Kasper - eine echte Taucheruhr!

Diskutiere Kasper - eine echte Taucheruhr! im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Mahlzeit! Da es ja nun schon wieder einige Tage her ist daß ich etwas vorstellte, hier nun meine neueste Errungenschaft: eine Kasper :D...

ducjb

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Mahlzeit!

Da es ja nun schon wieder einige Tage her ist daß ich etwas vorstellte, hier nun meine neueste Errungenschaft: eine Kasper :D

Drangekommen bin ich wie die Jungfrau zum Kind: Nach meiner Vorstellung einer https://uhrforum.de/Anker KH-a-t137083, die mir aber nicht sooo gefiel, bekam ich mehrere Anfragen zwecks Tausch/Verkauf, unter anderem vom Member Lennox - und da griff ich zu :super:

Ein paar technische Daten:

Stahlgehäuse von Pfisterer, 36 x 42 mm (wirkt am Arm aber recht groß), 20 atü wasserdicht
Werk Kasper 1451, 25 Steine, 18.000 A/h
Baujahr zwischen 1964 (Erscheinen des Werks) und 1970 (Ende Kasper)
Eine Besonderheit stellt die Gehäusekonstruktion mit den 3 Gummipuffern auf dem sehr massiven Werkhaltering dar. Der Rückdeckel drückt damit die gesamte Konstruktion zusammen - vielleicht wird dadurch auch die für die damalige Zeit recht hohe Wasserdichtigkeit erzielt.

Die Kasper bekam die übliche Grundreinigung und Politur, außerdem wurde die Minuterie, die als Armierungsring ausgeführt ist, mit einem Mini-Klecks Gummi Arabicum befestigt, da sie sich ständig drehte :???:. Allerdings sind durch die Dreidimensionalität des Blatts bei schräger Betrachtung Index und Minuterie immer nur an einer Stelle deckungsgleich.
Dann habe ich das Gehäuse wieder leicht mattiert - hier kommt auch der (auf den Bilder leider fast nicht sichtbare) Effekt zutage, den das wohl recht grobe Fräsen des Gehäuses hinterließ - Stufen! Die Hörnchen weisen diese quer zum Armband auf, die Seiten senkrecht zum Werk. Das ergibt eine schöne, sehr funktionell aussehende Struktur :-P

Danach habe ich das wohl nicht originale Glas (ein Taucher mit einem planen Plexi?) getauscht und statt des (obgleich wohl originalen) Kunststoffbandes ein der Zeit entsprechendes Stahlband montiert. Am Schluß noch neue Dichtungen und fertig - die Substanz war ja schon recht gut :-D
Irgendwann kommt noch ein höheres, dickeres Glas und eine neue Leuchttkugel in die Lünette.

Kasper-Diver-Front.jpg

Kasper-Diver-Back.jpg

Vielen Dank fürs Ansehen
Jörg
 
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zapferl

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Hallo Jörg,

da hast Du ein feines Exempar ergattert, ich wusste gar nicht, das bei Kasper auch Diver gefertigt wurden. 200m ist ja schon eine Ansage und in den 60ern durchaus nicht oft anzutreffen. Verschraubte Krone? Ich hätte der Uhr eventuell ein Nato spendiert, oder ein schönes Tropic-Kautschuk.

Gruß
Danny
 

ducjb

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Hallo Danny, die Krone ist nicht verschraubt, lediglich eine recht massive Dichtung.
Zur Bandfrage: Ich finde ein Stahlband einem Diver angemessen, Nato mag ich nicht so gerne und Kautschuk kann ich nicht auf der Haut haben :-( Lediglich ein schwarzes Racing käme noch in Frage, aber da Diver ...

Viele Grüße
Jörg
 

lennox

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Viel Spass mit der Kasper. Sie lag, obwohl ich ahnte das sie was besonderes ist, bei mir in der Vitrine .Mir war die Anker mit innenliegender Lünette wichtiger . So haben wie beide was vom Tausch. Danke
Gruß
lennox
 

Zeitwandler

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Hallo, die Rehaut dreht sich vermutlich wegen dem falschen Glas. Ich finde das Band passt ganz gut zur Uhr, besser wie an der andern ;-).

Eine sehr schöne Taucher Glückwunsch dazu. :super:
 

andi2

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Mir gefällt die Kasper prima, mit dem schönen und perfekt passenden Vintage-Stahlband. Irgendwie gibt es hier allgemein nicht viele Stahlband-Freunde. Die Uhr selbst sieht auf den Fotos quasi wie neu aus und die Uhr hat Stil, wie fast alle dieser späten Kasper-Uhren. Vor allem die breiten Stabzeiger sind auffällig: nicht grade typisch Diver (wenig Leuchtmasse), aber sie passen sehr gut und sind typisch 70er oder späte 60er. Die Marke Kasper muss es einige Jahre länger als bis 1970 gegeben haben, wie es bei Ranfft steht. Diese hier hat aber noch das alte Logo in Kurrentschrift auf dem Zifferblatt, ist also sicher kaum jünger als 1970. Allerdings weiss ich nicht, wann das Logo gewechselt wurde. Funktioniert eigentlich die Leuchtmasse noch? Der Metall-Werkhaltering mit den Gummis ist auch ein tolles Detail. Ist das Gehäuse aus Edelstahl oder verchromt?
 

apple1984

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Gefällt mir ausnehmend! Meinen Glückwunsch! Gehäuse, Lünette, Zifferblatt und die sauber ausgelegten Leuchtziffern
und Indexe. Das haben wir nicht oft. Warum die allerdings so knauserig bei der Leuchtmasse in den Zeigern waren?
Die darunter liegenden Schlitze könnte man ja auch noch belegen... ;-) Gut fotografiert übrigens.
Gummigelagerte Werkhalteringe habe ich auch in irgendeiner Junghans Trilastic vorgefunden. Macht Sinn!

Kleiner Wermutstropfen: Bei der Aufhängung bin ich anderer Meinung als meine Vorschreiber.
Das Armband ist schön, passt aber nicht zu diesem Taucher.
Die Spaltmaße an den Hörnchen finde ich ein zu gross geraten.
Ein schwarzes Durchzugsband vielleicht?

Mein Fazit: So sollte eine Taucheruhr aussehen. Nicht überladen, klar gestaltet, sauber verarbeitet, Automatik.
 

hansvonholstein

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Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Tieftauch Kasper! :klatsch:
Ich denke, da hast Du Dir etwas ganz etwas Besonderes geangelt.
Respekt auch für die Aufarbeitung. :super:

Nur bei der Bänderfrage muß ich mit meinen Vorrednern ins gleiche Horn stoßen. Dieses Band geht nicht.
Es scheint mir zu jung und zu dünn.
Erste Wahl wäre sicherlich ein Tropic oder ein - wie heißen diese dickeren Kautschukbänder mit den großen rechteckigen Aussparungen???
NATO geht auch nicht, weil wieder nicht authentisch. Leder in diesem Fall eh nicht. Vielleicht ein Durchzugsperlon?

Vielleicht kannst Du Dich ja sogar mit einem Spangenband anfreunden, wie sie hier gezeigt werden: https://uhrforum.de/zeigt-her-eure-spangenbaender-t135788

Ganz gleich. Kommt Zeit, kommt Rat. Vielleicht erhellen Bilder zeitgenössischer Diver ja das Halbdunkel: https://uhrforum.de/zeigt-doch-mal-eure-vintage-diver-t15536

Einstweilen nochmals Glückwunsch zu diesem (offensichtlich für beide Seiten) 1A Tausch!

HANS
 
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