Kleine Tauschenuhr mit unbekanntem Werk

Diskutiere Kleine Tauschenuhr mit unbekanntem Werk im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, mal wieder benötige ich eure Hilfe. Habe eine alte Damen? Taschenuhr (auf Grund der geringen Größe) die ich für einen Kollegen...

Alexander k 90

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Hallo zusammen,
mal wieder benötige ich eure Hilfe.
Habe eine alte Damen? Taschenuhr (auf Grund der geringen Größe) die ich für einen Kollegen revidiere.
Sie scheint noch zu laufen, dee Fehler ist aber offensichtlich, beim DREHEN der Krone geht die Aufzugswelle nicht mit. Aber schon beim entfernen der Krone scheitere ich. Die kleine Schraube die ich zur Ansicht etwas raus geschraubt habe scheint die Krone nicht zu lösen, auch wenn man sie ganz raus schraubt passiert nichts. Außen am Gehäuse ist eine kleine Schraube, die sich aber beliebig ohne Anschlag und Widerstand drehen lässt.
Vllt. habt ihr einen Tipp?
Danke im Voraus.
 

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fantomaz

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Hm, eigentlich müsste das die Schraube sein zum Lösen der Krone...
Die Schraube am Gehäuse ist nur ein Drücker, wenn man den mit dem Fingernagel
drückt und an der Krone dreht, verstellt man die Uhrzeit.
Geht das?

Irgendwas scheint da rund um die Krone nicht zu stimmen.
 

andi2

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Hm, wenn man das so ansieht, dann schaut es wirklich zuerst so aus, als müsse die kleine herausgedrehte Schraube diejenige sein, die die Aufzugwelle festhält, die Winkelhebelschraube. Bei Werken mit Umschalten durch Kroneziehen liegt diese Schraube so seitlich versetzt neben der Aufzugwelle.
Bei diesem Werk wird aber mit Drücker umgeschaltet, die Krone kann nicht gezogen werden. In solchen Fällen liegt die Schraube normalerweise nicht seitlich, sondern genau in der Mitte über der Aufzugwelle.
Ohne in diesem Fall genau zu wissen, ob es hilft, würde ich die Uhr mal vorn öffnen und schauen, ob die Schraube auf der Zifferblattseite ist.
Allerdings bleibt die Frage, was das dann für eine Schraube sein soll, die da herausgedreht wurde... Ich weiss es nicht.
Gruss Andi
 

Alexander k 90

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Hm, eigentlich müsste das die Schraube sein zum Lösen der Krone...
Die Schraube am Gehäuse ist nur ein Drücker, wenn man den mit dem Fingernagel
drückt und an der Krone dreht, verstellt man die Uhrzeit.
Geht das?

Irgendwas scheint da rund um die Krone nicht zu stimmen.

Super Tipp, danke mal wieder verstellen der Uhrzeit geht. So ein Mechanismus ist mir bis jetzt noch gar nicht untergekommen, sehr interessant, da juckt es mich ja wie es rund um die Krone aussieht. Sind da irgendwo Feder die einem bei der Demontage um die Ohren fliegen? Also festzuhalten mit der Schraube am werk kann ich die Krone irgendwie nicht ziehen, obwohl es die tatsächlich sein müsste.

Hm, wenn man das so ansieht, dann schaut es wirklich zuerst so aus, als müsse die kleine herausgedrehte Schraube diejenige sein, die die Aufzugwelle festhält, die Winkelhebelschraube. Bei Werken mit Umschalten durch Kroneziehen liegt diese Schraube so seitlich versetzt neben der Aufzugwelle.
Bei diesem Werk wird aber mit Drücker umgeschaltet, die Krone kann nicht gezogen werden. In solchen Fällen liegt die Schraube normalerweise nicht seitlich, sondern genau in der Mitte über der Aufzugwelle.
Ohne in diesem Fall genau zu wissen, ob es hilft, würde ich die Uhr mal vorn öffnen und schauen, ob die Schraube auf der Zifferblattseite ist.
Allerdings bleibt die Frage, was das dann für eine Schraube sein soll, die da herausgedreht wurde... Ich weiss es nicht.
Gruss Andi

Danke auch die für dein Wissen, das ist sehr hilfreich denn mit TU kenne ich mich noch nicht aus. Die herausgedrehte Schraube aieht komischerweise auch aus wie eine Winkelhebelschraube, da sie auch nur untrn das typische Gewinde am Ende hat. Wird wohl nur die Demontage des ZB helfen.

Danke euch beiden schonmal für eure Hilfe!
 

fantomaz

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Ah, ist die rausdrehbare Schraube vielleicht die (eine) ZB Halteschraube?
Dann müsste auf der gegenüberliegenden Seite die gleiche Schraube sein.

Dann wirklich das ZB abnehmen um mehr zu sehen. Ich kann morgen aber mal
bei einer meiner TU die auch so aufgebaut sind nachsehen und melde mich wieder.

Alexander
 

Harpye

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Für ZB Schrauben hätt ich jetzt die bei 2 und 8 Uhr auf dem oberen Bild gehaltdn...
 

Alexander k 90

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Ich denke wie Harpe, dass es die Schrauben auf 2 und 8 sind.
Das ist nett Alexander, ich werde mir das morgen mal anschauen, denke ich.
 

hermannH

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Hallo

Ich hoffe, der Kollege misst dieser Uhr keinen Wert zu.
Wenn man eine TU restaurieren will, sollte man genau wissen was man tut. Sonst endet es sehr schnell in der Bastelkiste - das Werk meine ich...

Gruß hermann
 

Alexander k 90

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I.d.R. bin ich mir meiner Arbeitsschritte schon bewusst. Worauf muss man denn besonders achten im Gegensatz zu anderen gängigen Uhrwerken wie das 2824 z.B.? Ich soll erstmal schauen, ob ich die wieder zum Laufen bekomme.
Der Fehler des nicht funktionierenden Handaufzugs ist auf jeden Fall gefunden.
Da war vermutlich mal eine Feder drin, die gebrochen aber auch nicht mehr vorhanden ist.
Jetzt stellt sich mir die Frage, wieso die Welle immer noch nicht raus kommt und das Minutenrohr sitzt bombenfest. Des Weiteren frage ich mich wie ich das Sperrad runter bekomme vom Federhaus, die Werke die ich bis jetzt gemacht habe hatten da alle Schrauben :-D
 

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Uhrton

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Wenn an der Uhr Erinnerungen hängen würde ich die Uhr lassen wie sie ist, höchstens etwas putzen.

Ansonsten. Das Sperrad kannst Du entfernen indem du eine alte abgenudelte nicht mehr spitze Pinzette in die Löcher steckst und gegen den Uhrzeigersinn drehst. Dabei die beiden Spitzen weit unten anfassen und gegen verwinden sichern.
Der Punkt zwischen den Löchern ist ein Gewinde das auf dem Federkern sitzt.
Die Schraube die Du gelöst hast drückt einen Bügel in eine "Rinne" der Aufzugswelle ähnlich wie bei späteren Uhren der Winkelhebel eingreift. Ich vermute der Bügel ist im Sotter aus Öl und Schutz festgebacken.
Manchmal verhakt sich auch die Welle im Pedant, da könnte Krone drehen und dabei etwas wackeln helfen. Gelegentlich wird die A-Welle durch ein im Pedant steckendes rundes Korkstück geführt das sich verkantet, da hilft dann etwas stärkeres ziehen.
Bau aber erstmal die Federhausbrücke ab, meist sieht man dann woran es liegt.

Die gebrochene Feder im Aufzugbereich läßt sich recht leicht aus Federdraht nachbiegen.

Wenn die Uhr dann nach waschen, fönen, ölen nicht läuft, würde ich nicht zuviel Energie reinstecken (zumal es nicht die eigene ist). Die Dinger sind in den letzten 120 Jahren fast immer etliche Male runtergefallen und haben deshalb krumme Zapfen verschlissene und oder verbogene Zylinder usw. Mehr als etwas tickeln bekommt man meist (ohne völlig unverhältnismäßigen Aufwand) nicht hin.
 

ing-liebl

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Hallo Alexander,

der Zapfen auf dem das Minutenrohr sitzt ist nur ein Stift, der mit Reibung im durchbohrten Minutenrad sitzt - da ist auch die Zeigerreibung realisiert.
Zum Abnehmen musst Du den Stift einfach mit einem Messinghammer etwas "zurück- bzw. durchschlagen", dann kannst Du das Minuntenrohr in der Regel leicht abziehen.
Dabei unbedingt die Brücke des Minuten- und Bodenrads in einem Nietamboss abstützen.

Zum lösen der Aufzugswelle hilft es manchmal die Werkhalteschrauben (auf Deinem ersten Bild auf ca. 8Uhr) zu lösen und das Werk minimal zu verdrehen.

Gruß Markus
 
Thema:

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