm hat die Uhr, exakt, im selben Zeitraum (24h normaler Tagesablauf, gleicher Job, gleiche Tätigkeiten) nur die halbe Gangreserve aufgebaut, als bei mir! Sicher kann ein Automatikaufzug auch defekte haben. Aber dass generell ein Problem bei 2892 / 97 vorliegt, stimmt schlichtweg nicht. Oder was sagen die, die sich mit Eta's gut auskennen und eine hohe fluktuation an ETA2892 Kunden haben???.
Und zum Aufbau der Gangreserve, über den Automatikaufzug ist es vermutlich besser, wenn das Werk etwas behäbiger aufzieht, weil eine Feder, die permanent voll gespannt ist, oder andauernd überspringt, weil permanent im Vollaufzug, kann auch nicht unbedingt von Vorteil sein, oder liefert die Feder genug Gegenkraft, damit der Automatikaufzug die Feder nicht überspringen lässt?
Sicher ist, dass die 2892 / 97 und bauartverwandten Kaliber, nicht unbedingt einen Vorteil bei wenig Handgelenkbewegung und bei Kranken(Bett)aufenthalt haben, aber als grundsätzliches Problem, würde ich das Argument als Kaliberbashing definieren.

Von daher ist es für die Konstrukteure vermutlich garnicht so einfach einen Automatikaufzug zu entwickeln, der alle Umstände einbezieht, und immer die max. effizienz, als auch nicht dauerhaft aufgezogen zu sein.
 
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Dietbert

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Moinsen,
im Moment ist sie 4 Sekunden vorn, also so gesehen alles noch im normalen Bereich. Ich werde es länger beobachten und berichten. Mein neue Omega, 2 Tage vorher gekauft, macht jeden Tag 5 Sekunden plus, auch noch im normalen Bereich, es wäre also unfair die Sinn zu kritisch zu sehen,
trotzdem komisch das sie mal vor mal nachgeht.
 
ThorDrees

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Moinsen,
im Moment ist sie 4 Sekunden vorn, also so gesehen alles noch im normalen Bereich. Ich werde es länger beobachten und berichten. Mein neue Omega, 2 Tage vorher gekauft, macht jeden Tag 5 Sekunden plus, auch noch im normalen Bereich, es wäre also unfair die Sinn zu kritisch zu sehen,
trotzdem komisch das sie mal vor mal nachgeht.
Komisch sind nur manche Gedanken die man hat...! ; - )))

Normal sind für mich 1-2sek. (am besten weniger als 0,5sek. / 24h) Vorlauf !!!, bei eingelaufener Uhr, durch eine andere Lage und, oder weniger Federspannung, wird der Vorlauf dann wieder umgekehrt, mehrmals im Monat Krone ziehen, zum Nullen, find ich unnormal . Alles andere ist nicht gut reguliert, oder funktioniert nicht gut.
Ein schwanken zwischen - 0 + finde ich dagegen, bei einer gut regulierten mechanischen Uhr einfach nur logisch!
 
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Dietbert

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@ThorDrees Tja, so ist das eben, habe zur Zeit 18 Uhren, insgesamt waren es über 30 vieler Marken. Unter 3 Sekunden hatte noch keine (außer Tagesbetrachtung). Solange sie sich im Bereich des Chronometerzertifikats bewegen, ist das für mich in Ordnung. Für mich ist wichtiger, dass ähnliche Werte auch nach Jahren noch gemessen werden. Soweit ich verstanden habe, sind solche Werte wie Du schreibst nur möglich, wenn die Uhr einer gleichmäßigen Nutzung unterliegt und nicht wie bei mir, mal getragen, mal nicht über Tage oder Monate.
 
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omor

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@ThorDrees

Ich hatte noch nie ein 2892, aber auch hier im Forum gibt es Berichte über schlechten Aufzug.
Einen Versuch mit dem Handaufzug wäre es mir wert.

Ich finde übrigens eine Anzeige der Gangreserve bei Automatikuhren sehr sinnvoll.
 
Dietbert

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@ThorDrees

Ich hatte noch nie ein 2892, aber auch hier im Forum gibt es Berichte über schlechten Aufzug.
Einen Versuch mit dem Handaufzug wäre es mir wert.

Ich finde übrigens eine Anzeige der Gangreserve bei Automatikuhren sehr sinnvoll.
Eigentlich ziehe ich die Uhr immer (auch) von Hand auf. Ich stimme Dir völlig zu, dass eine Gangreserveanzeige bei Automatikuhren sinnvoll wäre, ich habe nur eine Uhr mit Gangreserve, die hat Handaufzug, da weiß ich ja eh immer, dass ich alle 2 Tage aufziehen muss.
 
ThorDrees

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@Dietbert,
Ja, da hast Du recht, Uhr muss regelmässig getragen werden, und vermutlich auch nur möglich, wenn man 1. selbst reguliert und 2. die Uhr, genau kennt, bzw. sich mit dem Gangverhalten beschäftigt. Und die Uhr selten in den Lagen verbleibt, mit dem höchsten Vor -und Nachlauf. Gemischtes Lagenverhältnis ist die beste Voraussetzung.

Wie schon erwähnt, Uhr erstmal einlaufen lassen, und das gesamtverhalten Deiner SINN, zu einem späteren Zeitpunkt, beobachten.
Garantie ist ja lang genug, Falls es ein Problem gibt, hast Du ja genug andere Uhren, die Dich über den Aufenthalt bei SINN, über der Zeit bringen. ; - )

@omor
Wie mein beschriebener "Feldversuch" ergeben hat, ist es eher vom Trageverhalten abhängig.
Berichte über Aufzugsschwächen sind meiner bescheidenen Ansicht nach, problematisch und individuell zu betrachten.
Es liegt am Bewegungsprofil. Fehler am Uhrwerk ist dann eine andere Sache.
Persönlich verstehe ich garnicht, warum mech. Uhren, ohne Gangreserveanzeige, überhaupt so erfolgreich sind!
 
Dietbert

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Wie schon erwähnt, Uhr erstmal einlaufen lassen, und das gesamtverhalten Deiner SINN, zu einem späteren Zeitpunkt, beobachten. Garantie ist ja lang genug, Falls es ein Problem gibt, hast Du ja genug andere Uhren, die Dich über den Aufenthalt bei SINN, über der Zeit bringen. ; - )
Ein Garantiefall wäre es glaube ich nicht bei +/- 5/6 Sekunden, auf Kulanz ginge es sicher aber einschicken würde ich sie deshalb nicht.
 
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