Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr?

Diskutiere Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Liebe Uhrenfreunde, ich bin neu in diesem Forum und möchte eine Taschenuhr vorstellen, die ich neben zwei anderen - sehr schlecht erhaltenen -...
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #1
M

Mike1234

Themenstarter
Dabei seit
25.01.2022
Beiträge
8
Liebe Uhrenfreunde,

ich bin neu in diesem Forum und möchte eine Taschenuhr vorstellen, die ich neben zwei anderen - sehr schlecht erhaltenen - von meinem Großvater geerbt habe. Eigenen Recherchen nach könnte es eine Dienstuhr der deutschen Wehrmacht sein, da das schwarze Ziffernblatt sonst wohl eher selten ist. Allerdings spricht der Schriftzug "Anti-Magnetic" unter dem Markennamen Doxa dagegen. Könnte es sich auch um eine Eisenbahneruhr handeln, mein Urgroßvater war Lokführer bei den Badischen Staatseisenbahnen, nach 1920 dann bei der Deutschen Reichsbahn? Da das Glas vermutlich aus Kunststoff ist, vermute ich allerdings eher ein Baujahr nach 1950, da war mein Uropa schon in Rente.

Kennt jemand diese Modell?

K
P1040849.JPG
P1040850.JPG
 
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #2
monozelle

monozelle

Dabei seit
05.05.2019
Beiträge
911
Hallo und willkommen - hättest du ein Foto vom Werk? Wie groß ist die Uhr?

Was ich ungewöhnlich finde, sind die Aussparungen auf dem Rückdeckel - sieht aus wie Eingriffe für ein Werkzeug zum Öffnen. Das kannte ich bisher nur von Armbanduhren. Der Deckel scheint geschraubt zu sein.
Zifferblattstil passt in die 30er Jahre. Ob Wehrmacht, kann ich nicht sagen. Die Marke Doxa findet man aber oft bei sogenannten Dienst-Uhren, also auch bei den Eisenbahnern.

Da das Glas vermutlich aus Kunststoff ist, vermute ich allerdings eher ein Baujahr nach 1950, da war mein Uropa schon in Rente.

Das muss mit dem Baujahr nicht unbedingt was zu tun haben - ein eventueller Glaswechsel kann auch erst wenige Jahre her sein.

Edit: Nach 1950 waren Taschenuhren auch eher schon unpopulär.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #4
Unruhgeist

Unruhgeist

Dabei seit
17.06.2012
Beiträge
1.537
Die drei Kerben kenne ich auch nur von Dienstuhren der Wehrmacht. Wenn jetzt noch ein Weicheisenkern unter dem Deckel ist und darunter eine stoßgesicherte Unruh, dann ist es nach meinem Kenntnisstand definitiv eine Wehrmachtsuhr gewesen.
 
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #5
henwilk

henwilk

Dabei seit
09.02.2019
Beiträge
608
Ort
BREXITANIEN
Nabend allerseits,

hab dieses Modell auch als Dienstuhr.Identischer Doxa Schriftzug mit zusätzlichem Antimagnetic direkt darunter und Zifferblat, Schraub-Gehäuse exakt wie bei Themenstarter. Ist Anfang 30er Jahre, also Übergang von Reichswehr zu Wehrmacht.Die Nummer ist bei meiner seitlich in den Gehäuserand geprägt.

3715967-cc2e22c1a220b00e8eb6ea3d50e10c4b.jpg

Gruss
Henwilk
 
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #6
M

Mike1234

Themenstarter
Dabei seit
25.01.2022
Beiträge
8
Nabend allerseits,

hab dieses Modell auch als Dienstuhr.Identischer Doxa Schriftzug mit zusätzlichem Antimagnetic direkt darunter und Zifferblat, Schraub-Gehäuse exakt wie bei Themenstarter. Ist Anfang 30er Jahre, also Übergang von Reichswehr zu Wehrmacht.Die Nummer ist bei meiner seitlich in den Gehäuserand geprägt.



Gruss
Henwilk
Hallo Henwilk,

ja, das scheint das gleiche Modell zu sein. Die Nummer ist auch bei mir am unteren Rand. Bei meiner Uhr besteht die Nummer nur aus Ziffern, ohne Buchstaben, wie es wohl bei den meisten Militäruhren der Fall ist.

Ich wusste gar nicht, dass es Plexiglas schon seit den 1930er Jahren gibt. War damals vermutlich ein echtes Hightech-Material. Leider hat es im Innern feine Risse, die bei Draufsicht nicht auffallen, bei streifendem Lichteinfall aber sichtbar sind. Laut Uhrmacher lässt sich da nichts machen.
Ein weiterer Mangel ist, dass die Leuchtfarbe auf den Zeigern mausetot ist, selbst bei minutenlangem Aufladen unter einer Lampe leuchtet im Dunkel nichts mehr.

Ich habe sie von einem Uhrmacher einer einfachen Reinigung und Regulierung unterziehen lassen. Ich werde sie jetzt mal beobachten. Im Moment scheint sie sehr genau zu gehen (Abweichung<1 Minute in 48h)

@Prinz-Valium: Danke für den interessanten Link!

PS: Ganz schön originell mit dem Lederarmband! Für mich wäre die Uhr am Handgelenk aber doch etwas zu klobig.

Schöne Grüße

Mike
 
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #7
henwilk

henwilk

Dabei seit
09.02.2019
Beiträge
608
Ort
BREXITANIEN
Moin Mike 1234,

Ja, Plexiglas gabs seit Anfang der 30er.

Geschichte.

Die Trageweise der Taschenuhr in diesen Lederbändern/ Gehäusen am Handgekenk war im 1.WK die "übliche" bis sich dann langsam die Entwicklung Armbanduhr durchsetzte.Der Kaiser trug seine Taschenuhr auch grundsätzlich so zur Felduniform.Trägt sich übrigens super bequem.
a911kai.jpg


Gruss!
henwilk
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #8
ANTARES1958

ANTARES1958

Dabei seit
08.01.2017
Beiträge
966
Eindeutig eine DH Dienstuhr. Super schönes Exemplar.
 
  • Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? Beitrag #9
ethan_esrah

ethan_esrah

Dabei seit
08.03.2015
Beiträge
408
Ort
nahe Heidelberg
Ein weiterer Mangel ist, dass die Leuchtfarbe auf den Zeigern mausetot ist, selbst bei minutenlangem Aufladen unter einer Lampe leuchtet im Dunkel nichts mehr.
Aufgrund der Herstellungszeit der Uhr, des vermuteten Einsatzzwecks und dem Aussehen der Leuchtmasse würde ich vermuten, daß es sich um Radium handelt (genauer: eine Mischung aus Radiumbromid und Zinksulfid). Diese Leuchtmasse war zum Zeitpunkt der Herstellung der Uhr selbstleuchtend, sie war also nicht darauf angewiesen, mit Licht bestrahlt zu werden. Das für die Phosphoreszenz verantwortliche Zinksulfid (das vom Radium angeregt wird) verliert aber wohl nach einiger Zeit diese Eigenschaft und übrig bleibt die gelblich-bräunliche Leuchtmasse, die Du auch bei Deiner Uhr siehst. Zumindest ist aber noch nichts davon abgebröselt, so daß das Zifferblatt eine wirklich schöne Patina hat. Daran sollte man auch nichts ändern, insbesondere solltest Du wegen dem Radium nicht selbst an der Leuchtmasse rumkratzen oder versuchen, sie zu erneuern.

Hier noch ein Artikel über die wunderbare Welt der Lumineszenz bei Uhren:
Super-LumiNova Uhren: Leuchtende Zeitmesser von Radium bis Tritium

Viele Grüße,
Sven
 
Thema:

Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr?

Kennt jemand diese Doxa-Taschenuhr? - Ähnliche Themen

Uhrenbestimmung Taschenuhr aus Opas Nachlass: Hallo zusammen, meine Oma hat mir vor Kurzem aus dem Nachlass meines Opas eine ganz besondere Uhr geschenkt. Besonders, weil ich schon immer...
ZENITH und die Eisenbahnen: Moin moin, pünktlich zu Ostern stelle ich einen etwas ausführlicheren Beitrag über die Eisenbahnuhren der Firma Zenith ein. Eigentlich sollte er...
Wyler Incassable (ca. 1935): Aussen Bauhaus-Stilikone, innen technisch eigenwillig: Noch vor wenigen Monaten dümpelte der Taschenuhrbereich hier im Forum so vor sich hin. Nur selten gab es etwas Neues zu entdecken. Doch dann hat...
Erbitte Hilfe bei silberner Taschenuhr: Hallo zusammen, vorab: Ich möchte die im folgenden vorgestellte Uhr nicht veräußern oder auf eine andere Art ökonomischen Nutzen aus ihrem Besitz...
Uhrenbestimmung Frage zu Taschenuhr, die Hundertste: Georges Crevoisier, Neuchâtel: Kennt das jemand?: Hallo zusammen, dieses Unterforum bereits geflutet mit Bitten über Informationen zu Taschenuhren, deshalb versuche ich, meine Anfrage nicht wie...
Oben