Uhrenbestimmung Kellerfunde Teil 1 - Armbanduhren Ruhla und Glashütte

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Couscous

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Heute habe ich den Keller aufgeräumt und ein paar ältere Uhren gefunden, von denen ich höchstens noch ahnte, dass ich sie besitze.

Die ersten Fundstücke sind - soweit ich mich erinnern kann - meine ersten zwei Uhren überhaupt. Wer sie mir zu welchem Anlass geschenkt hat (denn selber gekauft habe ich sie ganz sicher nicht), das kann ich nicht mehr sagen. Beide Uhren dürften von ca. 1980-1984 stammen. Interessanterweise sind beide Uhren aus DDR-Produktion, obwohl ich selber im Schwabenländle aufgewachsen bin. Die Armbänder waren wohl schon damals ziemlich billig, heute zerfallen sie fast und müssen schleunigst ausgetauscht werden (Bandanstösse jeweils 18 mm).

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Die erste ist eine Uhr der Marke Ruhla mit Handaufzugswerk. Das Gehäuse ist aus Edelstahl mit recht wenig Gebrauchsspuren. Der Durchmesser beträgt 34 mm (o. Kr.), die Dicke 17 mm. Die Satinierung auf der Vorderseite ist recht einheitlich gut erhalten. Das Zifferblatt ist weiss mit schwarzen Ziffern und Zeigern, das Datum ist rot. Auf dem Zifferblatt steht neben "ruhla" noch "ANTIMAGNETIC" und "MADE IN GDR". Das Glas ist vermutlich Plexi. Der Boden ist beschriftet mit "ANTIMAGNETIC", "INOXYDABLE", "ELCTRONICALLY TIMED". Das Werk ist soweit ich sehen kann nicht gekennzeichnet. Unter der Unruh kann man mit etwas Mühe eine Nummer ausmachen, aber nicht entziffern. Das Uhr läuft nach dem Aufziehen sofort an, über die Ganggenauigkeit kann ich noch nichts sagen.

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Die zweite Uhr, eine Quarzuhr, trägt auf dem Zifferblatt die Marke "Glashütte", ist also mutmasslich ein Produkt der VEB Glashütter Uhrenbetriebe. Das Gehäuse ist ebenfalls aus Edelstahl, wenn auch nicht explizit so gekennzeichnet. Es ist bis auf zwei kleine Macken zwischen 8 und 9 in gutem Zustand. Der Durchmesser beträgt 35 mm (o. Kr.), die Uhr ist mit 8.5 mm recht flach. Die schwarze Lünetteneinlage könnte aus Kunststoff sein. Das elfenbeinfarbene Zifferblatt ohne Ziffern und Indizes trägt neben der Marke die Beschriftungen "QUARTZ" und "MADE IN GDR". Die Zeiger (ohne Sekunde) sind schwarz und dünn. Das Glas ist ein dickes, facettiertes Mineralglas. Der Boden trägt ausschliesslich den Stempel "41". Das Werk könnte von der Grösse her nach hinten entnommen werden, aber Glas und Zifferblatt sind zu gross, so dass wohl alles zusammen nach vorne ausgeschalt wird. Nur wie nimmt man das Glas ab? Die mindestens schon 30 Jahre im Gehäuse befindliche Knopfzelle ist zum Glück nicht ausgelaufen. Leider läuft die Uhr nach dem Einlegen einer neuen Zelle Varta 362 nicht an. Hat jemand Tips warum das Quarzwerk nicht laufen könnte?

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Gruss, Couscous
 
kāla

kāla

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Hinsichtlich der Glashütte-Uhr kann ich dir sagen, dass es sich um ein Exportmodell (41 auf dem Bodendeckel) des Kalibers 38-31 handeln sollte, wenn ich mich nicht vergugt habe ... die Quarz-Kaliber habe ich nicht so im Fokus.


Zur Ruhla meldet sich sicher noch ein Experte.
 
fuchsgiro

fuchsgiro

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Eine Ruhla mit Kaliber UMF 24-33 und verchromten Gehäuse (kein Edelstahl). Unter der Unruhe findet man die Zahlen für die Bauwoche und das Baujahr des Werkes.
Die Glashütte könnte ein Kaliber 38 sein.
 
C

Couscous

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Vielen Dank für die Hinweise zu den Werken! Irgendwelche Tips, wonach ich bei der Quarzuhr schauen kann?

Gruss, Couscous
 
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Couscous

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Ok, das Quarzwerk ist Massenware, alles andere hätte mich überrascht. Da die Uhr einen gewissen Erinnerungswert für mich hat, würde ich trotzdem einen Reparaturversuch starten, wenn ich wüsste wo ich anfangen muss. Alle paar Sekunden klickt was in dem Werk, es ist also nicht völlig tot. Nur die Zeiger machen keinen Mucks :hmm: .

Gruss, Couscous
 
C

Couscous

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Die Ruhla sieht wieder ganz gut aus, nachdem ich sie behutsam gereinigt, das Plexiglas aufpoliert und ihr ein neues Lederarmband spendiert habe.

L1080212_1600.jpg

Gruss, Couscous
 
kahlo

kahlo

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Ok, das Quarzwerk ist Massenware, alles andere hätte mich überrascht. Da die Uhr einen gewissen Erinnerungswert für mich hat, würde ich trotzdem einen Reparaturversuch starten, wenn ich wüsste wo ich anfangen muss. Alle paar Sekunden klickt was in dem Werk, es ist also nicht völlig tot. Nur die Zeiger machen keinen Mucks :hmm: .

Gruss, Couscous
Ich hatte mal eine Damenquarzuhr aus der DDR in den Händen, ohne Sekundenzeiger. Die tickte alle 12s einmal. Es könnte also sein, dass bei deiner Uhr prinzipiell alles ok ist und nur ein Staubkorn irgendwo im Getriebe sitzt...

Grüsse,
Kahlo.
 
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Couscous

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Ja, das Geräusch kommt alle 12 Sekunden, immer abwechselnd einmal leiser und einmal lauter.

Muss ich wohl mal den mechanischen Teil des Werks auseinandernehmen und reinschauen.

Danke und Gruss, Couscous
 
fuchsgiro

fuchsgiro

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Die Ruhla ist schön geworden, ein echter DDR-Klassiker. :super:
 
C

Couscous

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Ich habe heute einmal das Werk der Glashütte-Uhr (GUB 38-31) komplett auseinandergenommen, ein paar neuralgische Stellen geölt und es wieder zusammengesetzt. In Kronenstellung 2 kann man die Uhr stellen. Laufen tut sie nach wie vor nicht. Batterie ist ok. Ein offensichtliches Problem ist, dass in Kronenstellung 1 der Minutenzeiger je nach Orientierung der Uhr in beide Richtungen 2-3 Minuten "fällt". Unabhängig davon macht die Uhr auch nicht mehr alle 12 Sekunden "klick" (sofern ich mir das vorher nicht nur eingebildet habe).

Jedenfalls wird es wohl Zeit für ein Tausch-Werk. Hat jemand eine Quelle für ein Kaliber GUB 38-31?

Gruss, Couscous
 
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