Kaufberatung für günstige Russenuhr

Diskutiere Kaufberatung für günstige Russenuhr im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Moin zusammen! Nachdem mein ursprünglicher Plan (Ingersoll Montana) hier doch ziemlich unisono verabscheut wird und jede Menge...
#1
M

matze787

Guest
Moin zusammen!

Nachdem mein ursprünglicher Plan (Ingersoll Montana) hier doch ziemlich unisono verabscheut wird und jede Menge Gruselgeschichten über Ingersoll zum Besten gebracht wurden, überlege ich jetzt, mir eine Russenuhr (vermutlich Poljot) zu kaufen.

Was haltet Ihr von diesen Modellen? Wie können die trotz des Werkes so günstig sein?

..Werk: Poljot Kaliber 3133
..Durchmesser: 38 mm
..Hoehe: 12 mm
..Gehaeuse: Poliertes Gehaeuse
..Glas: Mineralglas
..Wasserdichtigheit: 3 atm
..Boden: Metallboden
..Serie: unbekannt
..Sonstiges:



Ist das überhaupt eine Automatik?

..Werk: Poljot Kaliber 2612
..Durchmesser: 38 mm
..Hoehe: 11 mm
..Gehaeuse: vergoldetes Gehaeuse
..Glas: Mineralglas
..Wasserdichtigheit: 3 atm
..Boden: geschraubter Edelstahlboden
..Serie: 999
..Sonstiges: Basilika




BURAN
3603 /1311784

..Werk: Molnija Kaliber 3603
..Durchmesser: 42 mm
..Hoehe: 13 mm
..Gehaeuse: poliertes Edelstahl
..Glas: Mineralglas
..Wasserdichtigheit: 3 atm
..Boden: geschraubter Glasboden
..Serie: 999
..Sonstiges: verziertes Taschenuhrwerk



Vostok Europe Antonov Mriya rotvergoldet
# Hochpräzise Automatik
# Edelstahlgehäuse
# Kaliber 2432, 31 Steine



Besten Dank im Voraus!
 
#2
K

Korny

Guest
Automatik ist nur die Vostok-Europe!
Alle anderen sind Aufzüge.

Warum sollte der Chronograph denn teurer sein?
Das Werk ist nur ein Nachbau eines alten schweizer Valjoux Werkes. Da ist nix besonderes dran. Wird nicht veredelt oder so. Einfach zusammengeklatscht und fertig.
Die Molnija sind alte Taschenuhrwerke. Die werden seit Jahrzehnten gebaut, da ist die Entwicklung schon längst bezahlt.
Auch der Wecker ist ein Nachbau mit leichten Veränderungen (Original ist das AS Weckerwerk mit Aufzug).

Optisch schaut das Vostok der letzten Uhr am schönstes aus von den gezeigten Uhren.

Du hast den Vorteil bei den Russen, dass die eigentlich nicht von Uhrmachern abgelehnt werden. Sind günstiger als die Ingersoll und wenn man sie am Laufen hat, reguliert hat, dann sollten die auch halte.

Ich hab nur die ganz günstige vom Conrad. Die läuft seit Donnerstag auf dem Beweger und hat mittlerweile schon 2 Minuten Vorgang. Aber für 47,- inkl. Porto für drück ich mal alle Augen zu.
 
#3
M

matze787

Guest
Hi!

Erst einmal danke für die Infos! :-D

Ich habe die Vostok jetzt bei teleon.de für 134,- € versandkostenfrei gefunden und bestellt. Bin echt gespannt...
 
#4
Cave

Cave

Dabei seit
28.10.2006
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1.708
Ort
Hanau
Ich habe mehrere Russenticker. Unter anderem auch eine Poljot C-37 Berkut mit Kaliber 3133. Zufrieden bin ich mit allen meinen russischen Uhren.

Wobei, Moment.

Eine davon ist eine olle Vostok aus den Zeiten der Sowjetunion. Deren Qualität ist... Nunja... Ahem... :) Jedenfalls nicht mit der sehr soliden Ausführung der aktuellen Modelle zu vergleichen.

Wobei die Vostok-Europe aus deiner Liste wohl von allen gezeigten die optimalste Qualität haben dürfte. Zumindest in einer Ausgabe des Uhren-Magazin von vor 1-2 Monaten wurde die "Red Square" von V-E für ihre Verarbeitung gelobt - und ich kann das nur bestätigen, nachdem ich die Uhr nun selbst habe.

Und preiswert sind die meisten Russenuhren wohl (wie Korny ja schon schrieb) aufgrund der bewährten Technik und natürlich auch wegen der Löhne in Russland. Wobei V-E auch einige neue und selbst entwickelte Werke einsetzt, wenn ich mich nicht irre.

So oder so, moderne Russen kann man auf jeden Fall recht unbesorgt kaufen. Nur Gangwerte wie bei einem Chronometer sollte man lieber nicht erwarten. Das ist nämlich eine Schwäche fast aller Ührchen aus dem Reich des Putin :)
 
#5
K

Korny

Guest
Zu den Werken: eigentlich haben die Russen das schon gut gemacht, die haben eine Norm für die Werkbezeichnung.
Man kann also aus der Nummer bestimmen was das Werk hat, wie groß es ist, ...

Leider aber nicht den Hersteller. Es kann also sein man hat ein 2416 und es kommt nicht von Wostok, sondern von Raketa.

Die V-E Kaliber heißen noch gleich, sind zum Großteil auch baugleich. Sind aber WESENTLICH besser was die Verarbeitung angeht. Also so mit gebläuten Schrauben, Perlagen und Schliffen.
Die Conrad CCCP hat zwar auch das 2416 drin, aber halt optisch komplett unbearbeitet. Das schaut aus wie mit Hammer und Sichel (:)) bearbeitet.

Wenn du dich für eine Diver erwährmen kannst, dann ist der Einstieg in die Welt der mechanischen Russenuhren bei www.fliegeruhren.ch am günstigsten mit 55,- für eine Vostok Europe Uhr. Werk ist das gleiche wie bei der von dir vorgestellten. Glasboden sollte die auch haben (ohne Gewähr, evtl. hat die das nicht und deswegen den günstigen Preis)
 
#6
U

Uhrahn

Guest
Hallo.

Grundsätzlich machst Du mit den Russen nix verkehrt. Sollten die Ganwerte nicht ganz im Rahmen sein, lass die Uhr sich einlaufen und bring sie dann zum Uhrmacher zum regulieren (manchmal ist auch entmagnetisieren nötig).
Mit vergoldeten Gegenständen wäre ich generell vorsichtig, da diese Goldschicht sehr dünn ist und möglicherweise irgendwann abgerieben ist.

@ Korny:

von Nachbauten zu sprechen, spiegelt nicht die ganze Geschichte wieder.
Es sind vielmehr "Weiterproduktionen" der originalen Werke auf den originalen Maschinen, die die Schweitzer in den 70er Jahren alle nach Russland vertickert haben, da hierzulande alles auf Quartz ausgerichtet wurde.
Heute läuft dieser Technikgtansfer teilweise umgekehrt, so gibt es Uhren von Zeno, Dugena, und diversen Edeluhrenherstellern, die mit russischer Technik ausgerüstet sind. Besonders das Weckerkaliber wird dazu gerne umdeklariert.

Grüssle

Christian
 
#7
K

Korny

Guest
Ein Nachbau definiere ich damit nicht selber daran "Hirn" inverstiert zu haben. Ob das nun auf den Maschinen von ETA oder von XYZ passiert ist mir dabei egal.
Nachgebaut wird das, was jemand anderes erfunden/entwickelt hat und das ist für mich lediglich den Materialpreis plsu Herstellungskosten wert. Alles drüber zahle ich nicht.

Auch das Weckerwerk ist ein Nachbau.

Ich würde das nicht Techniktransfer nennen, das hört sich so positiv an, als ob die Technik wirklich von da stammen würde.
Ich würde sagen: der Produkttransfer passt sich der Nachfrage an.

Dugena: hm Edeluhrenhersteller? Mir kommt da vermehrt der Gedanke an: Miyota, Poljot,... hat nix mit Edel zu tun.

Wenn jemand so alte Werke gern hat, dann muss man nur suchen und man findet für 500,- Uhren mit echten, alten 7733/7734 Werken drin. Sind neu, aus Europa, sehen optisch genial aus (wenn man auf den Retrolook steht).
 
#8
U

Uhrahn

Guest
Hallo nochmal.

So kann man das stehen lassen, passt schon. Aber mit Edeluhrenhersteller habe ich Edeluhrenhersteller gemeint, deswegen sind Dugena und Zeno extra aufgeführt, also davon ausgegrenzt.
Es gibt da noch Hersteller wie z.B. Boegli, die für 3000€ auch ein russisches Weckerwerk einschalen, inklusive "russischer" Gangwerte, was wirklich die wenigste Arbeit gewesen wäre, diese zu regulieren.

Aber Fazit ist, Russen sind sehr i.O.

Hab mir aufgrund des Tipps mit Fliegeruhren.ch gerade eine Vostok zugelegt. Bin mal gespannt auf das Teil.

Grüssle und ein frohes Osterfest!

Christian
 
#9
K

Korny

Guest
Ach so, ich hab das dann falsch verstanden.
Den Bericht über die Boegli kenn ich, fiese Sache das


Die Uhr liegt bei mir auch noch rum von Fliegeruhren.ch
Hat bei mir nur 3 Tage gedauert bis die in Dtl. war!!! Ich war sowas von baff.
Getragen habe ich die noch nicht, aber schaut für 55,- ordentlich aus, auch das Werk schaut solide und schön aus. Aber wenn man den UVP annimmt, dann wärde die Uhr wieder beim Händler. Aber für 55,- Empfehlung von mir für die Diver.
 
#10
Cave

Cave

Dabei seit
28.10.2006
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1.708
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Hanau
Die Russen haben die Werke allerdings noch ein wenig überarbeitet und verbessert. Und was sollte an dem Wort "Techniktransfer" falsch sein? Die Russen haben die Maschinen und Lizenzen rechtmässig erworben und benutzen sie. Negativ ist daran sicher nichts und wieso man deshalb nur den Materialpreis zahlen sollte kann ich nicht nachvollziehen.
 
#11
K

Korny

Guest
Weil die Entwicklung, die man sonst bezahlt NICHT von den Russen kommt.
Ja, die haben daran Dinge geändert, die aber keineswegs auch nur annähernd im Verhältnis stehen zu dem Aufwand, der nötig war z.B. Das 7734 zu entwickeln.

Negativ daran: eigentlich nichts, für mich hingegen die Tatsache, dass die Entwicklungsarbeit halt jemand anders gemacht hat und der minimale Aufwand für die kleinen Änderungen für mich nicht mehr wert sind als halt das, was die Teile kosten.
Das mag daran liegen, dass ich selber in der Entwicklung tätig bin und ich das leider schon erlebt habe, dass jemand anderes es sich leicht macht und was leicht verändert nutzt, was nicht auf seinem Mist gewachsen ist.
 
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