Kaufberatung klass. Omega / Fake-erkennung

Diskutiere Kaufberatung klass. Omega / Fake-erkennung im Vintage-Uhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Liebe Wissende, Worauf sollte ich abseits zb der Krone und des Logos am Glas (sofern noch original) bei einer alten Omega achten? Ist der...
#1
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swotsch

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Liebe Wissende,

Worauf sollte ich abseits zb der Krone und des Logos am Glas (sofern noch original) bei einer alten Omega achten? Ist der Rückendeckel zb immer mit logo geprägt oder auch blank? Ist das Logo am ZB immer aufgesetzt oder ggf auch gedruckt? Gibts auch Fakes, wo am Werk Omega steht oder wäre das eine große Ausnahme? Modellname hab ich keinen, ginge um eine klass. beige mit goldenen Zeigern (50s/60s-style). Logo, Symbol, sonst nix am ZB.

Bin dankbar für ein paar Tipps :)
 
#3
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swotsch

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EDIT: ... Bilder siehe unten
 
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#4
batery_99

batery_99

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Am besten hier Fotos von den Uhren posten oder zu den Angeboten verlinken.
Die Fakes in Form von Autobahngold sind leicht zu entlarven.
Schwieriger ist die Beurteilung der Originalität einer echten Vintage-Omega.
Hier gibt es viel Gebastel, wo Teile kombiniert oder ersetzt wurden, die es in der Zusammenstellung nicht gab, oder Zifferblätter nicht original bzw. neu bedruckt sind.
Oftmals sehen die Omega-Specs hier auch schlechte technische Zustände, wie schleifende Rotoren oder Ähnliches.
Eine gute, ehrliche und originale Vintage-Omega zu finden ist nicht so einfach.
Viele Grüße
Marco

Edit: jetzt haben sich unsere Posts überschnitten.
 
#5
Corbit

Corbit

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Irgendeiner, der sich wirklich auskennt, schrieb hier mal, dass Vintage Omegas ein Minenfeld für den Laien sind. Das weiß ich noch, weil ich auch mit so einem Teil liebäugle. Das Problem liegt wohl auch in der wirren Modellpolitik, die Omega in den Jahrzehnten betrieben hat. Da blicken wohl wirklich nur die Spezialisten durch, oder man kauft lieber (teurer) von seriösen Händlern.
 
#6
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swotsch

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Danke, ja mit Vintage Omega dürfte es ein Kreuz sein, drum wären ein paar grundsätzliche pro/contra Argumente/Hinweise gut...
 
#7
Mueller27

Mueller27

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Hier gibt es viel Gebastel, wo Teile kombiniert oder ersetzt wurden, die es in der Zusammenstellung nicht gab, oder Zifferblätter nicht
Richtig, und das ist das Hauptproblem.

Im Markt sind Massen an kreativen Neu-Kombinationen von Gehäusen, Werken, Blättern und Zeigern die jedes für sich durchaus Originale sind.

Vor allem Blätter die übermalt wurde, also alte originale Blätter die neu bedruckt wurden, sind heute eher die Regel als die Ausnahme.

Man sollte aber auch realistisch bleiben:

@TS: Was willst Du denn? Und was ist ein Budget?
Wer bloß eine Trageuhr sucht und nur 250€ Budget hat, der kann mit einer aufbearbeiteten Uhr durchaus glücklich werden, wenn der Preis fair ist.

Wer dagegen Sammler ist, ein authentisches Original sucht und dafür durchaus 1.000€ oder weit mehr bereit ist auf den Tisch zu legen, für den lohnt sich sich durchaus sich in die Materie sorgsam einzulesen und zu einem kompetenten und seriösen Händler zu gehen.

Nur beides gibt es eben nicht: Perfekte Authentizität zum kleinen Preis, da kommst Du 15 Jahre zu spät, die Zeiten sind vorbei. Da hilft auch kein "Auskennen" oder "Suchen" mehr. :-(

Carsten
 
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#8
dopheus

dopheus

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Danke, ja mit Vintage Omega dürfte es ein Kreuz sein, drum wären ein paar grundsätzliche pro/contra Argumente/Hinweise gut...
Gibt es aber nicht, da wie von anderen hier beschrieben alles möglich ist, da viel gebastelt und gefälscht wurde.
Wenn das Uhrwerk original ist, im Bodendeckel ein Logo und eine Nummer steht und das Ziffernblatt gut ausschaut, wirst Du bei der gezeigten Uhr aber nicht so viel verkehrt machen. Schau mal auf die Ziffern der 12. Sind die wirklich bündig? Wenn Dir was komisch vorkommt, Finger weg!
 
#9
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swotsch

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Danke Carsten,

Es muss nicht zwingend alles so zusammengestellt gewesen sein, als die Uhr vor 60 Jahren im Laden lag. Wenn da mal was gg originalteile getauscht wurde, so sei es. Bei 4stelligem preis wäre ich da pingeliger!

Mir geht's eher drum, keine fake zu kaufen! Budget kommt immer auf die Uhr an :) hier isses niedrig 3stellig, also wie du sagst, eine Trageuhr.
 
#10
Mueller27

Mueller27

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Es muss nicht zwingend alles so zusammengestellt gewesen sein, als die Uhr vor 60 Jahren im Laden lag. Wenn da mal was gg originalteile getauscht wurde, so sei es.
Ich glaube da ist Dir nicht klar, was mit Bastel-Uhren gemeint ist. Da geht nicht darum, dass mal ein Dorf-Uhrmacher seinerzeit 1967 bei der Omega die Tante Erna ihm zur Reparatur gegeben hat, bloß weil er nicht die passenden Zeiger zur Hand hatte, eben damals die von einem anderen Modell genommen hat.

Das was heute an "Original Vintage 50er/60er Omegas" feilgeboten wird, sind fließbandmäßige gezielte Fabrikationen jüngeren Datums. Herkunfsland sind in der Regel Pakistan oder Indien wohin europäische Händler kiloweise unbrauchbare Schrott-Omegas schicken, deren Einzelteile dort in Handarbeit zerlegt, aufbereitet und neu kombiniert und entsprechend dem heutigenGeschmack auch neu bedruckt und lackiert werden werden und dann palettenweise wieder zurück nach Europa in den Verkauf kommen.

Das ist ein Business, das den wachsenden Bedarf Berliner und Londoner Großstadt-Hipster nach Vintage befriedigt.

Carsten
 
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#12
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swotsch

Guest
Ok danke für die Info! Das ist echt irre - ich las, dass quasi alle schwarzen Vintage ZB neu lackiert wurden, weil es die so gar nicht gäbe etc...

Ja, aber irgendwie versteh ich die pakistani! Ich mach ja in meiner Hobbyecke ja auch fast das gleiche (nur halt nicht mit Omega und auch nicht zum Verkauf, sondern als Spaß).

In meinem Fall (bitte nicht lachen!) kommt die Uhr scheinbar aus einem Uhrmachernachlass. Gibt auch noch Werkzeug, Ersatzteile und ein paar andere Utensilien und Uhren. Nachdem ich persönlich vorbei komme, um die Uhr zu kaufen, würde ich sagen: schaumermal.
 
#13
T. Freelancer

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Nur Mut. Mein Chef hat letztes Jahr 2 ( in Worten: ZWEI) Full-Set Omegas aus den 60-ern von einem Antiquitätenhändler erstanden. Der Preis war unverschämt niedrig.
 
#15
T. Freelancer

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Was ich von der ZB-seite "Deiner" Uhr gesehen habe ähnelt sie einer der o.g. Uhren. Da ich zu Hause eine japanische Seamaster Bibel habe, traue ich mir auch zu nachzugucken.
 
#16
Ruebekarl

Ruebekarl

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Nachdem ich persönlich vorbei komme, um die Uhr zu kaufen, würde ich sagen: schaumermal.
Genau! Grundsätzlich gab es solche Uhren wie Deine gezeigte. Viel Gebastel vermeidet man, wenn man von Privat mit glaubhafter Historie kauft. Ansonsten fürs Erste:

- Uhr öffnen, Referenznummer googlen und das Gehäuse vergleichen: Blätter / Zeiger gab es viele Kombinationen. Gehäuse sind aber immer markiert mit Referenznummern. Persönliche Gravuren auf dem Boden kommen vor, und sind eher ein Zeichen der Echtheit als eines Fakes, wenn auch wertmindernd für Sammler.
- Das Blatt sollte richtig bedruckt sein SWISS / SWISS MADE mit T nur, wenn Leuchtmasse auf Blatt und Zeigern ist. Umgekehrt muss es aber nicht sein, da früher auch Leuchtmasse verstrichen wurde, ohne dass man auf dem Blatt darauf hingewiesen hat. Beim Blatt sollten die Indizes sauber ausgerichtet sein, Logo und Schriftzug auch mittig. Omega und Seamaster Schriftzüge haben sich mit der Zeit geändert, hier einfach mit zeitgemässen der gleichen Referenz vergleichen!
- Zeigerlängen sollten bei Omega immer passen, d.h. bis zu den Indizes (Stunden) resp. der Minuterie (Minuten / Sekunden) gehen
- Werke sind eigentlich gut auch für Laien zu erkennen, immer rotvergoldet, Omega-signiert und eindeutig von Omega vom Aufbau her
- Das Glas ist mir ehrlich gesagt egal, ein Omega ist schön, aber - ähnlich wie die Krone - meist Verbrauchsmaterial einer Uhr und kann durch 3rd Party Teile ersetzt sein. Diese bekommt man heute vom gut sortierten Spezialisten immer nachgeliefert und sind ersetzbar

Wenn das alles stimmt, bist Du eigentlich schon sehr gut unterwegs und hast das Meiste aussortiert. Eine Lupe und natürlich Google Bildersuchen sind ebenso Dein Freund wie ein Werköffner ;)

Viel Freude beim Shoppen!
 
#17
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swotsch

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Hallo Herr Karl Rübe :)

Danke für die Tipps, ja, ich bin mit Lupe und Öffner bewaffnet! Wenns was wird, werde ich berichten!

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Sodele... back again!


Also, ich hab die Uhr gekauft und hatte ein gutes Gefühl dabei, schönes ZB, Originalkrone ist auch drauf. Sie gefällt mir und der Zustand ist mE recht gut. Ein paar stains auf Zeigern und Gehäuse, am Werk etwas Spuren und eine Fluse am ZB. Kann man rausgeben bzw ein bisschen aufhübschen. Zeitwaage: 0 sec / knapp 300 Amplitude / 0,2 m beat error. Würd sagen: Perfekt :)

Vielleicht hab ihr ein paar Tipps für mich, was das Baujahr/Reihe/Besonderheiten etc betrifft?

Hier der Zustand 15 Minuten nach dem Kauf :)

P1170544.jpg
P1170534.jpg
P1170533.jpg
P1170531.jpg
P1170532.jpg
 
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#18
Uhrbene

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Die Uhr sieht authentisch aus (auf meinem Smartphone). Ist laut Werk von 1956. Das passt auch vom Design. Gefällt mir sehr gut.
Die Werke gehören zu den richtig guten der Uhrmacherkunst. Auch meine von 1961 läuft heute noch in Chronometernorm.

Und zu obiger Diskussion : Nicht alle schwarzen ZB sind Fake, nur etwa 95%
 
#19
redsubmariner

redsubmariner

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Das ist zutreffend, nicht alle schwarzen Zifferblätter sind fake oder redone. Es gibt originale.

Zur Uhr vom TS, die sieht original aus. Mitte 50er Jahre. Werk ist sehr schön.


Die Uhr sieht authentisch aus (auf meinem Smartphone). Ist laut Werk von 1956. Das passt auch vom Design. Gefällt mir sehr gut.
Die Werke gehören zu den richtig guten der Uhrmacherkunst. Auch meine von 1961 läuft heute noch in Chronometernorm.

Und zu obiger Diskussion : Nicht alle schwarzen ZB sind Fake, nur etwa 95%
 
Thema:

Kaufberatung klass. Omega / Fake-erkennung

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