Kaufberatung Kaufberatung Historische Fliegeruhr

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NavB

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Hallo Zusammen,

seit meinem 16. Lebensjahr möchte ich mir eine Fliegeruhr zulegen. Ich hatte damals das Geld (400DM!!) für die Flieger Automatik von FORTIS zusammen, habe davon dann aber etwas Anderes gekauft. Das bereue ich heute sehr (gleiche Uhr, 700€). Zum erfolgreich beendeten Studium möchte ich mich nun selbst beschenken. Ich stehe sehr auf klassische/historische Fliegeruhren (NavB) mit aufgeräumtem Zifferblatt und "schlankem Gehäuse". Meine preisliche Schmerzgrenze liegt bei 500€. Da meine Beschreibung über das Design eher spartanisch ist, habe ich hier eine Liste mit Fliegeruhren, die mir sehr gut gefallen. Insbesondere die Steinhart-Uhren haben es mir angetan.

* Poljot Chronograph Aviator I EXPORT (315€)
* Junkers 6258-2 Historische Fliegeruhr mit Automatikwerk (299€)
* Steinhart Nav-B II B-Muster (350€)
* Laco Flieger Miyota Typ B braun (200€)
* Stowa Flieger Automatik braun (570€)
* Riedenschild Thunderbirds MultiPro Automatik (140€)

Zwei Uhren heben sich preislich bzw. von der Qualität her etwas ab: die Poljot (kann man mit den russischen Werken etwas anfangen?) und die Riedenschild Thunderbirds (habe ich im Netz nur Schlechtes gelesen).

Für Anregungen und Hinweise über weitere oder den o.g. Modellen würde ich mich sehr freuen. Insbesondere bei den Werken habe ich keine Ahnung... ich weiß lediglich, dass die ETA-Werke durch die Bank eigentlich zuverlässig sind.

Viele Grüße,
"NavB"
 
Bagheera

Bagheera

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also allein von den Werken her (ich hoffe ich habe die richtigen Werke anhand deiner Beschreibung rausgesucht):

- Poljot Aviator1: Poljot 3133 (habe die gleiche Uhr, ich bin sehr zufrieden. Es ist aber kein schweizer ;) Zu Gangabweichungen kann ich nix sagen, ich trage idR Uhren nur den ein oder anderen Tag am Stück. Aber brauchbar ist das Werk durchaus. Bei interesse such hier im Forum nach dem Werk, es wurd schon sehr viel dazu geschrieben. Jedoch würde ich nicht den aufgerufenen Preis dafür bezahlen. Ich habe meine PVD variante hier im Forum gebraucht für ~160€ bekommen.)
- Junkers: ETA 2824-2 (was soll man sagen gutes, grundsolides Werk)
- Steinhart: ETA 2824-2
- Laco: Miyota 8215 (wohl ein gutes Werk, durchaus mit dem ETA 2824-2 zu vergleichen, auch wenn es bei dem direkten Vergleich den kürzeren ziehen wird ;) Ein Vergleich der beiden Werke findest du hier: Two Movements Compared the ETA 2824-2 and the Miyota 8215 Automatic)
- Stowa: ETA 2824-2
-Riedenschild: Keine Ahnung, ich habe von der Firma selber nichts gutes gelesen. Da hast du selber viel bessere Alternativen genannt. Selbst wenn es um den Preis gehen sollte würd ich 10 mal eher zur Laco Miyota greifen.

Ansonsten ist wohl auch dein persönlicher Geschmack gefragt ;)
 
NavB

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Danke für eure Antworten!
Ich habe die Suche jetzt auf Steinhart und Laco eingegrenzt. Gegen Steinhart spricht leider, dass man die Uhren nur über das Internet bestellen kann und somit eine Anprobe entfällt ... oder kennt jemand von Euch einen Uhrenhändler im Rhein-Main-Gebiet (Mainz/Frankfurt), der die Uhren verkauft?
 
viertelelf

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Ich würde auf Laco und Stowa einschränken.
Die klassischen Fliegeruhren wurden von fünf Firmen gebaut, wenn du eine haben willst, die historischen Hintergund hat dann muss sie sein von:
Stowa, IWC, Lange & Söhne, Laco oder Wempe.
 
schniepie

schniepie

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Ein Wunder das mein Mann sich hier noch nicht geäussert hat. ;-)

Dann melde ich mich eben zu Wort.

Wie mein Vorposter bereits schrieb, gab es nur 5 Fliegeruhrenhersteller.
Da L&A, IWC und Wempe des Preises wegen wegfallen, bleiben nur Stowa und Laco.
Da du bei deiner Aufzählung Laco schon bei hast, bleib doch auch einfach dabei.
Ich würde dir aber ein anderes Werk empfehlen. Schon alleine aus Authentizitätsgründen.

Flieger 45 Typ B Handaufzug = 690,-EUR
Flieger B Automatik 36 = 490,-EUR
Flieger 42 Typ B Automatik = 490,-EUR
Flieger 42 Typ B Handaufzug = 490,-EUR

Alle mit ETA-Werk.

Jetzt musst du nur noch wissen welche Größe es denn sein soll. Du hast die Qual der Wahl. ;-)
 
Ranma

Ranma

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Ein Wunder das mein Mann sich hier noch nicht geäussert hat.
och menno, da halte ich mich extra zurück, weil das ja sein Thema ist, und dann kommst du einfach so daher und ... naja, du darfst das wohl ;-)
Egänzend der Link zu den Stowas
sehr "geschmeidig" finde ich in dem Segment auch noch
Archimede
Timefactors
Kemmner ... sind nicht immer Flieger dabei
Christopher Ward
Viel Spaß
Ranma
 
schniepie

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Jetzt hört doch mal auf mit dem Timefactors, Archimede, Kemmner und was weiß ich für Kram.

Die Überschrift lautet

"Kaufberatung Historische Fliegeruhr"


Da sein Budget bei max. 600,-EUR liegt bleibt noch Laco übrig. Denn die anderen 4 liegen über 600,- EUR

Alles andere ist NICHT authentisch!!!

@ Ranma

Ich habe meinen Post selbstverständlich mit meinem Mann abgesprochen. ;-)
 
Uhrbene

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Ich würde auch einen der historischen Fünf nehmen.

Bei der Einschränkung: Steinhart oder Laco also die Laco.

Stowa liegt aber auch um die 600 Euro ... wäre also einen zweiten Blick wert.
 
Ranma

Ranma

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@schniepie: von authentisch war ja auch nicht die Rede, die 5 hattest du ja schon genannt!
Wohl aber war gewünscht "Für Anregungen und Hinweise über weitere ... Modellen würde ich mich sehr freuen". Da NavB seine bisherigen Treffer angeführt hat, sind die kritisierten "bösen" Nachahmer der historischen Frabrikanten mir einen Hinweis wert. So!

Hoffentlich bekomme ich jetzt noch eine AW auf meine PN an deinen Gatten, nachdem ich dir widersprochen habe ...
Gruß
Ranma
 
Treets

Treets

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Naja, wie authentisch sind denn die "großen 5" heute noch?
Sie verbauen nicht mehr die gleichen Werke, die Uhren sind weitaus kleiner - lediglich das Design passt noch halbwegs. Und somit kann man in meinen Augen auch guten Gewissens eine optisch ähnliche Uhr eines anderen Herstellers nehmen. Ich denke, dass hier der Begriff "authentisch" stark überstrapaziert wird.

Eventuell könnte man den 55-mm-Pfannen von Laco noch eine gewisse historische Nähe bescheinigen - aber diese Uhren fallen aufgrund des Preises und der sehr eingeschränkten Tragbarkeit wohl 'raus...

Viele Grüße
Malte
 
schniepie

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OT on

@ Ranma,

klar bekommst du! Wieso auch nicht. Du kannst mir widersprechen so viel du willst. ;-)

OT off
 
NavB

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Hi Zusammen,

dann melde ich mich auch mal wieder, ich freue mich über die ganzen Kommentare, Vielen Dank dafür an Alle!
Natürlich fallen Lange & Söhne sowie IWC völlig aus meinem preislichen Budget. Sehr schade eigentlich, da ich bereits das Vergnügen hatte, das IWC-Werk zu besichtigen (war schön in Schaffhausen).
Ferner muss ich zur Stowa sagen, dass ich sie im Vergleich irgendwie zu vornehm/edel/formal finde, ich mag eben dieses Rustikale rund um Fliegeruhren.
Der historische Hintergrund spielt bei mir schon eine Rolle, deshalb hab ich das ja auch dazu geschrieben. Ich arbeite in der Luftfahrt (nein, ich bin kein Pilot ;)) und daher kaufe ich diese Uhr nicht nur, weil sie gut aussieht, sondern weil sie für mich auch einen idealistischen Wert hat. Wenn ihr mir also sagt, dass es nur fünf traditionelle Hersteller von Fliegeruhren gab, dann beeinflusst das schon meine Wahl. Ich hatte ja auch geschrieben, dass ich mir so eine Uhr seit dem 16. Lebensjahr wünsche.

Unabhängig von diesem Forum "forsche" ich natürlich auch via Mundpropaganda und so hat mich ein Kollege auch in diese Richtung hin überzeugt. Da Steinhart auch nur über das Internet bestellt werden kann und ich im Falle einer Revision keine drei Monate auf meine Uhr verzichten mag, hab ich mich letztlich für Laco entschieden. Bezüglich des Werks - und somit natürlich auch des Preises - bin ich mir noch sehr unschlüssig. Es kommen dann die beiden Varianten "Flieger 42 Typ B Automatik" (ETA 2824) und "Miyota Typ B braun" (Miyota?) in Frage. Zunächst gefällt mir die Krone bei der teureren Variante deutlich besser, diese riesen kegelförmige Krone wirkt total authentisch!

Zum Werk:
Rechtfertigen die 300€ Aufpreis gegenüber der Miyota das ETA 2824?

Zum Glas:
Ist ein Saphirglas wirklich soviel besser?

Zur Größe:
Wie groß waren die historischen Fliegeruhren? Die Piloten haben die doch auf der "Uniform" getragen oder? Quasi wie die Austronauten der Apollo-Missionen die Omega Speedmaster getragen haben!?
Ich habe einen eher dünnen Arm, 47mm wäre mir definitiv zu groß, 40-43 perfekt.

Hier noch eine kurze Anegdote:
Ich habe mal gehört, dass viele Piloten nach dem WWII an Hodenkrebs litten, weil sie ihre Fliegeruhren in die Hosentasche stecken mussten, um nicht vom Feind gesehen zu werden, weil das Tritium auf den Zifferblättern zu hell leuchtete. Leider waren die Gläser wohl noch nicht so gut verdichtet ... ist da was dran?

Viele Grüße,
navb
 
Bagheera

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Einen Vergleich zwischen dem Miyota und dem ETA habe ich ja bereits oben gepostet ;)

Ansonsten stehe ich zZ vor einer ähnlichen Entscheidung:
Laco Baumuster A ETA Handaufzug oder das Miyota werk.

Vorteil ETA Variante:
- ETA
- Handaufzug (mag ich einfach und ist wohl ebenfalls authentischer als automatik)
- Saphir
- gebläute (?) Zeiger
- cleanes ZB

Nachteil: Um einiges teurer ;)

Ich tendiere momentan zur Miyota. Einfach weil der Aufpreis doch recht happig ist und der Unterschied nicht sooo immens. Ich stand vor einiger Zeit mit H.Pfeiffer in mailkontakt, dort wurde mir mitgeteilt, dass es möglich ist das Miyota mit Saphir auszurüsten (55€ aufpreis). Ob ein cleanes ZB möglich ist habe ich nicht gefragt, gebläute Zeiger stehen für das Werk aber nicht zur Verfügung :(
Ich möchte die Uhr auch bald bestellen, muss mir also ebenfalls so langsam eine Entscheidung abringen ;)
 
NavB

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@Bagheera: Du hast schon recht, das ETA-Werk ist - abgesehen von Name und Herkunft - das objektiv bessere Werk, aber der Preis ist wirklich nicht gerechtfertigt. Auch das Saphirglas und die gebläuten Zeiger sind besser, aber dann dürfte die Uhr meiner Meinung nach trotzdem nicht mehr kosten als 350€ - unter Berücksichtigung, dass das ETA-Werk ca. doppelt so teuer ist wie das Miyota. Dennoch sagt mein Bauchgefühl, dass ich mir eher die ETA-Variante zulegen sollte, weil das Werk einfach verbreiteter ist und somit Revisionen in Zukunft evtl unkomplizierter ablaufen können ...
 
jsimonis

jsimonis

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Es gibt Hinweise, dass starke elektromagnetische Felder im Zusammenhang mit Hodenkrebs stehen, auch Ruß (H. war anerkannte Berufskrankheit der Schornsteinfeger) und Lösemittel (Flugbenzin). Von einem Einfluss vom Leuchtmittel der Fliegeruhren in den Hosentaschen habe ich noch nie etwas gehört und kann es mir auch nicht recht vorstellen.
Ich glaube, da musst Du wirklich keine Bedenken haben ;-)

Freundliche Grüße
Jürgen






Hier noch eine kurze Anegdote:
Ich habe mal gehört, dass viele Piloten nach dem WWII an Hodenkrebs litten, weil sie ihre Fliegeruhren in die Hosentasche stecken mussten, um nicht vom Feind gesehen zu werden, weil das Tritium auf den Zifferblättern zu hell leuchtete. Leider waren die Gläser wohl noch nicht so gut verdichtet ... ist da was dran?

Viele Grüße,
navb[/QUOTE]
 
NavB

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Ich hab keine Bedenken, ich sage lediglich, dass es damals so gewesen sein könnte, weil die Gläser (noch) nicht so gut abgedichtet waren.
 
donny.76

donny.76

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Mein Favorit:
Laco Fliegeruhr Typ B mit Eta 2801 Handaufzug für 490,- Euro,
oder die gleiche Uhr mit Automatik Werk!

Die Uhr ist Super und der Preis auch!

Gruß Donald
 
Thema:

Kaufberatung Historische Fliegeruhr

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