Kapitalanlagen jenseits von Festgeldkonten

Diskutiere Kapitalanlagen jenseits von Festgeldkonten im Small Talk Forum im Bereich Community; Kann man auch so verstehen, wie verkaufen und dann versuchen mit Daytrading noch ein paar Eur aus Wirecard zu holen. Ist das so gemeint, oder...
Boglius

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Das weitere Vorgehen kommt ganz darauf an was für ein Typ man ist, ich würde an deiner Stelle zwischen 3,5 und 5 nicht so den dramatischen Unterschied sehen, denn es ist ja bereits "schlimm" genug, man hat sich ja bereits komplett verhauen. Also würde ich versuchen aus den 1.500 Euro, die noch geblieben sind, mit der Wirecard im Tagesgeschäft noch den einen oder anderen Euro zu machen. Wenn man die 1.500 auch noch verzockt, dann ist es so. Aber aktuell ist da viel Tango auf dem Parkett, da kann man zügig mit tanzen oder man steht halt draußen am Rand und schaut sich das wilde Treiben an.
Kann man auch so verstehen, wie verkaufen und dann versuchen mit Daytrading noch ein paar Eur aus Wirecard zu holen. Ist das so gemeint, oder falsch von mir
verstanden?

Wirecard ist eine kleinere Position in meinem Depot, hat das Depot aber in Summe schon weiter ins Minus gezogen. Ich hatte das Pech erst im Oktober 2019
im Bereich ETFs eingestiegen zu sein und dann mit dem Coronacrash in Einzeltitel gegangen bin.
 
Mueller27

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Mich hätte halt interessiert, was diese Drucke vor 50 oder 100 Jahren gekostet haben. Wenn man sich eine Sammlung zulegt, stecken schnell einige Tausend drin. Die 200€ für das Blatt von Renoir ist natürlich sehr tief im Preis. Da kommt schon die Frage, ob ich oder die Erben das Geld nochmals dafür bekommen können. Einen Gewinn verspreche ich mir nicht. Investment ist auch nicht richtig ausgedrückt.
Unterschätzt aber bei Kunst nicht den folgenden Effekt, den es so bei anderen Anlageformen wie Aktien, Immobilien oder Edelmetallen in dieser krassen Art nicht gibt:

Wenn Du z.B. Dir bei renommierten Kunsthändlern eine wie auch immer geartete Sammlung aus Einzelstücken über die Jahre für am Ende sagen wir 10.000€ zusammenkaufst, bekommst Du - wenn der Marktwert sich nicht geändert hat - beim Verkauf, wenn Du selbst nun ebenfalls zu Kunsthändlern gehst, im besten Fall davon vielleicht 5.000€ zurück.

Der Marktwert muss sich also schon verdoppeln damit man überhaupt seinen Einstiegspreis wieder raus bekommt.
Das ist eben so. Verkaufspreis und Ankaufspreis sind zwei verschiedene Dinge.
Die Händler wollen auch leben.

Carsten
 
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datograph

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@Boglius also ich habe anders als initial geschrieben mittlerweile verkauft. Grund: Ich kann den realisierten Verlust steuerlich absetzten.
 
Boglius

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@Boglius also ich habe anders als initial geschrieben mittlerweile verkauft. Grund: Ich kann den realisierten Verlust steuerlich absetzten.
Wie geht das? Es gibt doch seit 01.01.2020 ein neues Gesetz, dass die Verluste aus Firmen, die sich in
einer Insolvenz befinden, nicht steuerlich geltend gemacht werden können. Zumindest wurde mir sowas
gesagt.

Zu welchem Kurs hattest Du gekauft und dann verkauft, wenn ich Dich das fragen darf?
 
datograph

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Da hat man dir was börsengehandelte Aktien angeht Quatsch erzählt, zumal das bei den meisten deutschen Broker – wie mit der Abführung der Kapitalertragssteuer – alles automatisch geregelt wird, auch die Überführung des Verlusttopfes in das nächste Jahr. Ab jetzt also ungefähr 14000 Euro Gewinn machen und statt mit 10500 Euro mit 14000 Euro nach Hause gehen.

In: 116; Out: 3,10
 
Boglius

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Da hat man dir was börsengehandelte Aktien angeht Quatsch erzählt, zumal das bei den meisten deutschen Broker – wie mit der Abführung der Kapitalertragssteuer – alles automatisch geregelt wird, auch die Überführung des Verlusttopfes in das nächste Jahr. Ab jetzt also ungefähr 14000 Euro Gewinn machen und statt mit 10500 Euro mit 14000 Euro nach Hause gehen.

In: 116; Out: 3,10
Oh das ist natürlich sehr bitter. Hängst Du Dich an die Klage dran?
 
datograph

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Nein! Das ist pure Verzweiflung von Leuten die sich Ihre eigenen Fehler nicht eingestehen können. Da wird jetzt auf Biegen und Brechen versucht die Schuld bei anderen zu finden. Die Anzeichen des Betrugs existieren schon seit Jahren und die enorm hohe Short-Quote hätte die Leute skeptisch machen sollen und wenn nicht das, dann spätestens die Ungereimtheiten bezüglich des im Vorfeld kommunizierten und des tatsächlichen Resultats der Sonderuntersuchung. Anleger wie ich, die sich über all das im Klaren waren, haben dieses Risiko also bewusst in Kauf genommen und damit überhaupt keine Grundlage dagegen zu klagen. Auch müssen die Anleger kapieren, dass die Gläubiger den Vorrang haben. Die einzigen die etwas von der Klage haben sind also die Anwälte.
 
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Scherox

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...
Wenn Du z.B. Dir bei renommierten Kunsthändlern eine wie auch immer geartete Sammlung aus Einzelstücken über die Jahre für am Ende sagen wir 10.000€ zusammenkaufst, bekommst Du - wenn der Marktwert sich nicht geändert hat - beim Verkauf, wenn Du selbst nun ebenfalls zu Kunsthändlern gehst, im besten Fall davon vielleicht 5.000€ zurück. ...
Ich kaufe nicht bei Kunsthändlern. In der Kategorie bis 1.500€ spielt sich sehr viel bei ebay ab. Aber ich habe inzwischen einige Tausend ausgegeben. Dabei frage ich mich schon, wo der Wert in ca. 20 Jahren steht? (Das ist eine limitierte Mappe von Slevogt, ein großer Druck von Korinth, einzelne Stücke von Goya, Kollwitz, Liebermann usw.)

P.s.: ich habe auch vor dem Kauf die Preise verglichen. Also, was die bei Auktionen erzielten oder zu welchen Preisen, die anderswo angeboten werden.

Das habe ich z.Bsp.:
File:Diogenes and Alexander by Lovis Corinth.jpg - Wikimedia Commons
 
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M4x22

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Darf man fragen welche Summen du so zum zocken verwendest?
Die Gebühren sind ja auch zu berücksichtigen, sodass es ja automatisch größere Beträge sein sollten (oder ein günstiger Broker).
 
lonka

lonka

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Keine Sorge, das waren 200€. Und wenn die gute Trade Republic mehr als den einen € pro Trade berechnen würde, hätte ich da auch keinen Spass dran.
 
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Kemp

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Aktuell bin ich am überlegen meine ganzen ETF Positionen zu verkaufen, die Sparpläne aber weiter laufen zu lassen.

Insgesamt traue ich der weltweiten Lage nicht wirklich und befürchte das es im Herbst oder Winter doch noch mal deutlich Berg ab geht.
 
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fluessigbrot

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Ich arbeite nur noch mit Stop Loss Orders. Die kann man bei steigenden Kursen in regelmäßigen Abständen nachziehen, sodass irgendwann selbst bei Durchbrechen der Grenze noch Gewinn bleibt. Und man muss nicht stündlich/täglich ins Depot schauen.
 
Maxefix

Maxefix

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Bevor ich verkaufen würde würde ich aber auch nochmal ganz genau durchrechnen was das unterm Strich kostet. Bei einem Verkauf realisiert man u.U. Kursgewinne und je nachdem wie hoch die sind ist die Steuerlast dafür nicht zu verachten. Dazu kommen noch zweimal Handelsgebühren, einmal für den Verkauf und einmal für den späteren Wiedereinstieg. Und am Ende fallen die Kurse gar nicht oder nur einige Prozent, dann hat man mit etwas Pech richtig viel Geld verloren. Ich würde darum nur verkaufen wenn ich das Geld in naher Zukunft brauchen würde und bei einem Kursrutsch z.B. ein Immobilienkauf oder gar die Altersversorge wackeln würde..
 
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Kemp

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Ach mein Verlustverrechnungstopf gibt das her :lol:Dier Verkaufsgebühren bei Flatex sind bei sechs ETFs mit ca. 36,- € überschaubar und den wiedereinstieg würde ich über meinen Sparplan laufen lassen, das wäre dann kostenfrei. Aber mal sehen wie ich tatsächlich vorgehe.
 
Boglius

Boglius

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Übrigens mal ein kleines Update zu meiner Wirecard Aktie. Gestern Abend zog sie ja wieder langsam an, ich trennte mich
dann von fast der Hälfte meiner Wirecard Aktien zu 6,20/Stück. Brachte zwar nur 600 EUR, aber heute kam die Steuererstattung
des Depots. Ich wunderte mich schon, wieso da plötzlich 1300 EUR auf dem Verechnungskonto lagen. Ich hatte dieses Jahr schon
einige Aktien verkauft und immer brav meine Steuern entrichtet. Die gabs wegen des Verlusts nun zurück. In Summe also knapp
2000 EUR zurück und ich halte noch die Hälfte der Aktien. Somit sieht mein Verlust nicht mehr ganz so wild aus. Hätte mit der
Steuerverechnung gar nicht gerechnet, weil ich die vorher noch nie erhalten habe. War auch mein erster Verkauf mit Minus. Das
Gesamtdepot sieht nun auch besser aus. Wirecard ist nun 200% im Plus und nicht mehr 75% im Minus :D Sollte sie nochmal
deutlich fallen, kaufe ich vermutlich nach. Aber nicht wie User Ionka, weil ich pro Trade um die 5 eur + 0,25% der Order zahlen
muss. Und da lohnt sich eine kleinere Zockerei nicht wirklich.
 
P

Pedal2Metal

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Ich mache mir (im Gegensatz zu den meisten anderen in meinem Alter muss ich leider sagen) viel Gedanken um das Thema Altersvorsorge.
Aktuell habe ich eine betriebliche Altersvorsorge mit dem Höchstsatz abgeschlossen (ca 300€ monatlich), ein Eigenheim (wird noch ca 8 Jahre finanziert), etwas Gold (geerbt). Aufgrund des Hauses und unserer Kinder bleibt aktuell auch nicht viel übrig jeden Monat. Ich möchte monatlich ca 40€ sparen/anlegen oder wie auch immer.
Das soll so lange geschehen bis das Haus abgezahlt ist, dann möchte ich (stand jetzt) in eine weitere Immobilie investieren und das angesparte Kapital dort einbringen. Da das ja ein echt kleiner monatlicher Betrag ist, frage ich mich: was mach ich jetzt? ETF? Auf 8 Jahre sinnvoll? Habt ihr Tipps?
 
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