Kein Flohmarkt-Fund: Halsuhr mit Stackfreed und Selbstschlag

Diskutiere Kein Flohmarkt-Fund: Halsuhr mit Stackfreed und Selbstschlag im Taschenuhren Forum im Bereich Taschenuhren; Hallo liebe Leser, eine Vorstellung einer sehr alten Uhr, die leider nicht auf dem Flohmarkt zu finden war. Aber lest selbst - und freut Euch...
#1
husky

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Hallo liebe Leser,
eine Vorstellung einer sehr alten Uhr, die leider nicht auf dem Flohmarkt zu finden war.
Aber lest selbst - und freut Euch vielleicht mit mir.

Auf den Spuren der Vergangenheit-
Portrait einer Halsuhr aus der Epoche des Stackfreeds (ca. 1550-1650)

Bei einer gedanklichen Zeitreise in die Vergangenheit, in die Epoche des Stackfreeds, passieren wir vor einem Jahrhundert das Ende des Deutschen Reiches mit Kaiser Wilhelm II an der Spitze. Vor rund zweihundert Jahren erlebten die Menschen die Folgen der Französischen Revolution und die Herrschaft des Napoleon Bonaparte. Die Hälfte der zeitlichen Wegstrecke ist jetzt zurück gelegt. Etwa vier Generationen davor regierte in Frankreich der Sonnenkönig Ludwig XIV. Nachdem wir den 30-jährigen Krieg(1618-1648) hinter uns gelassen haben, kommen wir langsam in den zeitlichen Bereich, in dem das Stackfreed im deutschsprachigen Raum in Halsuhren verwendet wurde. Diese Epoche reichte von 1550 bis etwa 1650. Zu dieser Zeit konnten sich nur hochgestellte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein solches Kleinod leisten. Dass die Halsuhr auch ein Statussymbol war, belegen zahlreiche Bilder, auf welchen sich die stolzen Besitzer mit ihrer Uhr portraitieren ließen.
Die frühen Halsuhren entwickelten sich aus den zylindrisch geformten Dosenuhren, wurden flacher und bildeten in der Zeit um 1650 die Gruppe der sogenannten Trommeluhren. Diese waren am Boden und am Deckel der Uhr flach geformt und hatten ein gerades Band um die Seiten herum. Sowohl der Deckel als auch der Boden waren aufgedrückt und hatten keinerlei Scharniere als Verbindungselement.
Später entwickelte sich aus der Zylinderform der Trommeluhr ein abgerundetes Gehäuse mit leicht erhabenen Gehäusedeckeln sowie gerundeten Seitenteilen. In der Regel waren diese Gehäuse durchbrochen, da die Mehrzahl der heute noch existenten Uhren jener Zeit mit einem Stunden-Schlagwerk und einer Glocke ausgerüstet waren. Fast immer war die Gehäuseschale, das Werk mit dem Zifferblatt und der Gehäusedeckel durch ein Scharnier bei der Zwölf verbunden.

aaBild1.jpg

Ein wesentliches Anliegen der Uhrmacher lag darin, die vorhandene Kraft gleichmäßig auf das Werk wirken zu lassen. Mithilfe der Schnecke gelang es schon früh, diesen Kraftausgleich zwischen einer voll aufgezogenen und einer abgelaufenen Feder zu erreichen. Im deutschsprachigen Raum wurde in tragbaren Uhren auch eine andere Variante des Kraftausgleiches eingesetzt: „das Stackfreed“. Die Herkunft des Begriffes ist nach wie vor nicht geklärt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, ca. 300 Jahre nach der ersten Verwendung des Stackfreeds, wird die Bezeichnung in der Uhrenliteratur gebräuchlich. Eine Variante, diesen Begriff für den deutschen Sprachgebrauch zu interpretieren, lautet: „Starke Feder“. Durch den Wegfall der Schnecke wurde Platz für den Einbau von Schlagwerken geschaffen.
Die Kurzbeschreibung der hier vorzustellenden Uhr in Katalogen oder Sammlungsbeschreibungen könnte etwa so lauten: vergoldete Selbstschlaguhr in Dosenform, Werk unsigniert, Deutsch um 1600,
Werk mit Eisenplatinen und –Pfeilern, Stackfreed in C-Form, Foliot mit Schweinsborsten-Regulierung, Zifferblatt mit Windrose im Zentrum, Stundenzeiger aus Eisen, Durchmesser: 54 mm, Dicke: 28 mm.
Hier die Originalbeschreibung:

aaBild10.jpg.jpg

Solcherlei Beschreibungen können aber die spezielle Uhr nicht hinreichend kennzeichnen. Es sind umfangreiche Anmerkungen zu den Einzelheiten erforderlich. Trotz vieler Gemeinsamkeiten der frühen Halsuhren kann dennoch nicht von einem Standard-Werktyp gesprochen werden.

aaBild2.jpg

Die Gesamterscheinung dieser Uhr vermittelt uns ein Bild solider Handwerkskunst verbunden mit einem entsprechendem Gewicht (ca. 155 Gramm). Selbst die Gehäuse-Durchbrüche für den Schall der Glocke lassen die Wandungen nicht filigran wirken. Das Gehäuse ist aus dem Boden, dem Deckel und der Wandung aufgebaut und besteht aus vergoldeter Bronze. Die Muster der Gravierungen kehren immer wieder. Der Boden besitzt im Zentrum ein floral dekoriertes Feld in dem sich mittig die Bohrung für die Befestigungsschraube der Glocke befindet. Darum herum sind vier gleichartige feine Durchbruchsarbeiten angeordnet, in denen sich jeweils zwei Tierköpfe befinden. Der äußere, breite Rand ist mit floralen Motiven verziert. Dann folgt der ein wenig nach außen gewölbte Randbereich, der ein ganz typisches Renaissancemotiv zeigt, welches in anderen Bereichen wie der Architektur, auf Möbeln und Bildern immer wiederkehrt. Der Deckelrand ist in gleicher Weise wie der Bodenrand graviert.

aaBild3.jpg

Bei der „VI“ befindet sich ein kleiner kommaförmiger Haken, der den Deckel mit der Gehäuseschale verschließt. Um die zentrale, gelochte und gravierte Scheibe sind die zwölf herzförmigen Ausnehmungen platziert, durch die man die Stundenzahlen ablesen kann. Für die halben Stunden sind weitere Öffnungen konzipiert. Das zentrale Loch dient der Zeigerstellung mit einem Schlüssel. Die Innenseite des Gehäusedeckels ähnelt in der Gravur der Außenseite.

aaBild4.jpg

Das aufwändig gestaltete Zifferblatt zeigt den hohen Standard und den Einfallsreichtum, welche die Graveure jener Zeit besaßen. Im Mittelpunkt des vergoldeten Zifferblattes ist der Eisenzeiger mit einer Steckverbindung befestigt. Das Zentrum ist graviert mit Sonnenstrahlen und einer Windrose.Zwei Stundenskalen dienen der Anzeige, wobei der äußere Ring in römischen Zahlen die Stunden I – XII und der innere Ring die 13. bis zur 24. Stunde anzeigt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen der innere Stundenring und die Zifferngestaltung. Die Zwei in Form eines „Z“ verweist eindeutig auf einen süddeutschen Herstellungsort. Die üblichen Halbstunden-Markierungen sind in der Außenskala als Sternchen und in T-Form im inneren Kreis dargestellt. Die in dieser Epoche üblichen Tastknöpfchen für die zwölf Stunden sind außen um den 1. Stundenring herum angebracht. Sie dienten zur Zeitablesung während der Dunkelheit. Durch ein Loch bei der X kann der Stundenschlag justiert und in Übereinstimmung mit der Zeitanzeige gebracht werden. Bei der XII befindet sich ein siebenteiliges Scharnier mit dem die Gehäuseschale, der Gehäusedeckel und das Zifferblatt beweglich verbunden sind. Direkt darüber ist ein stabiler Pendant mit einem Ring angebracht. Durch diesen kann eine Kette oder eine Tragekordel gezogen werden. Das kunstvoll gestaltete Äußere der Uhr macht deutlich, dass es sich um ein Prestigeobjekt handelt.

aaBild5.jpg

Zwei sehr stabile Henkel an der Unterseite des Zifferblattes stellen die solide Verbindung zum Werk her.

aaBild6.jpg

Diverse Teile des Uhrwerkes sind noch aus Eisen gefertigt wie die Platinen, die rechteckigen Stützpfeiler, das Stackfreed, die Kurvenscheibe, das Foliot mit dem dazugehörigen Kloben, die Reguliereinrichtung sowie weitere Kleinteile. Alle Eisenteile sind konservatorisch behandelt, um ein Korrodieren zu verhindern. Die Pfeiler sind von der Zifferblattseite aus verstiftet. Bei späteren Taschenuhren geschieht dies von der gegenüber liegenden Seite.

aaBild7.jpg

Bei Betrachtung der Werkunterseite fällt der Blick sofort auf das C-förmige Stackfreed. [Umfangreiche Ausführungen zu diesen Uhren und der Wirkung des Stackfreeds sind von Otto Habinger (Alte Uhren 1/1991) und von Heinrich Pavel in seinem Bericht in der Jahresschrift DGC 2003 ab S. 65 gemacht worden.]

aaBild8.jpg

Das Stackfreed (Federbremse) dient zum Ausgleich der wechselnden Federspannung, um die Ganggenauigkeit der Uhr zu verbessern. Es handelt sich dabei um eine Feder, die mit einem an der Spitze befindlichen Rad an eine Kurvenscheibe (in Nieren- oder Schneckenform) drückt. Diese Scheibe wiederum ist auf ein Zahnrad montiert, das in einen Trieb eingreift, welches auf der Federwelle befestigt ist. Das ganze dreht sich im Verhältnis 1:3, das bedeutet 1 Drehung des Stackfreedrades = 3 Umdrehungen des Federrades. Die Verzahnung des Stackfreedrades ist nicht komplett, so dass es auf beiden Seiten einen Anschlag gibt. Damit ist eine mittlere Druckstärke der Feder ist gewährleistet. Die insgesamt schmucklose Rückansicht zeigt unter anderem die eiserne Friktionsscheibe mit dem Stopprad von 26 Zähnen und das Führungstrieb von 8 Zähnen.
Aus der Waag der frühen Großuhr entwickelte sich die Löffelwaag, wie sie hier zu sehen ist. Weitere Entwicklungsstufen folgten mit der Unrast (2-schenkelig und ohne Spiralfeder) und der Unruh (3-schenkelig mit Spiralfeder) und vielen weiteren Stufen in Form von Kompensationen. Die Spindel mit der Löffelwaag (Foliot) wird vom Kloben in einfacher Stabform gehalten. Dieser entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem aufwändigen Schmuckelement mit Gravierungen, feinen Sägearbeiten, schönen Emaildekoren usw., um dann in neuzeitlichen Taschenuhren wieder zu einem einfachen Bauteil zu werden. Der Hebel mit den senkrecht aufgebrachten Schweinsborsten dient der Regulierung der Schwingungsweite des Foliots. Eine Hilfsskala unterstützt die Handhabung der Regulierung. Die innenverzahnte Schloßscheibe ist Teil des Stundenschlagwerkes, welches hier die Stunden von I-VI schlägt. Das Gehwerk und das Schlagwerk sind zwischen den beiden eisernen Vollplatinen angeordnet.
In sehr frühen Halsuhren war die Aufzugs-Feder ohne ein Federhaus zwischen Pfeilern untergebracht. Im Gegensatz dazu besitzt die hier beschriebene Uhr zwei feststehende Federhäuser. Die Räder des Gehwerkes sind geschenkelt, während alle im Schlagwerk geschlossen sind.

aaBild9.jpg

Die hier porträtierte Uhr besitzt einen 6-Stunden-Schlag (1-6), den sogenannten Italienischen Schlag. Der fängt für den Schlag der „7“ wieder mit der „1“ an. Der 6-Stunden-Schlag wurde fast ausschließlich für den italienischen Markt gefertigt. Uhren dieser Art sind selbst in Museen nur noch selten anzutreffen, finden dafür jedoch in der Literatur immer wieder Beachtung, wie die nachfolgende Auflistung belegt:
Catalog of watches in the British Museum I: Stackfreed S. 67 Beschreibung der Uhr 51 Niclaus Rugendas Notes: 1. „The watch is designed to strike 1-6 only.”
Uhren und Messinstrumente 15.–19. Jhd. S. 70 u. 71 Reiseuhr von Grégoire Jean, Blois 16. Jhd. Musée du Petit-Palais, Paris Abb. der hinteren Platine mit Schlossscheibe 1-6.
Old Clocks and Watches/Britten S. 401 “Clocks are occasionally to be seen which strike the hours from one to six four times over during twenty-four hours. In many parts of southern Italy the hours were regularly sounded in this way.”
Die deutsche Räderuhr Bd. 1 S. 76 „Für den italienischen Markt sind einige Augsburger Uhren mit einem 1-6 Stunden Schlagwerk versehen worden, die Schloßscheibe hat dann nur 6 verschieden lange Erhebungen.“ Beispiele sind: Bd. II Abb. 174, S. 31 „Uhr mit Gewichtantrieb, süddeutsch. 4. Viertel 16. Jhd. Privatsammlung …. Stundenschlagwerk I-VI“
Meisterwerke der Uhrmacherkunst I, Luigi Pippa S. 12 „Stundenschlagwerk italienischer Art, Teilung der Schlossscheibe in zwei Folgen bis -6-. Feststehende Federhäuser … ohne Schnecke“
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass diese ca. 400 Jahre alte Uhr noch über alle Funktionen verfügt, die der uns unbekannte Uhrmacher ihr zugedacht hat: sie läuft und sie schlägt und bereitet dem jetzigen Besitzer viel Freude und er bemerkt zu seinem Sammlerglück: „Die unzähligen Jahre der hartnäckigen Suche aber auch der Enttäuschungen haben sich gelohnt!“
Bei der Beschreibung der nicht signierten Halsuhr mit Schlagwerk habe ich mich im Wesentlichen an die Ausführungen von Hugh Tait, P.G. Coole und David Thompson gehalten, die die Stackfreed-Uhren im Britischen Museum beschrieben haben. Weiterhin sind umfangreiche Ausführungen zu diesen Uhren und der Wirkung des Stackfreeds durch Otto Habinger (Alte Uhren 1/1991) und von Heinrich Pavel in seinem Bericht in der Jahresschrift DGC 2003 ab S. 65 gemacht worden. Eine komplette Uhrensammlung von Stackfreed-Uhren ist dokumentiert von Dr.E. Gschwind, Basel in seinem Büchlein „Stackfreed 1540-1640“.

Vielen Dank für Eure Geduld und Ausdauer,
jene Leser mit ergänzenden Fragen oder Anmerkungen sind gefordert,
diese hier zu stellen. Ich werde mich bemühen, Auskunft zu geben.
Mit freundlichen Sammlergrüßen
Michael
 
#2
Shirocco

Shirocco

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Einfach klasse! Danke!

Mit den besten Wünschen für das neue Jahr

Heiner
 
#3
A

andi2

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Hallo Michael,
eine sensationelle Darstellung einer sensationellen Uhr!
Diese Uhr aus den Anfangszeiten der tragbaren Uhren ist wunderbar gearbeitet und du hast auch das ungewöhnliche und urtümliche Werk mit Spitzenfotos gezeigt. Durch die Erklärung versteht man auch die Funktion sehr gut, besonders interessant das Stackfreed und die Löffelwaag. Das gehört ins Lehrbuch!
Vom Stackfreed hatte ich zwar schon gehört in Artikeln über Peter Henlein, aber erst jetzt kann ich mir wirklich was darunter vorstellen.

Was ich auch interessant finde, ist der kunstvoll durchbrochene Deckel, der das Zifferblatt abdeckt anstelle eines Glases. Wie ich gelesen habe, wurden die ersten 'Uhrgläser' erst kurz vor 1600 aus Bergkristall (Quarz) gefertigt. In den Anfangszeiten hatte man also solche filigranen Metalldeckel, die noch etwas an die Rete bei Astrolabien erinnert und damit einen Ursprung der Uhrmacher aus den astronomischen Instrumentenmachern.
Und genau dazu habe ich noch eine kleine Frage:
Fast jeder kennt die viel einfacher gestaltete Dosenuhr aus dem Germanischen Nationalmuseum, von der auch in den 1970er Jahren äusserliche Faksimile hergestellt wurden, ich glaube von der Firma Diehl (als Quarzuhr oder mit einem modernen kleinen Handaufzugwerk). Sie wird traditionell Peter Henlein zugeschrieben und galt früher als älteste tragbare Uhr überhaupt. Bild vom Wikipedia-Artikel über Henlein:
Peter Henlein

Auf Hans Holbeins Portrait des Georg Gisze von 1532 ist eine ganz ähnliche Dosenuhr zu sehen (Bild auch Wikipedia):
http://upload.wikimedia.org/wikiped...Kaufmann_Georg_Gisze_-_Google_Art_Project.jpg
Die Uhr steht ganz vorn, mitten auf dem Tisch

Bei beiden Dosenuhren sieht man gar keine Abdeckung des Zifferblattes.
Nun meine Frage, Michael, ich habe schon oft darüber gerätselt:
Hatten diese Uhren keinen Deckel zum Abdecken des Zifferblatts und v.a. des Zeigers?

Das ist kaum vorstellbar bei einer tragbaren Uhr, denn man musste ja den Zeiger vor unabsichtlichem Verstellen schützen. Der Deckel könnte ja auch ganz abnehmbar gewesen sein und auf der Holbein-Szene beiseite gelegt worden sein.
Weisst du etwas darüber?

Gruss Andi

Nachtrag:
Nun hab ich mir grade mal das wahllos vom Internet gegriffene Bild der 'Henlein'-Uhr genauer angeschaut: Da legt ja der Deckel, im Hintergrund- den kannte ich bisher nicht (man sieht, ich hab sie mir nie im Museum angesehen)! Meine doofe Frage beantwortet sich also von selbst... Ich lasse den Senf trotzdem mal stehen, vielleicht findet jemand das Holbein-Bild interessant...

Noch ein kleiner Nachtrag:
Man erkennt eine grosse Ähnlichkeit im Design des Zifferblatts und des Zeigers zwischen der älteren 'Henlein'-Uhr und dieser Halsuhr: Es gibt die Tastperlen für die Stunden und eine 12-h-Einteilung (ein Zeigerumlauf in 12 h; 1h=30°). Aussen stehen römisch die Ante-Meridiem-Stunden, weiter innen stehen arabisch die Post-Meridiem-Stunden (die ziffer Vier in 14 und 24 schon in der modernen Form, nicht gotisch).
Die Ur-Uhr (eine Grossuhr) hatte noch eine 24-h-Einteilung und einen Zeigerumlauf in 24h, damit zeigte der Zeiger die Position der Sonne an, er ersetzte gleichsam die Sonne, war aber auch bei bedecktem Himmel und nachts zu sehen (Ortszeit= Position der Sonne in Bezug zum irdischen Beobachterstandpunkt, Mittagszeitpunkt dann, wenn die Sonne genau im Süden steht, ein scheinbarer Umlauf um die Erde durch die Erdrotation in 24 h (12 Uhr = Sonne im Süden, 18 Uhr = Sonne im Westen, 24 Uhr = Sonne im Norden, 6 Uhr = Sonne im Osten).
Den Zeiger nannte man anfangs auch den Sonnenzeiger und die zentrale Figur mit den züngelnden Spitzen auf der Henlein-Uhr symbolisiert sicher eher die Sonne als eine Windrose.

Bei deiner Uhr ist die Figur sehr ähnlich, aber nicht gleich. Ich deute sie als ein kombiniertes Symbol aus Sonne und einem Stern. Auf einer Windrose sind immer in Vierersternen 90°-Winkel hervorgehoben, die Haupthimmelsrichtungen, bei dem Sonne-Stern-Symbol sind es Sechsersterne, dabei deuten die Sternspitzen auf die geraden Stunden, die Sonnenflammen auf die ungeraden- eine Hervorhebung oder Zusammengehörigkeit der rechten Winkel gibt es nicht...

Tags mit der Sonne, nachts mit einem Stern wurde auf dem Astrolabium die Zeit gemessen. Vom Astrolabium wurde das Zifferblatt-Design mechanischer Uhren abgeleitet (Designvorläufer der Uhr):
http://www.maa.org/publications/periodicals/convergence/mathematical-treasures-italian-astrolabe
Der wichtigste Zweck eines Astrolabs steht nicht in der Bildunterschrift: der eines astronomischen Zeitmessgeräts.
 
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#4
husky

husky

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Hallo Andi,
vielen Dank für die zahlreichen Ergänzungen!
"Wie ich gelesen habe, wurden die ersten 'Uhrgläser' erst kurz vor 1600 aus Bergkristall (Quarz) gefertigt."
Dazu ein Bilddokument einer anderen Uhr meiner Sammlung. Dort ist der Deckel mit einem Bergkristall als Fenster ausgestattet.
Diese Uhr ist in etwa zeitgleich hergestellt, besitzt jedoch eine Schnecke als Kraftausgleich und schlägt auch die Stunden selbst auf eine im Gehäuse befindliche Glocke.

JOANNES.jpg

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Michael
 
#5
mini

mini

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Nein, das geht nicht.

Dass hier eine so grossartige Uhr perfekt in Wort und Bild vorgestellt wird, und nur ein paar Antworten.

Vielen Dank, Michael, für den Blick über den Tellerrand, nein, sogar über den Küchentisch hinaus.
Obwohl ich viele Begriffe nachschlagen musste (weil sie noch nicht mal zu meinem passiven Wortschatz gehören ;-)) haben mich Deine Ausführungen zu mehrmaligem Besuch dieses Threads verleitet.
Danke für diese schöne Vorstellung.
Und den Preis für die älteste Uhr des Forums geht wahrscheinlich auch an Dich.

Gruss
Mathias
 
#6
U

Unruh-Stifter

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Danke für die Vorstellung dieses Prachtstücks! (Auch wenn der obligatorische wristshot, ääh, neckshot, ......., du weisst schon was ich meine, fehlt)

Toll, wie man hier im Forum seinen (Uhren-)Horizont erweitern kann! :klatsch:

Und als Vintagefreund blickt man gleich anders auf sein Handgelenk, wo einem etwas mit geradezu kindlichen Alter von 50 Jahren anlächelt.

nochmals Danke! :super:
 
#7
A

andi2

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Hallo Michael,
danke auch für das Bild der Uhr mit dem Bergkristall-Fenster! Auch das habe ich sonst nie gesehen, sondern nur davon gelesen. Obwohl die Uhr etwa gleich alt ist, repräsentiert sie ja dann schon einen viel moderneren Uhrentyp (Halsuhr noch Renaissance, Uhr mit Bersteinfenster schon Barock), technisch (Schnecke statt Stackfreed, sicher auch keine Löffelwaag mehr) und stilistisch auch: Am Werk fällt mir das vor allem bei der Form der Pfeiler auf (einfach vierkantig - rund im Querschnitt, wie gedrechselt).

Noch zu den Tastperlen:

Die Renaissance-Uhren (Henleins Uhr und deine Halsuhr) haben noch Tastperlen für die Nacht. Bei der Henlein-Uhr ist die Perle bei der Zwölf spitz hervorgehoben, um sie unterscheiden zu können, bei der Halsuhr sehe ich es nicht auf den Fotos, aber es gab ein Deckelscharnier zur Orientierung (beide wurden also nachts wie Braille-Blindenuhren benutzt). Dieser Nutzung war auch die Zeigerform amgepasst mit gut unterscheidbaren Zeigerenden (einerseits: einfache Spitze / andererseits: 'Lilie' bzw. 'Armbrust') auf beiden Seiten. Es sieht so aus, als seien die Nebenspitzen der 'Armbrust'-Spitze am Zeiger bei deiner Halsuhr genau 15°, also 1/2 h neben der Hauptspitze... Stimmt das? So könnte man nachts genauer die Zeit abschätzen.

Hier hab ich noch ein Bild einer Sternenuhr (Nachtuhr, Nocturlabium, Nocturnal), wie sie im ausgehenden Mittelalter, der Renaissance und dem Frühbarock verbreitet war. Sie diente zur astronomischen Zeitmessung in der Nacht.
The Measurers: Figure 42
Durch zweimaliges Draufklicken bekommt man eine grosse, sehr detailgenaue Vergrösserung des Fotos. Diese Sternenuhr entstand etwa um 1600 und war also ein 'Konkurrenzprodukt' zu Uhren vom Typ der Halsuhr.

Hier eine kurze Erklärung auf der Homepage (siehe Nr. 43 auf der Seite)
The Measurers: List of Figures

Man schaute durch das Loch in der Scheibenmitte zum Polarstern (um den sich der Himmel zu drehen scheint). Der Polarstern ist der Stern an der Spitze des Deichsels des Kleinen Wagens (Ursa minor). Mit der Zeigerspitze stellte man auf einen der zwei vorderen Sterne am 'Kasten' des Kleinen Wagens ein (auf Kochab). Damit man sich nicht vertun konnte, ist das Sternbild auf dem Zeiger zu sehen (und dort steht 'quadrang. orse minoris').

Es gibt 2 gezähnte Scheiben, die äussere gezähnte Scheibe ist die 24-h-Stundenscheibe. Sie ist nur unvollständig gezähnt, weil die Zähnung bei den Tagstunden weggelassen wurde. Diese Zähnung entspricht den Tastperlen, denn die Zähne waren zum Ertasten der Stunde. Die Form der Zähne ist nicht zufällig: Jeder ist 1/2 Stunde (30min) breit und die abgestutzte Spitze ist 1/4h (15 min) breit.
Deshalb ist die Breite des Zeigers auch bei der Halsuhr evtl. nicht reine Schmucksache (form follows function).


Bei Mitternacht (12 Uhr) ist es zur Unterscheidung statt des kurzen Zahns ein langer Dorn. Dieser Dorn wird auf das aktuelle Datum eingestellt, das aussen auf der Scheibe steht (gegen den Uhrzeigersinn, oben an der Scheibe: Aprilis, Maius).
 
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#8
B.I.G.

B.I.G.

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Hochgradig informativ- danke für diese Vorstellung und deine Mühen!
Bin nur duch die "Sternstunden" hier gelandet- sonst hätte ich diese Vorstellung gar nicht bemerkt (nicht mein Themengebiet).

Danke:prost:
 
#9
Zweizylinder

Zweizylinder

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Vielen Dank für diese Vorstellung.

Leider kenne ich mich überhaupt nicht aus, was Uhrwerke betrifft. Schon gar nicht bei so alten.

Trotzdem fand ich die Erläuterungen interessant und mal etwas anderes. :super:
 
#10
Philipp

Philipp

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... mir schwirrt der Kopf - das muss ich nochmal ganz genau durchlesen.

Vielen Dank für den tollen Bericht und das Zeiger dieser Vintage Rarität.
 
#12
Spindel

Spindel

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Hallo Michael,
Danke für die Vorstellung und Zeigen des seltenen Zeitmessers.Schön das man sie hier sieht ,wenn schon nicht mehr im Museum.Und natürlich klasse das sie immer noch funktioniert.Noch schöner stelle ich mir das Schlagen vor.Es muß ein Traum sein.:klatsch:
Gruß Roland
 
#13
MikeHH

MikeHH

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Hallo Michael

Ein weiteres Stück Geschichte in deinen Händen/deiner Sammlung und wieder handelt es sich um eine wunderschöne und besondere Uhr. Dank dir für deine Mühe des umfassenden Berichts und natürlich auch für die tollen Fotos. Wo sonst bekommt man schon solche Einblicke, wenn nicht in deinen Beiträgen!

Mike
 
#15
A

andi2

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Hallo Michael,
danke für das Posten der Übersicht über die Renaissance-Uhren!
gerade habe ich mir auch deine neue Renaissance-Halsuhr nochmal angeschaut.
Mir ist noch eine weitere Raffinesse des Designs im Zusammenspiel von Zeiger und Zifferblatt beim Ablesen durch Abtasten nach der Braille-Methode aufgefallen: Die kleinen Sterne, die auf dem römischen Ante-Meridiem-Kreis die halben Stunden markieren.
Wenn man sich mal praktisch vorstellt, wie man beim Abtasten vorgehen würde:
Klar, zuerst am Scharnier die Zwölf-Perle finden, den Zeiger lokalisieren dann mit den Perlen vorwärts oder rückwärts die Stunden abzählen.
Ablesen der Stunde:
Die Armbrust-Spitze an der langen Zeigerseite zeigt die Stunde. Man kann mühelos auch feststellen, wie weit man etwa zwischen zwei vollen Stunden liegt, aber es geht noch genauer:
Abschätzen der Viertelstunde (circa):
Man tastet nun zur kurzen, einfachen Zeigerspitze und kann dort sehr genau mit Hilfe der eingravierten Halbstunden-Sterne etwa bis zur Viertelstunde genau abschätzen. Eventuell war auch die "Sonne-Stern"-Figur in der Scheibenmitte, bzw. deren Spitzen (zeigen die Stunde, dabei kann man anhand der Form gerade und ungerade Stunden unterscheiden) dabei auch eine mit Plan hinzugefügte Tasthilfe.
Weil ich mich etwas mit dem Design von Scheiben astronomischer Geräte aus der Renaissance befasse (z.B. Peter Apian) und die allgemeine Mode der damaligen Darstellungen etwas kenne, glaube ich dass kleine Sterne auf die Möglichkeit der Nachtablesung hinweisen sollten. Das "Sonne-Stern"-Symbol in der Mitte könnte man auch noch als eine Art 'Werbebotschaft' auffassen: "Tags und Nachts".
Es wäre interessant, welche Zifferblätter mit Tastperlen es insgesamt gibt, und wie bei diesen Uhren jeweils das Diagramm in der Mitte aussieht.
Die Renaissance-Uhren in der Übersicht haben ja immer Tastperlen und auch eine Sonne in der Scheibenmitte, sowie auch die weitere Anordnung ist bei fast allen sehr ähnlich...Bei einer Dosenuhr (links oben: Dosenuhr, Walters Art Museum, Baltimore) sehe ich das Sonne-Stern-Symbol wie auf deiner Uhr. Insgesamt wurde da, wie es scheint, eher nicht individuell kreiert, sondern ein festgelegtes Schema übernommen.
So schematisch kommt mir das so vor:
Alle tragbaren renaissance-Uhren mit Tastperlen (12 hervorgehoben) und radialem Symbol in der Mitte als Ablesehilfe durch Betasten.
Die meisten haben ein Sonnensymbol, d.h. alle Stunden waren gleich.
Nur wenige haben ein Sonne-Stern-Symbol, d.h. neues Feature: gerade und ungerade Stunden verschieden.
Nur bei deiner sehe auch noch ich die deutlich durch Sternchen markierten Halbstunden, kombiniert mit einer kürzeren einfachen Zeigerspitze, die darauf deutet... also wieder ein neues Feature: genauere Ablesbarkeit
Gruss Andi
 
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#16
Belluna

Belluna

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Nur durch Zufall bin ich auf Deine einmalige Vorstellung gestoßen, diesem Zufall danke ich. Denn ich bin beim Lesen und Betrachten der guten Fotos in eine für mich völlig neue Uhrenwelt eingetaucht und es sind auch Erinnerungen an die Uhrenliebe meines Großvaters wieder erwacht. Deine wunderbare Vorstellung muss ich mehr als einmal lesen, denn erst dann werde ich manches richtig verarbeiten können. Jetzt kann ich nur eines tun, Dir herzlich danken und Dich für die mühevolle Arbeit bewundern.

Herzlichen Gruß, Reni
 
#17
W

watchkieker

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Lieber Michael,

mit großem Interesse habe ich deinen Beitrag über die Halsuhr mit Stackfreed gelesen.
Mein persönliches und wissenschaftliches Interesse gilt den frühen tragbaren Uhren des 16. Jahrhunderts. Vielleicht hast Du ja ein paar gute Werkaufnahmen evtl. im zerlegten Zustand für mich übrig. Hierfür wäre ich sehr dankbar. Du könntest Aufnahmen direkt über meine, im Impressum angezeigte, Adresse senden. http://www.uhrenrestaurator.de

Na ja und der Beitrag von andi2 , über die sogenannte Henlein-Uhr muss nun wohl auch neu betrachtet werden. Fakt ist die sogenannte Henlein-Uhr, im GNM Nürnberg, ist eine Fälschung.

Beste Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#18
husky

husky

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Hallo liebe Leser,
es gab ja zu der sogen. "Henlein-Uhr" eine wissenschaftliche Untersuchung, an der Jürgen auch maßgeblich beiteiligt war.
Wenn sich jemand für die Arbeit interessiert, kann er sich im German. National Museum in Nürnberg die entsprechende Dokumentation besorgen.
Der Buchtitel lautet: Die älteste Taschenuhr der Welt? und kostet ca. 12,50€ .

Allen Kommentatoren zu meinem Bericht nochmals vielen Dank für die wohlwollenden Worte und den "Nur-Lesern" 8-) hat es hoffentlich ein wenig
Freude gemacht.
Mit freundlichen Sammlergrüßen
Michael
 
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