Kleiner Vergleich zweier populärer Diver: Seiko Sumo vs. Longines HC

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Uhrbene

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Liebe Mitleser, in diesem Thread möchte ich zwei sehr unterschiedlichen Uhren mal vergleichen.

Auf der einen Seite die Longines HydroConquest (41mm, blau) – kurz LHC - und auf der anderen die Seiko SBDC031, genannt Sumo. Die LHC ist das, was man heute einen Dressdiver nennt (schreckliches Wort), sie wird wohl eher weniger zum Tauchen mitgenommen und ist auch nicht so konzipiert. Obwohl sie es mit 30 ATM Wasserdichte könnte. Sie hat aber für eine Taucheruhr ein Manko, dazu später. Die Sumo ist im Vergleich deutlich mehr Toolwatch und als Taucherinstrument denkbar, auch wenn heute wenige Taucher eine mechanische Uhr als Backup mitnehmen. Dafür kommt sie deutlich weniger elegant daher. Preislich sind die Uhren nicht ganz in der gleichen Liga: Die LHC kostet ca. 1.000 Euro UVP, die Sumo 600 Euro UVP. Bei beiden Uhren kann man natürlich handeln, wobei die Rabatte prozentual bei der Sumo höher ausfallen dürften, so dass man im realen Leben eher davon ausgehen kann, dass die LHC etwa doppelt so teuer wie die Sumo ist.

Warum vergleiche ich die Uhren: Nun, weil es mir Spaß macht. Beide Uhren sind in meiner Box, die LHC seit 2010, die Sumo seit 2017. Beide Uhren gibt es in Schwarz und Blau (die Sumo noch in mehr Varianten). Und oft kommt hier die Frage auf nach einem wertigen Einstiegsdiver. In der Klasse bis 250 Euro sind das immer Seiko SKX, Orient Ray/Mako und Citizen Promaster, alles sehr gute Uhren für den aufgerufenen Preis. Für etwas mehr gibt es die Sumo. Für noch mehr die LHC. Lohnt sich der Sprung von der Sumo zur LHC, sofern man beide Uhren in Betracht zieht (was eher die Ausnahme sein dürfte). Wieviel mehr bietet die LHC und an welcher Stelle? Der Frage möchte ich – absolut subjektiv – nachgehen. Die Details habe ich hoffentlich vernünftig beschrieben, die Gewichtung / Wertung mag jeder subjektiv sehen. Auf eine Punktevergabe habe ich verzichtet. Es gibt Zwischenfazits zu einzelnen Disziplinen und ein Gesamtfazit.
Soll ich das Design bewerten? Die Uhrenzeitschriften machen das immer, ich werde es mir verkneifen, da das allein Geschmackssache ist. Positiv bei beiden finde ich, dass sie eigenständige Entwürfe sind und nicht die weit verbreiteten Hommagen an teurere Uhren.

Wir beginnen mit dem Gehäuse:
Die Dimensionen der beiden Uhren sind recht unterschiedlich. Die Sumo hat ihren Spitznamen nicht umsonst, bei 45mm Durchmesser baut sie ca. 13mm hoch. Die LHC ist etwas flacher (12mm) aber mit 41mm deutlich kleiner im Durchmesser. Somit sollte rein von den Daten die LHC angenehmer zu tragen sein – ist sie aber nicht. Die herunter gezogenen Hörner der Sumo schmiegen sich an wie für mein nicht allzu großes Handgelenk (17cm) gemacht. Die LHC trägt sich ebenfalls sehr gut, aber nicht besser als die Sumo. Beide passen noch unter eine Knopfmanschette, die Sumo aber nur knapp.
Kommen wir zur Krone. Beide Uhren haben verschraubte Kronen, wie sich das für einen ordentlichen Diver gehört. Die LHC hat einen Kronenschutz, die Sumo nicht. Vielleicht sollte man hier sagen: glücklicherweise, denn der Kronenschutz der LHC ist eine Zumutung. Zwei spitze Dreiecke um die Krone, so unglücklich platziert und scharfkantig, dass man sich sowohl beim Losschrauben als beim Festschrauben jedesmal die Finger piekst. Wenn man das mehrmals im Jahr macht, entwickelt sich eine dicke Hornhautschicht auf den Fingerkuppen, die den Effekt etwas abmildert. Beim Hereinschrauben erweist sich die Krone bei meinem Exemplar immer wieder als widerspenstig und oft braucht es drei Versuche, bis das Gewinde greift, was den pieksigen Kronenschutz noch schlimmer macht. Die Krone ist, was den Komfort betrifft, einer der großen Schwachpunkte der LHC. Ganz anders die Sumo. Die Krone auf 4 Uhr ist an sich ja schon durch die Position etwas besser geschützt und lässt sich satt greifen, los- und festschrauben, dass es ein Vergnügen ist.

Die Verarbeitung der Gehäuse sind in etwa auf gleichem Niveau, was angesichts des Preises klar für die Sumo spricht.

Die Rückseite enthält bei beiden Uhren eine schöne Prägung, bei der LHC die Sanduhr von Longines, bei der Sumo die Tsunami-Welle von Seiko. Die Sanduhr ist dabei deutlich prägnanter und wertiger ausgeführt. Die Wasserdichtigkeit beträgt bei der Sumo 20 atm, bei der LHC 30 atm – in der Praxis ist der Unterschied irrelevant. Mit beiden Uhren kann man problemlos schwimmen und schnorcheln. Mit der Sumo auch tauchen, aber das liegt mehr an der besseren Ablesbarkeit unter Wasser.

Der Bandanstoß ist bei beiden Uhren ein dicker Nachteil, wenn man Bänder wechseln möchte, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.
Fangen wir mal mit der Sumo an: Zwischen Federstegen und Gehäuse klafft eine Lücke wie der Grand Canyon, die es unmöglich macht, beliebige Bänder an der Sumo zu befestigen, ästhetisch gesehen. Technisch geht das schon, sieht aber furchtbar aus. Ich habe das mal ausprobiert, niemals wieder. Das beschränkt die Sumo auf wenig wirklich gut aussehende Bänder. Sehr gut passt das originale Edelstahlband und das Rubber von CrafterBlue. Das CrafterBlue ist speziell für die Sumo gemacht und sitzt wie angegossen. Wer wie ich kein Edelstahl mag, findet hier eine super Alternative. Von Seiko gibt es auch ein passendes Band, dann hört es aber langsam auf. Ausnahme ist natürlich das Anbringen eines NATO-Bandes, das verdeckt die Schluchten auch gut. Der Bandanstoß beträgt übrigens 20mm. Die Sumo hat durchbohrte Hörner, was das Entfernen der Federstege sehr erleichtert.

Die LHC hat 21mm Bandanstoß. Die ungerade Breite schränkt die Auswahl ebenfalls ein. Es gibt aber 21mm Bänder, insofern ist die Auswahl besser als bei der Sumo. Nur ein vernünftiges Rubber für diese Breite zu einem guten Preis habe ich noch nicht gefunden, würde der Uhr aber wohl auch gar nicht stehen. Ich trage sie am 22mm Nato, das geht gut.

Fazit Gehäuse: Da der Kronenschutz der LHC ein ständiges Ärgernis ist Vorteil Sumo.

Warum sollte man aber überhaupt wechseln? Beide Uhren kommen mit Metallbändern. Diese sind in beiden Fällen nicht die allerbesten. Das der LHC ist etwas wertiger ausgeführt, hat aber einen Verschluss, der mit dem Fingernagel geöffnet werden muss. In meinen Augen nicht optimal. Besser funktioniert der Druckverschluss der Sumo. Das größte Manko der LHC ist in meinen Augen aber die schlechte Verstellmöglichkeit. Die Feinverstellung ist nicht ausreichend. Ich habe, nachdem ich etwas abgenommen habe, keine Möglichkeit mehr gefunden, das Band komfortabel zu tragen. Dazu ist zu sagen, dass ich Uhren gerne eng trage. Bei der LHC geht eine vernünftige Länge nur durch das Einfügen eines halben Gliedes, das natürlich bestellt werden muss. Tipp: Das halbe Glied für die LHC kennt kein Konzi, einfach das für die Conquest bestellen. Die Sumo lässt sich besser verstellen. Letztlich habe ich auch hier das Metallband entfernt, da ich bei meinem festen Sitz ein Band brauche, dass sich etwas dehnt. Das kann ein Metall nicht leisten.

Fazit Originalband: Wegen der besseren Verstellmöglichkeit Vorteil Sumo. Wobei wie gesagt beide Bänder keine Offenbarung sind.

Als nächstes das Glas:
Die LHC hat Saphirglas, die Sumo das Seiko-Typische Hardlex. Saphir hat Härte 9, Hardlex 8. Fall also klar? Nicht ganz. Auch in Saphir lässt sich ein Kratzer verewigen, wie ich an meiner Panerai erfahren musste. Zudem splittert Hardlex nicht, was unter Wasser ein echter Vorteil ist. Wir erinnern uns, die Sumo ist als echte Taucheruhr konzipiert, die LHC eher nicht. Ich bin aber kein Taucher und daher wiegt für mich die bessere Kratzerresistenz von Saphir in der Summe höher.

Fazit Glas: Vorteil LHC.

Ablesbarkeit:
Die Ablesbarkeit bei Tag ist bei beiden Uhren hervorragend. Klare Zeiger und Indizes lassen die Uhrzeit auf einen Blick erfassen. Hier sehe ich keinen relevanten Unterschied. Bei Nacht sieht die Sache anders aus. Seikotypisch leuchtet die Sumo, wenn sie tagsüber gut „aufgeladen“ wurde, die ersten 5 Minuten so hell, das sie fast eine Taschenlampe ersetzen kann. Danach ist sie noch die ganze Nacht ablesbar. Da kann die LHC nicht mithalten. Auch sie leuchtet im Dunkeln, ist für längere Zeit ablesbar. Die Leuchtkraft ist aber viel schwächer und nach einigen Stunden ganz weg. Gut, meine LHC ist von 2010, die Sumo von 2017, evtl. wurde hier verbessert. Der Sekundenzeiger der LHC hat eine rote Spitze. Das sieht optisch am Tag Klasse aus, ein schönes Designdetail. Er hat aber keine Leuchtmasse! Damit erfüllt die Uhr eine der Kriterien für Taucheruhren nicht. In meinem Alltag spielt das keine Rolle. Die Ablesbarkeit in der Nacht ist mir aber schon wichtig. Daher gibt es in dieser Disziplin einen klaren Sieger.

Fazit Ablesbarkeit: Vorteil Sumo.

Kommen wir zum Werk:
Die Longines hat, ein ETA 2892-A2 in der Ausführung Elabore. Das ist zumindest bei meiner Uhr so, ab 2013 wird ein 2824-2 verwendet und nun steht wohl 2018 wieder ein leicht geändertes Werk an. Das 2892 wird unter Fachleuten höher eingeschätzt als das 2824. Da es mein subjektiver Vergleich ist, nehme ich auch das 2892 zum Vergleich, das qualitativ leicht über dem 2824 einzuordnen ist. Das Werk schwingt mit 28.800 A/h, hat eine Gangreserve von 42 Stunden und wurde 1999 erstmals eingesetzt. Die Grundkonstruktion stammt aus den 70er Jahren. Es ist etwas flacher als das 2824 und wird daher gerne als Basis für Komplikationen genutzt.

Die Sumo hat das 6R15, das bei Seiko in der Mittelklasse eingesetzt wird. Es schwingt mit 21.600 A/h, hat eine Gangreserve von 50 Stunden und wurde erstmals 2006 verwendet, ist also das neuere Werk. Es gibt aktuell die vierte Verbesserung (typisch japanisch wird immer leicht verbessert aber nichts kommuniziert), die 6R15D heißt. Meine Sumo hat das 6R15C. Ich weiß leider nicht, ob die ETA-Werke ebenfalls kontinuierlich detailverbessert werden.
Die grundlegenden Funktionen sind gleich: Zweiseitiger Aufzug, Datum mit Schnellkorrektur (erste Kronenposition), Sekundenstopp. Das 6R15 hat eine Spirale aus einem speziellen Material namens Spron., von dem sich Seiko Vorteile bei Elastizität und Belastbarkeit entspricht. Aus was die Legierung genau besteht, ist natürlich Firmengeheimnis.

Kommen wir zum ersten Punkt, nämlich der Effizienz beim Aufzug. Seiko verwendet in allen Uhren das sogenannte Magic-Lever-System, eine sehr einfache und sehr effektive Methode des Aufzugs, die den üblichen Schweizer Konstruktionen in dem Punkt überlegen ist. Wer einmal ein triviales 7S26 kurz bewegt und dann wieder abgelegt hat, wird erstaunt sein, wie lange die Uhr nach dreimal Schütteln läuft. Im Gegensatz dazu gilt besonders das 2892 (nicht so das 2824) als zickig beim Aufzug. Es will einfach ordentlich bewegt werden, damit sich die Gangreserve aufbaut. Wenn ich die LHC ablege, bleibt sie meistens nach 30-35 Stunden stehen, ich bin halt eher der Typ Bürohengst. Anders die Sumo: Die Uhr am Freitag Abend abgelegt, kann ich Sonntag abend oft noch die Zeit ablesen. Die Effizienz ist also wirklich besser.

Beide Werke erlauben Handaufzug. Bei der Seiko ist der Handaufzug vollständig vom Rotor entkoppelt, bei dem ETA nicht. In Folge ist ein Handaufzug bei der Seiko harmlos, bei der LHC sollte man es nicht übertreiben, da der Verschleiß sich dadurch erhöht.

Kommen wir zum großen Fetisch Ganggenauigkeit. Auch mir ist dieser Punkt sehr wichtig, zumindest erwarte ich da eine gewisses Mindestmaß und mit dem Spruch „Kauf Dir halt eine Quartzuhr“ kann ich nichts anfangen.
Ein Blick auf die Herstellerangaben: Seiko garantiert für das 6R15 eine Genauigkeit von -15/+25 sec. Das ist nicht der Brüller und mir ehrlich gesagt zu wenig. Das das Werk mehr kann steht außer Frage, aber nur größere Abweichungen sind ein Garantiefall und werden kostenlos reguliert. ETA ist da penibler und erlaubt für ein Elabore-Werk -7/+7 sec. Das ist zumindest der Wert für das 2824-2, für das 2892 habe ich nichts gefunden, würde mich aber sehr wundern, wenn es andere Werte hätte.

Hier sind meine subjektiven Erfahrungen; ich bin da ein penibler Datenmesser per App. Zunächst mal das tägliche Trageverhalten: Da laufen beide Uhren fast gleich. Am Arm geht die Sumo 6,5 sec, die LHC 5 sec vor. Vorteil bei der LHC ist eindeutig die Genauigkeit bei schwachem Aufzug, die obige Genauigkeit der Sumo erreicht sie am ersten Tag nicht ganz, aber wie oben beschrieben kann man die Uhr ja problemlos auch per Hand aufziehen. Die Lagengenauigkeit wird per verschiedener Ablage über Nacht erreicht, die LHC variiert da zwischen -2 und +7 Sekunden. Die Sumo zwischen +12 und +6. Damit ergeben sich keine signifikanten Vorteile bei der Lagengenauigkeit. In gewissem Maß kann man damit den Vorgang der Uhren durch geschicktes Ablegen verbessern. In Summe gibt es keine wirklichen Vorteile bei der Genauigkeit, leichte Vorteile speziell bei meinem Trageverhalten hat die LHC, da sie auch mal je nach Lage ins Minus geht und damit durch geschickte Ablage über Wochen die genauere Zeit zeigt. Die Sumo geht immer im Plus. Ganggenauigkeit am Arm und Lagendifferenz sind aber fast gleich.

Noch ein kurzes Wort zur Wartbarkeit der Werke. Von der Konstruktion nehmen sich da beide nichts. Im Grunde hat die Sumo durch den entkoppelten Handaufzug sogar Vorteile. Es ist aber wichtig, dass sich ein Uhrmacher mit dem 6R15 und vor allem mit der Spron-Spirale auskennt. Bei einem ETA 2892 kann man Kenntnisse problemlos bei jeden vernünftigen Uhrmacher in DACH voraussetzen, das gehört zur Grundausbildung. Hier also ebenfalls leichte Vorteile LHC.
Als größtes Manko bei Seiko sehe ich die schlechtere garantierte Ganggenauigkeit. In der Praxis mag das vielleicht nicht häufig vorkommen. Wenn das Werk aber 20 sec im Plus läuft, ist auf man die Kulanz des Händlers angewiesen, falls das reguliert werden soll, da es eben innerhalb der Toleranz liegt. Da tut man sich mit dem ETA leichter. Dagegen hat für mich das Seikowerk konstruktive Vorteile.

Fazit Werk: Keine für mich relevanten Unterschiede.

Ein Gesamtfazit hat selbstverständlich noch mehr subjektive Aspekte, geht hier doch auch die Gewichtung der einzelnen Aspekte nochmal ein. Dem einen ist Ablesbarkeit sehr wichtig, dem anderen vielleicht Tragekomfort. In der Summe sind beides ausgezeichnete Uhren, bei denen man nicht wirklich von besser oder schlechter in der Summe sprechen kann. Und das ist schon eine interessante Aussage, schließlich ist die fette Seiko deutlich günstiger als die LHC. Tatsächlich ist mir unter 1.000 Euro keine Uhr mit einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis begegnet! Würde mich ein guter Freund fragen, welchen Diver bis 1.000 Euro er sich als erste Alltagsuhr zulegen soll, würde ich antworten: „Wenn Dir die Größe der Sumo zusagt, nimm diese. Eine bessere Uhr für 500 Euro wirst Du im Diversegment nicht finden. Und für den Rest kauf Dir einen Dresser, dann bis Du komplett. Wenn Dir die Sumo zu fett ist oder Dir das Prestige einer alten Schweizer Marke wichtig ist, nimm die LHC. Sie ist ihr Geld auf jeden Fall auch wert.“.

Die Antwort gilt, weil ich hier Sumo und LHC vergleiche. Tatsächlich würde ich ihn nochmal beiseite ziehen und sagen „Schau Dir auch mal die SPB053/53mas von Seiko an. Tragbare Größe, Saphirglas, kratzfeste Beschichtung und das gleiche Werk wie die Sumo. Und ein unvergleichbares Farbspiel in blau zwischen Lünette und Zifferblatt“.
 

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paropower

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Hallo und herzlichen Dank für diesen Vergleich. Zwar wie Du selber bemerkst sehr subjektiv, allerdings sind dies doch die allermeisten Gegenüberstellungen. Nur das die Vergleichenden dies nicht unbedingt so offen zugeben mögen. ;-)
Deine Ausarbeitung bringt sehr detailliert die jeweiligen Unterschiede zwischen den Uhren klar zum Ausdruck und man merkt nicht nur an dem Textumfang wieviel Arbeit Du dir gemacht hast.
Deine Fotos passen zum Text. Auch hier erkenne ich die Liebe zum Detail wieder.
Sie sind Dir sehr gelungen.
Ich für meinen Teil kann nur für die Sumo sprechen, da ich diese Uhr selber mal besaß, die LHC jedoch nie.
Ich bin erstaunt, dass die LHC derartige Probleme mit der Krone aufweisen soll. Dies hätte ich bei einer Uhr in dieser Preisklasse nicht erwartet.
Danke auch für den Hinweis, dass man ein ETA-Werk im Gegensatz zu einem Seiko-Werk besser nicht häufiger aufziehen soll, da der Verschleiß erheblich höher ist.
Auch wenn ich die LHC nie besaß werde ich durch Deinen Artikel in der Annahme bestätigt, dass die Sumo locker in der Preisklasse der LHC nicht nur mithält sondern diese sogar übertrifft.
Designtechnisch gesehen gefallen sie mir allerdings beide gut.

Viele Grüße, Dirk
 
G

Gast74633

Gast
Danke für den ausführlichen Vergleich.

Ich glaube mit dem Ergebnis kann man leben und ich bin auch weitestgehend einverstanden. Allerdings ist die Rückseite der Longines um Welten besser/hochwertiger als die der Sumo. Das sollte man ruhig erwähnen.

Die Sumo ist auch für mich eine Uhr mit hervorragendem Preisleistungsverhältnis.
Ich kenne keine andere Uhr (400,-) die das bieten kann.


Viele Grüße

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Bei der Longines stören mit immer diese fetten Zahlen -unschön
 

renke00

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Du hast dir sehr viel Mühe gegeben, vielen Dank dafür. :super:

Ein Vergleichsfoto beider Uhren, aus einem etwas größeren Abstand, wäre noch super klasse.

Für mich persönlich sind beide Uhren nichts, ich würde mir wahrscheinlich Deinen letzten Tipp zu Herzen nehmen, und die SPB053 kaufen. ;-)
 

TIMEX SOCIAL

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Danke für den gelungenen Bericht/ Vergleich! Mich reizt gerade die Subjektivität des Berichts. Objektive Statement sind natürlich auch wichtig, aber gerade die subjektive Betrachtung eröffnet ja den Einblick wie die Perspektive anderer Uhrenverrückter ist. Für mich immer spannend zu lesen und in vielem finde ich mich wieder, auch wenn ich die Longines nicht näher kenne. Hab sie mal beim Konzi gesehen und mal Arm eines ehemaligen Arbeitskollegen. Aber nie begrabschen können. Allerdings habe ich bezüglich Handhabbarkeit der Krone ähnliche Erlebnisse bei meiner ROAMER Stingray Anniversary. Tolle Uhr! Aber bei der Konstruktion der Krone war Alkohol im Spiel.
Vielleicht bekomme ich mal Gelegenheit die Longines in die Hand zu nehmen. War nach der Lektüre des Berichts spontan ein aufkommendes Bedürfnis.

Die Bilder vermitteln einen tollen Eindruck. Spontan macht mich die Sumo allerdings mehr an. Ok, ich hab sie auch schon seit 2009 und bin immer noch verliebt. Ich liebe die Uhr uneingeschränkt! Egal was andere sagen. Alles subjektiv. Ich habe viele sagen hören das Band sei für den grossen Durchmesser der Uhr mit 20 mm zu schmal. Sehe ich anders. Es passt perfekt und ich stimme mit dem Autor übrein, der Klopper lässt sich hervorragend tragen durch die heruntergezogenen Hörner und den dadurch guten Kontakt des Bodens mit dem Hangelenk. Genial! Und die Uhr passt dadurch unter die meisten Manschetten meiner Hemden. Keine Spur kopflastig.
Da ist auch ein Bild, welches die signierte Krone zeigt. Hammer!!! Ein Träumchen.
Sehr interessant auch was du zu den Werken schreibst. Bin leider auch ein wenig ein Genauigkeitsfetichist. Deswegen ist meine Sumo auch grad beim Doc, der ihr das Laufen wieder richtig beibringt. Hat mir leider ne ziemlich Geduld abverlangt bis ich den Spezialisten dafür gefunden hab. Ich hoffe Seiko bringt noch ein paar mehr Farbvarianten der Sumo auf den Markt. Die Orange Variante wurde ja leider eingestellt.

Danke für den gelungenen Bericht und die wohltuende Subjektivität!
 
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Königswelle

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Du hast dir ganz schön viel Mühe gemacht, mit dem Vergleich. Danke dafür! :super:

Deine Ausführungen zur Sumo kann ich 1zu1 nachvollziehen, die Longines HC habe ich nicht. Ich muss aber zugeben, dass es sich um eine recht ansehnliche Uhr handelt. Trotzdem brauche ich sie als Ergänzung zur Sumo (und all dem anderen Kram) :D) nicht wirklich. ;-)

Viel Freude an den beiden Schönheiten!
 

ajiba54

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Michael vielen herzlichen Dank für deine ehrliche Ansicht der beiden Uhren, die man wie Du schon erwähntest eigentlich nicht vergleichen müsste. Aber du tust es mit dieser Vorstellung , weil Du Lust dazu hast, finde ich übrigens sehr gut :-)
Ich teile vieles von dem was Du über beide Uhren geschrieben hast. Die LHC hatte ich sowie hier gezeigt als 3 Zeiger und auch in 2 Chronoversionen mit 7750 . Lang ists her , aber es trifft so ziemich alles zu was Du erwähntest. Die Sumo hatte ich auch . Ich sage auch jedem der es hören möchte oder nicht mehr hören kann, als Preisleistungsbrecher kaum zu überbieten. Nur für mich leider zu groß. Aber auch hier kann ich 1 zu 1 alles bestätigen.
Insgesamt werkstechnisch auch informativ geschrieben, so dass man das Eine oder Andere lernen kann.
Mein Fazit wäre, eine Sumo würde ich mir immer wieder zulegen (man weiss ja nie ob ich mein Idealmaß mal verlassen werde :lol: ) aber eine LHC werde ich mir nach 3 vergoldeten Versuchen bestimmt nicht wieder zulegen. :-)

LG
Barış
 
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Uhrbene

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Hallo und herzlichen Dank für diesen Vergleich.
Viele Grüße, Dirk

Danke Dir Dirk für die netten Worte!

Danke für den ausführlichen Vergleich.
Allerdings ist die Rückseite der Longines um Welten besser/hochwertiger als die der Sumo. Das sollte man ruhig erwähnen.

Danke auch Dir! Das die Longines den schöneren Rücken hat, hatte ich geschrieben und der Unterschied ist auch auf dem Fotos gut zu sehen. Als separate Disziplin hätte hier die Longines deutlich gewonnen.

Du hast dir sehr viel Mühe gegeben, vielen Dank dafür. :super:
Für mich persönlich sind beide Uhren nichts, ich würde mir wahrscheinlich Deinen letzten Tipp zu Herzen nehmen, und die SPB053 kaufen. ;-)

Danke auch Dir. Gute Idee mit der SPB053.

Danke für den gelungenen Bericht und die wohltuende Subjektivität!

Vielen Dank auch an Dich. Subjektiv sind wir ja alle...

Du hast dir ganz schön viel Mühe gemacht, mit dem Vergleich. Danke dafür! :super:

Mein Dank an Dich für die Kommentierung.

Michael vielen herzlichen Dank für deine ehrliche Ansicht der beiden Uhren
Mein Fazit wäre, eine Sumo würde ich mir immer wieder zulegen (man weiss ja nie ob ich mein Idealmaß mal verlassen werde :lol: )
LG
Barış

Baris, ich bin fast sicher, dass Dir die Sumo passt. Ich gehen aber davon aus, dass Du sie mehr als einmal am HG hattest, also alles gut. Vielen Dank!
 

Deejay

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Hallo Michael,

ein Vergleich zweier ganz unterschiedlicher Uhren mit lediglich gleichem Verwendungszweck ..... ist gar nicht einfach; und doch hast Du das höchst unterhaltsam auf den Punkt gebracht. Was das Ergebnis angeht, stimme ich Dir voll zu - allerdings ist beim Lesen unwillkürlich der Wunsch entstanden, doch wieder eine Sumo im Kasten zu haben. Insbesondere die von Dir fotografierte Variante mit Crafter Blue lacht mich an; vielleicht mit Saphir ? Wie dem auch sei, das eigentlich Problem dieser Veröffentlichungen ist, das sie Überlegungen und Begehrlichkeiten wecken - von denen man geglaubt hat, das man darüber längst hinweg ist. Für Deine umfangreiche Arbeit danke ich Dir und wünsche weiterhin viel Freude an den ungleichen Verwandten ......

Gruß,

Dirk
 

Andreas1968

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Ich kann deinen Bericht nur in Teilbereichen nachvollziehen.

Ich besitze die Longines HC seit 2014, sie hat also das 2824 verbaut. Für die Sumo hatte ich mich auch lange Zeit interessiert, sie auch öfter mal beim Konzi angelegt und genauer betrachtet.

Die Verarbeitungqualität der Sumo finde ich insgesamt gut, aber die Longines steht für mich deutlich drüber. Sie hat für mich eine makellose Detailverarbeitung, die ich eben so bei der Sumo nicht erkennen konnte. Das mache ich nicht nur am Boden fest, es ist die Gesamtanmutung, die bei der Sumo für mich einfach nicht so hochwertig rüberkommt.
Die Lünette z.B. sieht für mich einfach und nicht wirklich hochwertig aus. Worauf du überhaupt nicht eingegangen bist ist die mehr als billig wirkende Schließe der Sumo. Das ist Preßblech, was schließlich für mich dann auch das Nogo für die Sumo bedeutet hat.
Sowas laß ich an einer 80€ Uhr durchgehen, bei 600€ UVP finde ich das völlig unpassend.

Zum Kronenschutz: für mich lediglich etwas fummelig, scharkantig oder eine Verletzungsgefahr sehe ich nicht. Vielleicht war das aber 2010 noch anders.
Zum Werk und der Ganggenauigkeit: Ich besitze mehrere Seikos, die ich auch mag. Die Ganggenauigkeit aller Modelle ist schwankend und kaum vorhersehbar. Wenn man sie eine Weile nicht trägt, brauchen sie lange, um wieder halbwegs genau zu laufen.
Meine LHC hat eine konstante Gangabweichung von +2,5s/Tag. Davon sind meiner Erfahrung nach die normalen Seiko Uhrwerke sehr weit entfernt.

Die Nachteile wie mäßige Nachtablesbarkeit oder aber auch das Problem mit der Paßgenauikeit des Armbandes der LHC kann ich bestätigen. Bei mir hat das halbe Bandglied den Erfolg gebracht, sie paßt nun perfekt.
Die Leuchtmasse auf den Zeigern und Indexen finde ich bei der LHC jedoch auch mehr als schlecht. Leuchtet schon am Anfang nicht wirklich hell und läßt dann auch noch schnell und stark nach. Das ist bei meiner Seiko Monster oder auch bei meinen Omegas wirklich um Klassen besser.

Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit beiden Uhren.
Beste Grüße


Andreas



DSC_9762.jpg
 

Uhrbene

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Für Deine umfangreiche Arbeit danke ich Dir und wünsche weiterhin viel Freude an den ungleichen Verwandten ......

Gruß,

Dirk

Dirk, dann für Deinen netten Kommentar.

Ich wünsche dir weiterhin viel Spass mit beiden Uhren.
Beste Grüße
Andreas

Andreas, das darfst Du natürlich ganz anders sehen, gar kein Problem. Die Einschätzung Ganggenauigkeit ist sehr von den eigenen Erfahrungen geprägt, das ist bei allen hier meiner Beobachtung nach so und ganz normal. Meine genaueste Uhr ist eine Seiko mit 6R27, die läuft in 5 Tagen etwa 2 Sekunden vor. Ich mach mir aber nichts vor, das kann bei einem anderen Exemplar der gleichen Uhr anders sein. Mich stört halt, wie geschrieben, die nicht so tolle garantierte Genauigkeit bei Seiko.
 

Andreas1968

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@Uhrbene

Die genaueste meiner Seikos ist die Seiko Presage Limited SSA309 mit dem 4R57A. Die läuft recht stabil mit +5 bis 7s/Tag.
Meine beiden Longines laufen im Bereich +2 bis 3s/Tag, meine beiden Omegas ebenso. Die Chance, eine stabil genau laufende Uhr zu bekommen ist bei diesen Marken sicher wesentlich höher, als bei den nicht Grand Seiko-Modellen.

Was ja auch völlig ok ist, die Preisunterschiede sind eklatant. Ich wollte es nur erwähnt haben, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, eine Sumo würde automatisch auf dem Level an Ganggenauigkeit laufen wie eine Longines z.B.

VG
Andreas
 

Andreas1968

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Danke Uhrbene
Ja, die sieht schon toll aus. Aber nein, noch nicht vorgestellt. Ich trage die an einem Lederband, da auch bei dieser Seiko wieder diese billige Schließe verbaut wurde, die ich nicht akzeptiere.
Ansonsten ist die Verarbeitung gut, wenn auch nicht perfekt.
 
L

lieberknecht

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Vielen Dank für den Vergleich und deine Mühen. :super:

Das Ergebnis wäre bei mir Persönlich auch ähnlich mit der SUMO als klarem Sieger und das aus 2 Grunde, dem halben weit günstigerem Preis und der besseren Nacht Ablesbarkeit.
Die Sumo ist im Preis Segment 300-500€ für mich ganz klar bester Diver fürs Geld.

Die LHC hat andere Qualitäten, wie z.b etwas Image (wers braucht) ein ETA, verbaut, die etwas Hochwertigere Anmutung (das gehört für mich auch das Drum Herum wie Box Präsentation dazu).

In einem bin ich so gar nicht deiner Meinung, dem Originalen Edelstahlband der Uhren.
Die LHC hat das für mich nicht nur um 1 klasse bessere wertigere Stahlband, das der Sumo ist ok für die 400€ Liga, das LHC Band ist um Längen besser.

Hatte die LHC 2 mal, die Sumo 5 mal im Bestand, geblieben sind beide nicht.
Potenzial zur Wiederkehr (6 Anlauf als Sommer Diver) sehe ich aber für mich nur bei der Seiko an Nato oder alternativen Bändern.
 
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Leopan

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Interessanter Vergleich.

Hier mal die Daten ala UHR-Quartett.:-D

Technische Daten Eta 2892A2

Höhe des Uhrwerks: 3,60 mm
Durchmesser: 11 ½ Linien (25,60 mm)
Gangreserve: 42 Stunden
Anzahl Steine: 21
Frequenz: 28.800 A/h

Funktionen

Stunden, Minuten und Zentralsekunde
Automatischer Aufzug mit Kugellager
Datum mit Schnellkorrektur
Sekundenstoppvorrichtung
Rückersystem ETACHRON und Rückerkorrekto

Description:Seiko 6R15

Automatic movement

Functions:

Hacking
Hand winding
Automatic bidirectional winding
Diashock
Hours, minutes, seconds
Quickset date

Data:

Diameter: 12 ligne (27.4 mm), Height: 5.32 mm
23 jewels
21,600 A/h
Power reserve: 50 hours

Production period:

Since 2006

Von den Daten ist das Seiko 6R15 besser.


Habe Erfahrungen mit ETA,Seiko,Miyota Uhrwerken gemacht.

Alles eine Frage der Einregullierung.

Eta Uhrwerke laufen mit weniger Gangabweichung.

Die Miyota 9xxx Reihe ist auch gut einregulliert.

Bei Seiko ist oft ab Werk die Einregullierung der Uhrwerke leider nicht so gut.
 
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Spitfire73

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Informativ verfasster und sehr gut bebilderter Vergleich. Danke dafür! Ich habe/hatte beide weshalb ich Deine Einschätzungen im Großen und Ganzen nachvollziegen kann. Ich sehe die Seiko bei der Gehäuseverarbeitung, dem Drehgefühl der Lünette und der Lume deutlich vorne, die Longines dagegen ebenso deutlich bei den gelungeneren Proportionen, dem Tragekomfort, dem Saphirglas, der Güte der Detailverarbeitung und vor allem beim Werk und dem Band. Die LHC nervt mit dem berühmten halben Bandgliedproblem und einer schlecht greifbaren Krone; die Seiko dafür mit dem unproportionalen Eindruck des für das fette Gehäuse einfach zu schmalen Bands, den üblichen Ausrichtungsproblemen und der Billigschließe. Ihren Reiz haben freilich beide. Für das Gebotene sind beide sehr fair bepreist.

Gruß
Helmut
 
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Uhrbene

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Sehr schöner und interessant geschriebener Vergleich! :super:

Vielen Dank!

Vielen Dank für den Vergleich und deine Mühen. :super:
In einem bin ich so gar nicht deiner Meinung, dem Originalen Edelstahlband der Uhren.
Die LHC hat das für mich nicht nur um 1 klasse bessere wertigere Stahlband, das der Sumo ist ok für die 400€ Liga, das LHC Band ist um Längen besser.

Mag sein. Vermutlich liegt meine Meinung auch daran, dass die Edelstahlbänder jetzt immer schnell abkommen und daher der Punkt eh nicht so wichtig für mich ist.

Interessanter Vergleich.

Danke Dir, auch für das ergänzende Uhrenquartett.

Informativ verfasster und sehr gut bebilderter Vergleich.
Für das Gebotene sind beide sehr fair bepreist.

Gruß
Helmut

Danke, sehe ich ja im Grunde auch so. Nur das ETA liegt für mich nicht vor dem 6R. Aber das liegt auch an meiner subjektiven Erfahrung. Der größte Pluspunkt des ETA sind die kleineren garantierten Gangabweichungen. Konstruktiv sehe ich eher das 6R vorne. Aber auch das kann jeder anders gewichten.
 

Spitfire73

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Klar. Jeder gewichtet das für sich anders. Sei froh, dass Dir die Serienstreuung offenbar ein recht ordentliches Exemplar des 6R zugelost hat. Die können viel launischer sein. "Konstruktiv vorne" wegen dem entkoppelten Handaufzug sehe ich das Kaliber eigentlich nicht. Mich beeindruckt dafür am 6R -wie an den meisten Seiko-Kalibern- die starke Aufzugsleistung. Die volle Gangreserve ist deutlich schneller erreicht als beim ETA. Die Entwicklungsziele des Seikowerks waren erkennbar Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Wartungsarmut vor Ganggenauigkeit und Lagenstabilität. Beim ETA geht Gangergebnis vor Wartungsarmut bei vergleichbarer Zuverlässigkeit. Konstruktiv vorteilhafter empfinde ich für mich das ETA, weil es neben geschmeidigeren 28.800 A/h auch mit einer Exzenterregulierung aufwartet, die mir die Feinregulierung einfach macht. Die Rückerlösung beim 6R erfordert dagegen viel mehr Feingefühl. Letztlich kann man mit beiden Werken bestens leben. Beiden Kalibern wird man als Uhrenfreund früher oder später sowieso begegnen. Ich denke, ich habe aktuell wohl vier oder fünf 6R im Bestand. Und rund ein Dutzend 2824/92 in allen Qualitätsstufen.

Gruß
Helmut
 
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