Kinetic ohne Akku? Tatsächlich Perpetual?

Diskutiere Kinetic ohne Akku? Tatsächlich Perpetual? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; Hallo liebe Freunde, heute möchte ich meinem Kopfzerbrechen im Netz ein Ende bereiten und feure direkt den Schuss ab: Gibt es eine...
#1
McMoneysack91

McMoneysack91

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Hallo liebe Freunde,

heute möchte ich meinem Kopfzerbrechen im Netz ein Ende bereiten und feure direkt den Schuss ab:

Gibt es eine selbstaufladende Uhr mit Quartzwerk (a la Kinetic) OHNE aufladbare Batterie bzw. Akku?

Ich selbst besaß eine Seiko Kinetic SKA7 und war ganz hin und weg von der Technik. Wow das beste aus beiden Welten. Quartzgenauigkeit und das ohne Batterie. Bis ich ernüchternde Berichte über die Lebensdauer der Akkus in Kineticuhren las. Bei vielen musste schon nach 5-8-10 Jahren der Akku gewechselt werden. Hm...machte für mich irgendwie den Sinn des Ganzen fragwürdig. Ob ich nun alle 3 Jahre eine Batterie oder im doppelt so langen Intervall eine wesentlich teurere Akkuzelle auswechsle (was zudem nicht ganz so einfach sein soll, wie eine Batterie zu wechseln).

Jetzt bin ich ja nicht so der Elektronik/Elektrik-Crack. Allerdings weiß ich z.B. dass in meinem Fahrrad sowohl der Frontscheinwerfer, als auch der Rückstrahler einen Kondensator zwischen ihnen und dem Dynamo haben. Soll heißen, wenn man ein wenig gefahren ist (bei mir reicht schon das händische Drehen und Ausdrehenlassen des Rades), leuchten beide Lampen nach - und das nicht zu knapp. Fährt etwa eine Minute durch, leuchten beide Lampen etwa 12min nach, was beachtlich ist.

Nun ist ja ein Kondensator meines Wissens nach kein Akku. Es sind lediglich leitende Flächen mit Isolation dazwischen (bitte nicht schlagen für dieses Laiengeplappere). Ich vermute, dass hier keine Dinge wie Tiefenentladung und (mit der Zeit) abnehmende Ladefähigkeit zu befürchten sind - oder doch? Müsste ein solcher Kondensator überhaupt jemals gewechselt werden? Und funktioniert das überhaupt alles (statt Akku wird ein Kondensator durch den rotorbetriebenen Generator geladen)?

Ich möchte mich hier auch keineswegs auf das Wort Kondensator versteifen. Es ist bloß die einzige Alternative zum Akku, die mir gerade einfällt UND die ich täglich live auf dem Fahrrad fahrend erlebe. Mir geht es eher um NICHT-Batterie oder NICHT-Akku

Ich würde sogar auf diese exorbitanten Gangreserven von mehreren Monaten liebend gern verzichten, wenn es hieße "ja, es gibt oder wird Uhren geben, die durch Bewegung dies und das laden, was dann seine Energie an das Quartzwerk abgibt." Da ich wieder zurück zu wenigen Uhren gehe, also einige wenige viel Wrist-time erhalten, wäre ich schon mit fußvölkischen Gangreserven um die 24std bestens zufrieden.

Beste Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
#2
5202

5202

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Nennt sich bei Seiko "Spring Drive", kommt ohne Akku oder Kondensator oder sonst etwas aus. Die Hemmung ist rein digital, der Rest klassisch mechanisch. Gangreserve ist derzeit maximal 8 Tage. Spring Drive ist eines der genialsten Werke ueberhaupt.
 
#3
Königswelle

Königswelle

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Eine "klassische" Quarzuhr würde ohne Akku oder Batterie ja nicht funktionieren. Egal ob Kinetic oder Solar: Sobald die Energiequelle weg ist, würde die Uhr stehen bleiben, wenn kein Energiespeicher vorhanden ist.. Geht also nicht.

Spring Drive ist wirklich die einzige Alternative, wenn man die in die Reihe der Quarzuhren so einordnen möchte.
 
#4
McMoneysack91

McMoneysack91

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Es ist mir schon beinahe peinlich. Ja wirklich peinlich.

Ich weiß um Seiko's Spring Drive. Aber mein faules Laien-ich hielt es immer für eine etwas genaueres Kinetic. Quasi, so wie Omegas Co-Axial auch erstmal toll klingt aber auch "nur" ein mechanisches Uhrwerk ist.

Ich habe mir soeben einige Artikel, Beschreibungen und anschauliche Videos zur Spring Drive-Technologie gegönnt und muss sagen, beim Lesen und beim Schauen standen mir die Haare wortwörtlich zu Berge. Ich habe noch nie so etwas faszinierendes gesehen. Ich bin immer noch komplett baff.

Seiko hat's tatsächlich gepackt. Mich hat der Begriff "Bremse" im Spring Drive immer davon abgehalten, da näher nachzulesen, da ich tatsächlich davon ausging, dass mechanisches Bremsen stattfände. Bis ich soeben herausfand, dass das Bremsen durch elektrischen Widerstand erzeugt wird.

Sämtliche Energien, ob mechanische oder elektrische, werden von der Uhr eigenst erzeugt und sogleich verwendet. Ich bin (was wirklich nicht oft vorkommt) überwältigt und muss das erstmal sacken lassen. Ich weiß allerdings jetzt schon, was auf meine to-get-Liste kommt...

Interessanterwense, wenn wir schon von Reibungslosigkeit reden, stieß ich auf einen link mit Zenith's Defy-Lab-Technologie. Dies ist zwar ein rein mechanisches Werk mit einer Schwingung (ich glaube 15hz), allerdings sollen laut Artikel solche Teile und Materialien verwendet worden sein, dass (ich zitiere) "konstruktionsbedingt keine Teile direkt miteinander in Kontakt stehen" o.O auch da muss ich mich mal einlesen.

Allerdings muss ich sagen, dass ich vom neuesten Entwicklungsstand über alle Maße fasziniert bin.
 
#5
Königswelle

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Das mit der "to get Liste" würde ich mir überlegen. Spring Drives können sich quasi exponentiell vermehren, wenn man da erst mal anfängt. :D

Und so billig sind die nun auch wieder nicht.
 
#6
5202

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Yo, nicht gerade billig aber vor allem fasziniert mich der absolut gleichmässige Lauf vom Sekunden-Zeiger. Nach Spring Drive ist alles andere nur noch ruckeln ... :)
 
#7
McMoneysack91

McMoneysack91

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Warum ich die Zenith Defy erwähnte:

neben batterieloser Präzision dürstet es mich auch nach Verschleißminimierung (man könnte meinen, ich suche die eierlegende Wollmilchsau). Und sowohl Spring Drive (konstante Drehung, statt Schwingung, kontaktloses Bremsen) als auch die Defy von Zenith (welche ja wortwörtlich Kontaktlosigkeit propagiert) scheinen auch dieses Moment zu befriedigen.

Allerdings sah ich, dass die ersten Zenith mit Defy für rund 29.000 CHF über den Tisch gingen, während Spring Drive Seikos sich noch im Bereich der Einsteiger-Rolex oder -Omegas befinden.
 
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