Kienzle Tischuhr von 1975 - automatische Datumsweiterschaltung defekt

Diskutiere Kienzle Tischuhr von 1975 - automatische Datumsweiterschaltung defekt im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, Ihr Lieben! ich treibe mich hier neu herum, weil ich Probleme mit meiner kürzlich angeschafften Kienzle Tischuhr von 1975 habe (14 cm...

dollaris

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Hallo, Ihr Lieben!

ich treibe mich hier neu herum, weil ich Probleme mit meiner kürzlich angeschafften Kienzle Tischuhr von 1975 habe (14 cm, electronic mit automatischer Datumsanzeige).
Ein paar kleine optische Macken hat sie, die mich aber nicht stören, dafür war die Uhr günstig (40 €). Ich finde sie toll. Grundsätzlich gesehen. Sie läuft ja auch, man kann
das Datum einstellen bzw. weiterschalten (mit dem schwarzen Hebel), aber die automatische Weiterschaltung funktioniert nicht... Grrr!

Ich hatte nun irgendwo gelesen, dass das wahrscheinlich nur an einem defekten Kontakt liegt. Kann man selbst machen (dachte ich, ganz optimistisch). Aber wie daran
kommen? Man kann das Werk selbst nicht öffnen (also, ich kann es nicht!). Ich habe keine Ahnung, wie ich die Abdeckung ohne rohe Gewalt runterbekommen soll.

Würde mich über Hinweise freuen. Muss ich sie weggeben? Wird das Reparieren nicht teurer als die ganze Uhr? Oder kennt jemand vielleicht einen supernetten
und günstigen Uhrmacher in Hamburg? Sonst muss ich noch dem (unwillkommenen) Rat meines Gatten folgen: "Schalt doch einfach jeden Tag von Hand weiter."
Danke, Schatz! Aber das ist nicht der Sinn einer automatischen Datumsanzeige!

Fotos anbei. Das Ziffernblatt ist übrigens messing- bzw. goldfarben, das täuscht im Licht. Das letzte Bild zeigt die Batteriefachabdeckung von innen, die Firma Uhren Hauser
gibt es lustigerweise noch, die heißen jetzt nur "Juwelier".

Liebe Grüße
Ragnhild
 

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Rainer Nienaber

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Wenn das Datum nicht von den Zeigern geschaltet wird, ist etwas mit der Mechanik unter dem Zifferblatt nicht in Ordnung.
 

luckycop

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Hallo,

wenn man die kleinen Schrauben, die auf der Rückseite außen sitzen, löst, kann man den vorderen rand mit dem Glas entfernen.

Anschließend die Zeiger lösen und das Zifferblatt abnehmen.

Dann kommt man an die Datumsmechanik. Das Werk (ist durch eine große Zentralmutter) am Gehäuse verschraubt.

Gruß
 

Rainer Nienaber

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Dann kommt man an die Datumsmechanik. Das Werk (ist durch eine große Zentralmutter) am Gehäuse verschraubt.

Gruß
Evt. hält die Zentralmutter auch das Zifferblatt. Das sieht man aber erst, wenn die Zeiger abgenommen sind.
Also erste Schritte: die vier Schrauben von der Rückseite lösen, Werk mit Rückplatte aus dem Gehäusering nehmen, dann die Zeiger abnehmen, dann fotografieren, dann sieht man weiter.
 

luckycop

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Also bei meinen wird das Zifferblatt vom Rahmen (der von hinten verschraubt ist; durch die kleinen Schrauben auf der Rückseite) gehalten. Die Mutter sitzt dahinter und ist erst nach Abnahme der Zeiger (das Zifferblatt "fällt dann quasi mit raus...) zugänglich.
Gruß
 

dollaris

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Hallo,

Vielen Dank! Ich hätte nie mit so schnellen Antworten gerechnet.
Wirklich nett.

Also erste Schritte: die vier Schrauben von der Rückseite lösen, Werk mit Rückplatte aus dem Gehäusering nehmen, dann die Zeiger abnehmen, dann fotografieren, dann sieht man weiter.

Also - erst alles auseinanderpflücken und dann ein paar Fotos von dem Salat einstellen?

(das Zifferblatt "fällt dann quasi mit raus...)

(...genau das befürchte ich!)

Habe ich Euch also richtig verstanden? Ich dachte( in meiner Naivität), ich mach die Abdeckung vom Werk ab und dann ist da irgendwo ein Kontakt,
den man wieder hinfummeln muss (irgendwie). Kleinigkeit! Aber nein, ich soll sie auseinanderschrauben!
Ich glaub', mir wird schlecht...

Ich habe hinten auch 6 Schrauben (Schlitz), keine 4. Wenigstens haben wir Schraubenzieher dafür. Brauche ich noch irgendwelche Sachen?
Ihr müsst mir sowieso helfen, dass ist Euch doch wohl hoffentlich klar?

Denn ich werde es wohl versuchen. So schlimm kann es ja nicht werden. Etwas nervös macht mich das Wort "electronic" auf der Uhr! Das ist also kein mechanisches Uhrwerk,
wie ich daraus schließe. Muss ich da - vorher - noch was bedenken? Nur durch das Auseinandernehmen kann ich sie ja wohl nicht kaputt machen, oder?

Grüße
Ragnhild
 

Rainer Nienaber

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Lös erst mal die Sechs Schrauben, dann fällt die Rückwand mit Werk und Zifferblatt nach hinten raus. Dann sehen wir weiter.
 

dollaris

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Hallo!

So, nun ist es passiert. Glas ist runter, siehe Fotos.
Ist das jetzt die Zentralschraube da in der Mitte? Wo fass ich die, um sie zu drehen? Wenn ich das obere Ding drehe, bewegen sich ja nur die Zeiger. Muss ich das abziehen?

Grüße
Ragnhild
 

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luckycop

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Hallo,

das obere "Ding" ist der Sekundenzeiger, der ist gesteckt.
Darunter sitzt die Mutter, die den Minutenzeiger hält.
Die muß man abdrehen.
Dann kann mann den Minutenzeiger abnehmem und den darunterliegenden Stundenzeiger.
Dann "fällt" auch schon das Zifferblatt ab und man erkennt die dadrunterliegenden Datumsmechanik.

Die Minutenzeigermutter kann festsitzen; den Zeiger vorsichtig festhalten und die Mutter ggfls. mit einer kleinen Zange lösen.

Viel Erfolg; das klappt schon...

Gruß
 

luckycop

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Solange man sich verinnerlicht, daß es sich um "Fein"-Mechanik handelt -und nicht um Schmiede- oder Schlosserkunst- klappt das schon. :D

Gruß
 

dollaris

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Jaaa....

Mutter löst sich nicht, sind gerade auf der Suche nach einer geeigneten Zange
 

dollaris

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Hatte bereits ein Tuch genommen, aber danke für den Rat. Habe meinem Mann eben die Zange aus den Händen gewunden und gesagt, laß mich ...

Stundenzeiger geht nicht ab, das Aas! Muss man da noch was abdrehen? Nervenzusammenbruch...
Siehe Foto
 

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dollaris

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Mit ner Kuchengabel komme ich da nicht drunter. Der sitzt echt fest. Man kann ihn ein Stück hochziehen, als wenn da eine Feder wäre, das war's aber auch.
Ich meditier mal eine Sekunde drüber. Vielleicht fällt mir bei intensivem Anstarren was ein....
 
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