Kleine Schwarzwälder Schilderuhr vor dem Verschimmeln gerettet.

Diskutiere Kleine Schwarzwälder Schilderuhr vor dem Verschimmeln gerettet. im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Vor ca. einem halben Jahr bekam ich ein paar alte Uhren und ein paar alte Werke geschenkt. Ich habe alles sortiert und auch einiges an Schrott...
Quickly

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Vor ca. einem halben Jahr bekam ich ein paar alte Uhren und ein paar alte Werke geschenkt. Ich habe alles sortiert und auch einiges an Schrott gleich entsorgt. Alle evtl. noch brauchbaren Werke und Teile habe ich dann in Schachteln verpackt und beschriftet. Ganz besonders hat es mir aber eine kleine Schwarzwälderuhr angetan, denn sie war komplett.

Anfang des Jahres hatte ich mal wieder Lust so eine Uhr zu reparieren. Ich nahm die Uhr aus der Schachtel um sie mal genauer anzusehen. Nach dem Abnehmen der beiden Seitendeckel wollte ich sie gleich wieder in die Schachtel stecken, die Holzplatinen waren angeschimmelt, das Werk sehr verdreckt und auch ein Zapfen war abgebrochen. Aber was solls, besser wird sie in der Schachtel auch nicht.

Ich machte mich ans Werk. Zuerst habe ich mal den ganzen Schimmel im Freien mit Pressluft weggeblasen und den größten Staub natürlich auch, eine trockene Bürste tat den Rest. Das Werk hat ja bekanntlich keine Schrauben oder Muttern (außer die Muttern für die Zeigerbefestigung), somit mussten einige Nägel und Stifte gezogen werden. Erst dann konnten die Teile aus dem Holzkasten entfernt werden.
Nun mussten alle Teile gereinigt werden. In den Laternentrieben steckte das verharzte Öl oder mit was auch immer das Werk geölt worden war (vielleicht auch Salatöl wegen des Schimmels).

Zuerst reinigte ich die Teile in ELMA 1:9 in der Reinigungsmaschine und auch im Ultraschallbad. Der Erfolg war aber nicht zufriedenstellend. Die meisten Teile und vor allem die Laternentriebe musste ich mit der Bürste und Putzholz nacharbeiten. Auch in den Zahnzwischenräumen war die Verschmutzung nur mechanisch zu entfernen. Nur mit einer Nadel konnten die Verkrustungen entfernt werden. Bei zwei Trieben waren die Stecken schon so stark eingeschlagen, dass sie erneuert werden mussten. Zum Glück konnte ich sie einigermaßen leicht entfernen und mit Stiften aus Silberstahl erneuern.

Der vermeintlich abgebrochene Zapfen war nicht abgebrochen sondern so stark eingelaufen bis er im Lager stecken blieb und das Rad aus dem Eingriff kam. Bei diesen Uhren wurde für die Achsen meist sehr weiches Material verwendet, somit konnte ich in der Drehbank leicht ein 0,6 mm großes Loch in die Achse bohren und den Zapfen erneuern. Als Zapfenmaterial habe ich Tamponstahl benutzt, dieser wird sich bestimmt nicht mehr so stark abnutzen. Die anderen Zapfen der Räder waren noch einigermaßen in Ordnung, diese habe ich nur leicht mit einer Zapfenrollierfeile nachpoliert.

Auch mussten einige Lager erneuert werden, sie waren teilweise sehr oval. Solche Lager hatte ich noch vorrätig, nur der Innendurchmesser war zu klein. In der Drehbank habe ich die Lager gleich auf das Maß der Zapfen aufgebohrt, denn sehr viel aufreiben mit der Reibahle geht hier nicht, das Lager würde sich beim Aufreiben in der Holzplatine mitdrehen. Im Prinzip hätte ich ja auch die langen Lager nur umdrehen müssen und wieder einsetzen, eingelaufen waren sie ja nur ca. 1/3 von ihrer Länge. Aber auf diese Idee kam ich erst als ich die defekten Lager schon ersetzt hatte.

Stichwort Holzplatine: Alle Holzteile habe ich nur mit dem Lappen und einer Bürste sehr vorsichtig mit etwas Benzin gereinigt und mit Renaissance-Wachs konserviert. Hier habe ich vor vielen Jahren mal eine schlechte Erfahrung gemacht. Damals habe ich die Holzplatinen und das Holzgehäuse in ELMA etwas eingeweicht und gereinigt. Nach dem Trocknen hatten sich die Holzteile verzogen und mussten alle nachgearbeitet werden damit sie wieder zusammengesteckt werden konnten.

Da ich schon einiges an Zeit investiert hatte dachte ich mir, auf ein paar Stunden mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an. Mit meiner Poliermaschine bearbeitete ich noch alle Metallteile und brachte so etwas mehr Glanz auf die Oberflächen. Ich finde es hat sich gelohnt. Als Anlaufschutz vom Messing benutzte ich zum ersten Mal auch das Renaissance-Wachs, mal sehen wie lange die Konservierung hält.

Bis hier war nun alles soweit fertig für den Einbau und das Werk konnte wieder zusammen „genagelt“ werden. Ein kleines Problem waren noch die Ketten. Ein Abkratzen ergab, dass sie aus Messing gefertigt wurden. Nach mehrmaligem Reinigen wollten sie einfach nicht mehr ihre schöne gelbe Farbe vom Messing annehmen. Viele Glieder waren auch stark gedehnt und hätten einzeln wieder zusammengedrückt werden müssen. Ich bestellte einen neuen Satz.

Das Ziffernblatt befreite ich mit etwas Wasser und Spülmittel vom Schmutz und rieb es anschließend mit Renaissance-Wachs ein. Ein weicher Lappen brachte es wieder zum Glänzen.

Ich hätte auch noch ein paar Fragen an unsere Experten.

Ich habe mal gelesen, dass anhand der Art vom Lagerblech des Ankers auf der Ziffernblattseite evtl. der Hersteller zu bestimmen ist. Kennt jemand diese „Punze“, (M) siehe vorletztes Bild!
Kann mir auch bitte jemand sagen wie alt diese Uhr sein könnte, ich weiss nur, dass diese Uhren Mitte des 17. Jahrhunderts im Schwarzwald ihren Ursprung hatten und ganz aus Holz gefertigt wurden. Natürlich ist meine Uhr bei weitem nicht so alt. Ich konnte auch nichts über das Produktionsende dieser Uhren finden.

Hier noch ein paar Bilder

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Das Ziffernblatt, Maße: Breite 15 cm, Höhe 20 cm

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Das angeschimmelte Werk

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Die Seite mit den Rädern vom Schlagwerk

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Das leere Holzgehäuse, Maße: Breite 11 cm, Höhe 11 cm und Tiefe 9 cm

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Die Räder vom Geh-, Schlag- und Zeigerwerk

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Restliche Teile

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Der defekte Radzapfen

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Meine Reinigungsmöglichkeiten: Ultraschall und Reinigungsmaschine mit Handbetrie

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Nach der Reinigung noch Schmutz in den Zahnzwischenräumen und im Hohl- oder Laternentrieb

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Die eingelaufenen Triebstecken

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Triebe mit entfernten Stecken

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Neu bestückte Triebe

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Ovale Lager in den Holzplatinen

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Mit einem Faden wurden die noch guten Lager gereinigt, mit dem Putzholz geht es wegen der Länge von den Lagern nicht so gut

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Alle Teile fertig zum Einbau

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Die Seite mit dem Gehwerk

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Die Rückseite mit der Schloßscheibe, dem Hammer und der Pendelaufhängung

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Die Seite mit dem Schlagwerk

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Die Ziffernblattseite

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Die fertige Uhr

Viele Grüße Willi
 
O

Oelfeld

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Beeindruckend, vielen Dank für's Zeigen und die detaillierten Bilder! Ich hab zwar keine Ahnung von nix, aber man sieht die Arbeit und das Ergebnis ist klasse!
Ich finde diese Art Uhr prima, die erinnern mich immer an die Besuche im Schwarzwald bei Opa und Tante...
 
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uhrenkel

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Hallo Willi,

danke für die sehr ausführliche Beschreibung und Vorstellung Deiner Schottenuhr!

Das macht Spaß zu lesen!

Deine Uhr ist übrigens von Andreas Mayer in St. Georgen hergestellt, wie die Buchstaben "AM" verraten.

Wünsche Dir viel Freude mit Deiner Uhr!

Chroniker
 
Der Stromer

Der Stromer

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Hallo, Willi,
Dem Lob vom Chroniker kann ich mich nur anschließen. Nur zum Hersteller bin ich anderer Meinung. Das Ankerlager (Hakenblech) mit dem M gehört nach HHS zur Firma Johann-Martin Mauthe. Gegründet um 1860 in Villingen von Paul Schmidt, 1890 von J-M Mauthe übernommen. Markenzeichen "M" als Hakenblech in Holzplatinenwerken.
 
U

uhrenkel

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Hallo Stromer,

nimm nochmal eine Brille: Das Zeichen besteht aus den beiden Buchstaben AM und die sind übereinander. In der Spitze vom A ist das Zapfenlager des Ankers.

Die Uhr wurde wirklich von Andreas Mayer in St. Georgen hergestellt; der Betrieb ist auch als Victoria Clock Co. bekannt.

Freundliche Grüße!

Uhrenkel
 
XELOR

XELOR

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Toller Bericht, hat viel Spaß gemacht zu lesen.

Danke dafür!
 
Baumeister

Baumeister

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Super! Ganz tolle Arbeit.
Ich bin selbst im Schwarzwald aufgewachsen und freue mich sehr, wenn die Zeugnisse der legendären schwäbischen Tüftler erhalten werden.
 
EMESUhren

EMESUhren

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Hallo

Eine Tolle Arbeit ,und schön das eine Schwarzwälder Holzuhr weiter leben darf

Ich war gerade bei einem kurzen Spaziergang mit dem Hund beim Kollegen

Im Schwarzwald machen wir nicht nur Uhren aus Holz

Kettensägeschnitzen :super:

IMG_3020.jpg

https://www.waelder-kunst.de/
 
Perpendikel

Perpendikel

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Hallo Willi,

die Schilderuhr ist wirklich sehr schön geworden. Herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Arbeit.

Hallo Christoph,

Das ist eine sehr schöne Skulptur aus Holz die Du uns da zeigst. Aber ich kann nicht glauben das sie ausschließlich mit der Kettensäge gemacht wurde. Dafür ist sie sehr filigran gearbeitet.
Da brauch ich mir nur die kleinen Knöpfe an der Weste anschauen um ins Zweifeln zu kommen. Wenn es doch so sein sollte ist es sehr zu bewundern. Ein Kunstwerk ist es ohnehin!

Liebe Grüße von Peter
 
EMESUhren

EMESUhren

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Hallo Christoph,

Das ist eine sehr schöne Skulptur aus Holz die Du uns da zeigst. Aber ich kann nicht glauben das sie ausschließlich mit der Kettensäge gemacht wurde. Dafür ist sie sehr filigran gearbeitet.
Da brauch ich mir nur die kleinen Knöpfe an der Weste anschauen um ins Zweifeln zu kommen. Wenn es doch so sein sollte ist es sehr zu bewundern. Ein Kunstwerk ist es ohnehin!

Liebe Grüße von Peter

Hallo Peter

An der Skulptur wurde auch mit dem Winkelschleifer und dem Fingerschleifer gearbeitet !
Die Knöpfe wurde von einem Rundholz abgesägt und aufgeklebt
Die Feinarbeiten wurden mit einer sehr schnell laufenden Akkusäge (Kettengeschwindigkeit 22,5m/S Umrüstsatz von mir Entwickelt !) mit einem Spezialcarving Schwert mit 12 mm Durchmesser und einer 1,1 mm 1/4 Sägekette von Stihl gemacht

Obwohl ich schon auf zig Schnitzveranstaltungen war und die meisten berühmten Kettensägenschnitzer der Welt Persönlich kenne bin ich immer noch jedes mal erstaunt was die nur mit der Kettesäge hinbekommen

Leider muste meine Frau aus Gesundheitlichen Gründen mit dem Schnitzen aufhöhren

https://www.youtube.com/watch?v=nnzib9eKg4M&app=desktop
 
Perpendikel

Perpendikel

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Hallo Christoph,

die Moderatoren und der Themenstarter mögen es uns bitte verzeihen das wir hier kurzfristig vom Uhrenthema abgewichen sind.
Aber ich merke schon, das Du sehr mit dem Thema "Holzschnitzerei mit der Kettensäge" verbunden bist. Für mich ist das sehr kunstvoll wenn jemand aus einem groben Klotz und mit einem groben
Werkzeug so ein schönes Kunstwerk erschaffen kann. Vielen Dank für Deine Erklärungen!

Liebe Grüße von Peter
 
derTeichfloh

derTeichfloh

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Hallo,

Danke fürs Zeigen. Ein tolle Arbeit hast du da abgeliefert (und dir gemacht).

LG
derTeichfloh
 
Quickly

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Servus miteinander,
ich habe mich sehr über eure Kommentare gefreut, vielen Dank!

Chroniker und Rolf-Dieter:
Auch euch vielen Dank für die Angaben zum Hersteller, wer nun Recht hat kann ich auch nicht sagen. Ich habe mal die Fa. Mauthe angeschrieben ob sie evtl. etwas zur Uhr sagen kann, aber leider noch keine Antwort erhalten. Sollte ich eine Antwort bekommen, werde ich es euch gerne mitteilen.

Christoph und Peter:
Die Skulptur hat ja auch etwas mit dem Schwarzwald und Uhren zu tun, ich finde das lockert alles etwas auf, vielen Dank auch für den Link, sehr interessant!

Ich habe auch selber mal versucht etwas über das Alter meiner Uhr oder das Produktionsende von solchen Uhren zu erfahren, bin aber noch nicht fündig geworden. Vielleicht weiß jemand von euch mehr.

Viele Grüße

Willi
 
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uhrenkel

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Servus miteinander,
ich habe mich sehr über eure Kommentare gefreut, vielen Dank!

Chroniker und Rolf-Dieter:
Auch euch vielen Dank für die Angaben zum Hersteller, wer nun Recht hat kann ich auch nicht sagen. Ich habe mal die Fa. Mauthe angeschrieben ob sie evtl. etwas zur Uhr sagen kann, aber leider noch keine Antwort erhalten. Sollte ich eine Antwort bekommen, werde ich es euch gerne mitteilen.

Ich habe auch selber mal versucht etwas über das Alter meiner Uhr oder das Produktionsende von solchen Uhren zu erfahren, bin aber noch nicht fündig geworden. Vielleicht weiß jemand von euch mehr.

Viele Grüße Willi
Hallo Willi,

also ein wenig muss ich mich schon über Dich wundern: Dein Zeichen ist doch eindeutig AM und damit ist Deine Uhr von Andreas Maier in St. Georgen.

Und auf eine Anfrage an Mauthe kann keine Antwort kommen, denn Mauthe gibt es schon mehr als 30 Jahren nicht mehr.

Wenn, dann solltest Du Dich schon an die´Firma Andreas Maier in St. Georgen wenden, denn die gibt es noch:

https://www.wirtschaftsforum.de/a-maier-praezision-gmbh/portrait/

Die werden sich sogar über Deinen schönen Bericht freuen!

Freundliche Grüße!

Uhrenkel
 
EMESUhren

EMESUhren

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Servus miteinander,
ich habe mich sehr über eure Kommentare gefreut, vielen Dank!



Ich habe auch selber mal versucht etwas über das Produktionsende von solchen Uhren zu erfahren, bin aber noch nicht fündig geworden. Vielleicht weiß jemand von euch mehr.

Viele Grüße

Willi

Hallo Willi

Nach meinem Wissensstand gab es glaube ich in Bubenbach noch einen Betrieb der solche Uhren mit Holzplatinen bis Anfang der 50 Herstellt hat.

Und Ja Willi du hast recht
Holz und Holzschnitzen gehören auch zur Schwarzwälder Uhrenherstellung
 
U

uhrenkel

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Hallo Willi

Nach meinem Wissensstand gab es glaube ich in Bubenbach noch einen Betrieb der solche Uhren mit Holzplatinen bis Anfang der 50 Herstellt hat.

Und Ja Willi du hast recht
Holz und Holzschnitzen gehören auch zur Schwarzwälder Uhrenherstellung
Sogar noch länger wurden im Schwarzwald Schottenwerke hergestellt. Bis 1985/90. Die längste Fertigung hatte wohl ein kleiner Betrieb in Königsfeld bei Villingen, mir fällt aber gerade der Name nicht ein. Diese Schottenwerke wurden auch bei Selva verkauft.

Das waren sehr sauber gefertigte Werke, die kaum von alten Schottenwerken unterschieden werden können. Bis auf die Patina eben.

Uhrenkel

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Der Name ist mir wieder eingefallen: Es war die Firme Auber in Königsfeld.

Die Fertigung bei Auber ging bis zum Jahr 2000, dann wurden die Werkzeuge und Vorrichtungen nach Leipzig verkauft. Im Leipzig kam es aber wohl nicht mehr zu einer Fertigung.

Uhrenkel
 
Quickly

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Servus miteinander,
nun weiß ich es: meine kleine Schwarzwälderuhr ist von der Firma A. Maier aus dem Schwarzwald, heutiger Sitz der Firma in St. Georgen. Sie stellt heute technische Spritzguss- und Drehteile sowie Zeiger für verschiedene Verwendungen her. Erst gestern, am Sonntag habe ich diese Firma angeschrieben und heute am Montag schon die Antwort erhalten. So eine schnelle Antwort habe ich noch nie bekommen, falls hier jemand von der Firma mitliest, nochmals herzlichen Dank!
Von der Firma Mauthe habe ich bis heute leider noch keine Antwort erhalten, aber das hat sich ja nun erledigt.

Hier der Originaltext:


Sehr geehrter Herr ....,

besten Dank für Ihre Mail. Ich habe mal ein bisschen recherchiert und kann Ihnen heute sagen, dass Ihre Uhr eine A. Maier Uhr ist.
Die Kennzeichnung am Ankerlager ist ein altes Firmenzeichen der Firma A. Maier.

Diese Art von Uhren haben wir zwischen 1880 und 1910 gebaut.

Ich hoffe sehr, Ihnen damit geholfen zu haben und wünsche Ihnen noch viel Freude mit Ihrer Uhr.


Auch an Euch noch vielen Dank für die Kommentare und der Hilfe zur Bestimmung von Alter und Hersteller, besonders an Rolf-Dieter und Uhrenkel. Ohne eure Angaben wäre ich nie auf die Firmen Mauthe oder A. Maier gekommen.

Uhrenkel: Auf die Firma Mauthe bin ich nur gekommen weil es ja noch eine Hompage dieser Firma gibt, sogar mit einer Kontaktadresse:
http://www.mauthe-uhren.com/de/kontakt/


Viele Grüße
Willi
 
Quickly

Quickly

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Servus Rolf-Dieter,
da hast du recht, man lernt nie aus, egal wie alt man ist!

Hier hätte ich schon gleich die nächste Frage:

Weil`s so schön war habe ich mir aus meiner Schatzkiste gleich noch eine Schwarzwälder Schilderuhr geholt. Sie ist mit Sicherheit noch nicht so alt, ich würde sagen so aus den 50ger Jahren.
„Uhrenkel“ hat ja herausgefunden, dass solche Uhren bis Ende der 80ger Jahren hergestellt wurden.
Bei meiner Uhr befindet sich auf der Ziffernblattseite ein Stempel mit einem Schwarzwälder Uhrschild und in der Mitte ein M. Kennt jemand von euch den Hersteller, diesen Stempel habe ich in meiner Sammlung leider auch nicht gefunden.

Hier noch ein paar Bilder des noch wesentlich besser erhaltenen Uhrwerks.

RIMG0404.jpg

Das zerlegte und gereinigte Werk

RIMG0406.jpg RIMG0407.jpg

Die recht massiven Räder mit den Volltrieben (keine Hohl- oder Laternentriebe)

RIMG0408.jpg

Die Ziffernblattseite

RIMG0409.jpg

Das noch unbekannte Firmenlogo

Viele Grüße
Willi
 
M

Mühli

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Laut Mikrolisk ist es Alois Mayer GmbH aus Schönenbach bei Furtwangen.

Gruß
Mühli
 
Thema:

Kleine Schwarzwälder Schilderuhr vor dem Verschimmeln gerettet.

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