Kienzle MARKANT Antimagnetic

Diskutiere Kienzle MARKANT Antimagnetic im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo Leute, habe heute mittag eine schöne Taschenuhr von Kienzle geschenkt bekommen von einer Kundin. Laut ihr ist die Uhr defekt gewesen...
FlyingWaldi

FlyingWaldi

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Hallo Leute,

habe heute mittag eine schöne Taschenuhr von Kienzle geschenkt bekommen von einer Kundin.
Laut ihr ist die Uhr defekt gewesen... Die uhr war bis zum Anschlag aufgezogen, so habe ich sie mal geöffnet und die Unruh angestupst, siehe da. Läuft seit dem Mittag einwandfrei und genau.
Und so möchte ich die Uhr gerne mal Zeigen. Wäre interessant wenn jemand was zum Werk sagen könnte, da es sehr einfach und stabil aussieht. Mir gefällt die uhr optisch sehr gut und sie hat genau die richtige Patina...:-) Wie alt wird die uhr wohl sein?

Gruß

Waldi
 

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Javanse

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Hallo Waldi,

das Werk ist ein sehr einfaches 146/30 ( keine Steine, einfacher Unruhreif m. Flachspirale ) von Kienzle. Es dürfte zwischen 1950 - 70 gebaut worden sein.

MfG Joe
 
M

Matthias MUC

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Hallo in die Runde,
der elterliche Nachlaß hat beim Ausräumen wieder mal eine Uhr ausgespuckt, diesmal aus Vaters Bastelkeller; kIENZLE Kaliber 146/30, vorne fehlt der Schriftzug "MARKANT", der ANTIMAGNETIC-Schriftzug ist gekrümmt, ansonsten baugleich: Da, wo bei der abgebildeten "S8" (?) steht, und bei der vom Zifferblatt her etwas anderen bei Ranfft bidfun-db Archiv: Taschenuhren, Schmuckuhren: 1321: HTU Kienzle Markant, ca. 1965 nichts zu entziffern ist, steht bei meiner "vt". Kann man diese Einprägung irgendwie deuten (Werksvarianten, noch genauer das Baujahr?). Der Rückendeckel schaut aus wie bei Ranfft.
Bei meiner Uhr ist das Glas (Kunststoff...) gebrochen und das ZB etwas verdreckt, Werk schaut sauber aus, sie ist nach Aufziehen erst nicht angelaufen, aber nach einem Tag liegen läuft sie jetzt (Lagenabhängigkeit habe ich nicht probiert...). Instandsetzung mit neuem Glas ist wirtschaftlich wohl grenzwertig, aber daß diese Uhr mein Vater benutzt hat, daran meine ich mich noch dumpf zu erinnern (außer es taucht noch so eine optisch ähnliche TU auf), also Familiengeschichte, verdient Instandsetzung. Mit welcher Preisregion für ein neues Glas muß ich da wohl rechnen, und war das Originalglas Kunststoff? Die bei Ranfft hat Mineralglas, gab es da beide Varianten serienmäßig?

lG Matthias
 
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Ruebennase

Ruebennase

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Viele Taschenuhren hatten bis zum bitteren Ende Mineralgläser und ab ca. 1950/60 gibt es auch Plexie. Eigentlich siehst Du es am "Glas"rand ob er sich perfekt ein fügt. Plexiegläser in Lünetten die für Mineralgläser gemacht wurden wirken immer zu hoch aufbauend und unharmonisch. Schließt das alte Plexie rund und Formgerecht ab dann gehört da wohl Eines rein.
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Ich denke da erübrigen sich Wirtschaftlichkeitsgedanken und das kann man getrost jeder alten noch tickenden Uhr spendieren.

Grüße Rübe
 
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Matthias MUC

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Zwischenstand - die Uhr ist jetzt zur Durchsicht und zur Neuver"glasung" (Plexiglas entspricht dem Originalzustand) bei meinem Uhrmacher.
lG Matthias

<edit> Nachtrag: Hat dieses Werk, (Kienzle 146/30) da es ja kein gaaaanz altes ist, irgendeine Art von Stoßsicherung? Aus Ranfft werde ich nicht ganz schlau. Wenn ja, könnte das die TU fürs "grobe" werden.... 8-)
 
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Ruebennase

Ruebennase

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Nein, aber das sind die klassischen "Bauarbeiteruhren" weil gerade bei der realen praktschen Ausübung dieses Berufes eine Armbanduhr sich nicht mit den damaligen Arbeitsbedingungen am Bau vertrug. Eine TU ist üblicher Weise in der Tasche und wozu benötigt es da eine Stoßsicherung? zum Schutz vor kurzen harten Stößen ..nun ich habe natürlich keine Idee was Du an stellst wenn Du "Grobes" tust. Die vielen gebrochenen Unruhwellen haben andere Ursachen. Häufig werden sie sogar nach einem simplen Federbruch herbei geführt weil "Jemand am Rad dreht".
 
kater7

kater7

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Es gab auch TUs mit Stoßsicherung, eine meiner Uhren ohne Stoßsicherung hab ich fallen lassen, war natürlich sofort kaputt. :-( Zum Glück gab es noch eine originale Unruhwelle, @FritzP hat mir die Uhr gleich repariert und ihr eine Revision verpasst.:-D

LG, Frank
 
andi2

andi2

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Dazu kommt, dass das Werk eine Unruh mit Körnerspitzen hat. Die sind konisch zugespitzt und mit grossem Querschnitt, d.h. die Unruhlager sind stabil und nicht durch Bruch gefährdet, wie das bei schmalen zylindrischen Zapfen der Fall wäre. Körnerlager haben zumindest i.d.R. keine Stosssicherung (ich kenne keine)...
Gruss Andi
 
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Matthias MUC

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Ich denke nahezu alle aktuellen mechanischen Taschenuhren dürften Stoßsicherung haben. Namentlich sogar die "billigeren", wo ein ehrliches industrielles Armbanduhrkaliber mit ganz selbstverständlich serienmäßiger Stoßsicherung mit einem Pensum Protz und Prunk und einem Werkshaltering in ein Showgehäuse mit Glasdeckel vorn und hinten bei freiem Blick aufs Werk eingebaut wird. So eine hat mein Vater als ÖTV-Vertrauensmensch zu irgendeinem Jubiläum bekommen, der Kaufhof-Garantieschein ist noch dabei. "Billig" oder ehrliches "Edel"-Massenprodukt, egal. Wahrscheinlich ist genau diese die unkaputtbarste aller meiner TU aus den 2 1/2 Nachlässen... (Kennt wer SEMAG? 17 Steine, Zentralsekunde, immerhin.....)
lG Matthias
 
Ruebennase

Ruebennase

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Richtig so ist das heute und am Arm auch dringend zu empfehlen. Sicher ist der freie Fall und der resultierende brutale Aufprall ein Härtetest. Da hilft eine Stoßsicherung auch nur in einem begrenzten Bereich je nachdem wie stark der Stoß ist.
Die Stoßsicherung wurde 1790 von Breguet entwickelt (Parachute). Sie wurde bis ca. 1850 in einigen besseren Taschenuhren verwendet und sie verschwand dann wieder vermutlich weil der Nutzen den Aufwand nicht recht fertigte. Mit der Angewohnheit die Uhr nicht mehr am Körper, sondern an einer Extremität zu tragen, die auch mal durch die Luft wedelt und schnell irgendwo hart aber nicht brutal an stößt, veränderte sich die Situation. "Mittelharte" Stße wurden für eine Gebrauchsuhr Alltag. In den 30'ern wurde die Idee der Stoßsicherung wieder aufgegriffen und zahlreiche Lösungen patentiert und eingeführt. Durchgesetzt hat sich die Inkabloc Stoßsicherung. Bei den aussterbenden TU Werken kam sie recht spät und auch nicht zwingend zum Einsatz. Heute ist die Stoßsicherung Standartausstattung in jedem Werk. Es macht sicherlich keine Kostenersparnis die bei den für Taschenuhren gedachten Werken weg zu lassen. Außerdem höre ich immer wieder: Oh gott, oh Gott die hat ja keine Stoßsicherung und damit senken sich die Verkaufschancen. ..erstaunlich ich trage diese Uhren und bei der Gelegenheit ist noch nie eine Welle gebrochen. Wie Andysagte: Dies ist eine Körnerunruhe einer Bauarbeiteruhr, aber wenn Du ich unwohl fühlst wegen der Stoßsicherung solltest Du sie nicht tragen. Nach vollziehen kann ich es nicht.

GrüßeRübe
 
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